The One that got away

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
Wäre die Liebe doch so ein schön rational geformtes Ding. Hach, wäre das einfach. Dann wüsste man immer wie und wo und warum man da steht wo man steht.

Deine rationale Art in allen Ehren. Reden, analysieren, abschliessen. Nur so klar funktioniert das nicht immer für alle. Für sie scheint es nicht funktioniert zu haben. Sie entschloss sich für den weniger rationalen Weg und nahm den Weg des Gefühls und lies dich somit mit deinen Fragen alleine... Warum, wiso, weshalb, kann ich dir als Letzte sagen. Aber genau so ist es und nicht anders. Da hilft für dich nur noch das zu akzeptieren genau so wie ein „ich liebe dich nicht“ zu akzeptieren ist.

Aber Liebe ist doch - für den respektive diejenige, der/die sie empfinden oder nicht empfinden - zumindest in dem Punkt klar und offensichtlich, wenn es um die Frage geht, ob man liebt, ab wann man liebt und/oder ab wann nicht mehr. Liebe ist ein derart starkes Gefühl, dass es doch sehr bizarr anmuten würde, man wüsste nicht, ob man so empfindet oder nicht, dafür muss man ja nichtmal reflektieren, sondern lediglich fühlen, was ja auch eine Voraussetzung dafür ist, überhaupt von Liebe sprechen zu können. :schulterzuck:

Keine der Varianten - sie liebt mich, liebt mich nicht, liebt mich nicht mehr, hat mich nie geliebt - ist offensichtlich (weil es ja Anzeichen für alle Varianten gibt, die wiederum die unterschiedlichsten Dinge über ihren Charakter aussagen würden); ohne zu wissen, wie sie gefühlt hat, ist es mir nicht möglich ihr Verhalten zu verstehen und etwas (aus Überzeugung) zu akzeptieren, von dem ich nicht weiß, ob es zutrifft, erscheint mir nicht möglich. Sollte sie mich nie geliebt haben, müsste ich ich fragen, weshalb sie mir etwas derartiges vorgespielt hätte. Sollte sie mich noch geliebt haben, hätte es ein leichtes sein müssen, mir die Wahrheit zu sagen, sollte sie mich nicht mehr geliebt haben, hätte sie aus eigener Erfahrung sehr wohl wissen müssen (wie in allen anderen Fällen), wie man sich fühlt, wenn man keinen Abschluss erhält, da sie selbst auch lange nicht über eine sehr ähnliche Situation hinweg gekommen ist und mir gegenüber gerade dieser Erfahrung wegen immer wieder bestätigte, dass wir einander eben klar sagen, was, wann, wieso und uns aussprechen.

In diesem Fall ist das aber auch nicht das Problem, der Grund fürs Aus ist nur insofern relevant, weil ein Grund immer besser ist, als keinen Grund zu kennen. Ich würde doch auch keinem Befehl Folge leisten, der grundlos oder ohne Erklärung erfolgt :schulterzuck:
Leider ist das Rationale aber nur ein Teil des Ganzen.
Ich dachte ja schon öfters, ich hätte abgeschlossen, auch ohne Erklärung, habe auch Wochen lang nicht an sie gedacht habe, das Gefühl für sie wird aber immer wieder getriggert und macht dann jedwede Aufarbeitung zunichte.
Ich habe es bislang mit allen möglichen Theorien versucht, mit allen möglichen Gedanken und nichts davon scheint mich auf Dauer von ihr zu lösen. Das ist es, was mich fertig macht, nicht dass ich das Gefühl nicht los würde, sondern dass es wieder voll da ist, sobald ich auch nur kurz an sie denke. Und ja, ich weiß selbstverständlich weshalb, seit wann und wie sehr ich sie liebe und auch, weshalb es bei ihr anders ist, als bei anderen. Mangels der Erfahrung mit solch einer Liebe habe ich diesen Thread eröffnet und viele, unzählige Gespräche geführt. Es beruhigt auf Dauer, leider nicht endgültig.

Und ja, das stimmt sicherlich auch, ich hänge mich darauf auf, es verstehen zu müssen, weil es ohne Verständnis einfach nicht klappen will, endlich dauerhaft damit abzuschließen.

Natürlich habe ich auch schon daran gedacht, dass es das - in einem anderen Thread besprochene - Wegstoßen aus Verlustängsten sein könnte, aber auch das wäre nur eine Theorie von vielen und zwar sehr viel weniger verletzend, als einfach ahnungslos zu sein, was ihre Gefühle angeht, aber solange ich es nicht weiß, würde ich alle anderen Theorien außer Acht lassen und das lässt mein Bewusstsein nicht zu.

An den meisten Tagen will ich sie ja auch nicht zurück, aber ich würde lügen, würde ich sagen, ich hätte nicht ab und an Angst davor, sie würde eine Neuauflage wollen, denn ich weiß, wie ich schon auf einen Gedanken oder eine Nachricht getriggert werden kann und würde wohl garantiert "ja" sagen und am liebsten einfach alles Negative verdrängen. Dieser Gedanke ist für mich absolut untypisch, weil - so wie sie sich verhalten hat - klar wäre, dass sie mich wieder verletzen würde.

Das einzige, das ich in diesem Zusammenhang einfach akzeptieren kann ist, dass ich in meinen Gefühlen für sie nicht rational sein kann, so rational logisch es mir auch vorkommt, sie zu lieben ... (und ja, ich weiß, dass Liebe nicht logisch ist und dieser Gedanke durch und durch von den Gefühlen für sie durchsetzt ist)

Heute bin ich in einer eher gleichgültigen Stimmung, bin mir aber ziemlich sicher zu wissen, was passieren würde, würde ich nicht nur auf der Metaebene über sie denken, sondern an sie als Person. Leider kann ich die schönen Momente nicht nutzen, um mich an ihnen zu erfreuen, ohne ihr immer und immer wieder aufs neue zu verfallen. Wenn das bei jeder Frau, die ich geliebt habe, so gewesen wäre, hätte ich vermutlich schon herausgefunden, wie ich damit umgehen kann.

Seit gestern rede ich mir - auch unter Meditation - ein, ich wäre für sie gestorben; schon damals. Das erklärt auch nichts, aber zumindest ist es eine Blockade in meinem Kopf, die - für den Augenblick - verhindern kann, dass alles wieder kommt, ohne dass ich es zulasse. Und ja, ich hoffe, dass ich diesen Zustand so lange halten kann, bis er normal wird. Wissen kann ich es leider nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Aber Liebe ist doch - für den respektive diejenige, der/die sie empfinden oder nicht empfinden - zumindest in dem Punkt klar und offensichtlich, wenn es um die Frage geht, ob man liebt, ab wann man liebt und/oder ab wann nicht mehr. Liebe ist ein derart starkes Gefühl, dass es doch sehr bizarr anmuten würde, man wüsste nicht, ob man so empfindet oder nicht, dafür muss man ja nichtmal reflektieren, sondern lediglich fühlen, was ja auch eine Voraussetzung dafür ist, überhaupt von Liebe sprechen zu können. :schulterzuck:
Ja? Das ist für dich immer so klar? Für mich überhaupt nicht. Es gibt Momente da weiss man, ich liebe den. Dann gibt es Momenten wo man deutlich weiss, ich liebe den nicht. Dazwischen kann es ganz viele Momente der Undeutlichkeit geben.
Zumindest war das bei allen vorgehenden Beziehungen bei mir so. Die aktuelle Geschichte (die du aus dem anderen Thread von mir ja etwas kennst) stellt für mich ein Novum dar. Die Gefühle zu ihm sind derart konstant, wie ich es so noch nie kennen lernen durfte. Wobei es auch da Momente der Unsicherheit gab. Waren allerdings sehr kurz.
Na jedefalls, es scheint so zu sein, dass ich erst 32 Jahre alt werden musste um ein Gefühl zu bekommen, was Liebe für mich ist und wie diese sich wirklich anfühlen kann. Davor hatte ich keine Ahnung und stocherte im Dunkel was auch die ein oder anderen Wirren in den vorgehenden Beziehungen ausgelöst hat. Das ich aber keine Ahnung hatte, war mir damals nicht ganz so bewusst. Ich dachte an Beziehungsunfähigkeit, an die Unfähigkeit monogam zu leben ect... Ich hatte einige tolle Männer. Ich habe sie sehr gemocht. Aber aus dem heutigen Standpunkt aus gesehen, war da nie die Liebe da, wie sie da sein müsste.
Ich kann mir vorstellen, dass es einigen, besonders jüngeren Menschen, so geht und ev auch ihr so ging. Durch diese Erfahrungslücke verheddert man sich schnell in Aussagen ja sogar Beziehungen, die so im Nachhinein nicht stimmig waren. Da ist es manchmal einfacher, einen kurzen und relativ radikalen cut zu machen, auch mit der Gefahr einen etwas verwirrten Menschen zurück zu lassen. Aber selber ist man nicht weniger verwirrt wenn es um einen selbst geht und darum was für einen Liebe bedeutet... Ein Aufdröseln führt dann zu nichts. Analysieren kann man nur wenn die nötigen Infos dafür da sind. Wenn man aber noch nicht weiss, was liebe für einen selber bedeutet (man sich dieser Tatsache in dem Moment nicht mal selber bewusst ist), dann nützt kein analysieren etwas. Man würde nur rumeiern und doch nicht zu einem deutlichem Schluss kommen.

Es kann also gut sein, dass du in der Geschichte nie zu einem deutlichen Schluss kommen kannst, weil sie es selber nichtmal für sich kann. Und jede Aufforderung von dir, das sie doch bitte deutlicher sein soll ist/war für sie unangenehm, weil sie selber es schlicht und ergreifend nicht kann. So meine Vermutung weil ich solche Situationen genau so kenne...

Keine der Varianten - sie liebt mich, liebt mich nicht, liebt mich nicht mehr, hat mich nie geliebt - ist offensichtlich (weil es ja Anzeichen für alle Varianten gibt, die wiederum die unterschiedlichsten Dinge über ihren Charakter aussagen würden); ohne zu wissen, wie sie gefühlt hat, ist es mir nicht möglich ihr Verhalten zu verstehen und etwas (aus Überzeugung) zu akzeptieren, von dem ich nicht weiß, ob es zutrifft, erscheint mir nicht möglich.
Ein nicht möglich, darf es nicht geben. Du musst einen Weg finden deinen inneren seelischen Knopf für dich selber zu lösen ohne dabei auf ihre Aussagen angewiesen zu sein.

Sollte sie mich nie geliebt haben, müsste ich ich fragen, weshalb sie mir etwas derartiges vorgespielt hätte.
Falls es so war, dann hat sie in erster Linie nicht dir, sondern sich selber was vorgespielt. Nicht bewusst sondern nur aus Mangel an Erfahrung in Sachen Liebe.

Sollte sie mich noch geliebt haben, hätte es ein leichtes sein müssen, mir die Wahrheit zu sagen, sollte sie mich nicht mehr geliebt haben, hätte sie aus eigener Erfahrung sehr wohl wissen müssen (wie in allen anderen Fällen), wie man sich fühlt, wenn man keinen Abschluss erhält, da sie selbst auch lange nicht über eine sehr ähnliche Situation hinweg gekommen ist und mir gegenüber gerade dieser Erfahrung wegen immer wieder bestätigte, dass wir einander eben klar sagen, was, wann, wieso und uns aussprechen.
Nur weil man selber mal auf der einen Seite gelegen hat, heisst es nicht, dass man nie auf die andere Seite gelangen kann. Vielleicht ist es für sie eine Lehre und sie versteht selber nun besser, warum es manchmal ein auseinander gehen geben kann ohne klar artikulierte Gründe...

In diesem Fall ist das aber auch nicht das Problem, der Grund fürs Aus ist nur insofern relevant, weil ein Grund immer besser ist, als keinen Grund zu kennen. Ich würde doch auch keinem Befehl Folge leisten, der grundlos oder ohne Erklärung erfolgt :schulterzuck:

Klar, deutliche Orientierungen sind immer besser als im Nebel seinen Weg finden zu müssen. Trotzdem gibt es diesen Nebel ab und zu und dann muss man schauen, wie man sich zu helfen weiss oder manchmal muss man die Orientierungslosigkeit einfach akzeptieren und die Tatsache, dass man im Moment nicht weiter kommt. Ich weiss aktuell nur zu gut, wie es ist im Nebel zu stehen (auf eine andere Art, aber doch ist da wenig Orientierung da).

Leider ist das Rationale aber nur ein Teil des Ganzen.
Ich dachte ja schon öfters, ich hätte abgeschlossen, auch ohne Erklärung, habe auch Wochen lang nicht an sie gedacht habe, das Gefühl für sie wird aber immer wieder getriggert und macht dann jedwede Aufarbeitung zunichte.
Ich habe es bislang mit allen möglichen Theorien versucht, mit allen möglichen Gedanken und nichts davon scheint mich auf Dauer von ihr zu lösen. Das ist es, was mich fertig macht, nicht dass ich das Gefühl nicht los würde, sondern dass es wieder voll da ist, sobald ich auch nur kurz an sie denke. Und ja, ich weiß selbstverständlich weshalb, seit wann und wie sehr ich sie liebe und auch, weshalb es bei ihr anders ist, als bei anderen.

Fehlt die äusserliche Orientierung (ich bleib mal bei diesem Motiv), ist es für gewisse Menschen (für mich auch ;) ) nicht untypisch in sich und in die Ratio gehen zu wollen. Nur die Ratio ist ein Hund und egal wie flexibel und ausführlich sie sich darstellen kann, es gibt Dinge, die mit der Ratio nicht erfasst werden können... Auch hier wieder, es hilft nur ein Akzeptieren.

Mangels der Erfahrung mit solch einer Liebe habe ich diesen Thread eröffnet und viele, unzählige Gespräche geführt. Es beruhigt auf Dauer, leider nicht endgültig.
Auch das kann ich nachvollziehen. Die Gespräche hier können eine äussere fehlende Orientierung für den Moment decken. Manchmal gibt es auch sinnvolle neue Impulse im eigenen Denken. Und trotzdem, am Schluss liegt es alleinig an dir, wie du damit umgehen kannst/willst/musst.

Und ja, das stimmt sicherlich auch, ich hänge mich darauf auf, es verstehen zu müssen, weil es ohne Verständnis einfach nicht klappen will, endlich dauerhaft damit abzuschließen.
Du hängst dich auch damit auf, es abschliessen zu müssen. Wie wäre es es zu akzeptieren, dass du im Moment einfach nicht abschliessen kannst. Was bedeutet es für dich, wenn sie dich immer wieder mal triggern kann? Du hast ja schon fast Angst getriggert zu werden, weil es dich dann eben auch schmerzt. Du willst diesen Schmerz umgehen, mit der Brechstange vermeiden und scheiterst immer wieder daran. Dann hör also auf, mit der Brechstange da rein zu gehen. Lass vom Gedanken los, abschliessen zu müssen. Vielleicht eröffnen sich erst darin neue Wege, um damit sinnvoll umzugehen.
Ist bei Angststörungen nicht anders. Erst die Akzeptanz der Angst kann die Angst wieder lösen weil sie dich dann nicht unkontrolliert beherrscht, sondern weil sie ein Teil von dir wurde mit der du gelernt hast um zu gehen... Ich hoffe du verstehst mich.

Seit gestern rede ich mir - auch unter Meditation - ein, ich wäre für sie gestorben; schon damals. Das erklärt auch nichts, aber zumindest ist es eine Blockade in meinem Kopf, die - für den Augenblick - verhindern kann, dass alles wieder kommt, ohne dass ich es zulasse. Und ja, ich hoffe, dass ich diesen Zustand so lange halten kann, bis er normal wird. Wissen kann ich es leider nicht.

Verdrängen ist selten gut. Hier wieder die Brechstange. Sicher ist, dass es kein zurück geben wird. Das schmerz und wird dich vielleicht noch sehr lange schmerzen. Nicht jeden Tag, nicht so, dass du dich für anderes blockieren musst, aber es gehört zu der einen Beziehung die du mit ihr geführt hast dazu, dass sie dich länger schmerzhaft begleitet als du es dir wünschst. Das sind die Gefühle. Die Ratio (oder Meditation) kann da nur kurz puffern ist vielleicht sogar kontraproduktiv, da du es dadurch nur wegschieben versuchst aber nicht zu lösen.
 
Mir ist klar, dass meine Einstellung dazu nichts für viele ist.
Aber ich trauere eigentlich keiner Beziehung hinterher. Es war eine schöne Zeit, aber das Ende hatte ja einen Grund oder auch mehrere Gründe. Jede Vorstellung, wie hätte es denn noch sein können, wäre mir zu realitätsfern.
Ich habe aber auch keine negativen Abschiedsgräuel hinter mir, denn wozu auch? Es kann ja keiner was dafür, dass man doch nicht so gut zusammen passte.
 
Ich kenn das nicht. Wenn ich mich trenne isses aus. Für immer. Da gibt's kein nachweinen, trauern oder in der Vergangenheit schwelgen - es ist eine Entscheidung.
 
Ich kenn das nicht. Wenn ich mich trenne isses aus. Für immer. Da gibt's kein nachweinen, trauern oder in der Vergangenheit schwelgen - es ist eine Entscheidung.

Und eine Entscheidung ist rational oder zumindest irgendwie begründet. Teilst Du die Gründe Deinem Ex-Partner mit, oder lässt Du ihn im Regen stehen? (ich gehe davon aus, dass Du sagst "es passt nicht mehr, weil ...")

Mir ist klar, dass meine Einstellung dazu nichts für viele ist.
Aber ich trauere eigentlich keiner Beziehung hinterher. Es war eine schöne Zeit, aber das Ende hatte ja einen Grund oder auch mehrere Gründe. Jede Vorstellung, wie hätte es denn noch sein können, wäre mir zu realitätsfern.
Ich habe aber auch keine negativen Abschiedsgräuel hinter mir, denn wozu auch? Es kann ja keiner was dafür, dass man doch nicht so gut zusammen passte.

Ja, rational gebe ich Dir recht und ich weiß auch, dass es für sie nicht geklappt hat, das war ja offensichtlich. Leider bin ich zwar rational, aber ich kann nicht jedes Gefühl beherrschen. Das Problem ist ja, dass es immer wieder kehrt, egal wie absurd es mir erscheint und egal wie lange ich nicht an sie gedacht habe ... Könnte ich frei entscheiden, würde ich mich sicher nicht für wiederkehrenden Liebeskummer entscheiden.


Ja? Das ist für dich immer so klar? Für mich überhaupt nicht. Es gibt Momente da weiss man, ich liebe den. Dann gibt es Momenten wo man deutlich weiss, ich liebe den nicht. Dazwischen kann es ganz viele Momente der Undeutlichkeit geben.
Hmm. Sehr spannend. Für mich sind Gefühle immer so klar, dass ich es nicht nachfühlen kann, wie es wohl wäre, "dazwischen" zu fühlen.

Na jedefalls, es scheint so zu sein, dass ich erst 32 Jahre alt werden musste um ein Gefühl zu bekommen, was Liebe für mich ist und wie diese sich wirklich anfühlen kann.
Bei der Trennung war ich auch grad erst 32 ... und davor hatte ich auch noch nie Probleme mit Liebeskummer, sondern konnte ihn einfach in Lieder oder Bücher umwandeln ...
Bei ihr war es auch das erste Mal, dass ich tausende Orgasmen gleichzeitig gespürt habe, so viel intensiver als den rein Körperlichen und bei jeder Berührung ... einfach komplett neu ... vielleicht ist das wirklich etwas, das mit Erfahrung kommt.


Es kann also gut sein, dass du in der Geschichte nie zu einem deutlichen Schluss kommen kannst, weil sie es selber nichtmal für sich kann. Und jede Aufforderung von dir, das sie doch bitte deutlicher sein soll ist/war für sie unangenehm, weil sie selber es schlicht und ergreifend nicht kann. So meine Vermutung weil ich solche Situationen genau so kenne...
Ja, das glaube ich auch, bin aber oft (nicht heute, sondern in den emotionalen Phasen) verletzt, dass sie mir das nicht direkt sagen konnte, nachdem sie mir so viel persönlicheres und intimeres erzählt hat.

Falls es so war, dann hat sie in erster Linie nicht dir, sondern sich selber was vorgespielt. Nicht bewusst sondern nur aus Mangel an Erfahrung in Sachen Liebe.
Guter Einwand. Das kann sehr wohl sein, aber da wir über alles gesprochen haben (zumindest zu Beginn) hätte sie fair sein und mich teilhaben lassen können ...

Nur weil man selber mal auf der einen Seite gelegen hat, heisst es nicht, dass man nie auf die andere Seite gelangen kann. Vielleicht ist es für sie eine Lehre und sie versteht selber nun besser, warum es manchmal ein auseinander gehen geben kann ohne klar artikulierte Gründe...
Ich wünsche es ihr, aber kann nicht verstehen, weshalb man deshalb den Respekt vor anderen verlieren sollte.


Klar, deutliche Orientierungen sind immer besser als im Nebel seinen Weg finden zu müssen. Trotzdem gibt es diesen Nebel ab und zu und dann muss man schauen, wie man sich zu helfen weiss oder manchmal muss man die Orientierungslosigkeit einfach akzeptieren und die Tatsache, dass man im Moment nicht weiter kommt. Ich weiss aktuell nur zu gut, wie es ist im Nebel zu stehen (auf eine andere Art, aber doch ist da wenig Orientierung da).
Ja, heute hatte ich ein Meeting, in dem ich diese Liebe nutzen konnte, um einen beruflichen Vorteil daraus zu schlagen, dass ich so "lebensfreudig" wirkte und seither ebbt das Gefühl noch mehr ab. Leider weiß ich, dass das nicht für immer so sein wird. :/


Auch das kann ich nachvollziehen. Die Gespräche hier können eine äussere fehlende Orientierung für den Moment decken. Manchmal gibt es auch sinnvolle neue Impulse im eigenen Denken. Und trotzdem, am Schluss liegt es alleinig an dir, wie du damit umgehen kannst/willst/musst.
Absolute Zustimmung. Und ich will ja auch abschließen ... rational zumindest wünsche ich mir schon so lange nichts anderes ...

Du hängst dich auch damit auf, es abschliessen zu müssen. Wie wäre es es zu akzeptieren, dass du im Moment einfach nicht abschliessen kannst. Was bedeutet es für dich, wenn sie dich immer wieder mal triggern kann? Du hast ja schon fast Angst getriggert zu werden, weil es dich dann eben auch schmerzt. Du willst diesen Schmerz umgehen, mit der Brechstange vermeiden und scheiterst immer wieder daran. Dann hör also auf, mit der Brechstange da rein zu gehen. Lass vom Gedanken los, abschliessen zu müssen. Vielleicht eröffnen sich erst darin neue Wege, um damit sinnvoll umzugehen.
Ich habe panische Angst davor, wieder getriggert zu werden. Panisch. Und ich kenne Angst sonst nicht, in meinem Leben, selbst als ich fast ertrunken wäre, bei jedem Motorradunfall: Nur Gleichgültigkeit ... aber was sie angeht, ist es leider anders.


Verdrängen ist selten gut. Hier wieder die Brechstange. Sicher ist, dass es kein zurück geben wird. Das schmerz und wird dich vielleicht noch sehr lange schmerzen. Nicht jeden Tag, nicht so, dass du dich für anderes blockieren musst, aber es gehört zu der einen Beziehung die du mit ihr geführt hast dazu, dass sie dich länger schmerzhaft begleitet als du es dir wünschst. Das sind die Gefühle. Die Ratio (oder Meditation) kann da nur kurz puffern ist vielleicht sogar kontraproduktiv, da du es dadurch nur wegschieben versuchst aber nicht zu lösen.
Ja ... ich weiß, was Du meinst, ich finde es so rational und ich hätte es zu Beginn absolut unterschrieben, aber egal wie gut es mir geht (und heute ist ein unglaublich erfolgreicher und guter Tag für mich gewesen), ich weiß leider, dass die Gefühle nicht weg, sondern nur für eine bestimmte Zeit abgetaucht sind ... Aber heute ist alles gut. Alles. Beruflich besser denn je und persönlich spüre ich sie kaum mehr ... nur wie lange? Ich wünschte, das IST würde zu IMMER werden ...
 
Bei der Trennung war ich auch grad erst 32 ... und davor hatte ich auch noch nie Probleme mit Liebeskummer, sondern konnte ihn einfach in Lieder oder Bücher umwandeln ...
Bei ihr war es auch das erste Mal, dass ich tausende Orgasmen gleichzeitig gespürt habe, so viel intensiver als den rein Körperlichen und bei jeder Berührung ... einfach komplett neu ... vielleicht ist das wirklich etwas, das mit Erfahrung kommt.
Die Erfahrung einer richtigen Liebe...
Ich weiss nicht was passieren wird, wenn derjenige, für den ich jetzt so viel fühle wie ich nie zuvor gefühlt habe, mich verlassen würde. Was passiert, wenn es vorbei ist (ich hoffe es nicht). Da fehlt mir die Erfahrung. Bis jetzt konnte ich immer gut mit meinen Beziehungen abschliessen, aber ich vermute stark, dass es bei ihm anders sein könnte, weil dieses Intensive einfach nicht so schnell an der nächsten Ecke zu finden ist...

Auch wenn du die darauf folgenden Frauen geliebt hast (wie du sagst), so scheint es für mich so zu sein, dass du keine so sehr geliebt hast wie sie...


Ja, das glaube ich auch, bin aber oft (nicht heute, sondern in den emotionalen Phasen) verletzt, dass sie mir das nicht direkt sagen konnte, nachdem sie mir so viel persönlicheres und intimeres erzählt hat.


Guter Einwand. Das kann sehr wohl sein, aber da wir über alles gesprochen haben (zumindest zu Beginn) hätte sie fair sein und mich teilhaben lassen können ...


Ich wünsche es ihr, aber kann nicht verstehen, weshalb man deshalb den Respekt vor anderen verlieren sollte.

Alles Dinge, die du vor allem auf dich beziehst. Was wäre aber, wenn das alles nichts mit dir zu tun hat? Nicht respektlos gegenüber dir ist, es nicht dazu dient dich zu verletzen? Wie gesagt, ich vermute sie kann dir das nicht bieten was du dir wünschst, weil da bei IHR selber zuviel im Dunklen liegt als da klar zu kommunizieren. Sie ist sich der Dinge selber zu wenig bewusst.

Ich habe panische Angst davor, wieder getriggert zu werden. Panisch. Und ich kenne Angst sonst nicht, in meinem Leben, selbst als ich fast ertrunken wäre, bei jedem Motorradunfall: Nur Gleichgültigkeit ... aber was sie angeht, ist es leider anders.

Hör auf davor Angst zu haben! Akzeptiere das es dich immer wieder triggern wird. Ansonsten machst es du nur noch schlimmer. Akzeptier den immer wieder kehrenden Liebeskummer. Er ist nunmal ein Teil der ganzen Geschichte. Läufst du von ihm davon, ja hast sogar Angst von ihn, verknotet sich das noch viel mehr ins unkenntliche Unberechenbare.

Du kannst diesen immer mal wiederkehrenden Liebeskummer nur über die Ebene der Akzeptanz kontrollieren. Ihn abzuschalten, wird nicht funktionieren. Dich von der ganzen Geschichte zu lösen mit Hilfe von Druck („ich will umbedingt damit abschliessen“), wird nicht funktionieren.
 
Es ist halt jeder anders
Ich hatte manchmal das Gefühl, dass das die Menschen in meinem Umfeld teilweise gerne vergessen und so mit ihren wirklich sehr gut gemeinten Ratschlägen und der mitschwingenden Sorge einen Druck hinsichtlich des Abschließens in mir aufbauen. Nicht selten hatte ich den Gedanken, dass da bei mir irgendwas falsch laufen muss, weil ich es so lange nicht schaffe mich vollständig von einer Person zu lösen (weil ja anscheinend die Erwartungshaltung ist, dass das alles längst gut sein muss).
 
Ich hatte manchmal das Gefühl, dass das die Menschen in meinem Umfeld teilweise gerne vergessen und so mit ihren wirklich sehr gut gemeinten Ratschlägen und der mitschwingenden Sorge einen Druck hinsichtlich des Abschließens in mir aufbauen. Nicht selten hatte ich den Gedanken, dass da bei mir irgendwas falsch laufen muss, weil ich es so lange nicht schaffe mich vollständig von einer Person zu lösen (weil ja anscheinend die Erwartungshaltung ist, dass das alles längst gut sein muss).

als ich mit dem Daten anfing, habe ich zwar nie "so" geliebt, wie diese eine, aber sehr wohl scheinbar stärker und länger, als jene in meinem Umfeld. Du bist vielleicht nicht mainstream, sehr wohl aber kein Unikum. Doppelt erfreulich; würd ich behaupten. ^^ :D
 
Um ehrlich zu sein, haben mich all meine "Beziehungen" auf eine gewisse Art und Weise zerstört.

Ich wurde dadurch zwar stärker (weil ich eben nicht "liegen" geblieben bin), denke ab und zu noch drüber nach (und ärgere mich noch immer), aber bei mir ist das alles doch so negativ besetzt, dass ich mir bei Gott nicht vorstellen könnte, mir auch nur ansatzweise etwas aus dieser Vergangenheit zurück zu wünschen. (und die betreffenden Frauen schon gar nicht).

Aber man zieht ja oft die Menschen in sein Leben, die man "braucht" um sich weiter zu entwicklen, vlt. seine Mankos aufgezeigt zu bekommen etc.

Also wirds schon für was gut gewesen sein. ;-)
 
Ich kenn das nicht. Wenn ich mich trenne isses aus. Für immer. Da gibt's kein nachweinen, trauern oder in der Vergangenheit schwelgen - es ist eine Entscheidung.

Darum geht es ja nicht, oder?
Ich muss zugeben, dass ich die Megapostings von @Mitglied #525227 nicht gelesen habe (bist du verwandt mit dem Aschu?), aber so wie ich das Eingangsposting verstanden habe, geht es drum, eine Person im Leben zu haben/gehabt zu haben, die man einfach nicht vergessen kann und die immer irgendwie da sein wird, die man nie komplett aufhören wird zu lieben. Oder?
 
Darum geht es ja nicht, oder?
Ich muss zugeben, dass ich die Megapostings von @Mitglied #525227 nicht gelesen habe (bist du verwandt mit dem Aschu?), aber so wie ich das Eingangsposting verstanden habe, geht es drum, eine Person im Leben zu haben/gehabt zu haben, die man einfach nicht vergessen kann und die immer irgendwie da sein wird, die man nie komplett aufhören wird zu lieben. Oder?

Ja, und ich kenne das nicht.
Sobald es vorbei ist, von mir aus auch erst nach ein paar Wochen Wunden lecken, ist es vorbei. Distanz - sofort.
 
Distanz - sofort.
*ächz* ... waren das alle so grässliche kurze dinge oderso?

da kann ich mich noch so bemühen, von distanz zu reden (die is eh da, und wie auch noch :rofl: ) ... jemand, mit der ich jahre meines lebens verbracht habe, hat irgendwo an meiner eigenen entwicklung (über die jahre hinweg) einen einfluss gehabt ... und das werd' ich nicht "wegreden/wegdenken/verschweigen" ... demnach bleibt die person auf immer ein teil meines lebens, das wäre eigtl. ganz normal ;)
 
da kann ich mich noch so bemühen, von distanz zu reden (die is eh da, und wie auch noch :rofl: ) ... jemand, mit der ich jahre meines lebens verbracht habe, hat irgendwo an meiner eigenen entwicklung (über die jahre hinweg) einen einfluss gehabt ... und das werd' ich nicht "wegreden/wegdenken/verschweigen" ... demnach bleibt die person auf immer ein teil meines lebens, das wäre eigtl. ganz normal
Was ja auch ganz normal und gesund ist.

Problematisch nur wenn die Person ein so zentraler Bestandteil der Gedanken bleibt dass man blockiert, gebremst oder viel zu verhaftet in der Vergangenheit ist und keine Energie oder geistigen Ressourcen für das Jetzt oder die Zukunft hat.
 
*ächz* ... waren das alle so grässliche kurze dinge oderso?

da kann ich mich noch so bemühen, von distanz zu reden (die is eh da, und wie auch noch :rofl: ) ... jemand, mit der ich jahre meines lebens verbracht habe, hat irgendwo an meiner eigenen entwicklung (über die jahre hinweg) einen einfluss gehabt ... und das werd' ich nicht "wegreden/wegdenken/verschweigen" ... demnach bleibt die person auf immer ein teil meines lebens, das wäre eigtl. ganz normal ;)

Kurz - Nein.
Es geht ja auch nicht darum etwas wegzureden oder plötzlich nur schlechte Erinnerung mitzutragen, sondern, dass ich rasch nach einer Trennung keine Liebe und/oder besondere Verbindung mehr spüre.
 
Hi mein Alter,

*ächz* ... waren das alle so grässliche kurze dinge oderso?

;)


... und das werd' ich nicht "wegreden/wegdenken/verschweigen" ... demnach bleibt die person auf immer ein teil meines lebens, das wäre eigtl. ganz normal ;)

sie meint die emotionale Bindung. Wenn es Dir nach Jahren noch weh tut, wenn Du mitbekommst oder glaubst, dass sie mit wem anderen vögelt, dann läuft da was falsch ...

LG Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
Externe Inhalte von YouTube
Dieser Beitrag beinhaltet externe Inhalte von YouTube. YouTube könnte Cookies auf deinem Computer setzen bzw. dein Surfverhalten protokollieren. Mehr Informationen zu Cookies und externen Inhalten findest du in unserer Datenschutzerklärung.
Möchtest du die externen Inhalte laden?
Es gibt wenige Menschen die mich wirklich nacghaltig berührt haben. Und an diesw denke ich gerne zurück.
Ohne Zorn oder Wut. Manchmal etwas trautig, weil. Ich immer gerne weiß obs jemanden gut geht, wenn er mir wirklich wichtig war. Auch hier herinnen.
 
Zurück
Oben