Muss sagen ... der Vorschlag von @betlamed ist gut. Leider allerdings auch mit viel Aufwand verbunden.
Ist gar nicht so schlimm. Man muss ja keine Romane schreiben. Einfach irgendein elektronisches Dokument. Datum, vielleicht Wochentag, ein paar Stichwörter. Das kostet ein paar Minuten. Und ein Tagebuch ist sowieso eine gute Idee.
Der Witz ist, wenn du das ein paar Wochen lang machst, merkst du dir die Träume viel besser. Plötzlich kannst du dich jede Nacht an zwei, drei erinnern. Das ist bei mir schon mal so weit gegangen, dass ich das Aufschreiben aufgeben musste, weil ich das Gefühl bekommen, habe, dass ich dauernd so ein bisschen in der Traumwelt war. (Aber ich bin auch SEHR phantasievoll und hab mich damals ein bissl ins Esozeug reingesteigert.)
Ich glaube, die Challenge ist, dass du unmittelbar nicht weißt, was zusammenhängen könnte. Also nehmen wir an, es gäbe prophetische Träume (glaube ich nicht, aber mal angenommen) - und du träumst von einer alten gelben Schlange, die in einem riesigen grauen Auto transportiert wird. Und zwei Wochen später siehst du einen ganz normalen Autobus, mehrere Schulkinder bilden eine Schlange zum Einsteigen, und eines dieser Kinder hat einen großen grauen Hut auf, der eher zu einem alten Mann passt. Dann müsstest du von diesem Ereignis zurück zu dem Traum kommen - aber inzwischen hast du ja schon 10-20 andere Träume aufgeschrieben, die alle irgendwie vielleicht passen oder auch nicht. Und der Traum hat fieserweise den Bus gelb gemacht, weil Schüler einsteigen und Schulbusse in amerikanischen Filmen gelb sind.
Werden nun beide kombiniert (Tagebuch + Traumtagebuch) so könnten sich doch tatsächlich Korrelationen/Zusammenhänge finden lassen. Immer wenn man n erlebt hat, träumt man m. Sehr spannend und wissenschaftlich zumindest versuchbar. Wenn das funktioniert, wären Träume tatsächlich in gewisserweise steuerbar. Also genau das - was hier auch viele anzweifeln.
Naja... wenn ich dich richtig verstehe, kommt ja erst n (Leben), dann n (Traum), du müsstest also erst das erleben, was du träumen willst. Und wenn du das kannst, dann brauchst du ja die Träume nicht mehr beeinflussen, dann kannst du einfach in deinem Leben das tun, was du möchtest. Wäre vielleicht effektiver. ;-)
Mir ist es absolut nicht gelungen, stabile Korrelationen herauszuarbeiten. Und ich hätte die eine Zeitlang wirklich gerne gefunden. Nur ein paar wenige ganz ganz allgemeine Dinge, die sich oft wiederholen - wenn es mir schlecht geht, habe ich mehr Alpträume (nona), öffentliche Verkehrsmittel führen bei mir nie ans richtige Ziel, und Lifte sind immer absturzgefährdet. Alpträume sind fast immer Fremde in meiner Wohnung. Und manchmal die berühmten "Tagesreste", wo etwas aus dem Alltag im Traum auftaucht. Aber da ich weder jemals im Lift steckengeblieben bin noch Probleme mit den Öffis habe, gibt es da keine erkennbaren Zusammenhänge...