Über Sexualität sprechen

Wenn es kein Problem gibt

Es muss kein Problem geben um Forschergeist zu entwickeln, Kreativität inkl. Tauglichkeit zur Umsetzbarkeit zu versuchen. :)
(sonst hätten wir noch nicht mal das Rad)

Das ist auch, leider wieder verbal, mitunter der Stoff der zur Grundlage eines sehr paarbezogenen Humors werden kann - auch Scheitern, kann Freude und Spaß machen.

Drama queens gibts zum Saufüttern.

Wieso hast Du das so negativ besetzt.
Das interessiert eh niemand, genauso wenig wie Leute, die nicht wissen, wann es Zeit ist zu gehen und weiterlabern - Gott und die Welt anheulen.
Das hat mit freudvoller Kommunikation nix zu tut.
Um die geht´s mir allerdings.
 
Es muss kein Problem geben um Forschergeist zu entwickeln, Kreativität inkl. Tauglichkeit zur Umsetzbarkeit zu versuchen. :)
(sonst hätten wir noch nicht mal das Rad

Stimmt. Doch dann sollte man es einfach tun. Es gibt ja Schlimmeres, als beim Vögeln herumzuexperimentieten.
Wieso hast Du das so negativ besetzt.
Das interessiert eh niemand, genauso wenig wie Leute, die nicht wissen, wann es Zeit ist zu gehen und weiterlabern - Gott und die Welt anheulen.
Das hat mit freudvoller Kommunikation nix zu tut.
Um die geht´s mir allerdings.

Dass ich drama queen negativ besetzt habe, ist eine persönliche Wertung. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass das jemand positiv sieht.
Das Gegenteil von "gut" ist halt leider viel zu oft "gut gemeint".
Deshalb hab ich das Zitat gebracht
 
Hi,


Vielleicht ist es peinlich....

ich hab als Teenager angefangen, wenn mir was peinlich war, das bewusst zu tun. Z.B. sich entschuldigen. Oder Mädchen ansprechen. Oft beides zusammen ... ;)

Das bringt mehrere Vorteile:

1. man gewähnt sich dran, härtet sich ab. Danach reagiert man körperlich nicht so stark (Nervosität, etc.)
2. peinliche Dinge gehen leichter, wenn man die mal anfängt zu tun, merkt man, dass da nix dran ist, was einem peinlich sein muss.

Irgendwann kommt man an den Punkt, wo man nicht mehr versteht, warum manches für andere peinlich ist .....

Das sind doch alles nur Gitter, die im Kopf existieren und uns hindern.

LG Tom
 
Hi,




ich hab als Teenager angefangen, wenn mir was peinlich war, das bewusst zu tun. Z.B. sich entschuldigen. Oder Mädchen ansprechen. Oft beides zusammen ... ;)

Das bringt mehrere Vorteile:

1. man gewähnt sich dran, härtet sich ab. Danach reagiert man körperlich nicht so stark (Nervosität, etc.)
2. peinliche Dinge gehen leichter, wenn man die mal anfängt zu tun, merkt man, dass da nix dran ist, was einem peinlich sein muss.

Irgendwann kommt man an den Punkt, wo man nicht mehr versteht, warum manches für andere peinlich ist .....

Das sind doch alles nur Gitter, die im Kopf existieren und uns hindern.

LG Tom

war das ungefähr so?

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Ich ging nach der allgemeinen Popularität dessen, den ich zitierte, damit es glaubwürdiger ist. :D

*du-siehst-mich-breitgrinsen*
Bei den 30 Jahren, in denen Homer Simpson in der Glotze zu sehen ist, kann man ihm. so ziemlich jedes Zitat unterjubeln.

Es ist einfach eine amerikanische Volksweisheit, Bert Lance dürfte der erste sein, bei dem das Sagen öffentlich dokumentiert wurde.
 
Hi,

Es muss kein Problem geben um Forschergeist zu entwickeln, Kreativität inkl. Tauglichkeit zur Umsetzbarkeit zu versuchen. :)

Sex ist was Schönes, da krankhaft rumzubasteln und Forschergeist, Kreativität ... zu suchen, da täte ich mir Gedanken machen, ob man vielleicht was vermisst .....

Wenn ich eine schöne Jugendstillampe daheim hat, wunderbar, da komm ich nicht auf die Idee, die zu bemalen oder zu verändern oder .... die ist schön wie sie ist, jeder Versuch sie zu verbessern hat eher das Gegenteil als Ergebnis .... die reinigt und pflegt man und lässt sie sein wie sie ist.

Wenn ich ein altes Möbel habe, wo der Lack abgeplatzt ist, Randln von Gläsern drauf sind, die Ecken abgeschlagen, .... kurz wenn das Ding heruntergekommen und unschön ist, dann überleg ich es zu verbesseren, zu verschönern. Weil wenns nix wird, ist nichts verloren.

Wenn meine Freundin anfängt über Sex zu reden, würde ich annehmen, dass ihr was nicht passt.



(sonst hätten wir noch nicht mal das Rad)

Gutes Beispiel, das Rad ist wie Sex! Vor der Erfindung des Rades wurde garantiert nicht viel geredet, und es wurde einfach gemacht! Ohne reden. Und danach .... ja, es gab noch Innovationen, das Speichenrad z.B., aber warum sollte man sich heute hinsetzen und großartig über das Rad reden?

Beim Sex ist es ebenso, am besten vor dem ersten mal nicht reden, nicht denken, einfach genießen und den Gefühlen ihren Lauf lassen, dann wird das erste Mal vielleicht zu einem sehr schönen Erlebnis. Und danach? Wozu drüber reden? Wozu versuchen, etwas zu verbessern, was eh gut ist?

Du bist da eher wie Tim Taylor, der sagte "Andere fragen warum, ich frage warum nicht?" :)


Gespräche über Sex haben meistens einen von zwei Gründen: Jemand hat ein Problem oder jemand schneidet auf. :)

LG Tom
 
Hi ihr Lieben!

Eh schon alles im Titel und da ich scheinbar nicht ganz alleine bin, mal in die Runde zur Diskussion gestellt.

Ich empfinde es extrem schwer über Sexualität zu sprechen.
Schreiben geht besser, aber auch nicht so richtig gut.
Mit dem von mir primitiv empfunden Vokabular, das irgendwo aus Kategorienbäumen, Dienstleistungsgewerbe kommt, fang ich gar nix an und das verschreckt mich, weil ich es so nicht empfinden kann.

Mit Frauen ist es schwierig zu sprechen (liegt vielleicht an meinem Umfeld/nicht allgemeingültig). Da geht es meistens drum wie gut, schlecht Männer sind, wenn´s tief wird grad noch über die Bestückung. Wirklich drüber reden, wie sie sich dabei fühlen, eher gar nicht. Irgendwie ist es immer heroische Pflichterfüllung oder Männer kleinreden. So richtig lustvoll gar nicht. Fantasien quittieren sie eher mit Kopfschütteln oder Themenwechsel. Da find ich nix.

Mit Männern ist es irgendwie netter, die geben sich aufgeschlossener, wenn sie nicht den Rattenblick kriegen. Dann gruselt es mir und ich mag a nimmer reden. Unterhalten über Sex, heißt nicht dass man mit dem Gesprächspartner ficken sondern reden mag. Somit auch sehr schwierig - wobei hier ein paar nette Jungs sind mit denen man tatsächlich ohne dass es sich unangenehm anfühlt ein oder zwei Kaltgetränke zu sich nehmen kann. :)

Mit dem Partner, ich hatte nur zwei Langzeitpartner, war es in der ersten Beziehung ganz o.k., aber einfach kaum die Zeit da und irgendwann haben wir uns verloren. Der zweite kam anfangs total aufgeschlossen daher und wurde von Monat zu Monat prüder und ich irgendwie immer mehr zur Mama für ihn. Den habe ich eindeutig überfordert. :(

Was ich schön fand war eine Episode, mit dem Kopf an ihn gelehnt und er erzählte mir leise, was wir getan haben, ohne ihn anzusehen konnte ich drüber reden und was ich noch gerne tun würde, und er flüsterte leise zurück - das war sehr, sehr schön - so ging es - aber es dürfte selten sein, oder?

Wie geht es Euch mit dem drüber Reden?


Ich persönlich habe da überhaupt kein Problem, sowohl mit Frauen, als auch mit Männern sachliche Gespräche über Sexualität zu führen. Ich denke, Sexualität ist ein Teil des Lebens und somit auch total normal.
Und gerade dann, wenn man eine langfristig harmonische Beziehung / Ehe führen will, wird man über kurz oder lang nicht darum herum kommen, mit dem Partner / der Partnerin darüber zu sprechen.
Ich gebe Dir aber vollkommen Recht, es gibt schon den einen oder anderen Mann, die eine oder andere Frau, die etwas überfordert ist, wenn das Thema Sexualität offen und ehrlich angesprochen wird.
Nun, damit kann ich leben, muss ja nicht sein. Wenn ich merke, mein Gegenüber ist diesbezüglich überfordert, dann stoppe ich diese
Art Konversation, ich will niemanden überfordern....

lg Gitti
 
Sex ist was Schönes, da krankhaft rumzubasteln und Forschergeist, Kreativität ... zu suchen, da täte ich mir Gedanken machen, ob man vielleicht was vermisst .....

Wir haben beide sehr unterschiediche Ansichten und Zugänge.
Das ist o.k. so.
Dein Ziel ist ein ganz anderes als meines.
Das ist o.k. so.

Gespräche über Sex haben meistens einen von zwei Gründen: Jemand hat ein Problem oder jemand schneidet auf. :)

Unter zwei Menschen und da ich monogam lebe ist es so, haben entweder beide ein Problem, oder sie schwelgen in ihren Glanzleistungen und haben Spaß am gemeinsamen Aufschneiden.

Siehst, anderes Lebenskonzept als das Deinige - net unlustiger - net weniger spannend - halt anders.
Wäre ziemlich zach, wenn jeder dasselbe wollten.

Mir wäre was Du lebst und auch den Männern in meinem Leben genau das einfach zu wenig und oberflächlich, halt insofoern sehr individuell und persönlich als langweilig empfunden. Julia Roberts weint wiederum in der Oper, dort schlafe ich ein. :D

Du würdest über Sex nicht reden, dass Reden zerreden aber schon. :D

Wenn ich merke, mein Gegenüber ist diesbezüglich überfordert, dann stoppe ich diese
Art Konversation, ich will niemanden überfordern....

Das wäre sexuelle Belästigung - hast Recht. :)
 
Andererseits kann "darüber Reden" auch wahnsinnig heiß machen, Teil des sex. Spiels sein. Ganz besonders, wenn's nicht in routinierten Dirty Talk hinausläuft. :bag:
 
Mir fällt es unendlich schwer, auch nach über 40-jähriger Ehe, mit meinem Schatz über alle meine Wünsche und Fantasien offen zu reden. Ich möchte sie nicht "unter Druck setzen" mir diese zu erfüllen. Ob sie auch geheime Gedanken hat mit denen ich mich schwer tun würde, weiß ich nicht. Wir sind auch beide in einem Alter wo die sexuelle "Leistungsfähigkeit" mindestens bei mir sehr nachgelassen hat. Wir sind beide auch in einer Zeit geboren, wo über Sexualität und deren Spielarten nicht gesprochen wurde und tabu war.
Unser Sexualleben ist deshalb auch fast auf dem Nullpunkt. Ich habe mir deshalb fest vorgenommen, in nächster Zeit mit meinem Schatz doch einmal zu reden.
Wie geht es Euch, vorallem in langen Beziehungen und Ihr auch schon über 60 sind?
Vielleicht könnt Ihr mir Mut machen oder mindestens das Gefühl geben, bei diesem Thema nicht allein zu sein. Trotzdem liebe ich meine Frau noch immer sehr.
 
Mir fällt es unendlich schwer, auch nach über 40-jähriger Ehe, mit meinem Schatz über alle meine Wünsche und Fantasien offen zu reden. Ich möchte sie nicht "unter Druck setzen" mir diese zu erfüllen. Ob sie auch geheime Gedanken hat mit denen ich mich schwer tun würde, weiß ich nicht. Wir sind auch beide in einem Alter wo die sexuelle "Leistungsfähigkeit" mindestens bei mir sehr nachgelassen hat. Wir sind beide auch in einer Zeit geboren, wo über Sexualität und deren Spielarten nicht gesprochen wurde und tabu war.
Unser Sexualleben ist deshalb auch fast auf dem Nullpunkt. Ich habe mir deshalb fest vorgenommen, in nächster Zeit mit meinem Schatz doch einmal zu reden.
Wie geht es Euch, vorallem in langen Beziehungen und Ihr auch schon über 60 sind?
Vielleicht könnt Ihr mir Mut machen oder mindestens das Gefühl geben, bei diesem Thema nicht allein zu sein. Trotzdem liebe ich meine Frau noch immer sehr.


Ich denke, es ist wirklich eine gute Idee deinerseits, mal mit deiner Frau über dieses Thema zu sprechen. Ich vermute, ihr ergeht es ähnlich wie dir! - Was die sexuelle Leistungsfähigkeit anbelangt, so betrifft das nicht nur Männer :)
Auch Frauen merken den Zahn der Zeit, nicht nur optisch, was den Körper anbelangt, sondern auch sexuell.
Das ist aber grundsätzlich nichts Negatives oder Böses, es ist der Lauf des Lebens. Und wenn es beide gleichermaßen betrifft, kein Grund zu Traurigkeit. Es ist schön, gemeinsam älter zu werden, wenn man die Dinge akzeptiert, wie sie sind und gemeinsam versucht, das Beste rauszuholen.
In meinen Jugendjahren hätte ich stundenlang Sex haben können, ohne irgendwelche Schwächen zu zeigen. Heute, doch einige Jahre später, stellt sich halt schon nach einigen Orgasmen eine deutliche Abgeschlagenheit und Müdigkeit ein. Die Regenerationsphasen "danach" dauern länger. Hat aber auch angenehme Seiten: Die Befriedigung hält deutlich länger an.
Wir sehen das aber nicht negativ, sondern als Teil des Lebens. Und wenn man grundsätzlich OHNE Leistungsdruck an die Sache heran geht, ist das Sexualleben dennoch wunderschön und befriedigend....

lg Gitti
 
Mir fällt es unendlich schwer, auch nach über 40-jähriger Ehe, mit meinem Schatz über alle meine Wünsche und Fantasien offen zu reden. Ich möchte sie nicht "unter Druck setzen" mir diese zu erfüllen. Ob sie auch geheime Gedanken hat mit denen ich mich schwer tun würde, weiß ich nicht. Wir sind auch beide in einem Alter wo die sexuelle "Leistungsfähigkeit" mindestens bei mir sehr nachgelassen hat. Wir sind beide auch in einer Zeit geboren, wo über Sexualität und deren Spielarten nicht gesprochen wurde und tabu war.
Unser Sexualleben ist deshalb auch fast auf dem Nullpunkt. Ich habe mir deshalb fest vorgenommen, in nächster Zeit mit meinem Schatz doch einmal zu reden.
Wie geht es Euch, vorallem in langen Beziehungen und Ihr auch schon über 60 sind?
Vielleicht könnt Ihr mir Mut machen oder mindestens das Gefühl geben, bei diesem Thema nicht allein zu sein. Trotzdem liebe ich meine Frau noch immer sehr.


Bei mir war es genauso. Ich brauchte einen Anstupfer von außen um zu erkennen, dass bei uns durch Kinder, Haushalt....das Sexleben eingeschlafen war. Seit über einem Jahr spreche immer wieder Dinge an, in kleinen Happen um ihn nicht zu überfordern. Hab mich dann immer mal wieder zurückgenommen Um ihn nicht unter Druck zu setzen.
Manche Sachen waren schwierig für mich zum Ansprechen. Auch habe ich gemerkt, dass er gar nicht über Sex reden kann und hab ihm immer wieder Zeit gelassen um darüber nachzudenken. Hab ihm aber klar gesagt, ich möchte eine Antwort.

Es hat sich gelohnt. Wir haben wieder ein reges Sexleben und zur Zeit erlebe ich Überraschungen von ihm.

Rede mit ihr, fang mit dem an, was dich am meisten stört und lass ihr dann Zeit. Sie wird drüber nachdenken und langsam wird sich etwas ändern.
 
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