Es war auf die fiktive Person eines Sitcom-Protagonisten bezogen, den man uns unterjubeln wollte.
(Der ist menschlich weder gewachsen, noch hat er einen Austausch mit anderen als bereichernd empfunden, noch die Bereitschaft gezeigt anderen auf Augenhöhe, je nach Vermögen oder Unvermögen zu begegnen, das war seine Rolle.)
Du beschreibst übrigens in Deinem Post, nicht eine Stärke von ihm sondern gleich mehrere, vor allem gegenseitig befruchtende Interaktion.
Sein Ableben ist betrüblich.
Nur so dahin gedacht und nicht als Widerspruch zu sehen.
Ich glaub, dass wir bei solchen Menschen eine mangelnde Fähigkeit zur Interaktion empfinden, ist manchmal unserer eigenen mangelnden Fähigkeit zur Interaktion mit ihnen geschuldet. Einmal in diese Welt eingetaucht, können sich da schon auch gigantische Blumenwiesen auftun. Natürlich kann man das nicht auf jeden Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung umlegen, aber in dem Fall hab ich diese Erfahrung gemacht. Mir sind einige Gespräche gut in Erinnerung, die auf mich erst skurril wirkten, die später für mich aber ganz logisch waren.
Kollegin meinte, ihn am Vorabend mit einem Hund gesehen zu haben, das Gespräch am nächsten Tag:
Sie: Ich glaube, ich hab dich gestern Abend gesehen! Hast du einen Hund?
Er: Nein.
Pause.
Ich hab keinen Hund.
Pause.
Meine Frau hat einen Hund
Pause.
Ich mag keine Hunde.
Oder, im Versuch etwas über sein Vorleben herauszufinden, taucht die Frage auf, was er denn früher gemacht hat.
Er: Ich habe Violine studiert.
Kollegen: Wirklich!? Fertig?
Er: Ja.
Kollegen: Und dann!?
Pause.
Er: Habe ich festgestellt, dass ich kein absolutes Gehör habe.
Ich fand ihn großartig und keinesfalls "patschert". Nur eben anders - und wie man sieht, denk ich gern daran zurück.

Und um die Kurve zum Threadthema zu kriegen: Ein solcher Mensch kann mich durchaus anziehen. Einer, bei dem das Gespräch nach der Frage, wie es ihm geht mit "Gut" endet, weil dazu einfach alles gesagt ist.

Ich kann damit, ich mag das. Dafür sind mir Dampfplauderer wieder ein Gräuel.