Über Sexualität sprechen

Hi ihr Lieben!

Eh schon alles im Titel und da ich scheinbar nicht ganz alleine bin, mal in die Runde zur Diskussion gestellt.

Ich empfinde es extrem schwer über Sexualität zu sprechen.
Schreiben geht besser, aber auch nicht so richtig gut.
Mit dem von mir primitiv empfunden Vokabular, das irgendwo aus Kategorienbäumen, Dienstleistungsgewerbe kommt, fang ich gar nix an und das verschreckt mich, weil ich es so nicht empfinden kann.

Mit Frauen ist es schwierig zu sprechen (liegt vielleicht an meinem Umfeld/nicht allgemeingültig). Da geht es meistens drum wie gut, schlecht Männer sind, wenn´s tief wird grad noch über die Bestückung. Wirklich drüber reden, wie sie sich dabei fühlen, eher gar nicht. Irgendwie ist es immer heroische Pflichterfüllung oder Männer kleinreden. So richtig lustvoll gar nicht. Fantasien quittieren sie eher mit Kopfschütteln oder Themenwechsel. Da find ich nix.

Mit Männern ist es irgendwie netter, die geben sich aufgeschlossener, wenn sie nicht den Rattenblick kriegen. Dann gruselt es mir und ich mag a nimmer reden. Unterhalten über Sex, heißt nicht dass man mit dem Gesprächspartner ficken sondern reden mag. Somit auch sehr schwierig - wobei hier ein paar nette Jungs sind mit denen man tatsächlich ohne dass es sich unangenehm anfühlt ein oder zwei Kaltgetränke zu sich nehmen kann. :)

Mit dem Partner, ich hatte nur zwei Langzeitpartner, war es in der ersten Beziehung ganz o.k., aber einfach kaum die Zeit da und irgendwann haben wir uns verloren. Der zweite kam anfangs total aufgeschlossen daher und wurde von Monat zu Monat prüder und ich irgendwie immer mehr zur Mama für ihn. Den habe ich eindeutig überfordert. :(

Was ich schön fand war eine Episode, mit dem Kopf an ihn gelehnt und er erzählte mir leise, was wir getan haben, ohne ihn anzusehen konnte ich drüber reden und was ich noch gerne tun würde, und er flüsterte leise zurück - das war sehr, sehr schön - so ging es - aber es dürfte selten sein, oder?

Wie geht es Euch mit dem drüber Reden?
ich kann das problem nicht verstehen. ist ja nicht viel anders als wenn man drüber diskutiert was man zu mittag essen will. oder??????
 
Hi ihr Lieben!

Eh schon alles im Titel und da ich scheinbar nicht ganz alleine bin, mal in die Runde zur Diskussion gestellt.

Ich empfinde es extrem schwer über Sexualität zu sprechen.
Schreiben geht besser, aber auch nicht so richtig gut.
Mit dem von mir primitiv empfunden Vokabular, das irgendwo aus Kategorienbäumen, Dienstleistungsgewerbe kommt, fang ich gar nix an und das verschreckt mich, weil ich es so nicht empfinden kann.

Mit Frauen ist es schwierig zu sprechen (liegt vielleicht an meinem Umfeld/nicht allgemeingültig). Da geht es meistens drum wie gut, schlecht Männer sind, wenn´s tief wird grad noch über die Bestückung. Wirklich drüber reden, wie sie sich dabei fühlen, eher gar nicht. Irgendwie ist es immer heroische Pflichterfüllung oder Männer kleinreden. So richtig lustvoll gar nicht. Fantasien quittieren sie eher mit Kopfschütteln oder Themenwechsel. Da find ich nix.

Mit Männern ist es irgendwie netter, die geben sich aufgeschlossener, wenn sie nicht den Rattenblick kriegen. Dann gruselt es mir und ich mag a nimmer reden. Unterhalten über Sex, heißt nicht dass man mit dem Gesprächspartner ficken sondern reden mag. Somit auch sehr schwierig - wobei hier ein paar nette Jungs sind mit denen man tatsächlich ohne dass es sich unangenehm anfühlt ein oder zwei Kaltgetränke zu sich nehmen kann. :)

Mit dem Partner, ich hatte nur zwei Langzeitpartner, war es in der ersten Beziehung ganz o.k., aber einfach kaum die Zeit da und irgendwann haben wir uns verloren. Der zweite kam anfangs total aufgeschlossen daher und wurde von Monat zu Monat prüder und ich irgendwie immer mehr zur Mama für ihn. Den habe ich eindeutig überfordert. :(

Was ich schön fand war eine Episode, mit dem Kopf an ihn gelehnt und er erzählte mir leise, was wir getan haben, ohne ihn anzusehen konnte ich drüber reden und was ich noch gerne tun würde, und er flüsterte leise zurück - das war sehr, sehr schön - so ging es - aber es dürfte selten sein, oder?

Wie geht es Euch mit dem drüber Reden?

Gut geht's mir mit dem über Sex reden, geht bei mir wie andere über kochen reden 🤷‍♀️ Ich hatte da nie ein Problem, war immer schon unkonventionell. Vielleicht fehlt mir ja einfach ein Filter 😂Mittlerweile merk ich auch schnell, wie weit ich beim Gegenüber ins Detail gehen kann.

Ich kann mich mit zwei Freundinnen gut über Sexuelles unterhalten (bei einer dritten muss ich mit den Ausdrücken vorsichtig sein).
Dabei geht es aber nicht um Schwanzgrößen 😂, sondern etwa um peinliche Momente (wie etwa pupsen🙈 beim Sex, plötzliche Regel beim Sex) oder Dessous, Sex-Praktiken (BDSM, Bondage,...) oder Rollenspiele, Sexwünsche (Wie machst du das?),.....

Mit Männern (von denen man nichts Sexuelles will) über Sex reden ist insofern schwierig, weil manche das fast als "Einladung" sehen. Ähnliches hast du ja selbst bemerkt.

Ich find es sehr wichtig, sich auch über diesen Teil unseres Lebens unterhalten zu können. Mit dem Partner, aber auch mit Menschen, denen man vertraut.
 
Hmm... Im reden war ich schon immer schlecht, besonders wenns um mich und meine Wünsche geht, ich Weiss ja was ich will wieso soll ichs jemanden erzählen...
Hab da eine eigenartige Einstellung dazu.

Beim schreiben fällt einem vieles leichter... Vermutlich weil man keine Reaktion vom Gegenüber bekommt (Gestik, mimmik) das macht vermutlich viel aus.

Wenn ich mit Frauen über sexrede gibt's da gemischte Reaktionen die eine wird gleich voll spitz die andere wechselt sofort Thema... Die nächste Weiss gar nix zu dem Thema oder is damit überfordert oder ist es ihr unangenehm darüber zu reden... Ich Weiss es nicht 🙂

Fällt mir auch nicht leicht, aber wenn dann jemand gar nicht drüber reden will lass ichs von meiner Seite auch bleiben.

Mit Männern gibt's da gar keine Probleme drüber zu reden.

Frauen denken auch manchmal direkt man möchte sie flachlegen weil man über sex Tratscht.
Hab ich zumindest so mitbekommen.

Ich bin aber mit meinen sexuellen Fantasien und Wünschen bei meinen Partnerinnen immer schon zurückhaltend gewesen, will sie ja nicht gleich verschrecken.
 
Ich finde Schreiben ist eine brauchbare Alternative wenn’s mit dem Reden nicht so klappen will. Telefonieren ist auch eine denkbare Alternative. Solange man irgendwie im Gespräch bleibt passt es ja.
Ich gehöre zu denen, die kein Problem haben die Dinge auch auszusprechen.
Die Worte die mein Gegenüber wählt finde ich meistens sehr interessant weil es auch irgendwie einen Einblick in seine Wertehaltung gibt.
 
Hmm... Im reden war ich schon immer schlecht, besonders wenns um mich und meine Wünsche geht, ich Weiss ja was ich will wieso soll ichs jemanden erzählen...
Hab da eine eigenartige Einstellung dazu.

Beim schreiben fällt einem vieles leichter... Vermutlich weil man keine Reaktion vom Gegenüber bekommt (Gestik, mimmik) das macht vermutlich viel aus.

Wenn ich mit Frauen über sexrede gibt's da gemischte Reaktionen die eine wird gleich voll spitz die andere wechselt sofort Thema... Die nächste Weiss gar nix zu dem Thema oder is damit überfordert oder ist es ihr unangenehm darüber zu reden... Ich Weiss es nicht 🙂

Fällt mir auch nicht leicht, aber wenn dann jemand gar nicht drüber reden will lass ichs von meiner Seite auch bleiben.

Mit Männern gibt's da gar keine Probleme drüber zu reden.

Frauen denken auch manchmal direkt man möchte sie flachlegen weil man über sex Tratscht.
Hab ich zumindest so mitbekommen.

Ich bin aber mit meinen sexuellen Fantasien und Wünschen bei meinen Partnerinnen immer schon zurückhaltend gewesen, will sie ja nicht gleich verschrecken.
Ich finde gerade dem partner sollte man seine wünsche erzählen.
Empfinde ich echt mehr als verquert, dass man mit allen mehr über seine fantasien redet als mit dem partner..
 
Hi ihr Lieben!
..
:bussal:
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Eh schon alles im Titel und da ich scheinbar nicht ganz alleine bin, mal in die Runde zur Diskussion gestellt.
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You never walk alone.... ;)
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Ich empfinde es extrem schwer über Sexualität zu sprechen.
Schreiben geht besser, aber auch nicht so richtig gut. ...
Ich fand es (in jüngeren Jahren) extrem schwer generell über Sexualität und vor allem über Sex zu sprechen. Aber da muss ich auch dazu sagen, dass dies eine "ganz andere Zeit" war - und vor allem auch das Elternhaus eine wesentliche Rolle spielte.
Das ist besser und leichter geworden - am schwierigsten fällt es mir in Beziehung(en).
Mit Schreiben habe ich kein Problem.
Neben vielen Sinnlosigkeiten hat aber auch das Forum hier einen gewissen "Nachhol-" und "Lerneffekt" ausgelöst. In der Tat ist es oft schon eine "Stressreduktion" wenn man sich mit seinen Nöten und Ängsten nicht alleine weiß.

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Mit dem von mir primitiv empfunden Vokabular, das irgendwo aus Kategorienbäumen, Dienstleistungsgewerbe kommt, fang ich gar nix an und das verschreckt mich, weil ich es so nicht empfinden kann.
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Ja. Jein.
Zumindest ist der erotische Sprachgebrauch in den vergangenen Jahren massiv ins Vulgäre abgerutscht. Ob dies nun als eine Entspannung und/oder Emanzipation gegenüber einer bemühten, gekünstelten Sprache verstanden werden kann? :schulterzuck:
Ich meine nicht - denn Respekt und Auftreten als zivilisierte, kulturell bewusste Person zeigt sich doch auch im Sprachgebrauch. Sagen wir so - wenn man mit mehreren Zungen reden kann... (und auch sonst erotisierend wirken kann... ;) )...
Übrigens - mein Eindruck hier im Forum ist eher, dass die Kolleginnen mit Dollarzeichen sich deutlich niveauvoller ausdrücken (können) - nur von wegen Dienstleistungsgewerbe. ;)
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Mit Frauen ist es schwierig zu sprechen ...
Stimmt.
:hahaha:
.... Da geht es meistens drum wie gut, schlecht Männer sind, wenn´s tief wird grad noch über die Bestückung. Wirklich drüber reden, wie sie sich dabei fühlen, eher gar nicht. Irgendwie ist es immer heroische Pflichterfüllung oder Männer kleinreden. So richtig lustvoll gar nicht. Fantasien quittieren sie eher mit Kopfschütteln oder Themenwechsel. Da find ich nix.
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Das habe ich schon öfters gehört - dass Damenkränzchen und Männerstammtische einen gar nicht so kleinen gemeinsamen Nenner haben. ;)
.... Mit Männern ist es irgendwie netter, die geben sich aufgeschlossener, wenn sie nicht den Rattenblick kriegen.
Eh kloar!
Es hat noch fast jede meiner Partnerinnen gemeint, dass es mit Homo-Männern immer so angenehm und toll sei... (das Reden und die Gesellschaft!)
Da wird wohl auch ein zentrales Thema "drinnen stecken"!?
Also - genau genommen vor dem Drinnen-stecken.... :hahaha:

- wobei hier ein paar nette Jungs sind mit denen man tatsächlich ohne dass es sich unangenehm anfühlt ein oder zwei Kaltgetränke zu sich nehmen kann. :) ...
Ich überlege gerade, warum die die Heißgetränke nicht angeführt hast.... :hmm:
:haha:
Ach so ja - steht ja in deinem Profil! ;)

....
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Wie geht es Euch mit dem drüber Reden? ...
:hmm::hmm:
.. einen Versuch wär's wert.... :mrgreen::mrgreen:
 
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Freunde allerdings, also die echten Freunde, die mir noch geblieben sind, fallen für mich persönlich aus diesem Raster raus.
Das liegt aber daran, dass ich von denen nicht wissen will, wie sie es ehelich treiben, da ich die jeweilige Gattin auch schon lange kenne und mir das Kopfkino einfach ersparen möchte.....
... und wenn die Jahre so dahin gehen wie sie eben vergehen... irgendwann gibts nix mehr, worüber man reden müsste. Man kennt sich, man weiß - und wenn es vertraut und intensiv ist, ist es eben so.
Dann kann man sich gegenseitig erklären, dass es eh schön und auch noch immer (etwas) aufregend ist. Und - mit den Jahren des Älterwerdens: es gibt einen ganzen Haufen Dinge, die wichtiger und richtiger werden als sich mit Sex zu stressen.... ;)
 
es ist ein bissl eine Übungssache, wenn mans ein paar Mal gemacht hat, tuts gar nicht weh, aber ja, ich tu mir auch eher schwer, weil man sich halt ziemlich verletzlich macht und die Sexualität einfach einen wesentlichen Teil der Persönlichkeit ausmacht
sonst ist es ähnlich wie beim tatsächlichen Sex, man tastet sich langsam vor, schaut wie das gegenüber reagiert und macht entweder weiter oder lässt mal das thema so im Raum stehen - obwohl es sicher Leute gibt, die schon beim ersten Mal den Haudrauf Kurs fahren, aber das derpacke ich nicht

mit flüchtigen Bekannten red ich kaum über Sex, weil mich das einfach null interessiert, was die in ihrem Kämmerchen aufführen
im Freundeskreis geht es mehr ums Thema Beziehungen allgemein, muss aber auch hier dazusagen, dass mich Infos über sexuelle Präferenzen etc. nicht interessieren und auch nichts zur Vertiefung zur Freundschaft beitragen
 
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Hi ihr Lieben!

Eh schon alles im Titel und da ich scheinbar nicht ganz alleine bin, mal in die Runde zur Diskussion gestellt.

Ich empfinde es extrem schwer über Sexualität zu sprechen.
Schreiben geht besser, aber auch nicht so richtig gut.
Mit dem von mir primitiv empfunden Vokabular, das irgendwo aus Kategorienbäumen, Dienstleistungsgewerbe kommt, fang ich gar nix an und das verschreckt mich, weil ich es so nicht empfinden kann.

Mit Frauen ist es schwierig zu sprechen (liegt vielleicht an meinem Umfeld/nicht allgemeingültig). Da geht es meistens drum wie gut, schlecht Männer sind, wenn´s tief wird grad noch über die Bestückung. Wirklich drüber reden, wie sie sich dabei fühlen, eher gar nicht. Irgendwie ist es immer heroische Pflichterfüllung oder Männer kleinreden. So richtig lustvoll gar nicht. Fantasien quittieren sie eher mit Kopfschütteln oder Themenwechsel. Da find ich nix.

Mit Männern ist es irgendwie netter, die geben sich aufgeschlossener, wenn sie nicht den Rattenblick kriegen. Dann gruselt es mir und ich mag a nimmer reden. Unterhalten über Sex, heißt nicht dass man mit dem Gesprächspartner ficken sondern reden mag. Somit auch sehr schwierig - wobei hier ein paar nette Jungs sind mit denen man tatsächlich ohne dass es sich unangenehm anfühlt ein oder zwei Kaltgetränke zu sich nehmen kann. :)

Mit dem Partner, ich hatte nur zwei Langzeitpartner, war es in der ersten Beziehung ganz o.k., aber einfach kaum die Zeit da und irgendwann haben wir uns verloren. Der zweite kam anfangs total aufgeschlossen daher und wurde von Monat zu Monat prüder und ich irgendwie immer mehr zur Mama für ihn. Den habe ich eindeutig überfordert. :(

Was ich schön fand war eine Episode, mit dem Kopf an ihn gelehnt und er erzählte mir leise, was wir getan haben, ohne ihn anzusehen konnte ich drüber reden und was ich noch gerne tun würde, und er flüsterte leise zurück - das war sehr, sehr schön - so ging es - aber es dürfte selten sein, oder?

Wie geht es Euch mit dem drüber Reden?

Über Sex reden egal ob mit neuer Bekanntschaft...dem fixen Partner....einen platonischen Freund oder mit Freundinnen...
Von Angesicht zu Angesicht oder auch schriftlicher Natur, in keinster Weise ein Problem.
 
Wenn es um das Bundesheer, den Kalten Krieg oder Raumfahrt geht erfreue ich mein Umfeld gerne mit stundenlangen Monologen. :) Aber über Sex spreche ich eigentlich nur mit meinem besten Freund völlig offen.

Ich sehe einfach keinen Sinn darin der Partnerin diesbezüglich alle Karten auf den Tisch zu legen.
Man will ja auch keinen Speiseplan für ein Jahr einreichen, denn woher sollte man wissen was man in zwei Monaten gerne möchte. Auch ist es selbst nach Jahren der Beziehung noch interessant sich gegenseitig zu erforschen und gewisse Dinge gemeinsam herauszufinden. Da muss nicht jede Facette offenbart werden und manches geht sie auch einfach nichts an. Natürlich muss man manchmal auch sagen was man möchte, nicht alles kann man dem Partner von den Augen ablesen.

Aber den Typus Mensch der alles zu Tode quatschen muss ist auch jener der schnell uninteressant wird, weil man ein Buch das man bereits gelesen hat nicht mit dem Abenteuer vergleichen kann ein interessantes Buch zum ersten mal zu lesen.

Natürlich sprechen wir oft über Sex, aber dadurch wird das Thema nur selten wirklich interessanter. Was gefällt sollte man in der Beziehung lieber so weit wie möglich per Empathie herausfinden.

Was ich aber toll finde ist wenn jemand ein paar Kniffe beim Sex weitergibt. Wenn meine Ex zum Beispiel von der Damenrunde kam hatte sie immer Nummern drauf wo ich heute noch geil grinsen muss wenn ich mich zurück erinnere. Bei meiner ist es oft ein Treffen mit der Schwester. :)
 
Früher fast undenkbar, heute mit der richtigen Gesprächspartnerin zum Glück kein Problem mehr, ist schon wichtig offen damit umzugehen. Ist ja auch sehr wahrscheinlicheine Bereicherung in der Praxis.
 
Hi ihr Lieben!

Eh schon alles im Titel und da ich scheinbar nicht ganz alleine bin, mal in die Runde zur Diskussion gestellt.

Ich empfinde es extrem schwer über Sexualität zu sprechen.
Schreiben geht besser, aber auch nicht so richtig gut.
Mit dem von mir primitiv empfunden Vokabular, das irgendwo aus Kategorienbäumen, Dienstleistungsgewerbe kommt, fang ich gar nix an und das verschreckt mich, weil ich es so nicht empfinden kann.

Mit Frauen ist es schwierig zu sprechen (liegt vielleicht an meinem Umfeld/nicht allgemeingültig). Da geht es meistens drum wie gut, schlecht Männer sind, wenn´s tief wird grad noch über die Bestückung. Wirklich drüber reden, wie sie sich dabei fühlen, eher gar nicht. Irgendwie ist es immer heroische Pflichterfüllung oder Männer kleinreden. So richtig lustvoll gar nicht. Fantasien quittieren sie eher mit Kopfschütteln oder Themenwechsel. Da find ich nix.

Mit Männern ist es irgendwie netter, die geben sich aufgeschlossener, wenn sie nicht den Rattenblick kriegen. Dann gruselt es mir und ich mag a nimmer reden. Unterhalten über Sex, heißt nicht dass man mit dem Gesprächspartner ficken sondern reden mag. Somit auch sehr schwierig - wobei hier ein paar nette Jungs sind mit denen man tatsächlich ohne dass es sich unangenehm anfühlt ein oder zwei Kaltgetränke zu sich nehmen kann. :)

Mit dem Partner, ich hatte nur zwei Langzeitpartner, war es in der ersten Beziehung ganz o.k., aber einfach kaum die Zeit da und irgendwann haben wir uns verloren. Der zweite kam anfangs total aufgeschlossen daher und wurde von Monat zu Monat prüder und ich irgendwie immer mehr zur Mama für ihn. Den habe ich eindeutig überfordert. :(

Was ich schön fand war eine Episode, mit dem Kopf an ihn gelehnt und er erzählte mir leise, was wir getan haben, ohne ihn anzusehen konnte ich drüber reden und was ich noch gerne tun würde, und er flüsterte leise zurück - das war sehr, sehr schön - so ging es - aber es dürfte selten sein, oder?

Wie geht es Euch mit dem drüber Reden?

Ich empfinde das als sehr einfach. Ich sprech gern darüber und hab auch einen Partner, der das gerne und mit Leichtigkeit tut. Faszinierend fand ich, wie sich mein Vokabular mit ihm verändert hat. Er hat generell eine sehr schöne Sprache, wie ich finde. In der Wahl der Bezeichnungen expliziter Körperteile schien er mir anfangs aber zu verträumt, zu verklausuliert. Da mochte ich es immer schon ganz gern sehr direkt und gern auch mal richtig versaut. Inzwischen hat sich meine Sprache seiner angepasst. Sie gefiel mir plötzlich besser. Die Themen und Inhalte, die wir so bemurmeln sind ohnehin versaut genug. :mrgreen: Inzwischen mag ich diese hübsche, zarte Sprache.
 
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