Gezielt Sexualität im Traum erleben

Danke jedenfalls für eure Beiträge :up: Auch wenn ein paar sehr nett gemeinte dabei waren - so ein wirklich nachweislich funktionierendes/erprobtes Rezept hatte leider niemand dabei.
Nein, nein, mein Tipp funktioniert sehr gut. Vielleicht hast Du ihn nicht verstanden. Du musst mir erotischen Spannungen und Bett gehen. Und damit meine ich nicht unbefriedigt, sondern mit Spannungen, die sich nicht auflösen lassen. Denk an die Frau, die mit Dir geflirtet hat, und was Du mit ihr tun willst. An die Brüste, die in der Straßenbahn vor Die auf und abgehüpft sind, jedes Mal, wenn die Straßenbahn geschaukelt hat. Alles das. Aber auch keine Lösung dafür. Die kommt im Traum.
 
Meine Frage an euch: Habt ihr Tipps, wie das besser steuerbar wird?

Ich habe es selbst nie geschafft. Trotzdem zwei Tipps, von denen ich öfter gelesen habe, dass sie andern helfen:

1. Traumtagebuch führen. Dadurch wird dir mehr bewusst, was du träumst, und du könntest draufkommen, dass du die sexuellen Träume ohnehin hast, nur immer wieder vergisst.
2. Lies dich in luzides Träumen ein. Da gibt es ein paar Methoden (die alle für mich nicht funktionieren). Wenn du mal luzide bist, kannst du frei entscheiden, im Traum Sex zu haben.
 
....schade hätte ein spannendes Thema werden können....
Diskutier halt lieber mit mir! :-)

Ich habe jahrzehntelang Traumtagebuch geführt. Leider nur zwei- bis dreimal luzide geträumt. Meine Quintessenz: Träume haben weder große Bedeutung, noch kann ich sie steuern. Aber sie sind unermesslich spannend, oft witzig, und haben generelle "Leitthemen", die sie mit dem wachen Leben verbinden.
 
Außerhalb von Träumen, hab ich mein Glück schon mit Venus und Elektrostimulation gefunden. Was ich noch nicht geschafft habe und nicht so einfach ist, auch im Traum sexuelle Erfüllung zu erfahren. Selten hat man mal das Glück und man träumt z.B. von Sex mit jemand. Meine Frage an euch: Habt ihr Tipps, wie das besser steuerbar wird?

Seltsamerweise gelingt es mit Alpträumen ganz gut, haha. Eine Folge True Crime beim einschlafen und während des Schlafes nebenbei laufen lassen ... ist nahezu eine Garantie von Ausschnitten davon, zu träumen. Denke, man erreicht dabei - wenn es nebenbei im Schlaf läuft - nie die Tiefschlafphase und so wirken Inhalte relativ stark auf einen. Wenn ich in der Früh nachsehe, was ich während des Schlafes versäumt habe, so kommen die Träume recht nahe an das heran.

Leider lässt sich das scheinbar nicht so auf die Sexualität umlegen. Habe schon nebenbei Pornos laufen gehabt - die Träume hatten dabei keinen Bezug zu Sex. Habe auch schon erotische Literatur versucht (gibt ja die Vorlesefunktion auf mobilen Devices) - auch - keine Chance.

Für mich echt faszinierend. Warum ist Sexualität so viel anders, als andere Inhalte. Warum ist genau das im Traum, so wenig steuerbar? Ist es etwas individuelles? Habt ihr auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder habt ihr schon den Trick raus?

Grundsätzlich ist alles im Traum steuerbar. Das findet dich dann, wenn du loslässt und die Arme ausbreitest - und entzieht sich dir, wenn du danach greifst. Der Einstieg ist dort, wo du noch nicht schläfst, aber auch nicht mehr munter bist. Hört sich ziemlich esoterisch an, das ist mir klar, lässt sich aber meines Erachtens anders nicht viel besser beschreiben.

Und ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass dir das mit deinem Mindset auch nur im Ansatz gelingen wird.
 
Ich denke, das Wesen von Träumen ist es, eben nicht steuerbar zu sein....
Was heißt steuern?

Natürlich kann ich kein Drehbuch erzeugen. Das geht nicht. In Träumen arbeitet das Gehirn offene Punkte auf. Unerledigtes. Es gleicht Spannungszustände aus, es "probiert" Dinge, die ausprobiert werden müssen. Wenn man solche Zustände provoziert, sich hinein steigert, wird man das dann im Traum aufarbeiten. Natürlich nur, wenn man sonst nichts Wichtigeres offen hat. Und das Unterbewusstsein weiß recht genau, ob es betrogen wird, oder nicht. Und betrügen lässt es sich nicht.
 
Muss sagen ... der Vorschlag von @Mitglied #659186 ist gut. Leider allerdings auch mit viel Aufwand verbunden.

Weil - nur Traumtagebuch erscheint nur die halbe Sache. Ergänzend dazu bräuchte es nun noch ein Tagebuch um das Erlebte festzuhalten.

Werden nun beide kombiniert (Tagebuch + Traumtagebuch) so könnten sich doch tatsächlich Korrelationen/Zusammenhänge finden lassen. Immer wenn man n erlebt hat, träumt man m. Sehr spannend und wissenschaftlich zumindest versuchbar. Wenn das funktioniert, wären Träume tatsächlich in gewisserweise steuerbar. Also genau das - was hier auch viele anzweifeln.

Nachteil: Eben der Aufwand UND ich fürchte - die Zusammenhänge funktionieren nur auf sehr individueller Ebene. Also nur weil das bei Person A ein Zusammenhang ist, muss das nicht heißen, dass das bei Person B auch so ist. Wäre das nicht so, dann wäre das natürlich ein Hit - diese Lektüre. Aber das wird wohl kaum so sein, sonst gäbe es das längst schon und der Autor oder die Autorin wär reich haha.
 
Das Traumtagebuch zu führen hat den Grund, dass du dir immerwiederkehrende Bildern im Traum bewusst wirst. Wenn du ihnen im Traum dann später begegnest wird es dir im Moment eher möglich sein bewusst zu träumen und Inhalte zu steuern. Auch gibt es Methoden wie mit den Fingern zu zählen. Zähle regelmässig im Wachzustand und versuche es dann im Traum. Ich sag dir, deine eigenen Hände im Traum bewusst wahr zu nehmen, ist etwas sehr schräges. Es wird dir kaum gelingen mit den Fingern zu zählen. Aber genau das kann wieder ein nötiger Trigger sein, um dir deines Traumes bewusst zu werden. Aber hier sind wir dann auch beim Problem. Sex ist etwas sehr körperliches. Ich kann im Traum bewusst fliegen, ich kann bewusst mit Monstern kämpfen (ich mag so Heldengrschichten 😁), ich kann neue Welten mit einem Raumschiff erkunden gehen, aber selber Sex mit einer bestimmten Person zu haben, das ist dann doch mehr als nur schwierig dies so bewusst zu steuern. Die Personen wechseln ihre Gestalt, man selbst wechselt seine Gestalt (ich hab mal versucht mir grössere Brüste zu erträumen, ging einen Moment und dann war ich plötzlich ne Katze 😆)
Hin und wieder gelingt es mir bei sexuellen Träumen luzide zu werden. Dann geht das mit dem steuern für den Moment besser aber meist wache ich dabei auch relativ schnell auf. Der Körper vermisst die echten Berührungen.

Aber wenn dir das luzide Träumen anzueignen eh zu mühsam ist, lass es doch gleich bleiben. Luzid träumen zu können ist dann doch mehr wert als sich nur nen Privatporno machen zu wollen 😉
 
Muss sagen ... der Vorschlag von @betlamed ist gut. Leider allerdings auch mit viel Aufwand verbunden.

Ist gar nicht so schlimm. Man muss ja keine Romane schreiben. Einfach irgendein elektronisches Dokument. Datum, vielleicht Wochentag, ein paar Stichwörter. Das kostet ein paar Minuten. Und ein Tagebuch ist sowieso eine gute Idee.

Der Witz ist, wenn du das ein paar Wochen lang machst, merkst du dir die Träume viel besser. Plötzlich kannst du dich jede Nacht an zwei, drei erinnern. Das ist bei mir schon mal so weit gegangen, dass ich das Aufschreiben aufgeben musste, weil ich das Gefühl bekommen, habe, dass ich dauernd so ein bisschen in der Traumwelt war. (Aber ich bin auch SEHR phantasievoll und hab mich damals ein bissl ins Esozeug reingesteigert.)

Ich glaube, die Challenge ist, dass du unmittelbar nicht weißt, was zusammenhängen könnte. Also nehmen wir an, es gäbe prophetische Träume (glaube ich nicht, aber mal angenommen) - und du träumst von einer alten gelben Schlange, die in einem riesigen grauen Auto transportiert wird. Und zwei Wochen später siehst du einen ganz normalen Autobus, mehrere Schulkinder bilden eine Schlange zum Einsteigen, und eines dieser Kinder hat einen großen grauen Hut auf, der eher zu einem alten Mann passt. Dann müsstest du von diesem Ereignis zurück zu dem Traum kommen - aber inzwischen hast du ja schon 10-20 andere Träume aufgeschrieben, die alle irgendwie vielleicht passen oder auch nicht. Und der Traum hat fieserweise den Bus gelb gemacht, weil Schüler einsteigen und Schulbusse in amerikanischen Filmen gelb sind.

Werden nun beide kombiniert (Tagebuch + Traumtagebuch) so könnten sich doch tatsächlich Korrelationen/Zusammenhänge finden lassen. Immer wenn man n erlebt hat, träumt man m. Sehr spannend und wissenschaftlich zumindest versuchbar. Wenn das funktioniert, wären Träume tatsächlich in gewisserweise steuerbar. Also genau das - was hier auch viele anzweifeln.

Naja... wenn ich dich richtig verstehe, kommt ja erst n (Leben), dann n (Traum), du müsstest also erst das erleben, was du träumen willst. Und wenn du das kannst, dann brauchst du ja die Träume nicht mehr beeinflussen, dann kannst du einfach in deinem Leben das tun, was du möchtest. Wäre vielleicht effektiver. ;-)

Mir ist es absolut nicht gelungen, stabile Korrelationen herauszuarbeiten. Und ich hätte die eine Zeitlang wirklich gerne gefunden. Nur ein paar wenige ganz ganz allgemeine Dinge, die sich oft wiederholen - wenn es mir schlecht geht, habe ich mehr Alpträume (nona), öffentliche Verkehrsmittel führen bei mir nie ans richtige Ziel, und Lifte sind immer absturzgefährdet. Alpträume sind fast immer Fremde in meiner Wohnung. Und manchmal die berühmten "Tagesreste", wo etwas aus dem Alltag im Traum auftaucht. Aber da ich weder jemals im Lift steckengeblieben bin noch Probleme mit den Öffis habe, gibt es da keine erkennbaren Zusammenhänge...
 
Sex mit einer bestimmten Person zu haben, das ist dann doch mehr als nur schwierig dies so bewusst zu steuern. Die Personen wechseln ihre Gestalt,
Nein. Ginge hier sowieso nicht um spezifische Personen, sondern tatsächlich ganz allgemein gehalten.

Aber wenn dir das luzide Träumen anzueignen eh zu mühsam ist
Witzig. Wusste gar nicht, dass es dafür diesen Fachbegriff gibt. Und noch schräger, dass ich das bereits ausführe. Mittlerweile hab ich mir schon angeeignet. Im Traum wache ich im Bett in meiner Wohnung auf, gehe ins Wohnzimmer, will das Licht anmachen, aber der Sicherungskasten ist down. Also wieder hin, wieder Sicherung anmachen, Licht an und von erneut geht das Spiel los. Da weiß ich bereits im Traum, das ich träume. Weil ich das nach dem Traum, beim aufwachen so oft reflektiert habe.
Trotzdem weiß ich nicht, wie mir das nun beim Träume steuern helfen soll. Da sehe ich keinen Zusammenhang. Weil nur weil ich nun weiß, das es ein Traum ist, kann ich mir nun nicht so einfach jemand für Sex herzaubern. Und wenn doch - wär meine Freude vorbei ... da die Erkenntnis das es nur ein Traum ist, auch viel an Freude/Authentizität wegnimmt.

Das ist bei mir schon mal so weit gegangen, dass ich das Aufschreiben aufgeben musste, weil ich das Gefühl bekommen, habe, dass ich dauernd so ein bisschen in der Traumwelt war.
Sehr spannende Erfahrung, die du da schilderst.

Naja... wenn ich dich richtig verstehe, kommt ja erst n (Leben), dann n (Traum), du müsstest also erst das erleben, was du träumen willst.
Nein. Das sehe ich nicht so. Denke wir alle hatten schon mehr als genug Träume, welche nahezu ohne Zusammenhang (oder zumindest zu einem direkt erkennbarem) zu irgendeinem Ereignis in der Realität waren.

dann kannst du einfach in deinem Leben das tun, was du möchtest. Wäre vielleicht effektiver.
Haha. Nein. Das glaube ich nicht. Alleine hier im EF jemand zu finden, ist schwieriger, als es über die Traumwelt zu versuchen haha.

Mir ist es absolut nicht gelungen, stabile Korrelationen herauszuarbeiten.
Meine einzige Korrelation die ich bislang herausgefunden habe, ist, dass ich unter Garantie Alpträume habe, wenn ich kurz vor dem Schlafen gehe, esse. Das zum Beispiel lässt sich so 'wunderbar' steuern. Eigentlich einer der Gründe, die mich eben auch zuversichtlich machen, dass die Charakteristik des Traums steuerbar ist. Aber eben nicht erst im Traum - wie von @Mitglied #500462 beschrieben - weil das eben dann viel vom Traumerlebnis wegnimmt ... sondern schon vor dem Einschlafen. Und: Vielleicht auch nicht über die Kopfsache. Das mit dem zuvor essen und anschließend Alpträume zu haben, ist ja spannenderweise auch keine Kopfsache.
 
Das mit dem zuvor essen und anschließend Alpträume zu haben, ist ja spannenderweise auch keine Kopfsache.
Das ist der angekurbelte Stoffwechsel durch den Verdauungsprozess, der die Ausschüttung des Melatonin verzögern kann.
Der Stoffwechsel beeinflusst und kann Dir bizarre Träume machen.
Trotzdem weiß ich nicht, wie mir das nun beim Träume steuern helfen soll. Da sehe ich keinen Zusammenhang. Weil nur weil ich nun weiß, das es ein Traum ist, kann ich mir nun nicht so einfach jemand für Sex herzaubern.
Das wird auch solange genauso bleiben, solange Du Dich nicht herab lässt und Dich selbst zu informieren.
Was Du schreibst hat mit luzid träumen nichts zu tun.
Du weißt es nicht. Das ist korrekt. Du willst es auch nicht wissen, sonst würdest Du es schon wissen.

Es gibt keinen Schalter, den Dir jemand zeigen kann, dass kann man erarbeiten (dem zugrunde liegt solide Informationseinholung) oder hat es eben immer schon. Ohne lesen und lernen geht es halt ganz sicher nicht, genauso wie jede Fremdsprache zu erlernen.
 
Ich bin offen gestanden froh von luziden Träumen verschont zu sein. Mir reicht mein Absinken in eine nicht mehr kontrollierbare Gefühlswelt kurz vor und während eines Orgasmus. Danach möchte ich erholsam schlafen, und nicht noch weiter spinnen müssen.
 
Da weiß ich bereits im Traum, das ich träume. Weil ich das nach dem Traum, beim aufwachen so oft reflektiert habe.
Trotzdem weiß ich nicht, wie mir das nun beim Träume steuern helfen soll. Da sehe ich keinen Zusammenhang.

Ob es da mehr oder weniger zwangsläufig einen Zusammenhang gibt, weiß ich auch nicht. Es scheint nur nach Erfahrungsberichten für viele Leute so zu sein: Wenn sie luzide werden, also erkennen, dass sie träumen, können sie die Träume auch steuern. Es ist natürlich naheliegend - zu wissen, dass du träumst, ist offenbar notwendig, um zu erkennen, dass du den Traum ändern kannst. Dass du nur das eine aber nicht das andere hast, ist natürlich auch spannend.

Falls du es lernen willst - es gibt allerlei Methoden, um Luzidität herzustellen. Einfach googeln oder gipitien oder wie man das heute halt nennt.

Ich hatte in meinem Leben zwei oder drei Traumerlebnisse, die ansatzweise luzid waren. Einmal konnte ich den Inhalt verändern. Ich konnte es aber nie bewusst reproduzieren.
 
Was wäre, wenn das Leben (und der Sex) so spannend und abwechslungsreich ist, dass Träume keine unerfüllten Wünsche 'ersetzen' müssen?
 
Warum kommt keiner auf die Idee es mit Meditation zu versuchen. Es kann mit gezielten Atemtechniken auch das Träumen beeinflussen. Ich mach das seit Jahrzehnten. Seit ich als 8jährige immer wieder die selben Albträume habe. Eine damalige Krankenschwester hat mir beigebracht vor dem Einschlafen "richtig" zu atmen und bestimmte Techniken zu erlernen, damit diese Träume aufhören (ok, hat noch weitere fünf Jahre gedauert). Es ist halt Arbeit und man muss sich gut konzentrieren können, Bedeutung liegt auf Zentrieren. Mittlerweile hab ich wieder angefangen mit gezieltem Beathwork, Meditation und Yoga (was man halt im Rollstuhl machen kann) und ich träume wieder ausgeglichener und auch "kontrollierbarer". Kann mittlerweile auch die Inhalte meiner Träume steuern und die Richtung angeben, auch in erotischer Hinsicht. Traumtagebuch hab ich nie geführt, aber einen Traumkalender (also nicht täglich und wenn auch nur in Stichpunkten). Und ich habe ihn so geführt, dass ich vor allem meinen Stresspegel vermerkt habe, Stress in der Arbeit, Stress privater Natur.

Themen, die einem physisch und psychisch näher liegen, sind schwieriger zu beeinflussen, da sie eine völlig eigene Dynamik haben. Dinge wie Filme, Dokus oder was man in der Zeitung oder sonst wo liest, sind weiter weg, daher einfacher zu kontrollieren. Wenn ich ein sehr schönes und erotisches Date hatte, konnte ich diese Erinnerung im Traum immer wieder abspulen und auch abwandeln. Ich konnte etwas hinzufügen oder weglassen. Aber das hält nicht lange an, da ja auch die Erinnerung mit der Zeit an Kraft verliert oder sich andere Themen dazwischen quetschen.

Man darf halt nicht vergessen, dass unser Gehirn nur mit Dingen träumen kann, die es in direkter oder indirekter Art erlebt hat, also muss es einen Bezug herstellen. Also, es gesehen, gehört, geschmeckt, gerochen oder gefühlt haben. Selbst Tiere träumen bisweilen sehr lebendig. Wenn jemand einen Hund zu Hause hat, hat sicher schön öfter mal bemerkt, wie der/die Gute im Schlaf bellt oder "läuft". Bei Katzen hab ich das selten erlebt, aber auch.

Der Traum stellt eine wichtige Funktion zur Stressbewältigung dar, weil wir dadurch erst das Erlebte des Tages verarbeiten können. Das Gehirn arbeitet im Schlaf am Intensivsten, während der Körper alle nicht nützlichen Funktionen abschaltet. Sogar wichtige Sinnesorgane, wie das Riechen, Hören, Schmecken, Fühlen werden im Tiefschlaf komplett deaktiviert. Selbst die Atmung ist sehr flach, die Verdauung wird ebenfalls ausgeschaltet (daher sollte man auch mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen nichts essen, es verbleibt im Magen und kann mitunter Schmerzen verursachen - unruhiger Schlaf).

Es macht daher Sinn, sich auf den Schlaf gut vorzubereiten. Man sagt ja auch, man soll nicht mit Zorn ins Bett gehen, das macht Sinn. Eine unbearbeitete Sache kann das bewusste Träumen verhindern. Unser Gehirn versucht uns bewusst vor Schaden zu schützen. Verdrängte Gefühle, unausgesprochene Dialoge, Groll gegen jemanden, Unzufriedenheit, körperliches Unwohlsein (Schmerzen) etc. können den Schlaf direkt und indirekt negativ beeinflussen. Im schlimmsten Fall hat man Albträume und im besten Fall schläft man gut durch, weil wir uns ans Geträumte nicht erinnern können.

Die Frage ist doch eher, ob man eine gesunde und schöne Sexualität nicht außerhalb des Schlafs erleben sollte um das Erlebte in den Traum mitzunehmen. Das wäre sicher nachhaltiger und auch gesünder fürs Gehirn und Gemüt.
 
Ob es da mehr oder weniger zwangsläufig einen Zusammenhang gibt, weiß ich auch nicht. Es scheint nur nach Erfahrungsberichten für viele Leute so zu sein: Wenn sie luzide werden, also erkennen, dass sie träumen, können sie die Träume auch steuern. Es ist natürlich naheliegend - zu wissen, dass du träumst, ist offenbar notwendig, um zu erkennen, dass du den Traum ändern kannst. Dass du nur das eine aber nicht das andere hast, ist natürlich auch spannend.

Falls du es lernen willst - es gibt allerlei Methoden, um Luzidität herzustellen. Einfach googeln oder gipitien oder wie man das heute halt nennt.

Ich hatte in meinem Leben zwei oder drei Traumerlebnisse, die ansatzweise luzid waren. Einmal konnte ich den Inhalt verändern. Ich konnte es aber nie bewusst reproduzieren.
Sich bewusst sein zu träumen und den Traum dann zu steuern sind zwei verschiedene paar Schuhe.
Sich dann noch in einen erotischen Traum zu "teleportieren" noch mal eine (?) Stufe schwieriger.
Mir Zeit und Geduld alles lernbar, aber die scheint er nicht zu haben 🤔
 
Warum kommt keiner auf die Idee es mit Meditation zu versuchen.

Wie kommst du auf die Idee, dass ich das nicht getan habe? ;-)

Ich habe ziemlich lange ziemlich viel meditiert. Ich mache viel Atemarbeit, auch wenn ich sie nicht Meditation nenne.

Ich habe natürlich versucht, "bewusst einzuschlafen" und allen möglichen Firlefanz. So richtig gebracht hat das alles nichts. Andere Dinge - oh ja! - es war und ist in vieler Hinsicht sehr sehr gut und bringt mich voll weiter - nur halt nicht für die Träume.

Die Frage ist doch eher, ob man eine gesunde und schöne Sexualität nicht außerhalb des Schlafs erleben sollte um das Erlebte in den Traum mitzunehmen. Das wäre sicher nachhaltiger und auch gesünder fürs Gehirn und Gemüt.

Siehst du da einen Widerspruch? Ich denke, das würde sich gegenseitig befruchten.

Hand aufs Herz, wenn ich gezielt luzide träumen könnte, würde ich selbstverständlich mal was Sexuelles probieren. Vermutlich gleich als erstes, hehe. Ich glaube nicht, dass es auf Dauer so bleiben würde, weil es so viele andere Dinge zu erforschen gibt, aber die Möglichkeit zu haben, wäre sicher schön. Ich stelle mir vor, es ist wie Masturbation, nur zehnmal intensiver.

Sich bewusst sein zu träumen und den Traum dann zu steuern sind zwei verschiedene paar Schuhe.

Das ist es sicher. Die Frage ist, warum die Leute, die bewusst träumen, meistens auch berichten, dass sie die Träume steuern können. Jedenfalls soweit ich das mitbekommen hab. Ich weiß nicht, ob es einen Zusammenhang gibt - von vornherein ausschließen würde ich es nicht.
 
Für alle, die es nicht schaffen, sich selbst bei vollem Bewusstsein in einen Dämmerzustand zu versetzen, bleibt ja noch die Fantasie, die nicht minder gekonnt sein will. Mir dient sie in gleichem Maße der Lust, wie real erlebtes. Und ist natürlich auch ein probtes Mittel andere in Erregung zu versetzen, indem man deren Fantasie anregt. Z.B. in der Absicht sie zu verführen. Oder sich verführen zu lassen.
 
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