Also ein Gespräch mit dem Sexpartner kann sehr wohl einer allein ein Problem haben. Auch das mit dem Angeben kann nur einer der beiden Partner haben.
Da ging es mir aber eher um Gespräche mit anderen ....
Sag mal, Du hängst dich rein.

Ich habe über zwei Lanzeitbeziehungen gesprochen, in denen es diese Ungereimtheiten gab.
Wären sie nicht behoben worden, hätten wir keine Langzeitbeziehungen gehabt.
Interessant, wie Du hier mein Lebenskonzept erahnen kannst.
Ist schon durch mehrere Threads ersichtlich, dass Du es etwas anders anlegst.
Z.B. habe ich es wirklich rührend gefunden und absolut ehrlich, wenn Du sagst, Du würdest es NICHT aushalten, Dich NICHT in die Erziehung eines eventuellen Kükens einer eventuellen Partnerin einzumischen. Schon da und das sind existenzielle Lebenserfahrungen liegen wir meilenweit auseinander; was ich persönlich gut finde.

So in der Blase sitzen ist eher öd. Natürlich hinterlassen 30 Jahre 24/7 leben Spuren und anderen Umgang mit Konflikten, weil die ja unentwegt sind, da kannst nicht schweigen, weg gehen, alles breit und Nächte lang ausdiskutieren sonst bröselt Dir alles unter dem Arsch weg. Da wählst Du genau, was es wert ist qualitativ diskutiert zu werden. Sexualität ist da nicht mehr so einfach und für nur ficken mitunter beide zu müd.
Wie gesagt, man kann drüber reden, keine Sache, aber es fehlt halt das Wozu. Cui bono?
Wenn zwei keinen Anspruch haben, der Worte sucht, ist es fabelhaft. Natürlich. Warum nicht.
Wenn es so nicht ist, ist´s ganz praktisch, wenn beide es können, oder? Ganz einfach um sich zu finden und auf die permanent veränderten Gegebenheiten, das ist mal so, wenn frau nach der Schwangerschaft 10 Monate stillt, sich wie eine Milchsau vorkommt, nebenbei noch Butter auf´s Brot bringt und dann noch Sexualität haben will, sich aber nicht wie ein milchgebendes Mutterviech fühlen will. - um ein Beispiel mal platt raus zu schießen.
Da brauchte es für mich Gespräche ein bisserl Sicherheit und er auch, wir hatten immer ein volles und unruhiges Haus, da ist nix mit "Schatz die nächsten zwei Stunden gehören uns." Das war ganz einfach anders von der Gegebenheit her. (Bitte sei so gut und zerpflück net das banale Beispiel, weil´s eh powidl ist und gefühlte 100 Jahre her, dennoch sexuell eine der schwersten Zeiten. Ich bin ihm heute noch sehr dankbar, dass wir sprechen konnten.)
Wenn es schwer fällt, über ein Thema zu reden, dann hat ein Gespräch zu dem Thema auch eine viel größere Bedeutung für denjenigen, nicht so sehr dass Thema an sich, sondern dass es für denjenigen eben schwer ist, Überwindung kostet, Vertrauen an den Gesprächspartner abverlangt ....
Eigene Unsicherheiten und Mankos einzugestehen ist immer schwierig. Die richtigen Worte in der richtigen Dosierung zu finden, ist oft nicht leicht wenn die Emotionen aus den Augen rinnen. Wenn der andere den Ball auffängt, hilft, verbal unterstützt sich NICHT abwendet und sagt: "Wenn Du net reden kannst, kann ich Dir nicht helfen." ist das schon richtig was wert, ein bisserl sensibel zugeht halt. Oder? Gäbe hierforums viele Problem nicht, wenn das so watscheneinfach wäre, oder?
Wenn das Thema Sexualität geläufig Deinem Mund wie Alltagsworte ist, dann ist es nicht sehr bedeutungsschwanger und sicher keine schwere Geburt, das Thema zu eröffnen.
Das versteh ich nicht. Ich betrachte das Forum nicht als meinen Kummerkasten, schon gar nicht erwarte ich hier eine Lösung.
Was Du damit sagen willst, verstehe ich nicht. Ich habe das wo es ging hingebracht mit meinem jeweiligen Partner und wo es nicht ging nicht - recht unspektakulär. Ich rege mich nicht auf, sondern eine Diskussion an. Siehst ja eh, dass das Thema net so ganz menschenfremd und beziehungsfern ist.
Aber das trifft es recht gut, ich fände es schade, wenn nur das Reden über Sex meinem Leben ein Mehr und Tiefgang und Abwechslung bringen würde.
Wie lange Deine längste Beziehung war, weiß ich nicht.
Vielleicht haben wir uns nur übermäßig geplagt. Als unnötig habe ich es nicht empfunden und von alleine wäre nix gelaufen, da war beidseitiges Interesse erforderlich.
Dass man über die Jahrzehnte auch das Sexualleben etwas nachkalibrieren, neu überdenken sollte, ist nicht so aus der Luft gegriffen.
Ich denke die meisten praktizieren Sexualität 30 Jahre später nicht 1:1 wie mit zarten 20, es verändert sich - zumindest bei mir.
Wenn man die Zeit mit ein und demselben Menschen sexuell verbringt, sich für Monogamie entschieden hat, dann wird man nachstellen müssen.
Ich denke dennoch, dass unsere Lebenskonzepte und -wege sehr unterschiedlich sind.
Du bist oft recht militant in Deiner Meinung und ich weiß wirklich nicht, was so schwierig ist, in einem Diskussionsforum andere Lebenswege ganz einfach ein wenig zu respektieren oder annehmen zu können. Die Geschütze sind nicht notwendig. Jeder geht seinen Weg, Du wie ich, nur anders, weder schlechter noch besser, nur anders.
Was mir sexuell enorm wichtig ist, kann Dir powidl sein, wie umgekehrt.
Das wird es in vielen Dingen auch sein. Das ist verdammt gut so, sonst wäre es öde Blase und wir könnten alle miteinander bumsmuckeln, weil wir alle zsammpassen würden.
sicher keine schwere Geburt, das Thema zu eröffnen.
Hier habe ich in diesem Fall, für mich, den humoristischen Ansatz gefunden.
Ich merke mir für´s nächste Mal: Thema nur eröffnen, wenn es eine schwere Geburt ist.
Übrigens, was hast Du für eine Ahnung von einer schweren Geburt - da dürfte ich gar keinen Thread eröffnen, wenn das der Maßstab wäre.
