Über Sexualität sprechen

Und zum Thema, man müsse ja nichts "zerreden"...sondern einfach nur TUN...
...dann würde man ja merken, ob es gefällt... :hmm:
Wenn einer von beiden gern mal (z.B.) Natursekt oder gar Kaviar ausprobieren möchte...
...dann fände ich es schon von Vorteil, wenn zuvor kommunikativ abgecheckt wird, wie der andere dazu steht. :schulterzuck:

Einfach "machen" könnte sonst ziemlich ins Auge gehen. :haha:
 
Gespräche über Sex haben meistens einen von zwei Gründen: Jemand hat ein Problem oder jemand schneidet auf.

Nach dem ersten Mal mit dem neuen Partner kann es möglicherweise bedeuten, dass etwas nicht passt. Bei großen Unterschieden kann das bereits das Ende sein. Wahrscheinlich auch gut so.
Bei längeren Beziehungen finde ich es schon wichtig, darüber zu reden. Nicht zu reden nimmt dir die Möglichkeit, herauszufinden, ob ihr euch nicht ohnehin in die selbe Richtung entwickelt.
Gut, wenn bisher nur Blümchensex am Programm stand, und einer plötzlich mit dem Wunsch nach z.B brutalen Verletzungen daherkommt, wird es nicht funktionieren.
Mit starkem Einfühlungsvermögen und kleinen Schritten und Ausprobieren nach einem Gespräch, kann man sich ZUSAMMEN weiter entwickeln. Im Bestem Fall in die selbe Richtung.
Wenn man nicht über Wünsche oder Vorlieben sprechen kann, wird möglicherweise irgendwann etwas Fehlen, was sich mit der Zeit immer stärker manifestiert und zu einer größeren Distanz führt.
Über Sex zu reden ist sehr SEHR wichtig, genauso wie jede andere Entwicklung in der Partnerschaft. Meine Erfahrung ist, nicht immer tot ernst dabei sein, sondern auch zwischenzeitliches scherzhaftes reden hilft und regt an. Ihr dabei besonders viele Nettigkeiten, Komplimente machen, ist dabei auch nicht fehl am Platz...
 
Hi,

Unter zwei Menschen und da ich monogam lebe ist es so, haben entweder beide ein Problem, oder sie schwelgen in ihren Glanzleistungen und haben Spaß am gemeinsamen Aufschneiden.

Du schreibst:

Mit Frauen ist es schwierig zu sprechen ....
Mit Männern ist es irgendwie netter, ....
und
Mit dem Partner, ...

Also ein Gespräch mit dem Sexpartner kann sehr wohl einer allein ein Problem haben. Auch das mit dem Angeben kann nur einer der beiden Partner haben. ;)

Da ging es mir aber eher um Gespräche mit anderen .... :)


Siehst, anderes Lebenskonzept als das Deinige

Interessant, wie Du hier mein Lebenskonzept erahnen kannst. ;)


Mir wäre was Du lebst und auch den Männern in meinem Leben genau das einfach zu wenig und oberflächlich, halt insofoern sehr individuell und persönlich als langweilig empfunden.

Beziehst Du Dich immer noch auf Gespräche unter Partnern? Und was Du als mein Lebenskonzept daraus extrahierst? :D


Aber das trifft es recht gut, ich fände es schade, wenn nur das Reden über Sex meinem Leben ein Mehr und Tiefgang und Abwechslung bringen würde. :)


Du würdest über Sex nicht reden, dass Reden zerreden aber schon. :D

Ich kann halt über alles reden, bin beredt, meinem Redefluss sind kaum Dämme entgegenzusetzen, auch kein geregeltes Bett, langer Rede kurzer Sinn ... Donnerstags!


Wie gesagt, man kann drüber reden, keine Sache, aber es fehlt halt das Wozu. Cui bono?


Vielleicht liegt es aber auch daran:

Ich empfinde es extrem schwer über Sexualität zu sprechen.

Wenn es schwer fällt, über ein Thema zu reden, dann hat ein Gespräch zu dem Thema auch eine viel größere Bedeutung für denjenigen, nicht so sehr dass Thema an sich, sondern dass es für denjenigen eben schwer ist, Überwindung kostet, Vertrauen an den Gesprächspartner abverlangt ....

Wenn das Thema Sexualität geläufig Deinem Mund wie Alltagsworte ist, dann ist es nicht sehr bedeutungsschwanger und sicher keine schwere Geburt, das Thema zu eröffnen.

Dann - wenn es denn so ist, dass die Bedeutung zu nimmt, je mehr man ein Problem damit hat - ist der Weg das Ziel, also das Gespräch über Sexualität mit dem Partner an sich schon bindungsstiftend, vertrauenschaffend, eine besondere Art der Intimität an sich, und braucht keinen weiteren Zweck als Existenzberechtigung.

Dem gegenüber wären dann Menschen, die problemlos über Sexualität parlieren können, im Nachteil, weil das Gespräch an sich nichts Besonderes ist, und ein Zweck eben in einem Ergebnis liegen muss, es sei denn das Gespräch wäre selbst so voller Schönheit, dass es seiner selbst ein Sinn ist.


LG Tom
 
Hi,

Wenn einer von beiden gern mal (z.B.) Natursekt oder gar Kaviar ausprobieren möchte...
...dann fände ich es schon von Vorteil, wenn zuvor kommunikativ abgecheckt wird, wie der andere dazu steht. :schulterzuck:

wo bleibt die Spontanität? Gibt doch nix überaschenderes als eine Frau die beim Vögeln sagt "Schatz, ich hab grad Kacka gemacht!" ..... mitten im Bett .... :D


LG Tom
 
Wie geht es Euch mit dem drüber Reden?

Genial, Ophira! :up:

zu mir (über Sex sprechen):

Schriftlich-visuell: top
Verbal-kommunikativ: flop

Wieso das so ist? Keine Ahnung! Veranlagung? Im persönlichen Gespräch fehlt mir einfach der Wortschatz (der Genitiv sowieso). In Schriftform kann ich überlegen, was ich denn ausdrücken möchte, kann "nachkorrigieren" wenn nötig. Wie machst Du das während eines Gespräches, wenn Dir dein Gegenüber ständig reinquatscht? Schriftlich pausiere ich, wenn mir die Botschaft, die mir zugeworfen wird nicht passt. Ein Gespräch unterbrechen bedeutet meist den Abbruch, endgültig.

Buchstaben sehen alle gleich aus, aber Stimmlagen unterscheiden sich individuell und manche finde ich einfach furchtbar, auch wenn der Mensch drumherum ganz in Ordnung ist. Die Attraktivität ist dann halt futsch und damit die Lust, das Gespräch auf der Matratze fortzusetzen. Männer mit wirklich attraktiven Stimmen gehen zum Film, debütieren in der Burg oder werden Persönlichkeitstrainer oder Autoverkäufer.

Ich hatte ja hier mit einigen Helden telefoniert (die Nagelprobe, sozusagen). Was soll ich sagen, peinlich, wenn zwei erwachsene Menschen sich am Telefon anschweigen, weil jedem die Worte fehlen. Andere wiederum fallen in Vergegenheits-Slang: "und sonst?", "schön, dass ich mal Deine Stimme höre", "wenn Du jetzt auch noch so attraktiv ausschaust wie du am Telefon klingst" (Meisterklasse!) ... Schön, aber was sagt man da drauf? Da wäre wohl ein Blind-date noch gescheiter, weil verabreden kann man sich auch via SMS ;) und beim Schnackseln muss man nicht sprechen :D

Deshalb stelle ich mir auch "dirty-talk" bzw. Telefonsex immer sehr "lustig" vor, und so manche(r) wird dabei auch richtig nass (max. vor Lachen) :)
 
Schriftlich-visuell: top
Verbal-kommunikativ: flop
Ich weiß jetzt nicht ob du in einer Beziehung bist, ich meine auch, dass das Thema aufgeteilt sein sollte...
In einer Beziehung über den gemeinsamen Sex zu sprechen oder generell mit den unterschiedlichen Leuten über Sex zu sprechen, das wären zwei verschieden Themen.

In der Beziehung ist es (s.o.) unabdingbar. Wenn es dir dabei leichter fällt, es schriftlich auszudrücken, können ja kleine (schriftliche) Nachrichten da sicher helfen den Einstieg zu finden. Doch finde ich es direkt zu besprechen besser, da die Betonung und nonverbale Kommunikation weg fällt und es so leichter zu Missverständnissen kommen kann.

Bei Gesprächen mit "Jedermann" über Sex, halte ich irgendwie eine gewisse Distanz und gebe meine persönlichen Wünsche nicht bekannt. Lediglich meine Ansichten im Allgemeinen. Ich hab dabei kein Problem, egal über welches Thema zu reden.

Bei der Anbahnung einer Beziehung ist dann die dritte Variante. Da bin ich der Meinung, es ist dann ganz besonders wichtig wenn man auf ganz bestimmte Varianten fixiert ist, diese schon sehr bald zu thematisieren. Bei "normalen" Vorstellungen kann man sich am Anfang noch zurückhalten.
 
Ich hatte ja hier mit einigen Helden telefoniert (die Nagelprobe, sozusagen). Was soll ich sagen, peinlich, wenn zwei erwachsene Menschen sich am Telefon anschweigen, weil jedem die Worte fehlen. Andere wiederum fallen in Vergegenheits-Slang: "und sonst?", "schön, dass ich mal Deine Stimme höre", "wenn Du jetzt auch noch so attraktiv ausschaust wie du am Telefon klingst" (Meisterklasse!) ... Schön, aber was sagt man da drauf? Da wäre wohl ein Blind-date noch gescheiter, weil verabreden kann man sich auch via SMS ;) und beim Schnackseln muss man nicht sprechen :D

Idealerweise wirst du schon von der sexy Stimme erregt. Dein Herz beginnt zu rasen und ohne darüber nachzudenken wandert deine Hand unter deinen Slip und du ertappst dich dabei, wie du mit deinen Fingerspitzen langsam ..... (Fortsetzung folgt)

Und ja, wenn du ordentlich genommen wirst, dann bleibt keine Luft zum Reden, nichtmal zwischen den Orgasmen.
 
Also ein Gespräch mit dem Sexpartner kann sehr wohl einer allein ein Problem haben. Auch das mit dem Angeben kann nur einer der beiden Partner haben. ;)

Da ging es mir aber eher um Gespräche mit anderen .... :)

Sag mal, Du hängst dich rein. :)
Ich habe über zwei Lanzeitbeziehungen gesprochen, in denen es diese Ungereimtheiten gab.
Wären sie nicht behoben worden, hätten wir keine Langzeitbeziehungen gehabt. ;)

Interessant, wie Du hier mein Lebenskonzept erahnen kannst. ;)

Ist schon durch mehrere Threads ersichtlich, dass Du es etwas anders anlegst.
Z.B. habe ich es wirklich rührend gefunden und absolut ehrlich, wenn Du sagst, Du würdest es NICHT aushalten, Dich NICHT in die Erziehung eines eventuellen Kükens einer eventuellen Partnerin einzumischen. Schon da und das sind existenzielle Lebenserfahrungen liegen wir meilenweit auseinander; was ich persönlich gut finde. ;)
So in der Blase sitzen ist eher öd. Natürlich hinterlassen 30 Jahre 24/7 leben Spuren und anderen Umgang mit Konflikten, weil die ja unentwegt sind, da kannst nicht schweigen, weg gehen, alles breit und Nächte lang ausdiskutieren sonst bröselt Dir alles unter dem Arsch weg. Da wählst Du genau, was es wert ist qualitativ diskutiert zu werden. Sexualität ist da nicht mehr so einfach und für nur ficken mitunter beide zu müd. :)

Wie gesagt, man kann drüber reden, keine Sache, aber es fehlt halt das Wozu. Cui bono?

Wenn zwei keinen Anspruch haben, der Worte sucht, ist es fabelhaft. Natürlich. Warum nicht.
Wenn es so nicht ist, ist´s ganz praktisch, wenn beide es können, oder? Ganz einfach um sich zu finden und auf die permanent veränderten Gegebenheiten, das ist mal so, wenn frau nach der Schwangerschaft 10 Monate stillt, sich wie eine Milchsau vorkommt, nebenbei noch Butter auf´s Brot bringt und dann noch Sexualität haben will, sich aber nicht wie ein milchgebendes Mutterviech fühlen will. - um ein Beispiel mal platt raus zu schießen.

Da brauchte es für mich Gespräche ein bisserl Sicherheit und er auch, wir hatten immer ein volles und unruhiges Haus, da ist nix mit "Schatz die nächsten zwei Stunden gehören uns." Das war ganz einfach anders von der Gegebenheit her. (Bitte sei so gut und zerpflück net das banale Beispiel, weil´s eh powidl ist und gefühlte 100 Jahre her, dennoch sexuell eine der schwersten Zeiten. Ich bin ihm heute noch sehr dankbar, dass wir sprechen konnten.)

Wenn es schwer fällt, über ein Thema zu reden, dann hat ein Gespräch zu dem Thema auch eine viel größere Bedeutung für denjenigen, nicht so sehr dass Thema an sich, sondern dass es für denjenigen eben schwer ist, Überwindung kostet, Vertrauen an den Gesprächspartner abverlangt ....

Eigene Unsicherheiten und Mankos einzugestehen ist immer schwierig. Die richtigen Worte in der richtigen Dosierung zu finden, ist oft nicht leicht wenn die Emotionen aus den Augen rinnen. Wenn der andere den Ball auffängt, hilft, verbal unterstützt sich NICHT abwendet und sagt: "Wenn Du net reden kannst, kann ich Dir nicht helfen." ist das schon richtig was wert, ein bisserl sensibel zugeht halt. Oder? Gäbe hierforums viele Problem nicht, wenn das so watscheneinfach wäre, oder?

Wenn das Thema Sexualität geläufig Deinem Mund wie Alltagsworte ist, dann ist es nicht sehr bedeutungsschwanger und sicher keine schwere Geburt, das Thema zu eröffnen.

Das versteh ich nicht. Ich betrachte das Forum nicht als meinen Kummerkasten, schon gar nicht erwarte ich hier eine Lösung.
Was Du damit sagen willst, verstehe ich nicht. Ich habe das wo es ging hingebracht mit meinem jeweiligen Partner und wo es nicht ging nicht - recht unspektakulär. Ich rege mich nicht auf, sondern eine Diskussion an. Siehst ja eh, dass das Thema net so ganz menschenfremd und beziehungsfern ist.

Aber das trifft es recht gut, ich fände es schade, wenn nur das Reden über Sex meinem Leben ein Mehr und Tiefgang und Abwechslung bringen würde. :)

Wie lange Deine längste Beziehung war, weiß ich nicht.
Vielleicht haben wir uns nur übermäßig geplagt. Als unnötig habe ich es nicht empfunden und von alleine wäre nix gelaufen, da war beidseitiges Interesse erforderlich.
Dass man über die Jahrzehnte auch das Sexualleben etwas nachkalibrieren, neu überdenken sollte, ist nicht so aus der Luft gegriffen.
Ich denke die meisten praktizieren Sexualität 30 Jahre später nicht 1:1 wie mit zarten 20, es verändert sich - zumindest bei mir.
Wenn man die Zeit mit ein und demselben Menschen sexuell verbringt, sich für Monogamie entschieden hat, dann wird man nachstellen müssen.

Ich denke dennoch, dass unsere Lebenskonzepte und -wege sehr unterschiedlich sind.
Du bist oft recht militant in Deiner Meinung und ich weiß wirklich nicht, was so schwierig ist, in einem Diskussionsforum andere Lebenswege ganz einfach ein wenig zu respektieren oder annehmen zu können. Die Geschütze sind nicht notwendig. Jeder geht seinen Weg, Du wie ich, nur anders, weder schlechter noch besser, nur anders.

Was mir sexuell enorm wichtig ist, kann Dir powidl sein, wie umgekehrt.
Das wird es in vielen Dingen auch sein. Das ist verdammt gut so, sonst wäre es öde Blase und wir könnten alle miteinander bumsmuckeln, weil wir alle zsammpassen würden. :D

sicher keine schwere Geburt, das Thema zu eröffnen.

Hier habe ich in diesem Fall, für mich, den humoristischen Ansatz gefunden.
Ich merke mir für´s nächste Mal: Thema nur eröffnen, wenn es eine schwere Geburt ist.
Übrigens, was hast Du für eine Ahnung von einer schweren Geburt - da dürfte ich gar keinen Thread eröffnen, wenn das der Maßstab wäre. :D
 
Ich hatte ja hier mit einigen Helden telefoniert (die Nagelprobe, sozusagen). Was soll ich sagen, peinlich, wenn zwei erwachsene Menschen sich am Telefon anschweigen, weil jedem die Worte fehlen. Andere wiederum fallen in Vergegenheits-Slang: "und sonst?", "schön, dass ich mal Deine Stimme höre", "wenn Du jetzt auch noch so attraktiv ausschaust wie du am Telefon klingst" (Meisterklasse!) ... Schön, aber was sagt man da drauf? Da wäre wohl ein Blind-date noch gescheiter, weil verabreden kann man sich auch via SMS ;) und beim Schnackseln muss man nicht sprechen :D

Ich denke, da könnte der am anderen Ende der Leitung auch etwas nervös sein. :)
...oder zu abgebrüht für Dich...:(

Das habe ich bei der Threaderöffnung u.a. gemeint, dass es oft so holprig ist, dass man es lieber sein lässt.
Es greift oft bei der Unterhaltung nicht ineinander, man hilft sich ja gegenseitig, geht ja auch am Telefon aufeinander ein, stellt Fragen, entspinnt gemeinsam einen Faden.....

Da ich ja auch beruflich oft telefoniere, fällt mir das schon auf, abseits mal von Sexualität, dass es Gesprächspartner gibt, wo es echt unangenehm ist, die Ja/nein oder lapidar brummen, das kommt nicht zu einem Gespräch, das sinnvoll ist. Da mache ich dann auch lieber per Mail, auch wenn es fernmündlich flotter und einfacher wäre. Was net geht, geht net - stur sein bringt nix. :)

Mit anderen erklimmt man ungeahnte Höhen. So eine Bekanntschaft durfte ich etwas forenfremd vor einer Zeit machen und möchte ihn nicht mehr missen. :D

Tut mir leid für Dich. Aber dann kann ich Dir zumindest einen charmanten und einfühlsamen Mann ans Ohr wünschen - und glaub mir, die gibt es hier. :)
Such schön weiter. :D
 
Bei mir war es genauso. Ich brauchte einen Anstupfer von außen um zu erkennen, dass bei uns durch Kinder, Haushalt....das Sexleben eingeschlafen war. Seit über einem Jahr spreche immer wieder Dinge an, in kleinen Happen um ihn nicht zu überfordern. Hab mich dann immer mal wieder zurückgenommen Um ihn nicht unter Druck zu setzen.
Manche Sachen waren schwierig für mich zum Ansprechen. Auch habe ich gemerkt, dass er gar nicht über Sex reden kann und hab ihm immer wieder Zeit gelassen um darüber nachzudenken. Hab ihm aber klar gesagt, ich möchte eine Antwort.

Es hat sich gelohnt. Wir haben wieder ein reges Sexleben und zur Zeit erlebe ich Überraschungen von ihm.

Rede mit ihr, fang mit dem an, was dich am meisten stört und lass ihr dann Zeit. Sie wird drüber nachdenken und langsam wird sich etwas ändern.
 
Ich denke, da könnte der am anderen Ende der Leitung auch etwas nervös sein. :)
...oder zu abgebrüht für Dich...:(

Das habe ich bei der Threaderöffnung u.a. gemeint, dass es oft so holprig ist, dass man es lieber sein lässt.
Es greift oft bei der Unterhaltung nicht ineinander, man hilft sich ja gegenseitig, geht ja auch am Telefon aufeinander ein, stellt Fragen, entspinnt gemeinsam einen Faden.....

Da ich ja auch beruflich oft telefoniere, fällt mir das schon auf, abseits mal von Sexualität, dass es Gesprächspartner gibt, wo es echt unangenehm ist, die Ja/nein oder lapidar brummen, das kommt nicht zu einem Gespräch, das sinnvoll ist. Da mache ich dann auch lieber per Mail, auch wenn es fernmündlich flotter und einfacher wäre. Was net geht, geht net - stur sein bringt nix. :)

Ja muss ich auch mal was dazu sagen.
Du hast bestimmt mit vielen Sachen die du bis jetzt geschrieben hast recht.
Nervosität ist ein großer Hemmschuh.
Auch wenn man das reden an und für sich nicht so gewöhnt ist hat man bedenken, das alles richtig zu formulieren das es dem anderen gefällt.
Und dann ist da noch die Erwartungshaltung, was kann ich ansprechen, ist das vielleicht zu gewagt, wie soll ich mich ausdrücken?
Und dann kommt noch die Hemmschwelle dazu. Soll man nur Umschreiben oder die Dinge beim Namen nennen, oder will sie es derb?
Man kann es ja wirklich keinen recht machen. Das gleiche trifft natürlich auf beiderlei Geschlecht zu.

Ich frage dann meist noch beim Schreiben, ob sie sich beim Schreiben oder beim Sprechen leichter tut wenn sie mir eine Beschreibung von sich geben würde.
Und wenn eine Beschreibung kommt bemerkt man la wie sie was anspricht. Die meisten wollen lieber schreiben als sprechen. Da ist man etwas anonymer. Und beim Telefonieren hört man sehr gut heraus ob sich der Gesprächspartner mit den Ausdrücken leichter oder schwerer tut.
Ist aber meine Persönliche Erfahrung die ich gemacht habe, und habe auch nicht alles da geschrieben was mir noch dazu einfallen würde.
Bei den Meisten ist es schon schwierig sie zum telefonieren zu überreden.
Aber ist nun mal so.

Grammatik- und Satzfehler kann sich der welche findet an den Hut stecken.
 
Man kann es ja wirklich keinen recht machen.

Beispiel ein aktueller Thread.

"Ihr ins Gesicht Spritzen", das ist inhaltlich total o.k., gar kein Thema, passt interessant, sehen viele auch ganz unterschiedlich.
Großartig.

Privat, würde ich das nie so sagen, wenn es um das Thema geht, weder in der Partnerschaft, noch ums Lagerfeuer, noch in dem beratenden Gespräch mit einem Jugendlichen.
Wenn mich jemand auf so einem Fuß erwischt, will ich nimmer reden.
 
Mit nicht engen Bekannten ist es tatsächlich leichter über Sex zu sprechen als mit Nahestehenden. einfach deswegen, weil hier kaum Erwartungshaltungen der Offenheit den Weg verstellen.

Also ich hatte noch nie ein Problem mit dem Partner, mit dem ich sehr verbunden bin, über sex zu sprechen.. Wozu sollte ich auch dem Nachbarn erzählen, wo meine Bedürfnisse gelagert sind?
 
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