Hi,
wir reden aneinander vorbei, dass man sich wundert, ob wir die selbe Sprache sprechen.
Sag mal, Du hängst dich rein.

Ich habe über zwei Lanzeitbeziehungen gesprochen, in denen es diese Ungereimtheiten gab.
Wären sie nicht behoben worden, hätten wir keine Langzeitbeziehungen gehabt.
Im Eingangsbeitrag geht es
nicht um ein Gespräch mit dem Partner. Sondern Gespräche über Sexualität mit fremden Menschen, jedenfalls hauptsächlich. Wäre für mich keine Beziehung wenn ich mit dem Partner nicht über Sexualität reden könnte.
Und darauf, also wenn Du mit z.B. Frauen (die nicht Deine Sexualpartner sind!) über Sexualität redest, oder mit anderen Menschen, darauf bezog sich das "da hat meistens einer ein Problem oder gibt an".
wirklich rührend gefunden
Kann auch ein Anzeichen für einen Kontrollfreak sein, weißt Du nicht.
Wenn es so nicht ist, ist´s ganz praktisch, wenn beide es können, oder?
Ich finde es eine Voraussetzung für eine Partnerschaft da drüber reden zu können. Ich wär beleidigt, wenn es meine Partnerin - wie Du schriebst - extrem schwer finde würde mit mir über Sexualität zu reden. Daher bin ich auch davon ausgegangen, dass es hier darum geht, mit Fremden oder anderen Menschen im Freundskreis und so über Sex zu reden.
... und dann noch Sexualität haben will, sich aber nicht wie ein milchgebendes Mutterviech fühlen will.
Ich war noch nie in der Situation, aber ich würde mich als Versager fühlen, wenn ich meiner Partnerin in der Situation nicht selbstverständlich das Gefühl geben würde, sexy und begehrenswert zu sein.
Da brauchte es für mich Gespräche ein bisserl Sicherheit und er auch,
Und für mich gehört es eben dazu, dass die Gespräche nicht nötig sind, aber egal, selbst wenn die Gespräche nötig sind, kann ich eben absolut nicht nachvollziehen, dass es für den anderen "extrem schwer sein soll" drüber zu reden.
Bitte sei so gut und zerpflück net das banale Beispiel,
Du kennst mich, wie soll das gehen?
Eigene Unsicherheiten und Mankos einzugestehen ist immer schwierig. ...
Nein. Nicht für jeden. Drum sag ich ja, wenn es wem schwer fällt drüber zu reden, hat das Gespräch einen hohen Wert. Wenn jemand aber mit Leichtigkeit drüber reden kann, wird das Gespräch weniger wert sein.
Als plakatives Beispiel: Der eine kauft Blumen, zündet Kerzen an, nimmt seine Frau bei der Hand und sagt "Schatz, ich muss Dir was gestehen, es zerreißt mich sonst, vielleicht wirst Du mich hassen, aber ich möchte gerne einmal
Analsex mit Dir ausprobieren.", für den ist das Gespräch schwer und es hat einen hohen Wert, kostet ihn Überwindung, ...
Ein anderer kommt heim, sagt "Schatz, was gibt es zu Essen? Apropos, ich will Dich mal in den Arsch ficken, wenn es Dir recht ist.", dem fällt es leicht, das Gespräch hat für den keinen großen Wert.
Ich wollte darauf raus, dass wenn ich kein Problem habe, mit jedem und über alles zu reden, hat so ein Gespräch auch weniger Wert, weniger Bedeutung für, als für jemanden, dem es schwer fällt drüber zu reden.
Das versteh ich nicht. ... Was Du damit sagen willst, verstehe ich nicht.
Ganz offensichtlich nicht!
Erstens war es ein Zitat aus der St. Crispinusrede, das mir passend schien und zweitens meinte ich mit Thema nicht den Thread hier, sondern mit jemandem anderen über das Thema Sexualität zu sprechen.
Statt:
"Wenn das Thema Sexualität geläufig Deinem Mund wie Alltagsworte ist, dann ist es nicht sehr bedeutungsschwanger und sicher keine schwere Geburt, das Thema zu eröffnen."
Wäre besser gewesen:
"Wenn das Thema Sexualität geläufig Deinem Mund wie Alltagsworte ist, dann ist es nicht sehr bedeutungsschwanger und sicher keine schwere Geburt, mit einem anderen Menschen das Gespräch zum Thema Sexualität zu eröffnen."
Mein Grundtenor: Wenn es Dir leicht fällt drüber zu reden, ist auch das Gespräch leicht und verliert gleichzeitig an Schrecken wie an Bedeutung.
Um bei Deinem Schwangerenbeispiel zu bleiben: Wenn die Frau beiläufig am Frühstückstisch erwähnt "Weißt Du, ich bin grad furchtbar rattig, aber ich fühle mich wie eine fette Milchkuh" und er wischt draufhin mit einem Arm den Frühstückstisch ab, legt sie drauf und .... - dann ist das alles ned so schwer und bedeutungsvoll .... und häng Dich nicht an einem unschönen Beispiel meinerseits auf, Du weißt, was ich mein ....
Du bist oft recht militant in Deiner Meinung und ich weiß wirklich nicht, was so schwierig ist, in einem Diskussionsforum andere Lebenswege ganz einfach ein wenig zu respektieren oder annehmen zu können. Die Geschütze sind nicht notwendig. Jeder geht seinen Weg, Du wie ich, nur anders, weder schlechter noch besser, nur anders.
Ah geh, zum einen hast Du mich teilweise komplett falsch verstanden, wenn es daran liegt, dass ich falsch formuliert habe, mea cupla, tut mir leid.
Du hast - siehe oben - einiges was ich zum Thema "Mit Fremden reden" geschrieben habe als zum Thema "Mit dem Partner reden" verstanden.
Natürlich hast Du ein Bisschen Häme abbekommen, schlussendlich hast Du meinen Lebensstil als oberflächlich und langweilig bezeichnet, das musst Du schon vertragen,
Und ich lass Dir Deine Meinung eh, ich versuche nur festzustellen, dass wohl Gespräche über Sex weniger wichtig werden, wenn man sich leicht tut, drüber zu reden.
Übrigens, was hast Du für eine Ahnung von einer schweren Geburt - da dürfte ich gar keinen Thread eröffnen, wenn das der Maßstab wäre.
Sobald man für die Geburt eine Kombizange rausholen muss, ist es definitiv eine schwere Geburt! Und weil so viele Kinder in Taxis auf die Welt kommen, müssen Taxifahrer auch immer einen Werkzeugkasten mit mindestens einer Zange dabei haben ....
Wobei ich als Geburtsprofi würde das ja ganz anders machen! Ich täte mich mit einem Luftballon davor hinstellen und das Butzi mit Gummibärli rauslocken ....
Aber glaubst mich fragen die? Banausen!
LG Tom