Für mich haben diese Begriffe keine Bedeutung, aber der Wunsch nach Orientierung nach etwas "was richtig/gesund/gut ist" ist natürlich da.
Und da hat es eigentlich immer die Bedeutung
"zum Leben hin gerichtet" oder
"gegen das Leben gerichtet"
wozu ich das Wort "per-vers" im Sinne von gedreht/verdreht durchaus besser finde als "normal". Ich verwende es allerdings nicht für Sexualität per se, sondern eben ob das was man betrachtet "zum Leben hin gerichtet ist", also der Gesundheit, Freiheit, Freude, Liebe usw dient.
"Abnormal" ist es sozusagen, wer eine zum Leben perverse Haltung lebt, also sich oder andere zerstört, erniedrigt und in welcher Form auch immer Schaden zufügt, am Wachstum oder der Entfaltung hindert, im Leiden festhält usw.
Damit braucht es keine "Norm" über die Definition "was die Mehrheit für normal hält".
Wenn sich 99% der Menschen weh tun, ist es für mich nicht "normal" sondern per-vers. Gegen das Leben. Egal ob es "seelische Grausamkeit" ist oder körperlich.
Somit ist alles "normal", was im Leben ist, zum Leben hin gerichtet ist, egal wie individuell einzigartig das ist, was man betrachtet.
Und mit diesem Ansatz komme ich eigentlich gut durchs Leben, weil es den inneren Kompass verwendet, nicht ein "Meinungsbild im Außen".