Über Sexualität sprechen

Bei mir kommt das immer auf mein Gegenüber bzw. meine Partnerin an. Je nachdem wie offen der Mensch dem Thema Sexualität gegenüber steht, kann ich mit diesem Menschen auch mehr oder weniger offen über das Thema reden.
Meine Partnerin steht dem Thema sehr offen gegenüber, da fällt es mir auch leicht darüber zu reden. Noch viel besser: Durch ihre ganz besondere Art, schafft sie es, mir meine dunkelsten Geheimnisse zu entlocken. Geheimnisse, die ich wohl sonst nie jemandem erzählen würde.
Und das ist aus meiner Sicht eine sehr, sehr wichtige Grundlage für eine gute Beziehung.
 
angenommen du magst mal mit deiner partnerin einen dreier ausprobieren, wie vorgehen? einfach jemand dritten mitnehmen und spüren, ob es passt? ich bin auch nciht der meinung, dass man alles zu tode quatschen muss, aber manche sachen/ wünsche/ gedanken muss man einfach aussprechen, wenn sie nicht ewig im reich der fantasie dahin schlummern sollen ;)
 
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Meine Partnerin steht dem Thema sehr offen gegenüber, da fällt es mir auch leicht darüber zu reden. Noch viel besser: Durch ihre ganz besondere Art, schafft sie es, mir meine dunkelsten Geheimnisse zu entlocken. Geheimnisse, die ich wohl sonst nie jemandem erzählen würde.
Und das ist aus meiner Sicht eine sehr, sehr wichtige Grundlage für eine gute Beziehung.
Das klingt eher nach einer Therapiebeziehung.
Was macht ihr dann, wenn Du austherapiert sein solltest?
 
Über Sex reden egal ob mit neuer Bekanntschaft...dem fixen Partner....einen platonischen Freund oder mit Freundinnen...
Von Angesicht zu Angesicht oder auch schriftlicher Natur, in keinster Weise ein Problem.

Ich wollte ja auch einmal ein wenig etwas vom Differenzierenden einbringen:

- Reden über Sexualität (im Allgemeinen)
- Reden über Sex (den eigenen, bzw den der Parter*in, dem gemeinsamen)..
- Reden über Sex (der anderen, persönlich bekannt oder auch nicht)
- Reden über Sexualität im Reich der Biologie (Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen...)
- Reden über Sex und seine Ausdrucksformen in Kunst und Kultur
- Reden über Sex in gesellschaftlichen Kontexten...
- ach ja, dann gäbe es noch die religiöse bzw spirituelle Komponente
- und Sex und Sexualität als Erwerbszweig
- ... Porno noch extra anzuführen...
- Sexualität und der Sex in Internetforen.... 8-)

Und warum gibt es, oder scheint mir dies nur so, so viel Unzufriedenheit mit Sex (vorzugsweise dem eigenen)??

@Mitglied #247512 .... Zeit isch' !
;)
 
Hi ihr Lieben!

Eh schon alles im Titel und da ich scheinbar nicht ganz alleine bin, mal in die Runde zur Diskussion gestellt.

Ich empfinde es extrem schwer über Sexualität zu sprechen.
Schreiben geht besser, aber auch nicht so richtig gut.
Mit dem von mir primitiv empfunden Vokabular, das irgendwo aus Kategorienbäumen, Dienstleistungsgewerbe kommt, fang ich gar nix an und das verschreckt mich, weil ich es so nicht empfinden kann.

Mit Frauen ist es schwierig zu sprechen (liegt vielleicht an meinem Umfeld/nicht allgemeingültig). Da geht es meistens drum wie gut, schlecht Männer sind, wenn´s tief wird grad noch über die Bestückung. Wirklich drüber reden, wie sie sich dabei fühlen, eher gar nicht. Irgendwie ist es immer heroische Pflichterfüllung oder Männer kleinreden. So richtig lustvoll gar nicht. Fantasien quittieren sie eher mit Kopfschütteln oder Themenwechsel. Da find ich nix.

Mit Männern ist es irgendwie netter, die geben sich aufgeschlossener, wenn sie nicht den Rattenblick kriegen. Dann gruselt es mir und ich mag a nimmer reden. Unterhalten über Sex, heißt nicht dass man mit dem Gesprächspartner ficken sondern reden mag. Somit auch sehr schwierig - wobei hier ein paar nette Jungs sind mit denen man tatsächlich ohne dass es sich unangenehm anfühlt ein oder zwei Kaltgetränke zu sich nehmen kann. :)

Mit dem Partner, ich hatte nur zwei Langzeitpartner, war es in der ersten Beziehung ganz o.k., aber einfach kaum die Zeit da und irgendwann haben wir uns verloren. Der zweite kam anfangs total aufgeschlossen daher und wurde von Monat zu Monat prüder und ich irgendwie immer mehr zur Mama für ihn. Den habe ich eindeutig überfordert. :(

Was ich schön fand war eine Episode, mit dem Kopf an ihn gelehnt und er erzählte mir leise, was wir getan haben, ohne ihn anzusehen konnte ich drüber reden und was ich noch gerne tun würde, und er flüsterte leise zurück - das war sehr, sehr schön - so ging es - aber es dürfte selten sein, oder?

Wie geht es Euch mit dem drüber Reden?

Ich denke, Sex ist etwas, das ganz leicht zerredet werden kann.
Es ist ein Urinstinkt des Menschen und einfach da. So wie die Sonne jeden Tag aufgeht, so ist der Trieb in uns.
Man sollte Wünsche an den Partner äußern können, aber alles andere bringt in der Regel mehr Probleme als Lösungen.
Die meisten von uns sind einfach oversexed and underfucked. Weniger reden, mehr tun.
 
Ich wollte ja auch einmal ein wenig etwas vom Differenzierenden einbringen:

- Reden über Sexualität (im Allgemeinen)
- Reden über Sex (den eigenen, bzw den der Parter*in, dem gemeinsamen)..
- Reden über Sex (der anderen, persönlich bekannt oder auch nicht)
- Reden über Sexualität im Reich der Biologie (Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen...)
- Reden über Sex und seine Ausdrucksformen in Kunst und Kultur
- Reden über Sex in gesellschaftlichen Kontexten...
- ach ja, dann gäbe es noch die religiöse bzw spirituelle Komponente
- und Sex und Sexualität als Erwerbszweig
- ... Porno noch extra anzuführen...
- Sexualität und der Sex in Internetforen.... :cool:

Und warum gibt es, oder scheint mir dies nur so, so viel Unzufriedenheit mit Sex (vorzugsweise dem eigenen)??

@Mitglied #247512 .... Zeit isch' !
;)

Sehr gut geschrieben !

Zu deiner Frage...
Es wird mindestens zweierlei Gründe dafür geben!

Die Einen die glauben aufgeschlossen zu sein, aber nicht wirklich über ihre Bedürfnisse und Fantasien sprechen können....und dies vom Beginn der Beziehung an.
Irgendwann passiert bei vielen die berühmte Hemmschwelle.

Dann gibt es den Fall wo Einer von den Zweien redet...probiert...tut und macht....
Aber wenn der Andere nicht will, dann hat man ein großes Problem.

Ect.pp
 
also hier im forum is ja klar kann man gut schreiben und einen guten anfang machen. das gilt natürlich auch für andere foren dieser kategorie....
und mit jedem will ich auch nicht über sex reden aber mit denen wo ich denke dass es passt ergibt es sich schon und dann is das auch kein problem. meist muss erst mal ein anfang gemacht werden und dann läuft es schon.
 
Ich empfinde das als sehr einfach. Ich sprech gern darüber und hab auch einen Partner, der das gerne und mit Leichtigkeit tut. Faszinierend fand ich, wie sich mein Vokabular mit ihm verändert hat. Er hat generell eine sehr schöne Sprache, wie ich finde. In der Wahl der Bezeichnungen expliziter Körperteile schien er mir anfangs aber zu verträumt, zu verklausuliert. Da mochte ich es immer schon ganz gern sehr direkt und gern auch mal richtig versaut. Inzwischen hat sich meine Sprache seiner angepasst. Sie gefiel mir plötzlich besser. Die Themen und Inhalte, die wir so bemurmeln sind ohnehin versaut genug. :mrgreen: Inzwischen mag ich diese hübsche, zarte Sprache.
Gemeinsam eine eigene Sprache in der Sexualität zu entwickeln...da geht ja ganz viel über den Kopf, den in Beziehung über Sprache und Ausdruck zu stimulieren, das ist wie eine zusätzliche Dimension der Erregung.
 
Hi,

Das spannende ist ja während dem Sex miteinander zu reden...da oder dort eine kleine Einweisung, ein Kommentar...

ich bin da nicht multitaskingfähig, reden oder ficken, ....

Robin Williams scherzte: Gott hat dem Mann ein Hirn und einen Penis gegeben aber nur genug Blut um jeweils eines von beiden zu betreiben ... :D

Wenn ich mal beim Sex rede, finden Frauen das so schräg, dass sie es mir verbieten ... :D

LG Tom
 
Das klingt eher nach einer Therapiebeziehung.
Was macht ihr dann, wenn Du austherapiert sein solltest?
Es ist natürlich sehr lobenswert, dass du dir Gedanken über meinen psychischen Gesundheitszustand machst.
Aber das musst du nicht: Vier meiner fünf Therapeuten meinen, dass ich einer der normalsten unter ihren Patienten sei. Und der Fünfte zählt nicht, der ist nicht ganz dicht. :schulterzuck:
 
Ich denke, Sex ist etwas, das ganz leicht zerredet werden kann.
Es ist ein Urinstinkt des Menschen und einfach da. So wie die Sonne jeden Tag aufgeht, so ist der Trieb in uns.
Man sollte Wünsche an den Partner äußern können, aber alles andere bringt in der Regel mehr Probleme als Lösungen.
Die meisten von uns sind einfach oversexed and underfucked. Weniger reden, mehr tun.

Hach Gottchen, mal ehrlich, Kunst und Musik, Sport, Körperpflege, in dem Ausmaß das uns zur Verfügung steht, wer braucht das schon auf dem Level, der möglich ist?

Wer zufrieden ist mit dem was er hat, soll es sein.

Andere sind es nicht und genau die finden sich. Passt.
Tja und so in dieser Menschensache liegt wohl drin, dass wir sprechen und wählen können.

Wenn Du mit Zerreden das übliche meinst, sich gegenseitig biegen, bin ich bei Dir.

Wenn es darum geht sich gegenseitig eine Welt aufzuschließen, die man sich selbst nicht zu denken wagte und aneinander zu wachsen, dann sind wir dort wo ich mich ganz wohl fühle. :)

Persönlich ist für mich Sprache wie atmen, nähren und sch....
Letzteres geht am edlen Porzellan sowie hinter dem nächsten Busch.
Ersteres ziehe ich vor. ;)

Da ich den leichten Verdacht habe, dass mein Auftritt hier ein einmaliger Gastauftritt auf Erden ist, nehme ich soweit es geht, alles am höchsten Level mit, der menschlich in meinem Interesse liegt und möglich ist - anders wäre es ja ganz blöd. ;)

Gemeinsam eine eigene Sprache in der Sexualität zu entwickeln...da geht ja ganz viel über den Kopf, den in Beziehung über Sprache und Ausdruck zu stimulieren, das ist wie eine zusätzliche Dimension der Erregung.
Ja.

Das ist kein stundenlanges hirnloses Gerede, sondern es macht Freude und Lust.
...und ja, ja, ja.

Und es ist so ganz nebenbei, wenn man es gemeinsam hinkriegt, eine Option die bleibt und bestehen kann, auch wenn der Körper im hohen Alter ist. Eine von vielen Sprachen, die das Leben unendlich reicher machen kann.
 
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