The One that got away

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Ahoy-hoy,

Einen Traum von heute Nacht zum Anlass nehmend, möchte ich folgendes Thema aufgreifen:

immer wieder höre ich, dass es anderen ähnlich geht - Männern wie Frauen - und es einen Menschen in der Vergangenheit gibt, der - auch wenn die Beziehung schon lange zurück liegt, dazwischen auch schon andere Beziehungen geführt wurden - einfach nie zu dem wird, was man sich wünscht, nämlich zu einem Teil der Vergangenheit.
Selbst wenn es funktioniert, man sich endlich frei fühlt, ist es höchstens eine Phase und spätestens nach ein paar Tagen oder Wochen, auch ohne Gedanken an diese Person, kehrt alles (scheinbar grundlos) erneut zurück und es ist, als hätte man sich nie verabschieden können.

Ist es Euch auch nicht möglich, die Hoffnung aufzugeben, dass sich vielleicht doch alles wieder richten könnte, selbst wenn Ihr rational nichts anderes lieber tun würdet, als einfach abzuschließen?

Denkt Ihr nach Beziehungen vielleicht auch immer wieder an "die Eine" oder "den Einen", die/der Euer Leben (durch bloße Anwesenheit) auf eine Weise geändert, Euch auf eine Weise emotional berührt hat, die sich von allem anderen abhebt?

Träumt Ihr vielleicht immer wieder von dieser Person?


Wenn Ihr etwas ähnliches erlebt habt oder noch erlebt, würde mich Euer Umgang damit interessieren. Dieses Phänomen scheint ja weit verbreitet zu sein, ist auch immer wieder Thema in Literatur, Filmen, Musik ... seit tausenden Jahren.
Was ist Eurer Meinung nach die Ursache? Wie geht Ihr damit um? Habt Ihr schon von Fällen erfahren, in denen die Gefühle dann doch auf Dauer fort waren, oder in denen es nach langer Zeit dennoch zu einer Aussprache oder gar einer Neuaflage der Beziehung gekommen ist?

Und nein, ich spreche nicht von Liebeskummer. Ich spreche davon, was übrig bleibt, nachdem die Sehnsucht nach der Nähe fort ist, nachdem man rational erkannt hat, dass es keine Zukunft geben kann, aber dennoch keinen dauerhaften Abschluss findet. Man sich zwar emotional auf andere einlassen kann, nach gescheiterten Beziehungen jedoch nicht an die Ex oder den Ex denkt, sondern eben an diese eine Person, als wäre sie der Schlüssel dazu zu verstehen, was in der letzten Beziehung schief gelaufen ist, wenngleich dieser Gedanke - auch in diesem Moment - absurd anmutet. :D

Beste Grüße
 
Denkt Ihr nach Beziehungen vielleicht auch immer wieder an "die Eine" oder "den Einen", die/der Euer Leben (durch bloße Anwesenheit) auf eine Weise geändert, Euch auf eine Weise emotional berührt hat, die sich von allem anderen abhebt?
Ich denk sogar immer an 2 Frauen die mich auf Arten und Weisen beeinflusst haben die gewissermaßen nachhaltig sind. Für mich war JEDE ernste Beziehung die ich je geführt habe etwas Besonderes und ich bin das Resultat dieser Jahre und dieser Erfahrungen.

Meine erste Freundin hat mich zerstört. In der Beziehung und durch die Trennung ein paar nachhaltige Schäden zurückgelassen. Trotzdem war ich so emotional abhängig dass ich ewig gebraucht habe sie mir nicht mehr zurück zu wünschen. Und ewig bis ich aufgehört habe auf FB um ihre Aufmerksamkeit zu betteln und zu zeigen "schau mal! Ich geh raus! Mir gehts wieder gut! Ich bin wieder aktiv! Ich bin nicht mehr suizidal!"

Meine zweite Freundin hat mich wieder aufgebaut. Hat mich unterstützt, verstanden, ihre Erfahrungen geteilt, war und ist für mich da wenn ich sie brauche und hat mich nie enttäuscht. Wir haben uns vermutlich nie angelogen. Eine großartige Frau die einen großartigen Mann verdient mit dem sie gemeinsam alt werden kann. Und ich hoffe den hat sie jetzt.

Ist es Euch auch nicht möglich, die Hoffnung aufzugeben, dass sich vielleicht doch alles wieder richten könnte, selbst wenn Ihr rational nichts anderes lieber tun würdet, als einfach abzuschließen?
Gab tatsächlich Phasen die letzten Monate wo ich egoistisch betrachtet gehofft hätte dass meine Exfreundin ein 2tes Mal wieder zurück zu mir kommt, bzw es zu keiner Trennung kommt und wir noch eine 3te kind-of-Beziehungsrunde einlegen.

Aber ehrlich gesagt sind solche Hoffnungen sehr sehr schnell verflogen nachdem ich jetzt weiß dass ich sie im Moment nicht wieder so in mein Leben integrieren könnte oder wollte (einer anderen Frau zuliebe) wie wir es bisher hatten. Ich werd immer mein Möglichstes für sie tun, sie wird immer eine offene Tür haben bei mir. Aber Sex oder irgendwas wie eine Beziehung wären gerade nicht mehr drin. Mein Möglichstes reduziert sich damit wohl auf Freundschaft, Gespräche, Spaziergänge und Trost wo Trost notwendig ist. Ich halte das für eine recht gute Form von Abschluss.

Was ist Eurer Meinung nach die Ursache? Wie geht Ihr damit um? Habt Ihr schon von Fällen erfahren, in denen die Gefühle dann doch auf Dauer fort waren, oder in denen es nach langer Zeit dennoch zu einer Aussprache oder gar einer Neuaflage der Beziehung gekommen ist?
In meinem Fall (mit meiner Exfreundin) war die Trennung die erste Aussprache. Und die Neuauflage der Beziehung kam zustande nachdem sie 4 andere gedated hat.

Ob Gefühle je ganz weggehen weiß ich nicht? Hängt von der Definition von "Gefühl" ab. Meine erste Freundin zB will ich NIE wieder sehen. Nie wieder hören. Nie wieder etwas mit ihr zu tun haben. Am liebsten wäre mir sie würde in ein andres Land ziehen. Aber da der Wunsch beidseitig war ist sie (glaub ich :schulterzuck:... über 3 Ecken gehört) eh in ein anderes Bundesland gezogen:up:. Trotzdem hat sie mich geprägt und ich denk heut noch gelegentlich an sie. Wenn auch ungern und eher negativ besetzt. Ob das je verschwindet? Keine Ahnung! Die Prägung sitzt tief und spätestens wenn Fragen danach aufkommen warum ich mich auf gewisse Weisen verhalte kommen wieder Gedanken an sie hoch.

Und nein, ich spreche nicht von Liebeskummer. Ich spreche davon, was übrig bleibt, nachdem die Sehnsucht nach der Nähe fort ist, nachdem man rational erkannt hat, dass es keine Zukunft geben kann, aber dennoch keinen dauerhaften Abschluss findet.
Ich sehe keine unbedingte Notwendigkeit einen vollkommenden emotionalen Abschluss zu finden. Zumindest nicht im Fall meiner Exfreundin, also 2ten Freundin. Ich werd ihr immer dankbar sein. So dankbar und so hochachtungsvoll dass man es als eine Form von (platonischer) Liebe betrachten könnte. Die rationale Erkenntniss dass es keine Zukunft geben kann hatten wir aber schon vor etwas mehr als 2 Jahren (gefolgt von 6 Monaten offener Beziehung die keiner von uns ausgelebt hat... gefolgt von der ersten Trennung). Trotzdem haben wir das gesamte letzte Jahr wieder miteinander geschlafen und waren füreinander da so gut wir können.
"Wir genießen nur die guten Seiten" haben wir immer gesagt. Ist uns gelungen würd ich behaupten.

Und um darüber hinwegzukommen empfehl ich den Blick in die Zukunft zu richten. Neue Menschen zu finden, neue Erfahrungen zu machen und zu begreifen welche Potentiale die Zukunft bereithält. Die Freiheit zu genießen. Die Möglichkeiten.
 
Was ist Eurer Meinung nach die Ursache?
Neue Menschen zu finden, neue Erfahrungen zu machen und zu begreifen welche Potentiale die Zukunft bereithält. Die Freiheit zu genießen.

Tja an dem Tag wo man seine Haut ausziehen kann und eine neue an, glaube ich dran.
Unser Leben ist ein Fluss und wir werden das, was wir gelebt haben durch die Aufgaben und Möglichkeiten, überraschend freudvolle und schicksalhafte Wendungen.

Morgen fängt ein neues Leben an - jo eh.
Ich glaub nicht dran, dass es möglich ist.

Ist es nicht eine Gnade Gutes behalten und Schlechtes gehen lassen zu können und zu dürfen.
Vergangene Partner, je nachdem wie tief die Beziehung war, wie eine Verwobenheit im Familien- und Freunschaftsgefüge ist, wie wertvoll sie als Gesprächspartner, Berater und Vertraute ist, können bleiben oder auch nicht.

Ich halte nichts davon, nur weil eine Liebesbeziehung zu Ende ist alles zu kappen und wieder auf Null zu drehen.
Ja natürlich denkt man an Expartner, wenn ich etwas lese was zu seinem Thema passt, schreib ich´s oder wir telefonieren, warum nicht?

Neue Partner kommen vielleicht.
Was dann?
Darf er mit seiner Ex noch reden?
Ja natürlich, sie ist doch einen weiten Weg mit ihm gegangen, weshalb nicht.
Alleine wie er mit seiner Ex umgeht und über sie spricht, zeigt mir persönlich was für Qualitäten und Größe er als Mensch hat, oder?

Ich spreche davon, was übrig bleibt, nachdem die Sehnsucht nach der Nähe fort ist, nachdem man rational erkannt hat, dass es keine Zukunft geben kann, aber dennoch keinen dauerhaften Abschluss findet.

Ich mag auch ein blödes Wort benutzen:

"Beziehung Minus" - darf sein, wenn der/die neue Partner/in die Gösse hat, kann´s für alle eine Bereicherung sein. Dafür muss allerdings auch etwas Wasser den Fluss runter fließen dürfen. ;)

Denk und hoffe ich mal. ;)
 
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Ja, es kann sein, dass man einmal im Leben eine Person trifft, die niemals ganz aus dem Leben und noch weniger aus dem Herz verschwindet. Die man niemals ganz vergessen kann. Wo die Liebe so intensiv und tief ist, dass sie einfach immer ein bisschen bleibt....
 
Ich sehe keine Notwendigkeit einen vollkommenden emotionalen Abschluss zu finden. Ich werd ihr immer dankbar sein. So dankbar und so hochachtungsvoll dass man es als eine Form von (platonischer) Liebe betrachten könnte. Die rationale Erkenntniss dass es keine Zukunft geben kann hatten wir aber schon vor etwas mehr als 2 Jahren (gefolgt von 6 Monaten offener Beziehung die keiner von uns ausgelebt hat... gefolgt von der ersten Trennung). Trotzdem haben wir das gesamte letzte Jahr wieder miteinander geschlafen und waren füreinander da so gut wir können.
"Wir genießen nur die guten Seiten" haben wir immer gesagt. Ist uns gelungen würd ich behaupten.

Und um darüber hinwegzukommen empfehl ich den Blick in die Zukunft zu richten. Neue Menschen zu finden, neue Erfahrungen zu machen und zu begreifen welche Potentiale die Zukunft bereithält. Die Freiheit zu genießen. Die Möglichkeiten.

Danke für Deinen Beitrag. In vielen Punkten finde ich mich wieder und ich finde es schön, dass Du einen Abschluss gefunden hast, der zwar kein kompletter, aber ein zufriedenstellender ist. :)

Bei mir ist die Situation so, dass "die Eine" keine Aussprache möchte, die beinhaltet, wo die Probleme für sie lagen, oder was sie gefühlt hat oder fühlt. Auch wenn wir noch lange in Kontakt gestanden sind, kamen allerhöchstens Ausflüchte oder gebeugte Wahrheiten daher. Rational weiß ich seit langer Zeit, dass ich keine Neuauflage wünschen würde, vor allem da ich ja auch nicht vergessen kann oder will, wie sehr ich belogen und manipuliert wurde, phasenweise war ich mit ihr gegen Ende so lethargisch, dass ich mich selbst nicht mehr wahrnehmen konnte, aber ohne diese Erfahrung wäre ich nicht, wer ich bin.
Und dennoch weiß ich, dass es mir nicht gelingen würde "nein" zu sagen, sollte sie eine Neuauflage vorschlagen und ich kann mich auch nicht in einen Gefühlszustand hineindenken, in dem ich nicht glücklich darüber wäre. Ich sollte froh darüber sein, dass es für sie abgeschlossen ist. Bin ich aber irgendwie nicht. :schulterzuck:
Und natürlich habe ich in der Phase nach der Beziehung auch viel an ihren Körper gedacht, aber das ist lange vorbei. Ja, das vermisse ich auch, aber das steht nicht im Vordergrund. Mit körperlicher Anziehung komme ich viel besser zurecht, als mit dem Verlust des Gefühls, das ich hatte, wenn eine - noch so nichtssagende - SMS von ihr kam oder das Gefühl, das ich hatte, wenn ich ihr in die Augen gesehen habe.

Ich lerne auch aus jeder Beziehung, was ich gut finde, und lerne selbst nach einfachen Flirts sehr viel über mich selbst, aber die Veränderung, die ich durch sie durchgemacht habe, durchmachen wollte, sucht ihresgleichen ... Ich war, als ich sie kennen gelernt habe, emotional ein einziges Wrack, durch viele schlechte Erfahrungen und auch wenn das mit ihr streckenweise noch deutlich schlimmer war, als alles davor, hat mich gerade die Nähe zu dieser Frau dazu gebracht, gesund zu werden, so viele Probleme zu lösen und wenn sie davon gesprochen hat, dass sie auch an sich arbeitet, mir davon erzählt hat, was sie an ihrem Verhalten abstoßend und deprimierend findet, dann hatte ich das Gefühl, wir würden uns gegenseitig "retten" und zu uns selbst dabei unterstützen, zu uns selbst zurück zu finden.

Leider ist sie nach der Sache mit uns noch viel mehr zu dem geworden, was sie - mir gegenüber - als das bezeichnet hat, das sie nicht sein will, das sie unzufrieden macht und der Grund dafür ist, weshalb sie nicht mehr träumen möchte.

Lange Zeit habe ich mir eingeredet, dass ich mit ihr in Kontakt geblieben bin, weil ich das Gefühl hatte, sie bräuchte jemanden in ihrem Leben, der sie - anders als so viele andere, mit denen sie zu tun hat - nicht darin bestätigt, dass doch "eh alles super" wäre, sondern dass ich ein Gegenpol zu diesen Einflüssen sein könnte.

Das war sicherlich auch ein Teil, aber ich musste mir irgendwann eingestehen, dass es um mehr geht. Dass ich - auch wenn die Liebe nur im Hintergrund ist und der Liebeskummer vorbei - immer wieder daran denken muss, wie gerne ich einfach nur in ihrer Nähe wäre, selbst wenn wir uns nicht berühren und nicht reden würden. Es ist mir weder davor, noch danach so gegangen und das, obwohl ich sehr emotional bin und nur Beziehungen eingehe, wenn ich sehr tiefe Gefühle für eine Frau empfinde.

Vielleicht ist es auch, dass sie - glaube ich - nie ganz verstanden hat, was es an ihr war, das mich fasziniert hat, da sie es wohl eher gewohnt war, dass sie zuallererst ihres Körpers wegen gemocht wird/wurde ... Klar war das für mich auch toll, aber es war nur eine Zugabe, das Tüpfelchen auf dem "i" ... die Krönung ... das, was sie für mich "perfekt" gemacht hat, war aber, was ich gespürt habe, wie sie gesprochen, gestikuliert und überlegt hat; ihre Mimik, ihre Aussagen, wenn sie einen ehrlichen, emotionalen Moment hatte ... was sie über ihre Jugend und Träume erzählt hat ...

"Beziehung Minus" - darf sein, wenn der/die neue Partner/in die Gösse hat, kann´s für alle eine Bereicherung sein. Dafür muss allerdings auch etwas Wasser den Fluss runter fließen dürfen. ;)

Denk und hoffe ich mal. ;)

Ich wäre an manchen Tagen mit so einer Beziehung Minus mit ihr um so vieles glücklicher, als mit einer vollen Beziehung mit jeder anderen Frau. Und das verwirrt mich wirklich. Lieber würde ich komplett auf Sex verzichten und mich einer Vision hingeben, dass wir eine Beziehung hätten, in der wir eben keinen Sex haben, als sie gar nicht in meinem Leben zu haben.

Zum Glück gibt es auch die anderen Tage und zum Glück hat mich dieses Gefühl auch erst einmal daran gehindert, eine andere Beziehung einzugehen. Es verwirrt mich einfach, dass ich immer wieder und wieder daran denke und fühle, wie ich mich in den ersten Wochen mit ihr gefühlt habe und einsehen zu müssen, dass es keinen anderen Menschen in meinem Leben gab, dem ich so vertraut habe - zu Unrecht, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, aber an den Gefühlen ändert das leider nichts. :D
 
Tja an dem Tag wo man seine Haut ausziehen kann und eine neue an, glaube ich dran.
Unser Leben ist ein Fluss und wir werden das, was wir gelebt haben durch die Aufgaben und Möglichkeiten, überraschend freudvolle und schicksalhafte Wendungen.

Morgen fängt ein neues Leben an - jo eh.
Ich glaub nicht dran, dass es möglich ist.

Ist es nicht eine Gnade Gutes behalten und Schlechtes gehen lassen zu können und zu dürfen.
Vergangene Partner, je nachdem wie tief die Beziehung war, wie eine Verwobenheit im Familien- und Freunschaftsgefüge ist, wie wertvoll sie als Gesprächspartner, Berater und Vertraute ist, können bleiben oder auch nicht.
Da geb ich dir absolut Recht.

Man kann seine Erfahrungen nicht ablegen sondern wird immer das Resultat daraus sein. Ehemalige Partnerschaften formen Menschen, ändern Menschen, bewegen einen in eine bestimmte Richtung. Und wenn es gelingt das Gute zu behalten und das schlechte gehen zu lassen ist das finde ich das ultimative Ende für eine Beziehung oder vielleicht eher der Anfang einer neuen Freundschaft.

Problematisch wenn es nichts Gutes zu behalten gibt wie im Fall meiner ersten Beziehung oder wie ich vermute @Mitglied #525227 's Geschichte. Aber Negatives wie Sehnsucht nach der Person oder sexuelle Lust auf eine Frau die jetzt in einer monogamen Beziehung steckt bleibt und kontinuierlich Leid verursacht.

Und in dem Fall kann ich halt nur meine Erfahrung empfehlen: Den Fokus aufs Jetzt und alles was darüber hinausgeht legen.
Ich hab geglaubt nie wieder eine bessere Frau zu treffen oder glücklicher zu sein nach meiner ersten Trennung.
Bis ich meine Exfreundin getroffen habe. Dann habe ich die letzten Jahre gedacht dass ich nie wieder so eine interessante Frau oder so geile Liebhaberin wie sie treffen werde. Nach den letzten beiden Wochenenden und Wochen bin ich anderer Meinung.:hurra:

Schon der Glaube an solche Chancen und Gelegenheiten in der Zukunft hilft mit alten Anhaftungen und Gedanken die immer wieder kommen fertig zu werden. Mich stabilisiert das gewissermaßen. Aber wirklich weg ist sowas bei mir erst wieder wenn ich die Erfahrungen dann auch tatsächlich mache.
 
Problematisch wenn es nichts Gutes zu behalten gibt wie im Fall meiner ersten Beziehung oder wie ich vermute @Mitglied #525227 's Geschichte. Aber Negatives wie Sehnsucht nach der Person oder sexuelle Lust auf eine Frau die jetzt in einer monogamen Beziehung steckt bleibt und kontinuierlich Leid verursacht.

Gutes gab es genug. Das sexuelle gehörte nicht dazu. Das waren mitunter die am wenigsten prickelnden Erfahrungen, die ich je gemacht habe. Natürlich habe ich sie begehrt, aber ihre Art war keineswegs "anheizend", eher das Gegenteil (was nicht heißen soll, dass sie unattraktiv oder "schlecht" war, ich kann nur nicht mit absolut passiven Partnerinnen umgehen, die keine eigenen Wünsche einbringen, sondern schlicht kopieren, was man selbst tut, oder andere getan haben ... im Bett habe ich mich ihr nur nahe gefühlt, wenn wir gekuschelt oder geredet haben, sexuelles wirkte zwanghaft, als würde sie sich nicht voll öffnen können, was sich gebessert hat und sicherlich irgendwann eingespielt hätte; darauf zu warten hat mir nichts ausgemacht und an anderen hatte ich auch kein Interesse), vor allem weil nahezu all ihre Geschichten mit "ah, damals hatte ich was mit ..." begonnen und mit "aber dann war es vorbei" geendet haben. Es stört mich nicht, wenn man über vergangene Erfahrungen spricht, das begrüße ich sogar, wenn es aber nicht über das simple Erwähnen hinaus geht, fühlt sich das seltsam an, als würde sie sich zwar öffnen wollen, aber nicht können, als würde man nur einer Auflistung lauschen, die noch mehr ungestellte Fragen aufwirft, als sie beantwortet.

Es stimmt, dass das negative überwiegt, aber vermutlich auch deshalb, weil ich mich lange darauf konzentriert habe, um mir selbst einreden zu können, dass es so besser wäre. Aber jede Berührung, jedes Lachen, jeder Blickkontakt - allein für sich stehend, nicht nur in der Summe mit allem anderen - ist mir so viel wichtiger gewesen als all das Negative.

Sie war auch keineswegs monogam (wenngleich sie es gern behauptet hat, dass sie es mit mir war) ... aber an "nur Sex" hätte ich ohnedies kein Interesse, selbst wenn sie es wollen würde - was nicht so ist, wie ich denke.

Wie gesagt belastet es mich auch an den meisten Tagen nicht, aber immer wieder träume ich scheinbar grundlos von ihr, wenn ich single bin, sehe sie manchmal tagsüber plötzlich vor mir und fühle sie intensiv und dann sehe ich "Zeichen", Dialoge oder Texte in Filmen oder Liedern, die 1:1 ansprechen, was das zwischen uns war, wo die Probleme lagen und dann fällt es mir sehr schwer, nicht einfach auf eines ihrer Profile (in verschiedenen Online-Foren und Diensten) zu sehen, oder ihr Ausschnitte per Mail zu schicken.

Ich habe seit Monaten kein Bild von ihr angesehen, gehe auch nicht auf die Profile. Aber der Wunsch danach bleibt, selbst wenn ich weiß, dass es mir nicht gut tun würde. Es ist, als wäre ein Teil von mir stets bei ihr und als könnte ich mich nur wieder ganz fühlen, wenn sie ein Teil meines Lebens wäre - komplett absurd, da ich mich mehr wie ich fühle, als Jahre vor ihr ...

Es fühlt sich an, als wären wir vom Schicksal um "die eine Beziehung" betrogen worden (auch da es vier Jahre bevor wir uns getroffen haben, viele der Probleme noch nicht gegeben hätte und wir wohl jetzt auch deutlich besser zu einander passen würden) und das, obwohl ich nicht ans Schicksal glaube. Es ist nur bizarr, dass ich "die Eine" genau dann getroffen habe, als es von beiden Seiten aus nicht klappen konnte, wenngleich wir so offensichtlich zusammen gepasst hätten. :D

Morgen fühle ich vermutlich (und hoffentlich) wieder anders, solche Phasen kommen und gehen, aber da ich gerade in so einem Gemütszustand bin, nutze ich die Möglichkeit, das Thema einfach von Grund auf zu analysieren, um mir dann morgen meine Aussagen durchlesen (und mich vielleicht einen hoffnungslosen realitätsverweigernden Träumer schimpfen) zu können. :D
 
Ist es Euch auch nicht möglich, die Hoffnung aufzugeben, dass sich vielleicht doch alles wieder richten könnte, selbst wenn Ihr rational nichts anderes lieber tun würdet, als einfach abzuschließen?

Denkt Ihr nach Beziehungen vielleicht auch immer wieder an "die Eine" oder "den Einen", die/der Euer Leben (durch bloße Anwesenheit) auf eine Weise geändert, Euch auf eine Weise emotional berührt hat, die sich von allem anderen abhebt?

Träumt Ihr vielleicht immer wieder von dieser Person?

es gibt oft diese "was wäre gewesen, wenn ...?" sogar weniger zu beziehungen und begegnungen als zu anderen situationen. bringt aber genau nüsse. die vergangenheit ist vergangen - und als das zu akzeptieren. sie hat uns dorthin geführt, wo wir gerade sind. die zukunft liegt vor uns, nicht hinter uns. und wunschträume sind als konzept dafür nicht wirklich sinnvoll.
 
Es gibt einen Ex von mir, von dem ich immer wieder träume. Wir waren Jugendfreunde kamen dann für eine kurze Zeit zusammen bis ich durch einen Blöden von mir mit ihm wieder Schluss gemacht habe... Das habe ich irgendwie bereut, aber ich war noch jung und er meine erste intensivere Beziehung.

Wir hatten danach immer wieder Kontakt zueinander, aber niemals kam die Idee, es nochmals näher zu versuchen. Ich wusste, er wollte nicht mehr. Also lies ichs auch weil er zusehends immer mehr in die Drogen fiel... Vor gut 10 Jahren ist er an einer Überdosis gestorben. Was bleibt sind die Träume in denen ich mit ihm rede, lebe, Freude und Trauer teile.
 
Es gibt einen Ex von mir, von dem ich immer wieder träume. Wir waren Jugendfreunde kamen dann für eine kurze Zeit zusammen bis ich durch einen Blöden von mir mit ihm wieder Schluss gemacht habe... Das habe ich irgendwie bereut, aber ich war noch jung und er meine erste intensivere Beziehung.

Wir hatten danach immer wieder Kontakt zueinander, aber niemals kam die Idee, es nochmals näher zu versuchen. Ich wusste, er wollte nicht mehr. Also lies ichs auch weil er zusehends immer mehr in die Drogen fiel... Vor gut 10 Jahren ist er an einer Überdosis gestorben. Was bleibt sind die Träume in denen ich mit ihm rede, lebe, Freude und Trauer teile.

Eine sehr berührende Geschichte, danke fürs Teilen.
 
es gibt oft diese "was wäre gewesen, wenn ...?" sogar weniger zu beziehungen und begegnungen als zu anderen situationen. bringt aber genau nüsse. die vergangenheit ist vergangen - und als das zu akzeptieren. sie hat uns dorthin geführt, wo wir gerade sind. die zukunft liegt vor uns, nicht hinter uns. und wunschträume sind als konzept dafür nicht wirklich sinnvoll.
Stimme dir zu. :up: Das mit in der Zukunft "schwelgen" ist aber genau daselbe in grün, wie das mit der Vergangenheit. Ich finde die Gegenwart und das Jetzt viel bedeutender. Geht es mir da gut und bin mit mir im Reinen, dann ist das schon mal ein guter Weg sich eine wunderbare Zukunft zu erschaffen.

@Mitglied #525227 LOSLASSEN ist das Zauberwort, dass dich in die Freiheit führt, die du dir wünschst. Alle Energien von ihr, die nicht deine sind, zurückgeben und alle Energien von dir zurückziehen und auhören zum "Hirnwixen" sind mal die 1. Schritte zum Loslassen. Der Begriff Schicksal wird gerne verwendet, wenn Mensch nicht gefällt was dieser sich kreiert hat. Damit kommt man aber leicht in eine Spirale rein, die - worst case Szenario - in Handlungsunfähigkeit endet. Das ist wohl das Übelste überhaupt. Die gute Nachricht zum Schluss. Jeder Mensch kann bereits heute anders wählen. Die scheinbare Begrenzung der Wahlmöglichkeiten ist eine Lüge.
 
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Ja, es kann sein, dass man einmal im Leben eine Person trifft, die niemals ganz aus dem Leben und noch weniger aus dem Herz verschwindet. Die man niemals ganz vergessen kann. Wo die Liebe so intensiv und tief ist, dass sie einfach immer ein bisschen bleibt....
Ich bin jetzt etwas verwirrt… geht es dir denn mit deinem Ex so? Von dem was du so über ihn schreibst hätte ich eher nicht das Gefühl, dass es dermaßen tief ging (auch wenn er lange Teil deines Lebens war und ihr im Guten auseinandergegangen seid). Oder hab ich das falsch interpretiert? :oops:
 
Ich lerne auch aus jeder Beziehung, was ich gut finde, und lerne selbst nach einfachen Flirts sehr viel über mich selbst, aber die Veränderung, die ich durch sie durchgemacht habe, durchmachen wollte, sucht ihresgleichen ... Ich war, als ich sie kennen gelernt habe, emotional ein einziges Wrack, durch viele schlechte Erfahrungen und auch wenn das mit ihr streckenweise noch deutlich schlimmer war, als alles davor, hat mich gerade die Nähe zu dieser Frau dazu gebracht, gesund zu werden, so viele Probleme zu lösen und wenn sie davon gesprochen hat, dass sie auch an sich arbeitet, mir davon erzählt hat, was sie an ihrem Verhalten abstoßend und deprimierend findet, dann hatte ich das Gefühl, wir würden uns gegenseitig "retten" und zu uns selbst dabei unterstützen, zu uns selbst zurück zu finden.

Leider ist sie nach der Sache mit uns noch viel mehr zu dem geworden, was sie - mir gegenüber - als das bezeichnet hat, das sie nicht sein will, das sie unzufrieden macht und der Grund dafür ist, weshalb sie nicht mehr träumen möchte.

Lange Zeit habe ich mir eingeredet, dass ich mit ihr in Kontakt geblieben bin, weil ich das Gefühl hatte, sie bräuchte jemanden in ihrem Leben, der sie - anders als so viele andere, mit denen sie zu tun hat - nicht darin bestätigt, dass doch "eh alles super" wäre, sondern dass ich ein Gegenpol zu diesen Einflüssen sein könnte.
Kann es sein dass du ihr gegenüber eine Schuld oder Dankbarkeit spürst und davon ausgehst dass du gut für sie sein könntest oder ihr noch etwas geben könntest was sie braucht das sie aber aus irgendwelchen unverständlichen Gründen nicht mehr annehmen will?

Rational weiß ich seit langer Zeit, dass ich keine Neuauflage wünschen würde, vor allem da ich ja auch nicht vergessen kann oder will, wie sehr ich belogen und manipuliert wurde, phasenweise war ich mit ihr gegen Ende so lethargisch, dass ich mich selbst nicht mehr wahrnehmen konnte, aber ohne diese Erfahrung wäre ich nicht, wer ich bin.
Ich war, als ich sie kennen gelernt habe, emotional ein einziges Wrack, durch viele schlechte Erfahrungen und auch wenn das mit ihr streckenweise noch deutlich schlimmer war, als alles davor, hat mich gerade die Nähe zu dieser Frau dazu gebracht, gesund zu werden, so viele Probleme zu lösen
:hmm:hmmm... äh... was bitte? :schulterzuck:
Du hast deine Probleme dank und mit ihr gelöst und sie hat dir total gut getan... und am Ende warst du so lethargisch dass du dich selbst nicht mehr wahrnehmen konntest?
...die Frau hört sich nach Heroin auf 2 Beinen an:verwirrt:

und dann fällt es mir sehr schwer, nicht einfach auf eines ihrer Profile (in verschiedenen Online-Foren und Diensten) zu sehen, oder ihr Ausschnitte per Mail zu schicken.
Blockier sie wo du sie blockieren kannst und verfolg ihren Kanal auf Insta, Twitter oder wo auch immer nicht mehr. Am besten scheißt du selbst mal komplett auf Social Media. Schon die Gedanken gewisses Zeug zu posten mit ihr im Hinterkopf hält sie eben in besagtem Hinterkopf.
Wenn die Sache rational gesehen und von ihrer Seite wirklich so fix vorbei ist... dann streich sie aus deinem Leben, deinem Kopf und deinen sozialen Netzwerken. So gut du kannst.
Aus dem Kopf und den Gedanken wirst du sie in deinem Fall wohl nicht willentlich rauskriegen. Aber "zukünftige Nachrichten von diesem Kontakt blockieren" zu drücken: DAS ist eine bewusste Entscheidung!:up:

...der Kopf folgt dann irgendwann den Handlungen wenn man sowas konsequent durchzieht.

Es fühlt sich an, als wären wir vom Schicksal um "die eine Beziehung" betrogen worden (auch da es vier Jahre bevor wir uns getroffen haben, viele der Probleme noch nicht gegeben hätte und wir wohl jetzt auch deutlich besser zu einander passen würden) und das, obwohl ich nicht ans Schicksal glaube. Es ist nur bizarr, dass ich "die Eine" genau dann getroffen habe, als es von beiden Seiten aus nicht klappen konnte, wenngleich wir so offensichtlich zusammen gepasst hätten.
Was wäre wenn... bringt überhaupt nichts!
Und allein dass du immer wieder von der "Einen" schreibst:kotzen:. Da würd ich dir empfehlen es wie ich zu machen: Leg dir dazu ein bisschen Selbsthass und ein abfälliges Lächeln über deine eigene DUMMHEIT zu das so geglaubt oder gefühlt zu haben wenn du es erwähnst. Schäm dich wenigstens ein wenig wenn solche Begriffe immer wieder im Kopf auftauchen und das Bild von ihr einzementieren. Das verwässert den Zement immer weiter und weiter!

Es stimmt, dass das negative überwiegt, aber vermutlich auch deshalb, weil ich mich lange darauf konzentriert habe, um mir selbst einreden zu können, dass es so besser wäre. Aber jede Berührung, jedes Lachen, jeder Blickkontakt - allein für sich stehend, nicht nur in der Summe mit allem anderen - ist mir so viel wichtiger gewesen als all das Negative.
Ich behaupte:
Weil du diese Aspekte vermisst. Währrend dir die negativen Aspekte nicht mehr direkt oder akut auf den Sack gehen.:hmm:
 
Ich bin jetzt etwas verwirrt… geht es dir denn mit deinem Ex so? Von dem was du so über ihn schreibst hätte ich eher nicht das Gefühl, dass es dermaßen tief ging (auch wenn er lange Teil deines Lebens war und ihr im Guten auseinandergegangen seid). Oder hab ich das falsch interpretiert? :oops:

Oh Gott, Nein :rofl:
Da ich ja weiß, dass es nicht für immer ist wird es mir so gehen. Darüber haben wir eh schon mal geredet... dass das Herz nie wieder 100% frei ist.
 
@Mitglied #525227 LOSLASSEN ist das Zauberwort, dass dich in die Freiheit führt, die du dir wünschst. Alle Energien von ihr, die nicht deine sind, zurückgeben und alle Energien von dir zurückziehen und auhören zum "Hirnwixen" sind mal die 1. Schritte zum Loslassen. Der Begriff Schicksal wird gerne verwendet, wenn Mensch nicht gefällt was dieser sich kreiert hat. Damit kommt man aber leicht in eine Spirale rein, die - worst case Szenario - in Handlungsunfähigkeit endet. Das ist wohl das Übelste überhaupt. Die gute Nachricht zum Schluss. Jeder Mensch kann bereits heute anders wählen. Die scheinbare Begrenzung der Wahlmöglichkeiten ist eine Lüge.

Ich hatte immer wieder Phasen - auch über Wochen - in denen ich nichteimal mehr an sie gedacht habe, in denen mir auch nicht bewusst war, dass es da etwas gibt, das nicht vergeht, in denen ich unterbewusst nur dankbar dafür bin, wie gut es mir eigentlich geht. Aber selbst in den Phasen, in denen ich an sie denke und sie fühle, die leider immer wieder kommen, fühle ich mich nicht schlecht. Es ist mehr ein zusätzliches intensives Gefühl, das mich immer weiter und wieder darüber nachdenken lässt, wer ich bin und sein will. Und ja, ich habe mich durch sie sehr zum Positiven gewandelt und es wäre so logisch, einfach abzuschließen, nur ...

Kann es sein dass du ihr gegenüber eine Schuld oder Dankbarkeit spürst und davon ausgehst dass du gut für sie sein könntest oder ihr noch etwas geben könntest was sie braucht das sie aber aus irgendwelchen unverständlichen Gründen nicht mehr annehmen will?

... definitiv ist das ein Teil davon. Sie hat mir damals auch direkt gesagt, dass ich sei, was sie brauche (ich weiß, Alarmsignal, ... ich empfand es damals als schönes Zeichen, weil es mir ja ebenso ging - neben Liebe und Zuneigung wusste ich, dass sie diejenige war, durch die ich endlich wieder aufgewacht bin ... Ich habe gesehen, gefühlt und direkt von ihr gehört, wie sie sich ändert und dass sie froh darüber ist. Dann war plötzlich schluss und sie wurde wieder wie zuvor. Ja, es fühlt sich definitiv so an, als hätte ich für sie nicht tun können, was sie für mich getan hat und mir ist klar, dass das auch nicht möglich war, weil ich bereit war, mich zu ändern, sie war es aber irgendwann nicht mehr und hat sogar kritisch angemerkt, dass ich immer fröhlicher wurde, was dann den Prozess kurzfristig in Richtung Lethargie verschoben hat.


:hmm:hmmm... äh... was bitte? :schulterzuck:
Du hast deine Probleme dank und mit ihr gelöst und sie hat dir total gut getan... und am Ende warst du so lethargisch dass du dich selbst nicht mehr wahrnehmen konntest?
...die Frau hört sich nach Heroin auf 2 Beinen an:verwirrt:

Es war das Auf und Ab zwischen absoluter Nähe und Distanz, das mich gegen Ende gelähmt hat, als immer klarer wurde, dass sie sich zwar ändern wollte, es aber nicht in meiner Geschwindigkeit konnte. Für mich war das absolut in Ordnung, ich habe nie verlangt, dass sie anders wird, sie aber sehr wohl unterstützt, emotional und rational und ich habe lange nicht verstanden, dass sie sich selbst deswegen Druck gemacht hat, da sie für mich in allen Punkten die einzige interessante Frau war und das einzige, das mich wirklich in die Verzweiflung getrieben hat war, dass sie mit sich selbst nicht zurechtgekommen ist.

Ich würde sie nicht wie eine Droge bezeichnen, auch wenn ich - der Liebe wegen - natürlich auf eine gewisse Weise abhängig war. Es war aber ihr Hass auf sich selbst, der mich runtergezogen hat. Alles andere waren nur kleine Stolpersteine und selbst damit wäre ich zurecht gekommen, weil ich solche Phasen ja auch kenne und weiß, dass sie (hoffentlich) nicht von Dauer sind.

Blockier sie wo du sie blockieren kannst

Ich stehe in keiner Verbindung mehr zu ihr, habe ihre Nummer seit Monaten gelöscht, ihre Mailadresse ebenso, habe schon Wochen gar nichts von ihr mitbekommen. Aber einerseits hab ich alles im Gedächtnis gespeichert und kann schlecht vergessen, selbst Telefonnummern von Bekannten brennen sich in mein Gehirn, ... ihre erstrecht ...

Ich habe, als ich das letzte Mal gedacht habe, ich wäre komplett darüber hinweg, sogar eine Verabschiedung geschickt, in der ich einfach nochmal klar dargelegt habe, wie ich alles warhgenommen habe, zwischen uns. Und das hat auch gut funktioniert, bis ich plötzlich wieder von ihr zu träumen begonnen habe ... never ending story. :(


Tja. Ich kann leider nicht hassen ... weder andere, noch mich selbst ... ich habe auch schon versucht, einfach das Negative an ihr zu sehen, zu steigern und vielleicht sie zu hassen - nicht weil ich das wollte, sondern weil ich gehofft habe, dass ich sie dann verdrängen kann. Klappt nicht. Die Gefühle ändern sich nicht, ich kann nichtmal wütend werden, weil ich in dieser Situation bin, sondern bin nur dankbar dafür, dass ich sie kennen gelernt habe. :schulterzuck:

Es hat sehr lange gedauert, bis ich eingesehen habe respektive mir eingestanden habe, dass sie nicht einfach nur eine Ex ist, sondern die bislang einzige Person, für die ich so gefühlt habe und fühle ... selbst wenn der Liebeskummer als solches nicht so stark war, wie in anderen Fällen.


Ich behaupte:
Weil du diese Aspekte vermisst. Währrend dir die negativen Aspekte nicht mehr direkt oder akut auf den Sack gehen.:hmm:

Leider denke ich - wenn ich an sie denke - an beides und besonders bewusst und intensiv an das, was mich gestört hat und fühle auch jedes negative Gefühl nach, spüre sogar, wie mich der Gedanke an so manche Aussage und manches Verhalten immer noch zu lähmen droht, aber nichts davon ermöglicht es mir, alles einfach abzuschließen.

Im Augenblick wird es wieder besser, die Gefühle vermengen sich wieder mit allen anderen ... doch auch wenn der akute Ausbruch vorbei ist, weiß ich mittlerweile leider, dass alles wieder kommen wird.

Übrigens gefallen mir Deine Ansätze, die Social Media Aktivitäten habe ich sogar ein paar Monate komplett gegen null gefahren und meine Freizeit lieber auf dem Motorrad oder beim Sport verbracht ... ich bin auch bewusst öfter feiern gegangen, im Endeffekt hat es alles leider nicht geholfen. Wenn es einfährt, dann ist es egal, wo ich bin. Ist sie nicht in der Nähe, fühle ich diese Leere ... und ja, auch das von Dir angesprochene schlechte Gewissen, weil ich mich weiterentwickeln konnte, ohne es zu wollen, sie aber nicht, obwohl sie wollte.
 
Ich hatte immer wieder Phasen - auch über Wochen - in denen ich nichteimal mehr an sie gedacht habe, in denen mir auch nicht bewusst war, dass es da etwas gibt, das nicht vergeht, in denen ich unterbewusst nur dankbar dafür bin, wie gut es mir eigentlich geht. Aber selbst in den Phasen, in denen ich an sie denke und sie fühle, die leider immer wieder kommen, fühle ich mich nicht schlecht. Es ist mehr ein zusätzliches intensives Gefühl, das mich immer weiter und wieder darüber nachdenken lässt, wer ich bin und sein will. Und ja, ich habe mich durch sie sehr zum Positiven gewandelt und es wäre so logisch, einfach abzuschließen, nur ...
Ich habe, als ich das letzte Mal gedacht habe, ich wäre komplett darüber hinweg, sogar eine Verabschiedung geschickt, in der ich einfach nochmal klar dargelegt habe, wie ich alles warhgenommen habe, zwischen uns. Und das hat auch gut funktioniert, bis ich plötzlich wieder von ihr zu träumen begonnen habe ... never ending story.......
Loslassen ist ein Prozess, Schicht für Schicht kommen immer wieder "Impulse" zum Vorschein. Was mir dabei hilft bzw. geholfen hat, das Thema in meinem Kopf (Verstand) nicht immer wieder relevant und bedeutend zu machen. Und es spricht ja nix dagegen, wenn ExpartnerInnen einen Platz im Herzen behalten. Schließlich ging man ja eine Zeit gemeinsam durchs Leben. Wichtig ist mMn nur, dass dies nicht mehr belastend ist. Durchs Loslassen wird es leichter und es passiert nicht, dass sich der Schmerz "einkapselt". Dabei entstehen "Narben", die Mensch immer und immer wieder triggern.
 
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ich will euch eine geschichte erzählen - eine wahre aus meinem leben: meine erste große wirkliche liebe, aus der hätte eine beziehung werden können galt der schwester eines klassenkameraden. lieb, hübsch, eine sprühende persönlichkeit, phantastisch. ich habe sie wirklich geliebt. doch sie hatte einen anderen - und hat mir das eines tages gestanden. ich war am boden zerstört. an meinem geburtstag, nur ein paar tage später, hat ein anderer klassenkamerad geheiratet - und ich hab versprochen, ihm den hochzeitsfilm zu machen. und meine "ex" saß mit ihrem bruder hinten in der kirche. mir sind die tränen in die augenmuschel des okulars geronnen. na ja, der film ist trotzdem halbwegs geworden.

und? was war? ich hab geschworen "nie wieder frauen", und - konsequent wie ich nun einmal bin - habe ich 6 tage danach meine spätere frau kennengelernt. auch wenn wir uns später getrennt haben: es waren auch wunderschöne zeiten dabei, und es würde andernfalls zwei tolle töchter nicht geben.

meine "ex" hatte kurz darauf eine gehirnhautentzündung - noch dazu mit einer schlimmen fehldiagnose dazu, die sie quasi zum pflegefall bis heute machte. ich weiß, ich hätte sie gerade deswegen nie verlassen - aber mein leben hätte wohl einen ziemlich anderen verlauf genommen.

mein fazit: das schicksal weiß oft schon, was es tut. auch wenn es in dem akuten moment für uns furchtbar erscheint. wie für mich damals.
 
Loslassen ist ein Prozess, Schicht für Schicht kommen immer wieder "Impulse" zum Vorschein. Was mir dabei hilft bzw. geholfen hat, das Thema in meinem Kopf (Verstand) nicht immer wieder relevant und bedeutend zu machen. Und es spricht ja nix dagegen, wenn ExpartnerInnen einen Platz im Herzen behalten. Schließlich ging man ja eine Zeit gemeinsam durchs Leben. Wichtig ist mMn nur das dies nicht mehr belastend ist. Durchs Loslassen wird es leichter und es passiert nicht, dass sich der Schmerz "einkapselt". Dabei entstehen "Narben", die Mensch immer und immer wieder triggern.

Das sehe ich auch so ... ich habe ja auch schon viele Unterhaltungen über das Thema geführt, zu Beginn, um in die erste Phase zu kommen, in der ich nicht an sie denken musste. Nur wenn die Gefühle hochkommen, lähmen sie mich für Tage, sofern ich nicht alles wieder neu durchdenke. Vom ersten Treffen bis jetzt ... danach ebbt es ab und ich habe wieder eine Zeit lang Ruhe ... bis es von neuem beginnt. Und nein, ich denke nicht erst an sie und die Gefühle kommen hoch; meist gehe ich fröhlich schlafen, habe Wochen nicht an sie gedacht, träume von ihr und wache im akut-Zustand auf, mit all diesen Gefühlen.
 
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