Der Fall Ulmen

Nun man könnte es auch leicht lösen. Nur Paarprofile dürfen sowohl Bilder von Männern und Frauen posten wenn sie einen Fakecheck gemacht haben. Männerprofile nur Männer und Frauenprofile nur Frauen. Klingt ein wenig hart, aber es wäre die einfachste Lösung.
Ich glaube nicht, dass es irgendetwas bringt, noch weiter nach Geschlechtern zu trennen. Das Problem verschwindet dadurch ja nicht – Männer könnten weiterhin Männer ohne Einverständnis posten, genauso wie Frauen.

Dazu kommt, dass es oft gar nicht eindeutig erkennbar ist, welches Geschlecht eine Person auf einem Bild hat – vor allem, wenn man nicht strikt binär denkt. Wie soll das also überhaupt sinnvoll kontrolliert werden? Und was ist mit allen, die nicht in die Cisnorm passen – trans, nicht-binär, intersex usw.?

Am Ende führt das nur zu noch mehr Unsinn: Selbst Fotografen dürften dann keine Fotos mehr von Frauen oder gemischtgeschlechtlichen Paaren posten – selbst mit deren expliziter Zustimmung.
 
Nun man könnte es auch leicht lösen. Nur Paarprofile dürfen sowohl Bilder von Männern und Frauen posten wenn sie einen Fakecheck gemacht haben. Männerprofile nur Männer und Frauenprofile nur Frauen. Klingt ein wenig hart, aber es wäre die einfachste Lösung.
Was soll deiner Meinung nach daran hart sein?
 
Als Juristin mag ich mich zur Causa hier nicht äußern, das Eis wäre mir zu dünn, ich habe eine Meinung, die Rechtslage ist eine andere. Ich erinnere nur an die Causa ›Kachelmann‹ vor einigen Jahren in Deutschland. Ich denke, das Problem liegt woanders, liegt darin, dass es hunderttausende von Konsumenten von derartigem Mist gibt, die dafür auch noch gerne zahlen! Die gesellschaftlichen Maßstäbe, der Konsens, der uns alle mehr oder minder so Leben lässt, wie wir es mögen (nach mutmaßlich Immanuel Kant: Die Freiheit des einzelnen endet dort wo die Freiheit des anderen beginnt) haben sich so grundlegend verschoben, dass immer mehr Konflikte zu Tage treten. Und der Missbrauch der Anonymität durch, mittlerweile nicht mehr so wenige, diskreditiert alle anderen, auch jene, die davon ein Stück weit abhängig sind. Und da brauch‘ ich mich nur hier im EF umschauen …, es beginnt im Kleinen, und ich bin erst recht kurz dabei. Wenn ich hier nicht gesichert anonym sein könnte, wäre ich nicht hier. Als in einer beschränkten Öffentlichkeit stehende Juristin, könnte ich mir das beruflich einfach nicht leisten. Ich tät ungern wollen, dass meine Gegenüber mit denen ich verhandele wissen, dass die Frau Magistra eine devote Masochistin ist, ich mich meinem Partner, den doch auch einige kennen, freiwillig unterwerfen, mich von ihm schlagen lasse …; auch deswegen schon gar nicht, weil ich mich aktiv für Frauen einsetze, die sexuelle Gewalt erfahren mussten.

Ich möchte nicht wissen, wie vielen Männern ich beruflich begegnet bin, Herr Doktor, Herr Magister …, die zu Hause ihre Frauen, Partnerinnen seelisch und gewiss auch körperlich quälen, zumindest herabwürdigend behandeln. Und hier muss sich etwas wandeln, denn es gibt fast immer jemanden der Mitwisser / Mitwisserin ist. Gewiss, dumme Sprüche, frauenfeindliche, ja auch schwulenfeindliche Witze wurden immer schon gemacht, hinter vorgehaltener Hand, laut am Stammtisch, mit zunehmendem Alkoholgenuss, nahm auch die Lautstärke zu und alle haben mehr oder minder mitgelacht. Aber heut‘ braucht man keinen Stammtisch mehr. Das Bewusstsein muss sich ändern, wie Gisèle Pelicot gesagt und geschrieben hat: Die Scham muss die Seite wechseln. Es fängt meist angeblich harmlos an, ungewollte Berührungen, Angrabschen, ›lockere Sprüche‹ haben nichts mit Flirten zu tun.

Unter dem Aspekt, reflektiert mal euer eigenes Verhalten hier im EF.
 
Ich glaube nicht, dass es irgendetwas bringt, noch weiter nach Geschlechtern zu trennen. Das Problem verschwindet dadurch ja nicht – Männer könnten weiterhin Männer ohne Einverständnis posten, genauso wie Frauen.

Dazu kommt, dass es oft gar nicht eindeutig erkennbar ist, welches Geschlecht eine Person auf einem Bild hat – vor allem, wenn man nicht strikt binär denkt. Wie soll das also überhaupt sinnvoll kontrolliert werden? Und was ist mit allen, die nicht in die Cisnorm passen – trans, nicht-binär, intersex usw.?

Am Ende führt das nur zu noch mehr Unsinn: Selbst Fotografen dürften dann keine Fotos mehr von Frauen oder gemischtgeschlechtlichen Paaren posten – selbst mit deren expliziter Zustimmung.
Wieso würde das zu "Unsinn" führen?
Die Möglichkeit eine Einverständnis zu hinterlegen, die die Veröffentlichung legitimiert, ist doch weiterhin gegeben. Hier geht es, in meinen Augen, um jene (Männer), die völlig unhinterfragt (Frauen-)Fotos hochladen. Und genau das ist - ohne die Klammern - der überwiegende und problematische Anteil hier im Forum.

Darum ist das - für mich - auch kein Thema der Geschlechtsidentität, sondern ganz dezidiert ein männliches Problem von Übergriffen an Frauen.
 
Wieso würde das zu "Unsinn" führen?
Die Möglichkeit eine Einverständnis zu hinterlegen, die die Veröffentlichung legitimiert, ist doch weiterhin gegeben.
Wie nimmst du die Zuordnung zwischen Einverständnis und der tatsächlichen Darstellung bzw. genauen Zuschreibung, etwa im Hinblick auf eine Vagina in Großaufahme, vor?
 
Wie nimmst du die Zuordnung zwischen Einverständnis und der tatsächlichen Darstellung bzw. genauen Zuschreibung, etwa im Hinblick auf eine Vagina in Großaufahme, vor?
Ich habe angenommen wir sprechen von Fotos auf denen entweder das Gesicht, oder zum Beispiel großflächige unverwechselbare Tattoos zu sehen sind. Alles andere ist ja keiner Eknzelperson zuordenbar.
 
Ich habe angenommen wir sprechen von Fotos auf denen entweder das Gesicht, oder zum Beispiel großflächige unverwechselbare Tattoos zu sehen sind. Alles andere ist ja keiner Eknzelperson zuordenbar.
Es gibt eigene Agenturen für Handmodels.
Nein, kein Körperteil hat ohne Zustimmung veröffentlicht zu werden, egal um welchen es sich handelt.
 
Unter dem Aspekt, reflektiert mal euer eigenes Verhalten hier im EF.

Ein ganzer Schriftsatz. Das zeugt von der Richtigkeit, die du zu deiner Profession angegeben hast.

Der Schlusssatz ist gut gemeint und ich stimme zu 100% zu. Das Problem dabei ist jedoch, wie sollen sie es besser wissen? Ist das Verhalten eine angeborene Wesensangelegenheit oder Sache der Erziehung? Ich glaube zu großen Teilen eine schlechte Kinderstube, gepaart mit sozialer Prägung, besonders, wenn jemand bereits einen fragwürdigen Charakter hat.

Die hier im Thread angesprochenen Fehlverhalten sind nicht neu. Das gibt es bereits seit Generationen, seit Jahrhunderten. Der Unterschied ist, dass heutzutage jeder Trottel in Echtzeit seinen Müll mit gigantischer Verbreitungsmöglichkeit in die Welt blasen kann. Ich glaube, genau das spornt sogar noch an und dieses Verhalten wird durch die Anonymität auch noch befeuert.

Menschen schreien gerne nach Gesetzen, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Gesetze sind aber immer Auslegungssache und bringen zudem wenig, wenn sie nicht ausreichend angewendet werden. Dir brauche ich das ohnehin nicht erzählen. Im Prinzip würden eigentlich die 10 Gebote schon ausreichen, wenn der moralische Kompass richtig ausgerichtet wäre.

Ich habe mir einige der vorgeschlagenen Lösungen durchgelesen und musste größtenteils schmunzeln. Es wird hauptsächlich an den Symptomen herum gedoktort, aber die Ursache bleibt bestehen. Das Problem ist die dem Menschen inne wohnende Schlechtigkeit, die bei dem/der einen mehr, bei dem/der anderen weniger ausgeprägt ist, gepaart mit der fehlenden, guten Kinderstube.

Jetzt wird es aber philosophisch und ich höre besser auf, weil das hier ohnehin niemand lesen und hören möchte.
 
Es gibt eigene Agenturen für Handmodels.
Nein, kein Körperteil hat ohne Zustimmung veröffentlicht zu werden, egal um welchen es sich handelt.
Grundsätzlich gebe ich Dir absolut Recht...ich bezog mich aber gerade explizit auf die Frage, wie man als EF und im Falle des Falles vor Gericht, Muschifotos und Einverständniserklärung korrekt zuordnet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da mich die toxischen Beziehungsdynamiken irgendwelcher B-Promis wenig bis gar nicht interessieren

Zum Fall der Promis -> keine Ahnung interessiert mich nicht.

Es geht aber gar nicht darum, ob das Promis sind. Gut, der Unterschied ist, dass Fernandes mehr Clicks erzielt … Es geht um Deepfake-Pornos und -Bilder. Wenn das Ulmen schafft, dann kann auch Herr Huber entsprechendes Material von seiner Partnerin erstellen und verbreiten …

Gefühlt geht es in jedem dritten Thread um "Frau/Partnerin fremdficken lassen" etc. … Irgendwie ist die Richtung ganz grob schon dieselbe und ich könnte mir auch vorstellen, so manch einem Mann würde einer abgehen, wenn er eben solche Deepfakes postet … Und dass hinter so manchem Profil in Wahrheit ein Mann steckt, der sich als notgeile Frau ausgibt, kennen wir von hier auch zur Genüge …

Kurzum, es gibt also schon Parallelen zwischen dem Forum und diesem Fall.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,



Ich möchte nicht wissen, wie vielen Männern ich beruflich begegnet bin, Herr Doktor, Herr Magister …, die zu Hause ihre Frauen, Partnerinnen seelisch und gewiss auch körperlich quälen, zumindest herabwürdigend behandeln. Und hier muss sich etwas wandeln, denn es gibt fast immer jemanden der Mitwisser / Mitwisserin ist.

die Vorstellung, dass Frauen sich das einfach nicht gefallen lassen, ist sicherlich utopisch.

Ich habe den Eindruck, dass Du ein Mann bist, der in Frauen schwache, inkompetente Kreaturen sieht, die nicht für sich selbst sorgen können sondern einen Mann dafür brauchen.

Mir sind viele Dinge, die Frauen tun, unverständlich.

Zum Beispiel Vulvanahaufnahmen von optisch (für mich) nicht sehr begehrenswerten Frauen hier im Forum, die sie offenbar selbst in die Galerie stellen.

Es ist aber ihr gutes Recht, das zu tun.

LG Tom
 
Hi,





die Vorstellung, dass Frauen sich das einfach nicht gefallen lassen, ist sicherlich utopisch.

Ich habe den Eindruck, dass Du ein Mann bist, der in Frauen schwache, inkompetente Kreaturen sieht, die nicht für sich selbst sorgen können sondern einen Mann dafür brauchen.

Mir sind viele Dinge, die Frauen tun, unverständlich.

Zum Beispiel Vulvanahaufnahmen von optisch (für mich) nicht sehr begehrenswerten Frauen hier im Forum, die sie offenbar selbst in die Galerie stellen.

Es ist aber ihr gutes Recht, das zu tun.

LG Tom
Welchen Eindruck ich des öfteren von dir habe, lasse ich jetzt höflicherweise mal unerwähnt. 🫣 :lalala:
 
Wie nimmst du die Zuordnung zwischen Einverständnis und der tatsächlichen Darstellung bzw. genauen Zuschreibung, etwa im Hinblick auf eine Vagina in Großaufahme, vor?
wie gesagt (und unbeantwortet)
Da gilt plötzlich die jetzt praktizierte Unschuldsvermutung nicht mehr?
Könnte man genauso handhaben, dass nur bei grobem Verdacht auf Fälschung genauer geprüft wird.
Es wird immer diejenigen geben, die sich nicht an Regeln halten. Ich bin überzeugt davon, dass es sinnvoll ist, die Hürden zu erhöhen, um so einen Gutteil der Männer vom missbräuchlichen Posten abzuhalten ... weil es ihnen zu mühsam ist, die Regeln zu umgehen.
 
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