Eigentlich hetero

Warum hast Du damit ein Problem? Hast Du Angst das dir der Freund was wegschaut oder hast Du heimliche Fantasien die, wenn Du ihn nackt siehst, plötzlich ans Tageslicht kommen könnten?
Versteckst Du Dich vor anderen Männern nach dem Training?
Ist doch ganz einfach zu verstehen. Vielleicht mag er es einfach nicht, nackt mit anderen Männern zu duschen? so what?
 
Eine gute Freundin von mir, die sich selbst weder als Hetero noch als Lesbisch einordnen würde, meinte, dass man ab einem gewissen Alter auch ein bissl "alterslesbisch" ;) wird, wenn man generell Menschen nicht in Geschlechter sondern in Möglichkeiten einteilt. Ich fand den Gedanken recht spannend. Vermutlich tun sich ja jüngere Frauen und vor allem konservative Frauen schwerer, sich den Möglichkeiten zu öffnen, weil sie eher noch in gesellschafts-heterogenen Normativ aufhalten. Mit den Jahren, sofern man ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper hat, erkennt man auch, dass es halt mehr als nur das Männchen gibt, das sexuell spannend und inspirierend sein kann.

Auch spannend: Frauen haben generell ein näheres Verhältnis zu Frauen. Zb kuscheln, umarmen und der Austausch von Nähe durch Berührung, findet halt unter Frauen mehr statt, es ist ein natürlicher Umgang, hat aber weniger eine sexuelle Komponente, als eben dieses natürliche Suchen nach Nähe und Geborgenheit. Bei Männern findet das so gut wie gar nicht statt. Mit Eintritt in die Pubertät nimmt halt auch der Wunsch nach Kuscheln ab.

Wenn ich in den Schulpausen die Buben beobachte und sehe, wie sehr sie körperliche Nähe tauschen, ist es bedauerlich, dass ihnen dieser Umgang aberzogen werden. Dabei wäre das so wichtig für die Entwicklung jedes Menschen, körperliche Nähe nicht immer gleich mit Sex zu verwechseln.

Daher halte ich es für durchaus möglich, dass in vielen Frauen ein latenter Wunsch nach weiblicher Nähe und Verführung gibt.
Ich muss dir voll und ganz zustimmen. Bei Frauen ist es gesellschaftlich ganz normal, dass sie in der Öffentlichkeit eingehängt spazieren, sich ein Begrüßungsküsschen geben, sich umarmen. Als Mann wird man, so wie du schreibst, schon spätestens im Schulalter getrillt auf: ein Mann weint nicht wenn es weh tut; ein Mann der keine Stärke zeigt ist eine Memme; usw. Männer geben sich kein Begrüßungsküsschen - das machen nur Frauen und Frauen sind zu weich, zu schwach usw. Das ist der ganze Schwachsinn der unserer Gesellschaft zu verdanken ist. Ein Mann ist immer ein Mann, auch wenn er, wie du sehr zutreffend schreibst, die Nähe eines anderen Mannes sucht - ohne sexuelle Absichten. Daher distanzieren sich Männer, damit ihnen nicht etwas unterstellt wird, was auf diejenigen nicht zutrifft.
Und sollten sie erotische Absichten haben ist es deren Sache und nicht Angelegenheit von Anderen, die das verurteilen, nur weil sie nicht das Rückgrat dazu haben es zuzugeben, selber es aber gerne auch praktizieren möchten, nur weil es nicht "gesellschaftlich ok ist", oder von "Institutionen" offiziell schlechtgeredet wird.
Was stört es mich, wenn andere mit dem gleichen Geschlecht geistig und körperlich glücklich sind. Ich finde es schön wenn Menschen glücklich sind! Ich bin auch hetero, finde aber trotzdem immer wieder einmal eine erotische Zuneigung zu Männern, die mir sympathisch sind und mich erotisch ansprechen. Ich glaube bei Frauen schlummert diese "Kuscheleigenschaft" nur etwas unter der Oberfläche. Bei Männern wurde sie erziehungstechnisch in den untersten Keller verbannt, wo man sie sehr schwer wieder finden soll.
Gott sei dank wird sie immer wieder von welchen gefunden - so sehe ich das. In anderen Ländern wird eine freundschaftliche Umarmung unter Männern nicht gleich an den Pranger gestellt.
Und ich glaube auch, dass es unter Männern auch öfter als man glaubt, das Verlangen nach männlicher Nähe und auch den Wunsch nach körperlichem erotischen Kontakt gibt. Es existiert auch bei Männern, dass man mit zunehmender Erfahrung und Alter erkennt, dass es sexuell auch mehr als nur das Weibchen gibt und das dann auch sehr spannend sein kann.
Und hier verschwimmen dann auch die Grenzen in eine Grauzone zwischen hetero und bi. Soweit mir bekannt ist, nennt man das dann heteroflexibel.
 
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Eine gute Freundin von mir, die sich selbst weder als Hetero noch als Lesbisch einordnen würde, meinte, dass man ab einem gewissen Alter auch ein bissl "alterslesbisch" ;) wird, wenn man generell Menschen nicht in Geschlechter sondern in Möglichkeiten einteilt. Ich fand den Gedanken recht spannend. Vermutlich tun sich ja jüngere Frauen und vor allem konservative Frauen schwerer, sich den Möglichkeiten zu öffnen, weil sie eher noch in gesellschafts-heterogenen Normativ aufhalten. Mit den Jahren, sofern man ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper hat, erkennt man auch, dass es halt mehr als nur das Männchen gibt, das sexuell spannend und inspirierend sein kann.

Auch spannend: Frauen haben generell ein näheres Verhältnis zu Frauen. Zb kuscheln, umarmen und der Austausch von Nähe durch Berührung, findet halt unter Frauen mehr statt, es ist ein natürlicher Umgang, hat aber weniger eine sexuelle Komponente, als eben dieses natürliche Suchen nach Nähe und Geborgenheit. Bei Männern findet das so gut wie gar nicht statt. Mit Eintritt in die Pubertät nimmt halt auch der Wunsch nach Kuscheln ab.

Wenn ich in den Schulpausen die Buben beobachte und sehe, wie sehr sie körperliche Nähe tauschen, ist es bedauerlich, dass ihnen dieser Umgang aberzogen werden. Dabei wäre das so wichtig für die Entwicklung jedes Menschen, körperliche Nähe nicht immer gleich mit Sex zu verwechseln.

Daher halte ich es für durchaus möglich, dass in vielen Frauen ein latenter Wunsch nach weiblicher Nähe und Verführung gibt.
es ist ja leider oft so das klassische beziehungen so geführt werden das man andere menschen nicht mehr attraktiv zu finden hat. nur weil man monogam lebt (da gibt es halt gründe dafür und dagegen aber es ist eine entscheidung die man halt trifft) heisst das ja nicht das man blind ist,
meine frau und ich leben das so, sie sagt mir sehr wohl wenn ihr ein mann gefällt aber auch eine frau die sie sehr attraktiv findet obwohl sie nie mit einer frau sex hatte. so what? der mensch steht im vordergrung, jegliche klassifizierung ist eine einschränkung.
 
Das weiß ich nicht.
Bewusst für mich nicht vorstellbar es zu wollen.

Dass Frauen seltener diesen Leistungsdruck, Erfolgszwang, Versagensangst, eine Plan haben, erobern wollen, glaub ich schon.
Die können es einfacher laufen lassen, wenn etwas passt.
Wie Du beschrieben hast, da kann es vom Rückenwaschen, wenn es läuft, einfach weiter laufen.......solange es o.k. ist und einfach gut tun.

"Dass es so passieren kann, ist vorstellbar und eigentlich fast freundschaftlich."
Frauen und andere Körper waschen, berühren, nackt sehen, sich kümmern und gut tun, ist denke ich auch in den Berufsbildern noch häufiger vorhanden, als männlich besetzt.
Erregung zulassen, offen gegenüber Neuen, einfach erleben, solange es gut ist......ohne den 3. vor dem 1. Schritt......

Und Frauen haben und machen nicht diesen irren Druck wie Männer es mitunter können.
Vielleicht hängt das auch mit der Lustkurve zusammen, die bei der Frau eher pomali gehen, in der man sich eher bewegen kann und nicht dieses "Bamm - ich bin urmegageil" von jetzt auf gleich.

Nur so meine vielleicht sehr naiven Gedanken dazu und dem "eigentlich hetero" von Frauen.

Wenn mich etwas reizen könnte, dann wäre es nicht das Geschlecht, sondern dieser gschmeidige Ablauf, bei dem einiges an der männlichen Hysterie mancher nicht vorhanden ist.
Glücklicherweise habe ich einen Partner gefunden, der mich da erfüllt und der so souverän und mutig ist, sich von mir mitnehmen zu lassen, auf Reisen, die in der EF-Bibel nicht vorkommen und die ich hier auch nicht erzählen würde.

o.t. Jeder Mensch hat eine eigene Lustkurve, auch wenn es das gleich Geschlecht ist. Die Lustkurve des anderen wahr zu nehmen und wenn möglich anzugleichen, fällt, glaube ich Frauen, leichter - da gibt es seltener ein zu kommunizierendes Drängeln - Männer wollen doch eher ein Ziel erreichen, statt sich alleine dem Geschehnis im Moment hinzugeben. (überlegen Stellungswechsel, fragen sich ob Fellatio/Cunnilingus eh ausgeglichen ist, wann der Zeitpunkt zum GV da wäre, bzw. setzen voraus, dass der dann kommen sollte u.s.w.

Wie oft erwähnt, als Heterofrau ist es doch nicht einfach, sich zu verlieben und dann einen Mann vorzufinden, der dazu bereit ist, diese konventionellen Muster abzulegen und es einfach laufen zu lassen, wie es gut ist.

(Andererseits, sind die männlichen "eigentlich hetero" sich oft anders einig. Treffen, da um 22:00, Du bläst mir eine, ich will gefickt werden, AO oder nicht, Schwanz passt dafür visuell - Basta, hinfahren, tun, fertig - zwanglos - unter Burschen kein pipapo notwendig, kein werben, nicht notwendige Höflichkeit weglassen, Kaffee sowieso - Samen wie besprochen abgesetzt - Ziel erreicht, Druck ist weg. Das größte Thema ist wohl mit oder ohne Bart. :))
hast du sehr schön ausgeführt, ich würd gern auf den punkt mit hysterie und leistungsdruck eingehen...
etwas worüber ich schon oft nachgedacht habe; woher genau kommt das eigentlich?
in meinem fall kann ich sagen, dass ich schon als jugendlicher von der mutter gesagt bekam, "das wichtigste is, dass du lang kannst..."
ein satz, den man als bursch und mann oft hört und schnell den eindruck gewinnt, dass ausdauer, größe, performance die wichtigsten kriterien sind, um ein mann zu sein, gleich danach kommen kraft und masse.
unter burschen und männern wird geprahlt und verglichen, eigentlich werden wir doch von klein auf drauf programmiert der beste und stärkste sein zu müssen.
ob das so noch zeitgemäß ist, in einem zeitalter in dem wir nicht mehr im urwald leben, sei mal dahingestellt.
worauf ich eigentlich hinauswollte, das ding mit der von dir beschriebenen leichtigkeit, das laufenlassen und genießen, das wird selten erwähnt, darauf bereitet uns niemand vor, scheint wie ein geheimnis, das von auserwählten gewahrt und gelebt wird.
letztlich habe zumindest ich persönlich immer das gefühl abliefern zu müssen.
wenn sich eine frau für mich öffnet, mit mir schlafen, ficken oder wie immer man es auch nennt, will, dann ist es mein ziel ihr ein unvergessliches gefühl zu geben, ihre lust zu spüren, zu steigern und sie ans ziel zu bringen und dabei dreht es sich im kopf weniger um die eigene lust als um die von dir angesprochenen versagensängste, ständer muss auf knopfdruck da sein, so will es das gesetz, zu früh kommen ist keine option und natürlich hat man umgekehrte bedenken und fragt sich ob man imstande ist sie richtig scharf zu machen, wenn sie nicht sofort feucht ist...
etwas überspitzt formuliert aber ja, mit dem leistungsdruck hast du recht, sowie mit dem plan, denn was üblicherweise funktioniert, das ist mal plan a.
die größte angst ist die vor der schlechten nachrede und im ranking der dame nicht ganz vorne zu landen.
eigentlich ist es schon sehr schade, dass man nur selten im leben das glück hat, sich mit einem gegenüber zu vereinen mit dem man wirklich auf einer welle schwimmt, mit dem man dieselbe erregungskurve teilt und sich spürt und mitnimmt und meistens sind es gensu diese verbindungen die am drumherum scheitern, weil beide verheiratet sind, nur halt nicht miteinander, oder sonstige lebensumstände dagegen sprechen und so sind viele von uns gefangen, im sex nach drehbuch, in schubladen und in gedanken und wünschen die man mit niemandem teilt.
 
das ding mit der von dir beschriebenen leichtigkeit, das laufenlassen und genießen, das wird selten erwähnt, darauf bereitet uns niemand vor, scheint wie ein geheimnis, das von auserwählten gewahrt und gelebt wird.
Nö. Wo wahrt die @Mitglied #247512 das denn als Geheimnis? Das und andere gute Tipps findet man hier im Forum zu Hauf! Man muss nur ein bisschen Zeit damit verbringen die Guten von den Schlechten zu unterscheiden.
Aber soweit musst jetzt gar nicht gehen in irgendein Perversenforum zu schauen. Geh in den nächsten esoterischen Buchladen und kauf dir "Sex - das missverstandene Geschenk" von Osho. Nur eines von vielen vielen Beispielen von Büchern die genau auf solche Themen eingehen.

oder sonstige lebensumstände dagegen sprechen und so sind viele von uns gefangen, im sex nach drehbuch, in schubladen und in gedanken und wünschen die man mit niemandem teilt.
"Sind gefangen" ist so eine passive Formulierung. Ich würde mal "entscheiden sich in... zu bleiben" verwenden. Schon ein bisschen aktiver und ermöglicht Änderungen wenn man das will. Änderungen sind oft schwer. Das gewohnte Übel ist leicht. Der Mensch ist gerne faul... aber wenn man wirklich etwas will dann kann man sich entscheiden diese Muster aufzubrechen!
dann ist es mein ziel ihr ein unvergessliches gefühl zu geben, ihre lust zu spüren, zu steigern und sie ans ziel zu bringen und dabei dreht es sich im kopf weniger um die eigene lust als um die von dir angesprochenen versagensängste, ständer muss auf knopfdruck da sein, so will es das gesetz, zu früh kommen ist keine option und natürlich hat man umgekehrte bedenken und fragt sich ob man imstande ist sie richtig scharf zu machen, wenn sie nicht sofort feucht ist...
Die ersten paar Zeilen finde ich richtig gut! Und kann ich so unterschreiben.
Ja auch mir ist es beim Sex sehr sehr wichtig mich gut um meine Partnerin zu kümmern und ihre Lust und Erregung zu sehen, spüren und schmecken.

Ich kenne meine Freundin aber schon gut. Und ich weiß in dem Fall dass es vollkommend egal ist wann oder wie schnell ich komme... hauptsächlich weil ihre Motivation zu Sex so ziemlich die gleiche ist wie meine. Und wenn ich mein Orgasmusgesicht mache (wie immer das aussieht), das meistens auch sie zum Höhepunkt bringt.
Aber selbst wenn das nicht so wäre wüsste ich auch nach meinem Orgasmus und mit erschlaffendem Penis genug Wege wie ich ihr eine Freude bereiten könnte.

Also was soll ich mir großartig Gedanken über den Leistungssport Sex machen? Ich mach was sich gut anfühlt und solange Lust besteht weiter. Lust definiert sich aber nicht unbedingt nur über einen steinharten Penis oder eine feuchte Vagina.. Lust ist ein bisschen vielfältiger und kann auf mehr Arten hervorgerufen oder befriedigt werden die nicht unbedingt auch nur irgendwas mit den Geschlechtsteilen zu tun haben müssen!
 
etwas worüber ich schon oft nachgedacht habe; woher genau kommt das eigentlich?
Tja.
Was ich mich Frage woher die vielen Bi-Männer plötzlich kommen.
Für folgendes Statement im Zusammenhang mit Deinem obigen Post, danke ich Dir, es erklärt doch einen der möglichen Gründe, der Umorientierung.
in den darauffolgenden heterobeziehungen alle paar jahre mal einen seitensprung auf die andere seite gemacht und mit zunehmendem alter wird die lust auf gleichgeschlechtliches größer, wahrscheinlich auch durch die selbstakzeptanz.
bi sein is schon was feines 🙂
Unter Burschen dürfte viel an Stress wegfallen, das mit Frauen eher als Leistungsdruck empfunden wird. :(
etwas überspitzt formuliert aber ja, mit dem leistungsdruck hast du recht, sowie mit dem plan, denn was üblicherweise funktioniert,
So:
die größte angst ist die vor der schlechten nachrede und im ranking der dame nicht ganz vorne zu landen.
Ich respektiere, dass Du das als größte Angst empfindest.
Aber glaub mir, das ist wahrlich zeitgleich die unnötigste Angst.

Danke für Deine Ehrlichkeit, das sieht man selten und doch kann man dann Etliches verstehen, das einem verschlossen war.

o.t.: Das von Dir zitierte Post von mir, war mir gar nicht mehr präsent - ist ja schon fast ein Jahr her - was andere geschrieben haben, merke ich mir eher - ich Sepperl. ;)
 
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