Über Sexualität sprechen

Mitglied #247512

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Hi ihr Lieben!

Eh schon alles im Titel und da ich scheinbar nicht ganz alleine bin, mal in die Runde zur Diskussion gestellt.

Ich empfinde es extrem schwer über Sexualität zu sprechen.
Schreiben geht besser, aber auch nicht so richtig gut.
Mit dem von mir primitiv empfunden Vokabular, das irgendwo aus Kategorienbäumen, Dienstleistungsgewerbe kommt, fang ich gar nix an und das verschreckt mich, weil ich es so nicht empfinden kann.

Mit Frauen ist es schwierig zu sprechen (liegt vielleicht an meinem Umfeld/nicht allgemeingültig). Da geht es meistens drum wie gut, schlecht Männer sind, wenn´s tief wird grad noch über die Bestückung. Wirklich drüber reden, wie sie sich dabei fühlen, eher gar nicht. Irgendwie ist es immer heroische Pflichterfüllung oder Männer kleinreden. So richtig lustvoll gar nicht. Fantasien quittieren sie eher mit Kopfschütteln oder Themenwechsel. Da find ich nix.

Mit Männern ist es irgendwie netter, die geben sich aufgeschlossener, wenn sie nicht den Rattenblick kriegen. Dann gruselt es mir und ich mag a nimmer reden. Unterhalten über Sex, heißt nicht dass man mit dem Gesprächspartner ficken sondern reden mag. Somit auch sehr schwierig - wobei hier ein paar nette Jungs sind mit denen man tatsächlich ohne dass es sich unangenehm anfühlt ein oder zwei Kaltgetränke zu sich nehmen kann. :)

Mit dem Partner, ich hatte nur zwei Langzeitpartner, war es in der ersten Beziehung ganz o.k., aber einfach kaum die Zeit da und irgendwann haben wir uns verloren. Der zweite kam anfangs total aufgeschlossen daher und wurde von Monat zu Monat prüder und ich irgendwie immer mehr zur Mama für ihn. Den habe ich eindeutig überfordert. :(

Was ich schön fand war eine Episode, mit dem Kopf an ihn gelehnt und er erzählte mir leise, was wir getan haben, ohne ihn anzusehen konnte ich drüber reden und was ich noch gerne tun würde, und er flüsterte leise zurück - das war sehr, sehr schön - so ging es - aber es dürfte selten sein, oder?

Wie geht es Euch mit dem drüber Reden?
 
Ein gutes Thema! Ich nehme an, du meinst mit dem eigenen Partner über Sex, Wünsche und Fantasien zu reden!? Ich glaube, in erster Linie muss man einmal den "richtigen" Partner finden! Dann ist es ein Lernprozess, der zu Beginn erst einmal ein wenig Überwindung kostet! Ich bin überzeugt davon, in den wenigsten Beziehungen wird offen über Sex, Wünsche und Fantasien gesprochen! Hier im Forum können es sicher mehr, als in der "normalen" Welt draußen! Wichtig ist, von Anfang an alles offen und ohne Scheu aus- oder anzusprechen! Als ich meine Partnerin kennengelernt habe, hat sie mich zuerst einmal mit großen Augen angeschaut, aber genau diese Offenheit war es, die ihr sehr gefallen hat! Ich habe ihr von Beginn an erzählt, wie ich mir eine (auch sexuelle) Beziehung vorstelle. Mit all meinen Wünschen und Fantasien. Dabei habe ich sie ermuntert, mir auch ihre zu erzählen! Ohne Angst zu haben, dass ich schockiert oder eifersüchtig bin! Dann mit der Zeit wurde auch sie immer offener und jetzt führen wir eine wunderbare Beziehung und leben unsere sexuellen Fantasien gemeinsam aus! Es ist in jedem Fall eine absolute Bereicherung! Natürlich haben wir das Glück, dass unsere Fantasien und Vorlieben sehr ähnlich, wenn nicht sogar gleich sind!
 
Hi ihr Lieben!

Eh schon alles im Titel und da ich scheinbar nicht ganz alleine bin, mal in die Runde zur Diskussion gestellt.

Ich empfinde es extrem schwer über Sexualität zu sprechen.
Schreiben geht besser, aber auch nicht so richtig gut.
Mit dem von mir primitiv empfunden Vokabular, das irgendwo aus Kategorienbäumen, Dienstleistungsgewerbe kommt, fang ich gar nix an und das verschreckt mich, weil ich es so nicht empfinden kann.

Mit Frauen ist es schwierig zu sprechen (liegt vielleicht an meinem Umfeld/nicht allgemeingültig). Da geht es meistens drum wie gut, schlecht Männer sind, wenn´s tief wird grad noch über die Bestückung. Wirklich drüber reden, wie sie sich dabei fühlen, eher gar nicht. Irgendwie ist es immer heroische Pflichterfüllung oder Männer kleinreden. So richtig lustvoll gar nicht. Fantasien quittieren sie eher mit Kopfschütteln oder Themenwechsel. Da find ich nix.

Mit Männern ist es irgendwie netter, die geben sich aufgeschlossener, wenn sie nicht den Rattenblick kriegen. Dann gruselt es mir und ich mag a nimmer reden. Unterhalten über Sex, heißt nicht dass man mit dem Gesprächspartner ficken sondern reden mag. Somit auch sehr schwierig - wobei hier ein paar nette Jungs sind mit denen man tatsächlich ohne dass es sich unangenehm anfühlt ein oder zwei Kaltgetränke zu sich nehmen kann. :)

Mit dem Partner, ich hatte nur zwei Langzeitpartner, war es in der ersten Beziehung ganz o.k., aber einfach kaum die Zeit da und irgendwann haben wir uns verloren. Der zweite kam anfangs total aufgeschlossen daher und wurde von Monat zu Monat prüder und ich irgendwie immer mehr zur Mama für ihn. Den habe ich eindeutig überfordert. :(

Was ich schön fand war eine Episode, mit dem Kopf an ihn gelehnt und er erzählte mir leise, was wir getan haben, ohne ihn anzusehen konnte ich drüber reden und was ich noch gerne tun würde, und er flüsterte leise zurück - das war sehr, sehr schön - so ging es - aber es dürfte selten sein, oder?

Wie geht es Euch mit dem drüber Reden?
Es kommt auf das Gegenüber an. Es gibt Leute, mit denen kann ich über sowas gar nicht reden, weil sie's nicht verstehen würden oder auch gar nicht hören wollen und einfach keinen Zugang dazu haben, und es gibt Menschen, mit denen tu ich mir leicht. Die aufgeschlossener sind, für die Sexualität einfach zum Leben mit dazu gehört (und die das nicht als "pfui pfui, rasch unter den Teppich damit" sehen). Die find' ich selten hier oder meistens in einem anderen Freudenklub. Am Geschlecht kann ich das eigentlich nicht festmachen.

Was die Worte angeht: ich hab nix gegen direkte Sprache. Ein Schwanz ist ein Schwanz, eine Muschi ist eine Muschi. Warum soll mans nicht so benennen? Zugegebenermaßen gibts für die weibliche Seite mehr nette Benennungen als für uns Männer. (Wieder etwas, wo wir armen Männer benachteiligt sind! ;-) ) "Ficken" ... ist ein Grenzfall für mich. Einerseits weiß dann jeder sofort, worums geht, "Liebe machen" ist zwar süß, aber nicht allgemein gültig. Im Zweifelsfall ist mir die Klarheit des Ausdrucks lieber. Und wenn ich liebevollen und zärtlichen Kuschelsex meine, dann nenn ich das auch so.

Ich bin jetzt in meiner dritten Langzeitbeziehung. Mit der ersten war Reden auch sehr schwer, mit der zweiten gings ein bissl besser, jetzt im Alter tu ich mir vielleicht einfach weniger an? Also hast ja noch Zeit, junge Frau ;-) Aber ich hab auch das Glück, eine wirklich offene und aufgeschlossene Partnerin zu haben, die zumindest verbal auch net g'schamig ist und eine gewisse "Sprache" schon aushalten kann, ohne rot zu werden. Und so können wir uns eigentlich über alle sexuellen Themen, Wünsche, Fantasien unterhalten, können drüber reden, und haben auch unsere "Gesprächskultur für schwierige Fälle" durch Inputs von außen gefunden.

Ich glaub, schreiben geht besser, weil man da kein unmittelbares gegenüber vor sich sitzen hat, dessen nonverbale Kommunikation man grad bei so heiklen und sensiblen Themen ja auch immer sehr beobachtet. Und da ist niemand, von dem ich jetzt lesen kann ... geht das noch? ... wie fasst sies auf? .... geh ich zuweit ...? ... ist das pervers? Nein, da kann ich einfach drauf los schreiben, hemmungslos, und darum gibts ja hier auch soo viele Threads, und immer wieder kommen die gleichen Sachen ... weil hier schreiben halt leichter ist als mit der Partnerin daheim ein Gespräch zu führen, das den Namen auch verdient hat (und net nur bla bla ist).
 
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Eigentlich ist es sehr schade wenn du diesbezüglich gehemmt bist. Reden, vor allem mit dem Partner, ist für mich essentiell. Wichtig, weil es Verbindung und Verständnis schafft. Gerade wenn es um Sex geht. Wünsche, Bedürfnisse, Ängste. Wäre interessant wieso du da Hemmungen hast.
 
. . . und er flüsterte leise zurück - das war sehr, sehr schön . . .

Kingt nach einem sehr intimen, seltenen im Sinne von besonderen Moment!

Ja, ist wie reden sowieso für viele eher ausserhalb der Komfortzone ;)
und deshalb gut, wenn man von Beginn an drüber reden . . . und jederzeit an geredetem anknüpfen kann. :)
 
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Mir geht es ähnlich wie dir, @Mitglied #247512. Am besten konnte ich mich mit einem langjährigen, schwulen Freund austauschen, das ging so weit, daß ich auch unumwunden sagen konnte: "Hui, das Thema macht mich jetzt rattig!" im Wissen: zwischen uns beiden würde nie die Situation entstehen, das Ausgesprochene auch gleich umzusetzen. Da blieb genug Raum, das Ausgesprochene in sich weiterwirken zu lassen.

Woher das kommt? Sexualfeindliche Erziehung in Verbindung mit Grenzüberschreitungen, die nicht "gesagt", aber getan wurden.

Meine Kompensation besteht in Geschichten, die ich größtenteils in der Schublade lasse, nur wenige, die ich so abstrahieren konnte, daß ich sie veröffentlicht habe - oder solche, die so stimmig (für mich) waren, daß ich sie ohne Scheu teilen konnte. Nein, stimmt so nicht ganz: eine negative Bemerkung dazu reicht u.U. schon aus, um sie wieder aus dem Verkehr zu ziehen. Ist wie mit Romantik: Sex alleine ist nicht so verletzbar wie Gefühle der Intimität.

Ich wünschte oft, ich könnte offener damit sein, aber das Gefühl: peinlich, schmutzig, verdorben überwiegt in den meisten Fällen.
 
Schwieriges Thema:schulterzuck:. Wie schon erwähnt hängt es auch mit der/dem/den richtigen Gesprächs- oder im Idealfall Sexualpartnern zusammen.

Gerade von dir wundert mich der Thread aber sehr. Ich hab dich als eine der aufgeschlossensten, direktesten und unverblümtesten Frauen eingeschätzt. Ich hätte nicht gedacht dass gerade dir sowas schwer fällt.

Aber vielleicht ähnlich wie für mich fällt manches umso schwerer je mehr man an eine Person anhaftet. Je mehr man gemocht oder gar geliebt werden will.

Sexualität ist da etwas Seltsames. Man findet Wege oder Spielarten die glücklich machen und ist wohl erstmal glücklich. Wenn dann aber bei einem oder beiden Wünsche aufkommen die von diesem bekannten, funktionierenden Glück abweichen fällt es mir persönlich irgendwie manchmal schwer das zum Ausdruck zu bringen. Einfach weil Angst da ist das bestehende Glück aus der Balance zu bringen oder zu gefährden.

Grundsätzlich finde ich in der Hinsicht dann gegenseitige Akzeptanz auch für negative Antworten wichtig. Ich muss in einer Partnerschaft über Fantasien sprechen können aber auch kommunizieren dass ein “Nein danke!“ oder “nicht mit mir“ zurückkommen kann, darf und soll wenn es um Dinge geht mit denen sich meine Partnerin nicht wohl fühlt.

Mit Menschen mit denen ich keinen Sex habe fällt es mir dafür erstaunlich einfach über Sex zu reden. Einfach weil es mir bei den meisten schlichtweg egal ist was sie denken. Oder noch schlimmer: ich kultiviere sogar gern ein wenig Ablehnung oder das Image von einem perversen Freak. Ich find wenn ich vor einer Menge stehe und rede entsetzte Blicke GUT! Der eine Mensch der nicht entsetzt sondern interessiert schaut... das sind die Menschen mit denen ich mich dann umgebe.

Was ich noch erwähnen will ist dass ich gerade das erste Mal austeste ob das EF hilfreich ist. Solche Diskussionen wie DIESE hier verlink ich ihr einfach und verwend das als Input für Gespräche zwischen uns. Und ich stalk ihre Postings:fies:.
 
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Aber vielleicht ähnlich wie für mich fällt manches umso schwerer je mehr man an eine Person anhaftet. Je mehr man gemocht oder gar geliebt werden will.

Mmmhhh - keine Ahnung.
Es ist irgendwie ein fürchterliches Tabu-Thema. Wenn es um´s Essen geht, da kann jeder drüber reden.
Mit jungen Leuten, liest man eh, tu ich mir wiederum total leicht. Wie vor kurzem geschrieben, da sieht man sich mal ein "Making of" an, es kommen fragen oder Ansichten - warum die bei mir sitzen und nicht daheim bei den Eltern, ist eh klar. Teilweise kenne ich die Eltern, die tun so wie wenn sie asexuell wären.

Grundsätzlich finde ich in der Hinsicht dann gegenseitige Akzeptanz auch für negative Antworten wichtig. Ich muss in einer Partnerschaft über Fantasien sprechen können aber auch kommunizieren dass ein “Nein danke!“ oder “nicht mit mir“ zurückkommen kann, darf und soll wenn es um Dinge geht mit denen sich meine Partnerin nicht wohl fühlt.

Absolut. Ich rede manchmal ja von pronoverseucht. Porno ist o.k. aber wenn man mit dem Partner spricht, dann doch nicht in Kategorien-Baum-Sprache, da müssen sich doch verdammt noch mal andere Worte finden lassen und es nicht auf eine öde Schiene fahren, eben ohne eigene Fantasie, eigene Empfindungen und Neugierde artikulieren.
Selbst "Warum nicht" hilft. Wenn man die Antwort kennt und der andere fühlt, dass sie akzeptiert wird, ist so viel anderes möglich und vielleicht irgendwann auf Umwegen auch das alte Thema zu neutralisieren und neu gemeinsam zu entdecken.
Es gibt Dinge, die ich ablehnte weil sie - wähhhh - waren. Mit anderem Partner, der das akzeptiert hat, ist es doch wieder dort gelandet, hat sich ganz anders angefühlt und war wundervoll.

Gerade von dir wundert mich der Thread aber sehr. Ich hab dich als eine der aufgeschlossensten, direktesten und unverblümtesten Frauen eingeschätzt. Ich hätte nicht gedacht dass gerade dir sowas schwer fällt.

Mir persönlich fällt reden nicht schwer. :D
Es ist allerdings sehr abhängig vom Gesprächspartner und ihr ward alle miteinander wundervolle, angenehme, aufgeschlossene Gesellschaft, auch wenn wir natürlich nicht gruppenschunkelnden - es war ganz einfach irre bereichernd und für mich auch sehr erleichternd. Das gibt es nur ganz, ganz selten.

Ganz sicher würde ich einen Sexualpartner leichter finden als einen Gesprächspartner über Sexualität.
Hier mal herzlichen Dank an alle die hier mitwirken und das ermöglichen @admin und das ganze Team.
Da wurde mir wirklich ein Herzenswunsch erfüllt. :D

"Hui, das Thema macht mich jetzt rattig!" im Wissen: zwischen uns beiden würde nie die Situation entstehen, das Ausgesprochene auch gleich umzusetzen. Da blieb genug Raum, das Ausgesprochene in sich weiterwirken zu lassen.

Ja, genau das meine ich.
Drüber reden, dürfte scheinbar das Signal sein, loszulegen.
Dann bin ich fürchterlich enttäuscht, drum trau ich mich gar nimmer gscheit mir eine Abfuhr zu holen.
Entweder wirst angeschaut wie das perverseste Luder aller Zeiten oder als notgeiles Weib (weil Du schon so arm bist, dass Du drüber reden musst)

Eigentlich ist es sehr schade wenn du diesbezüglich gehemmt bist. Reden, vor allem mit dem Partner, ist für mich essentiell. Wichtig, weil es Verbindung und Verständnis schafft. Gerade wenn es um Sex geht. Wünsche, Bedürfnisse, Ängste. Wäre interessant wieso du da Hemmungen hast.

Nö, nö - ich bin nicht sonderlich gehemmt und ansich net grad ausdrucksschwach.
Die Reaktionen, sind eben nicht das, was man sich unter einem guten Gespräch vorstellt. ;)
 
Sexuelle Beziehungen bestehen eh größtenteils aus nonverbaler Kommunikation. Warum also versuchen rational in Worte zu fassen, was auf emotionaler Ebene viel besser funktioniert? Worte zerstören, wo sie nicht hingehören.
 
ja eh nicht geht es weil sie gleich meinen man will Sex mit ihnen.

Oder wäre bedürftig. :)

Moi um Himmels Willen. Diese Woche habe ich noch warm eine frische Wildschweinleber bekommen - da frag ich wen, der sich auskenne, was er denkt am besten damit zu tun sein, freu mich drauf, red drüber. Das war im Endeffekt eine äußerst lüsterne Schweinerei. Beim Essen ist alles kein Problem.

….wobei wenn ich nachdenke, die die ich frug wollten sich auch einladen.....tja....mmmhhhh…..
 
Sexuelle Beziehungen bestehen eh größtenteils aus nonverbaler Kommunikation. Warum also versuchen rational in Worte zu fassen, was auf emotionaler Ebene viel besser funktioniert? Worte zerstören, wo sie nicht hingehören.

Gut, das ist eine gerades Statement, das wahrscheinlich oder sicher Allgemeingültigkeit hat.
Danke.

Lass uns Sepperln ganz einfach noch ein bissi deppert daherreden, ok?
Wir können es nicht besser. :(
 
Egal ob mit Frau oder Mann
Ob schriftlich oder im persönlichen Gespräch
Ich habe keine Probleme über Sex zu sprechen und Dinge beim Namen zu nennen.

Womit ich nicht kann wenn Erwachsene Frauen kichern beim Thema Sex, wie Schulmädels.
Da ist für mich das Gespräch beendet.
 
Ja, genau das meine ich.
Drüber reden, dürfte scheinbar das Signal sein, loszulegen.
Dann bin ich fürchterlich enttäuscht, drum trau ich mich gar nimmer gscheit mir eine Abfuhr zu holen.
Entweder wirst angeschaut wie das perverseste Luder aller Zeiten oder als notgeiles Weib (weil Du schon so arm bist, dass Du drüber reden musst)


Exakt so.

Unter Männern scheint das anders zu gehen, wenn ich als "Kumpel" in Männergruppen zotig war, kam keiner auf die Idee, irgendwie übergriffig zu werden. Das mochte ich. In Frauengruppen ist das schwieriger, da wird mehr angedeutet, fast immer im Hinblick auf die Schwächen der Männer - über das, was frau wirklich geil macht, wurde auch in Lesbengruppen wenig gesprochen. Und in Lesbenfreundschaften - also ohne Beziehungsbezug - ähnlich wie unter Heten auch: deutlicher zu werden wird dann häufiger als Aufforderung zum Sex verstanden.

Allerdings will ich auch ehrlich sagen: wenn ich offen reden würde und sähe animiertes Interesse im Gesicht meines Gegenübers, weiß ich nicht, ob ich dann auf der Gesprächsebene bleiben wollte. :D

Deshalb mag ich das Schreiben. Oder eben auch die eine oder andere Fantasie in diesem Zusammenhang (bin halt ein Spielkind) und ich denk mir, daß es vielleicht auch ganz gut ist, nicht alles so freimütig aussprechen zu können. Vielleicht verlöre ja manches tatsächlich auch seinen Reiz, wenn es so alltäglich auszusprechen wäre wie die Einkaufsliste für's Frühstück?
 
Womit ich nicht kann wenn Erwachsene Frauen kichern beim Thema Sex, wie Schulmädels.
Da ist für mich das Gespräch beendet.

Exakt das, oder eben ablästern, ohne über ihre Sicht oder Emotionen zu sprechen.

Ich habe keine Probleme über Sex zu sprechen und Dinge beim Namen zu nennen.

Wie @Mitglied #239795 schreibt, ich auch nicht, die Reaktionen sind eben so wie Du auch sagst, manchmal "unerwachsen"?

Einen Gesprächspartner finden ist noch einfacher, als locker in einer Gruppe zusammensitzen und ganz einfach drüber zu reden.
 
In meiner Ehe rede ich über das Thema gar nicht mehr! Es gibt keinen Menschen mit dem ich über die Jahre jemals offener und ausgiebiger darüber geredet hätte!

Auch die Umsetzung war wirklich bestens!

Ich kann mit wenigen Freunden wirklich sehr offen darüber reden... bis hin zu den Erlebnissen die wirklich exzessiv waren und sicher nichts für Vorabendprogramm !

Es gibt auch ein paar wenige Frauen... mit denen ich sachlich neutral bis hin zu flirtig und knisternd schonmal über dies und das reden kann - ohne das etwas passiert... oder es auch nur im Ansatz angestrebt wäre!

Die Facetten dieser Gespräche sind abhängig vom jeweiligen Gegenüber und können durchaus Niveau haben... aber auch in Richtung Dirtytalk gehen!

Reden kann man über alles...wenn die Beziehungsebene stimmt und die Parameter klar sind!
 
Ein heikles Thema, da Frau sicher nicht in jedem offenen Gespräch über sexuellen Themen den Hintergedanken hat, mit dem Gesprächspartner direkt das besprochene umzusetzen.
Es ist sicher auch die Frage der Umgebung und der persönlichen Bekanntschaft.
Kenne ich die Person länger und ist ein gewisses Vertrauensverhältnis vorhanden, kann man sich über vieles unterhalten, auch neutral. Eine spontane Kneipenbekanntschaft, welche mir im Schummerlicht bei Wein und Bier gesteht, wie geil sie es findet, Schwänze zu blasen, würde ich wahrscheinlich aber auch rattig anschauen.
Im ersteren Fall sollte man dennoch im Vorfeld klar machen, dass es ausschließlich um ein Gespräch handelt.
 
Hmmhmmmm...schönes Thema... :hmm: :up:

Also...mit allgemeinen "Freunden" rede ich eher selten bis gar nicht über Sex - und schon gar nicht mit Männern... da ich viele meiner Geschlechtsgenossen einfach zu "flach" dazu empfinde.
Mit Frauen gelingt mir dies wesentlich leichter.

Aber, wie gesagt...mit den Freunden oder Bekannten, mit denen man Karten spielt oder zum Bowling geht...
...da ist von deren Seite das Thema Sex schon immer geflissentlich ausgespart worden.

Unter 4 Augen, mit einer Frau...fällt es mir dann doch erheblich leichter. :schulterzuck:

Und innerhalb der Beziehung...eh klar...
...sollte es keine Tabus geben.
Wenn ich da etwas wissen möchte, frage ich einfach. :haha:
Und erteile auch gern Auskunft.

Habe die Erfahrung gemacht, dass "reden hilft". :lehrer:

Und so erzählen wir uns sehr viel...
...und es gefällt mir, so...wie es ist.
:liebe::herzen::herzen:
 
Tja, das ist eben der Vorteil ein unverkrampfter Prolet zu sein und sich auch in den entsprechenden Kreisen zu bewegen :D
Ich hatte da noch nie ein Problem Gesprächspartner zu finden, übrigens auch nicht auf anständigem Gesprächsniveau.
Natürlich, mit dem Duktus der TE kann und will ich nicht mithalten, da verginge mir die Lust an der Lust. Aber ansonsten geht die Plauderei mit Frauen und Männern in der Regel problemlos.
Wurscht übrigens ob das (flüchtige) Bekannte sind, oder eine Partnerin war. Gut, mit einer ging es erst zur Sache als wir am ersten gemeinsamen Abend bei gelöschtem Licht im Bett lagen, aber dann hats ganz gut vom Leder gezogen.

Freunde allerdings, also die echten Freunde, die mir noch geblieben sind, fallen für mich persönlich aus diesem Raster raus.
Das liegt aber daran, dass ich von denen nicht wissen will, wie sie es ehelich treiben, da ich die jeweilige Gattin auch schon lange kenne und mir das Kopfkino einfach ersparen möchte.
Bei meiner besten Freundin hingegen und auch bei meinem sehr, sehr schwulen Freund ist das wiederum kein Problem, da haben wir schon sehr erbauliche Abende verbracht.

Ich bin tatsächlich immer wieder dankbar dafür, dass mich das Leben in ein wenig abgehobenes Umfeld gestellt hat, nicht nur bei diesem Thema.
 
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