Weiß sie es oder weiß sie es nicht?

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Weiß sie es?

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Hab da eine Frage, passend zum Thema: die Frau meines Geliebten wollte sehr lange keinen Sex mehr. Sie hat im Sommer erfahren, dass er eine Affäre mit mir hatte (zu dem Zeitpunkt hatte, da über ein Jahr pausiert und meinerseits nicht absehbar, ob es irgendwann weitergeht) und dann wohl mit dem Gedanken an Trennung gespielt (hat von sich als seine (Noch-) Frau geschrieben in einem Schreiben an mich. Gedanke dann aber doch nicht durchgeführt. Anscheinend wollte sie dann Sex, als sie von der Affäre erfahren hatte - seither aber schon wieder lange nicht mehr. Kann das selbst nicht nachvollziehen, würde da wohl erstmal jede Berührung vermeiden wollen und nicht Sex. Könnt ihr ihr Verhalten verstehen? Besitzmarkierung?

Besitzmarkierung...oder halten wollen...


...nenn es, wie du willst.

Wahrscheinlich eher aus der Not geboren, ihm zu zeigen, dass sie ihn nicht verlieren möchte...aber eben nicht aus Liebe, Lust und Leidenschaft...eher berechnend.
Geht sowieso in die Hose...solch ein Versuch ist meist zu spät...und zum scheitern verurteilt - zumindest, wenn er noch einen Hauch von Ehre in sich trägt und ihr Spiel durchschaut.
 
Hab da eine Frage, passend zum Thema: die Frau meines Geliebten wollte sehr lange keinen Sex mehr. Sie hat im Sommer erfahren, dass er eine Affäre mit mir hatte (zu dem Zeitpunkt hatte, da über ein Jahr pausiert und meinerseits nicht absehbar, ob es irgendwann weitergeht) und dann wohl mit dem Gedanken an Trennung gespielt (hat von sich als seine (Noch-) Frau geschrieben in einem Schreiben an mich. Gedanke dann aber doch nicht durchgeführt. Anscheinend wollte sie dann Sex, als sie von der Affäre erfahren hatte - seither aber schon wieder lange nicht mehr. Kann das selbst nicht nachvollziehen, würde da wohl erstmal jede Berührung vermeiden wollen und nicht Sex. Könnt ihr ihr Verhalten verstehen? Besitzmarkierung?

Möglicherweise folgender Gedanke: "Mein Alter bumst fremd, ein durchaus naheliegender nächster Schritt wäre, dass er mich verlässt. Das will ich aber nicht, also mach ich halt ein paar Mal mit ihm, um ihn bei mir zu halten."
 
Sie will mit mir gemeinsam ohne Kinder auf Urlaub fahren, ich freu mich über ihren Vorschlag und deshalb machen wir das.
Wenn Sie körperlichem zugänglich wäre, egal ob gestern, heute oder morgen, wäre ich der glücklichste Mensch auf Erden. Ich erwarte das schlicht und einfach nicht, das sagt mir meine Erfahrung der letzten Jahre.
Ich tu mir da echt schwer, das zu verstehen.... aus Sicht der Frau verstehe ich es nicht, denn liegt mir mein Partner am Herzen, dann bin ich auch körperlich zugänglich....
 
Hab da eine Frage, passend zum Thema: die Frau meines Geliebten wollte sehr lange keinen Sex mehr. Sie hat im Sommer erfahren, dass er eine Affäre mit mir hatte (zu dem Zeitpunkt hatte, da über ein Jahr pausiert und meinerseits nicht absehbar, ob es irgendwann weitergeht) und dann wohl mit dem Gedanken an Trennung gespielt (hat von sich als seine (Noch-) Frau geschrieben in einem Schreiben an mich. Gedanke dann aber doch nicht durchgeführt. Anscheinend wollte sie dann Sex, als sie von der Affäre erfahren hatte - seither aber schon wieder lange nicht mehr. Kann das selbst nicht nachvollziehen, würde da wohl erstmal jede Berührung vermeiden wollen und nicht Sex. Könnt ihr ihr Verhalten verstehen? Besitzmarkierung?
Ja Besitzmarkierung oder Angst, das schöne, bequeme Leben zu verlieren....
 
Möglicherweise folgender Gedanke: "Mein Alter bumst fremd, ein durchaus naheliegender nächster Schritt wäre, dass er mich verlässt. Das will ich aber nicht, also mach ich halt ein paar Mal mit ihm, um ihn bei mir zu halten."
Hier nicht der Fall, sie weiß, dass er auf gar keinen Fall gehen wird - Kind sei Dank (und vermutlich auch Bequemlichkeit und Feigheit bzw. Angst davor, angeprangert zu werden)
 
Hi,

Und gewohnheitsmäßig versaue ich mir dann mein Leben? :schulterzuck:

die sind mindestens 60 - unter der Annahme, dass sie mit 20 geheiratet haben.

Sind sie wirklich so unglücklich? Wären sie wirklich besser dran, sich zu trennen?

Wenn ich mir hier Scheidungen so ansehe dann ist schon die finanzielle Belastung enorm, aus einem Haus werden dann zwei kleine Wohnungen, es ist für beide ein Abstieg, und kratzt am Selbstbewusstsein, manchmal das Gefühl versagt zu haben, ...

Viele Menschen werden da erst recht verzweifelt, in sich gekehrt, hoffnungslos, miesepetrig ...

Ich kenne Beispiele, wo die Trennung für beide ein Traum ist (und die hatten noch Sex), aber eben auch viele, wo es nachher schlechter ist als vorher.


Man muss es einfach sehen wie es ist: Es ist ein Risiko, die Trennung kann auch eine massive Verschlechterung sein.

Schlussendlich nach all der Zeit, wissen die Leute manchmal einfach nicht, was sie an dem anderen haben. Und erst nach der Trennung fällt auf, wie sehr sie den anderen mögen, vermissen, zu brauchen glauben.


Aber das Thema hier ist trotzdem eine an sich glückliche Beziehung, nur eben mit ohen Sex. Und da ist eine Trennung sicher nicht gut ...

LG Tom
 
Die Tragik beginnt, wenn ein sinnesfroher, erotischer Mensch mit gesundem Sexualtrieb an sowas gerät und es nicht rechtzeitig überzieht und die Reissleine zieht. Diese Asexuellen verstellen sich am Anfang, um andere Ziele, zb. Versorgung, Haus, KINDER zu bekommen. Beissen die Zähne zusammen und beten Vaterunser, während sie für die Erreichung ihrer Ziele die Schenkel breit machen.

:hahaha:
Mag für einzelne gelten. Ein Pfarrer bezeichnete solche Weiber als Tabernakelwanzen, die meisten haben es aber faustdick hinter den Ohren, deshalb das 11 Gebot beachten, du sollst dich nicht täuschen.
 
Hi,

Weißt du denn auch warum das so ist? Ich kann verstehen, dass du dein Leben hier nicht komplett offenbaren möchtest, aber wir du selbst schreibst ist es als Aussenstehende tatsächlich schwer zu verstehen, dass wenn ihr euch noch so nahe seid, es nicht möglich ist über Sex und eure Wünsche zu sprechen.


was wäre, wenn sie wegen einer Krankheit nicht kann?


Ich hatte immer viele Frauen als gute Freunde, und schon als Teenager gab es welche, die kaum Sex wollten, für die Sex nahezu ausschließlich ein Gefallen war, den man dem Freund machte. Und solche, denen der Sex ihrem Freund nicht genug war.

Und das ist ist heute noch so, ich weiß nicht wie viele Paare es gibt, wo beide wirklich absolut zufrieden sind, ich meine eher, dass sich die Mehrheit mit einem mehr oder weniger langweiligen Sexleben arrangiert hat.

So im Sinne von Charlie Sheens "Analsex gibt es einmal im Jahr an seinem Geburtstag und am nächsten Tag muss er ihr ein teures Geschenk machen" .... ich kenne Paare wo das wirklich so abläuft, und die sind jünger als ich ....

Wenn wir die Durchschnittsehe nehmen, dann gibt es 2 bis 3 mal die Woche je eine halbe Stunde Sex, und das 3 von 4 Wochen. Das sind 40 bis 60 Stunden im Jahr. Das sind 3 bis 5 Stunden im Monat. Das sind durchschnittlich 6 bis 10 Minuten am Tag.

Will man wirklich eine Beziehung mit jemandem den man liebt wegen der 6 bis 10 Minuten am Tag aufgeben?

Oder anders ausgedrückt: Wenn ein Kumpel zu mir kommt, der seine Frau liebt und das auch auf Gegenseitigkeit beruht, und der mir sagt, er hat sich jetzt getrennt und lässt sich scheiden, weil 30 Jahre ohne Analsex sind genug, da frage ich ihn, ob er jetzt total deppert ist ....


LG Tom
 
Man kann sich auch als Ehepaar mit unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen arrangieren. Konkrete Beispiele: 2 Ehefrauen fördern sogar, dass ihre Männer die sexuellen Bedürfnisse bei anderen Frauen ausleben, Hauptsache sie brauchen für Sex nicht zur Verfügung stehen - funktioniert schon jahrzehntelang, quasi einseitig offene Beziehungen. Ansonsten führen sie harmonische Ehen. Ein Mann, krankheitsbedingt zu Sex nicht fähig, lebt mit seiner Frau und deren jüngeren Hausfreund lange Zeit zusammen, bis sich der Hausfreund wegen einer jüngeren trennte.

Probleme gab es nur in den beiden 1. Beispielen, weil die zwei Männer u a auch mit verheirateten Frauen Affären unterhielten und deren Männer irgendwann dahinter kamen.

Eine krankheitsbedingte, längere sexuelle Pause kann ich mir vorstellen, aber ohne Beeinträchtigung monatelang keinen Sex mit der Frau, das könnte ich mir nicht vorstellen. Hätte überhaupt dann kein Verständnis, wenn die Frau zu Beginn der Beziehung den Schwanz lieber drin als draußen hat und plötzlich unerklärlich den Schalter auf 0 umlegt.
 
Hi,




was wäre, wenn sie wegen einer Krankheit nicht kann?


Ich hatte immer viele Frauen als gute Freunde, und schon als Teenager gab es welche, die kaum Sex wollten, für die Sex nahezu ausschließlich ein Gefallen war, den man dem Freund machte. Und solche, denen der Sex ihrem Freund nicht genug war.

Und das ist ist heute noch so, ich weiß nicht wie viele Paare es gibt, wo beide wirklich absolut zufrieden sind, ich meine eher, dass sich die Mehrheit mit einem mehr oder weniger langweiligen Sexleben arrangiert hat.

So im Sinne von Charlie Sheens "Analsex gibt es einmal im Jahr an seinem Geburtstag und am nächsten Tag muss er ihr ein teures Geschenk machen" .... ich kenne Paare wo das wirklich so abläuft, und die sind jünger als ich ....

Wenn wir die Durchschnittsehe nehmen, dann gibt es 2 bis 3 mal die Woche je eine halbe Stunde Sex, und das 3 von 4 Wochen. Das sind 40 bis 60 Stunden im Jahr. Das sind 3 bis 5 Stunden im Monat. Das sind durchschnittlich 6 bis 10 Minuten am Tag.

Will man wirklich eine Beziehung mit jemandem den man liebt wegen der 6 bis 10 Minuten am Tag aufgeben?

Oder anders ausgedrückt: Wenn ein Kumpel zu mir kommt, der seine Frau liebt und das auch auf Gegenseitigkeit beruht, und der mir sagt, er hat sich jetzt getrennt und lässt sich scheiden, weil 30 Jahre ohne Analsex sind genug, da frage ich ihn, ob er jetzt total deppert ist ....


LG Tom

Wenn ich als Frau krankheitsbedingt vorübergehend ausfalle erwarte ich von meinem Partner, dass er mir beisteht und nicht heimlich fremdvögelt. Falle ich länger oder gar für immer aus, gebe ich ihm die Freiheit sich woanders zu holen was er braucht, in beiden Fällen wie auch in allen anderen Lebenslagen erwarte und gebe ich Ehrlichkeit, darauf basiert meine Beziehung.

Das bin aber ich und meine Meinung, ich bin bemüht auch andere zu verstehen, darum frage ich nach, wertfrei aus Neugierde es liegt mir fern zu Urteilen.
 
Hi,

ich glaube, sowas geht schleichend. Die Sexfrequenz nimmt ab, weil Stress oder Gesundheitsprobleme, oder ... und irgendwann mag man nicht mehr.

Und wenn man von einem "normalen" Trieb ausgeht, also vom durchschnittlichen 2 mal die Woche als Beginn der Beziehung, ....

Und meistens sind auch beide Seiten verantwortlich, nach Jahren dann kein Vorspiel, nach dem Orgasmus umdrehen und einschlafen, schnarchen ... und die Männer sind oft noch schlimmer. ;)


Wie gesagt, über einen Zeitraum von ein, zwei Jahren eine "Sexentwöhnung", ... und wenn man dann noch in den eigenen gesellschaftlichen Vorstellungen gefangen ist, und dem Partner nicht gestatten will, sich mit anderen auszutoben, dann hat man das Problem.

An der Stelle angemerkt: Wer einen Partner hat, der mit anderen schläft, ist immer noch ein gesellschaftlicher Außenseiter. Insbesondere Männer, deren Frauen andere Partner haben, stehen oft als Versager da.

Und sensible Partner sind oft rar. Am Land beim Dorfwirten, zu sagen ich geh jetzt zu meiner Geliebten, meine Frau erlaubt es .... na wirklich ned! Die arme Frau von dem, beim nächsten Sonntagsgottesdienst ist die arm dran. Und die Affairen erst ....

Also ich habe auch absolutes Verständnis, für die Partner, die keinen Sex wollen und trotzdem nicht erlauben, dass der andere rumvögelt.


LG Tom
 
Hi,

Falle ich länger oder gar für immer aus, gebe ich ihm die Freiheit sich woanders zu holen was er braucht, in beiden Fällen wie auch in allen anderen Lebenslagen erwarte und gebe ich Ehrlichkeit, darauf basiert meine Beziehung.

das wäre schön. Was machen, wenn derjenige, der wenig Sex will, dem anderen nicht die Freiheit gibt?

Ich halte es eben nicht für sinnvoll sich wegen mangelndem, Sex zu trennen, ganz besonders wenn man den anderen mag!

Das bedeutet nicht zwingend, dass man deshalb fremdgehen muss!

Ich bin grundsätzlich ein Verfechter der Offenheit zwischen Partnern. Grundsätzlich verstehe ich auch Fremdgeher nicht. Ich habe aber bestimmte Situationen kennen gelernt, wo ich das Fremdgehen nachvollziehen kann.

LG Tom
 
Also ich habe auch absolutes Verständnis, für die Partner, die keinen Sex wollen und trotzdem nicht erlauben, dass der andere rumvögelt.


LG Tom

Grundsätzlich verstehe ich auch Fremdgeher nicht. Ich habe aber bestimmte Situationen kennen gelernt, wo ich das Fremdgehen nachvollziehen kann.

LG Tom

Schaut so aus wie wenn du für beide Seiten bzw alle Situationen Verständnis hast (ist ok und verständlich;)), bis zu einem gewissen Grad widerspricht sich das aber?
 
Die Tragik beginnt, wenn ein sinnesfroher, erotischer Mensch mit gesundem Sexualtrieb an sowas gerät und es nicht rechtzeitig überzieht und die Reissleine zieht. Diese Asexuellen verstellen sich am Anfang, um andere Ziele, zb. Versorgung, Haus, KINDER zu bekommen. Beissen die Zähne zusammen und beten Vaterunser, während sie für die Erreichung ihrer Ziele die Schenkel breit machen.
Vielleicht nicht in dem Fall. Aber es gibt definitiv Leute, für die Sex schmutzig, sündig, ekelerregend ist. Hab ich meine ganze Kindheit über gehört. :kotzen:Ich glaub, das habe ich nur ohne Schaden überlebt, weil ich die Gschichtlerzählerinnen schon sehr früh als saudumme, bigotte Weiber ansah.

Irgendwie eigenartig. Prinzipiell würde ich deinen Postings mit Ablehnung begegnen, weil sie mir zu scharf formuliert und mit zuviel Hass drüberkommen. Tatsächlich aber kenn ich die von dir beschriebenen Menschen sehr gut. Und mit schöneren Worten ist es schwer realitätsgetreu wiederzugeben. Mit ein Grund, warum mir das Leben in einer sonst wunderbaren Kärntner Region irgendwann mal zu eng und zuwider wurde. Dort beherrscht noch eine Generation von Frauen den Landstrich, die sich ihre Dominanz über Mann und Kinder in der Familie durch Jammern und Zetern erschleicht, frei nach dem Motto: Ich plärr so lang und trage so lange dramatisch Leid zur Schau, bis ich bekomm was ich will. Sex ist eine Sache, die rein der Kinderzeugung dient und sonst einzig ein Werkzeug des Teufels ist, den die ehrfürchtigen Kirchgängerinnen natürlich scheuen, wie der das Weihwasser. Das hat in einigen Familien eine Generation von Männern und Frauen hervorgebracht, die heute nur schwer bis gar nicht eine normale Sexualität leben können. Dieses Gefühl von Sex in Verbindung mit Schmutz ist in diese Menschen wie eingebrannt. Da ich lange Jahre mit einem solchen Mann verheiratet war weiß ich wovon ich spreche.

Ich glaube aber, dass das heute nur mehr Überbleibsel einer Zeit sind, die ohnehin stark im Wandel ist, sich in ländlichen Regionen länger hält als anderswo und ob kurz oder lang aussterben wird. Zumindest bleibt das zu hoffen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Weißt du denn auch warum das so ist? Ich kann verstehen, dass du dein Leben hier nicht komplett offenbaren möchtest, aber wir du selbst schreibst ist es als Aussenstehende tatsächlich schwer zu verstehen, dass wenn ihr euch noch so nahe seid, es nicht möglich ist über Sex und eure Wünsche zu sprechen.
Ich weiß nicht warum das so ist. Ich weiß aber auch nicht warum mit Eintritt der Schwangerschaft augenblicklich alles körperliche Tabu war ( Küssen, berühren...). Ich hab das Monate nach der Geburt nochmal intensiver angesprochen, aber Antwort mit der ich was anfangen konnte gab's keine. Führt hier ein bisschen zu weit, zu tief obendrein.
 
Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie es überhaupt zu einem derartigen Auseinanderdriften der partnerschaftlichen Sexualität kommen kann - ausgenommen Krankheit.
Bereits in der Phase des intimen Kennenlernens ist doch schon erkennbar, ob auch die Sexualität den Erwartungen entspricht und es eine hohe Übereinstimmung gibt, z B Häufigkeit, Vielfalt, Experimentierfreudigkeit usw ebenso wie Einstellung zur Beziehung, Lebenserwartung, Ziele etc.
Gibt es starke Unterschiede in der Sexualität, gehe zumindest ich keine Beziehung ein. Ich möchte mit meiner Partnerin den gemeinsamen Sex als Höhepunkt unserer Liebe ausleben. Persönlich mag ich schon lange keinen Sex mehr ohne Liebe, aber auch keine Liebe ohne Sex - war nur in jugendlichen Triebphase, dass nur Sex wichtig war.
Leider verbiegen sich viele Menschen in der Phase des Kennenlernens in alle nur notwendigen Richtungen, um den ins Auge gefassten Partner zu beeindrucken und zu täuschen, kaum sind die Fingerfessel oben oder die Beziehung anderweitig besiegelt, wird die Maske fallen gelassen und der wahre Charakter offenbart und versucht den Partner nach den eigenen Vorstellungen umzuerziehen.
 
Irgendwie eigenartig. Prinzipiell würde ich deinen Postings mit Ablehnung begegnen, weil sie mir zu scharf formuliert und mit zuviel Hass drüberkommen. Tatsächlich aber kenn ich die von dir beschriebenen Menschen sehr gut. Und mit schöneren Worten ist es schwer realitätsgetreu wiederzugeben. Mit ein Grund, warum mir das Leben in einer sonst wunderbaren Kärntner Region irgendwann mal zu eng und zuwider wurde. Dort beherrscht noch eine Generation von Frauen den Landstrich, die sich ihre Dominanz über Mann und Kinder in der Familie durch Jammern und Zetern erschleicht, frei nach dem Motto: Ich plärr so lang und trage so lange dramatisch Leid zur Schau, bis ich bekomm was ich will. Sex ist eine Sache, die rein der Kinderzeugung dient und sonst einzig ein Werkzeug des Teufels ist, den die ehrfürchtigen Kirchgängerinnen natürlich scheuen wie das Weihwasser. Das hat in einigen Familien eine Generation von Männern und Frauen hervorgebracht, die heute nur schwer bis gar nicht eine normale Sexualität leben können. Dieses Gefühl von Sex in Verbindung von Schmutz ist in diese Menschen wie eingebrannt. Da ich lange Jahre mit einem solchen Mann verheiratet war weiß ich wovon ich spreche.

Ich glaube aber, dass das heute nur mehr Überbleibsel einer Zeit sind, die ohnehin stark im Wandel ist, sich in ländlichen Regionen länger hält als anderswo und ob kurz oder lang aussterben wird. Zumindest bleibt das zu hoffen.

Dann muss ich dir nicht erzählen. Du kennst das Milieu. Dass es so bald ausstirbt, bezweifle ich allerdings.
 
In sehr vielen Beiträgen wird zur Einengung der Sexualität oft der dörfliche Lebensraum und der kirchliche Einfluss verantwortlich gemacht. Ich lebe vorwiegend und intensiv im ländlichen Raum, war beruflich und ehrenamtlich in einem ganzen Bezirk unterwegs und hab dadurch einen relativ guten Einblick über die dörfliche und kleinstädtische Gesellschaft.
Religion war nie ein Hindernis zum Ausleben der Sexualität, weil ja immer schon der Adel, obwohl hoch katholisch, Affären hatte und so die Scheinmoral vorlebte. Auch sehr viele kirchliche Würdenträger hatten öffentlich bekannte Affären und so lebte dann schlussendlich auch die Bevölkerung - wie der Herr so das Gescherr.
In der KuK-Zeit waren die Muss-Heiraten (Schwangerschaft) schon sehr häufig und zu meiner Jugendzeit waren von 50 Bräuten vielleicht 5, die bei der Hochzeit nicht schwanger waren. Alle bekamen den kirchlichen Segen.
Es sind schon ganz wenige Paare bekannt, die anscheinend nur zur Kinderzeugung Sex hatten - die Männer aus diesen Beziehungen liefen aber schon jedem anderen Rockzipfel hinterher. Welche Auswirkungen hatte z B Fremdgehen kirchlich gesehen? Die Sünderlein gingen zur Beichte, versprachen Besserung und vögelten danach wieder fremd - bis zur nächsten Beichte. Im öffentlichen Leben wurde das religiöse Verhalten besonders hervorgehoben, aber im Verborgenen oft das Gegenteil gelebt.
Also Seitensprünge und Affären lassen sich am Land langfristig nicht verbergen, es gibt einige Tage einen Dorftratsch, alle wissen es, nur die Betrogene oder der Betrogene nicht und keiner sagt etwas.
Der Spruch trifft auch voll zu, ist der Ruf einmal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

Jeder Mensch, jedes Paar kann die Sexualität und Beziehungsform frei für sich wählen. Wenn eine Beziehung oder die Sexualität nicht funktioniert, dafür die Religion/Erziehung oder Gesellschaft verantwortlich machen ist nicht die Lösung, bzw der Grund.
Probleme würde es nicht geben, wenn man bereits zu oder noch vor Beginn einer Beziehung ehrlich und aufrichtig ist und auch über die Sexualität, Vorlieben und Neigungen sprechen würde. Für mangelnde Kommunikation ist wie gesagt jeder selbst verantwortlich.
 
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