dass die Eltern die richtigen Personen für diese Hilfestellung sind,
Es auch gar nicht können oder könnten so ganz nebenbei.
So sehr man seinen Kindern auch Hilfe und Unterstützung angedeihen lassen will, es gibt Dinge die man nicht bringt.
Man sieht das hier auch in der Pflege im Glorifizieren der Aufopferung eines Elternteiles, den den anderen pflegt.
Etwas glorifizieren ist viel einfacher, als sich selbst zu kümmern, für den gesunden Elternteil einen Rahmen zu schaffen in dem er mit dem Erkrankten noch schöne Stunden verbringen kann und sich selbst dabei nicht vergisst.
"Sie/er hätte es sich nicht nehmen lassen sie/ihn bis zum letzten Atemzug zu pflegen." - Das ist wahre Liebe.
(Tja oder versagen der wahren Liebe den Eltern Alternativen zu schaffen und sie liebevoll dorthin zu führen. "Geht eh, er/sie schafft das schon und will es ja auch." Oft gehört, oft hinterfragt, rapider körperlicher/geistiger Abbau, oft Demenz nach dem Ableben aufgrund der emotionalen und körperlichen Überforderung nicht selten.)
Als Kind würde ich das sehr betrüblich finden, wenn ein Elternteil derart gefordert wird und ich nicht fähig wäre, Pflege derart organisieren zu können, dass beide die letzte Zeit noch schön und möglichst unbelastet verbringen können und Menschen die Distanz und Abstand haben (oft dennoch Supervision benötigen), die wertvolle Aufgabe gekonnt und erlernt übernehmen.
Auch von Pflegenden hört man, dass das Eindringen in die Intimsphäre des Partners in dieser Art und Weise, äußerst belastend ist. Zu Pflegenden ist diese Art der Intimität oft unangenehm. Viele sagen schon lang vorab. Da gehe ich lieber ins Heim.
Und ich denke auch nicht, dass dieser Glaube etwas mit meiner konservativen Natur zu tun hat.
Nö, sich mit der Sexualität eines hilflosen Schutzbefohlenen zu spielen, mehr ist es nicht.
Ich denke auch nicht, dass dieser Therapievorschlag vom behandelnden Arzt gemacht worden ist.
Über Sexualassistenz und Sexualbegleitung für geistig eingeschränkte Personen gibt es etliche universitären Arbeiten, die durchaus auch die rechtliche Lage miteinbeziehen. Betreuern z.B. ist das untersagt und es gibt klare Richtlinien wie in diesen Fällen zu verfahren ist.
Dass sich Verwandte hier als Helfer betätigen wollen, ist aus mehrerlei nachvollziehbaren Gründen nicht toleriert.