Religion und Sexualität

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6. Gebot: Du sollst nicht die Ehe brechen
9. Gebot: Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Frau

Das sind die beiden einzigen Gebote, welche sich mit der Sexualität der Christen beschäftigen.

Diese beiden Gebote stammen von Moses, also aus dem alten Testament und auf sie wird in den Evangelien Bezug genommen.

Daneben gibt es im neuen Testament mehrere Stellen die den Begriff der Unkeuschheit ansprechen, beispielsweise in der Apostelgeschichte und in den Paulusbriefen.

Davon (Anmerkung:Sex nur in Verbindung mit Fortpflazung) höre ich zum ersten Mal.

Katholisches Christentum beruht aber nicht nur auf den Schriften, sondern auch darauf was der Papst sagt und was auf Konzilen beschlossen wird. Die Tatsache, dass Sex nicht losgelöst von der Fortpflanzung akzeptiert wird, ist ja auch Ursache des Kondomverbotes.
 
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Wenn Gott ned wollte das wir Sex haben hätt er uns auch ned es Werkzeug dafür geben. Bzw. nur drei Schuss für 3 Kinder und dann wär Badeschluss ... :mrgreen:

'Wenn Gott nicht wollte, dass wir uns betrinken, hätte er uns ned die Leber geben'
'Wenn Gott nicht wollte, dass wir andere erschlagen, hätte er uns auch ned die Hände dafür gegeben.'
'Wenn Gott nicht wollte, dass wir lügen, hätte er uns auch ned den Mund dafür gegeben'

Aus dem Vorhandensein körperlicher Voraussetzungen lässt sich nicht das Einverständnis Gottes schlussfolgern, dass damit beiliebig umgegangen werden kann.

Entschuldigung für die drastischen Vergleiche, aber die Religionen machen alle Vorschriften, wie der Körper genutzt werden darf und unterscheiden sich dabei oft nur im Ausmass der Vorschriften.
 
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Entschuldigung für die drastischen Vergleiche, aber die Religionen machen alle Vorschriften, wie der Körper genutzt werden darf und unterscheiden sich dabei oft nur im Ausmass der Vorschriften.
Religionen machen meines Wissens keine Vorschriften, sondern geben Empfehlungen (meiner persönlichen Meinung nach sehr sinnvolle Empfehlungen).
Nachdem sehr viele Gläubige damit keine Probleme haben, finde ich es interessant, dass sich jene vehement dagegen aussprechen und offenbar eingeschränkt fühlen, welche der Kirche ohnehin fern stehen.

Katholisches Christentum beruht aber nicht nur auf den Schriften, sondern auch darauf was der Papst sagt und was auf Konzilen beschlossen wird.
Aber auch das ist nicht als Vorschrift zu sehen, sondern als Anleitung. Der Gläubige hat die Möglichkeit, dieser Anleitung zu folgen, aber es liegt in seinem freien Ermessen, dies nicht zu tun.

Die Tatsache, dass Sex nicht losgelöst von der Fortpflanzung akzeptiert wird, ist ja auch Ursache des Kondomverbotes.
Ich würde die Ursache hauptsächlich darin sehen, dass das Kondom gerade für jene sexuellen Varianten gebraucht wird, welcher die Kirche ablehnend gegenüber steht: Ehebruch, Prostitution und ähnliches. Wobei es von keiner Kirche verlangt werden kann, diesen Dingen positiv gegenüber zu stehen.

Was unter Eheleuten geschieht, kann (und wird) der Kirche ziemlich egal sein. In das eheliche Schlafgemach sieht möglicherweise Gott, mit Sicherheit aber nicht der Papst.
 
Hallo,

Mich würde interessieren wer von euch religiös ist, bzw. welche religion hat und wie ihr da mit eurer sexualität umgeht, bzw. was passt in eine religion und oder was ist erlaubt?
freu mich auf antworten!

alles liebe
religion ist eine einbildung und fantasie der menschheit.. die ihre endlichkeit als eine etwas-weiterentwickelte tierform nicht ertragen kann.


also mach dir keinen stress. die die jeden tag 10x beten und ihr leben dem "heiligen geist/propheten/naturgöttern" widmen - also den geschichteln die sie von eltern, oma u priestern in der kindheit erzählt bekamen - sind deshalb keine besseren menschen. daher hast DU nichts zu befürchten. :)

lg, sohomann
 
Wenn Gott nicht wollte, dass wir andere erschlagen, hätte er uns auch ned die Hände dafür gegeben.'

Geh bitte, was machst du Gott dafür verantwortlich, wenn Menschen ihre Hände zum Erschlagen ''missbrauchen''. Hättest keine Hände, könntest mehr Dinge nicht machen, als Leut erschlagen.......

Amore
 
Ich bin Moslem, außer Anal ist alles erlaubt. Wir tun es aber trotzdem(Ich und meine Frau).
 
Geh bitte, was machst du Gott dafür verantwortlich, wenn Menschen ihre Hände zum Erschlagen ''missbrauchen''.
Hab ich das gemacht? Meine drei Aussagen sollten jene von Tom karikieren.
 
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Religionen machen meines Wissens keine Vorschriften, sondern geben Empfehlungen (meiner persönlichen Meinung nach sehr sinnvolle Empfehlungen).
Seh ich nicht so. Ein Gebot oder Verbot ist verpflichtend. Eine Empfehlung ist ein guter Rat, den man befolgen kann oder auch nicht.
Man braucht sich nichts vormachen. Religionen machen bezüglich Sexualität rigorose Vorschriften.

Ich würde die Ursache (des Kondomverbotes) hauptsächlich darin sehen, dass das Kondom gerade für jene sexuellen Varianten gebraucht wird, welcher die Kirche ablehnend gegenüber steht: Ehebruch, Prostitution und ähnliches.
Nein, es soll Sex, der nur der Lust, aber nicht der Fortpflanzung dient vereitelt werden. Sonst könnten sich die kirchlichen Vorschriften auf das Verbot des Ehebruches und der Prostitution beschränken.
Übrigens so fern stehe ich der Kirche nicht. Nur mache ich mir nichts vor. Mein Sexualverhalten verträgt sich nicht mit der kirchlichen Lehre.
 
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Seh ich nicht so.
Das habe ich schon verstanden. Dir liegt ja auch sehr viel daran, Kritik zu üben, da darf man die Dinge nicht immer so sehen, wie sie sind.

Trotzdem kennt das Christentum im Wesentlichen nur zwei relevante Gebote: Gott zu lieben, und den Nächsten wie sich selbst. Die zehn Gebote gehen da ein wenig ins Detail und bezeichnen ein paar Sünden näher. Das ist das ganze Geheimnis.

Die Wertigkeit der Verstöße gegen diese Gebote ist zeitgeistabhängig, und wurde auch immer wieder einmal verändert. Gleich ist nur der Grundgedanke dahinter: seinem Nächsten mit Liebe und Respekt zu begegnen, wodurch sich bestimmte Handlungen ja schon von selbst verbieten.

Das ist der Kernpunkt jeder Religion, jeder Ethik und jeder Moral.
 
Steiererbua: Dein obiges Post ist so würdig, dass ich mich fast geniere nachzuhaken.

Aber vom Gebot der Nächstenliebe ist z.Bsp. das Verbot der Masturbation schwer abzuleiten.
Auch ist mir aufgefallen, dass das 6.te Gebot im Unterschied zu Dir meistens in der Form: 'du sollst nicht unkeusch sein' gebracht wird. Und unter diesen Begriff fällt viel mehr als der Ehebruch.
Weiters verweise ich auf die kritische Position der Kirche zur Homosexualität, auf das Verbot des vor- und ausserehelichen Geschlechtsverkehrs etc.
Ich bleibe dabei, bezüglich Sexualität stellen die Religionen sehr hohe Anforderungen.

Trotzdem kennt das Christentum im Wesentlichen nur zwei relevante Gebote: Gott zu lieben, und den Nächsten wie sich selbst. Die zehn Gebote gehen da ein wenig ins Detail und bezeichnen ein paar Sünden näher.
Das wäre eine sehr interessante theologische Diskussion. Es gibt ja Leute, die Jesus auch als gesetzestreuen Juden sehen. Und das Judentum ist punkto Sex (und Ernährung) noch strenger als das Christentum. Immerhin gibt es eine Stelle im Matthäusevangelium, die Jesus sinngemäss zitiert: Es werden eher Himmel und Erde vergehen, bevor ein Jota des mosaischen Gesetzes (i.e. die 10 Gebote) vergeht.

Dir liegt ja auch sehr viel daran, Kritik zu üben...
Manchmal, aber ich versuche mir auch manchmal in Erinnerung zu rufen, dass man nicht nur auf den Span im Auge anderer Menschen achten soll.
 
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'Wenn Gott nicht wollte, dass wir uns betrinken, hätte er uns ned die Leber geben

Doch, doch, hat ja schon der Udo Jürgens g'sungen "der Teufel hat den Schnaps gemacht um uns zu verderben". Ergo rettet uns Gottes Leber vor der Verdammnis. Ist doch logisch, ned wahr ... ??? :mrgreen:


aber die Religionen machen alle Vorschriften, wie der Körper genutzt werden darf und unterscheiden sich dabei oft nur im Ausmass der Vorschriften.

Genau deswegen sehe ich Religionen als praktischen Selbstbedienungsladen, aus dem ich mir rauspicke was mir genehm ist. Und da ich - unglaublicherweise aber doch, wie man so manchen Feedback entnimmt - ein recht sozialer Zeitgenosse bin pick ich weiter und pfeiff auf deren Vorschriften ... 8-)
 
römisch katholisch.

ich hatte keinen sex vor der ehe
ich masturbiere nicht
ich berühre auch keine andere auf unsittliche weise
ich berühre rein grundsätzlich so fern mir möglich keine anderen menschen, da ja jeder seine erogene zone wo anders hat
ich lecke nicht mal ein eis am stil
ich blase nicht mal luftballons auf
ich sauge nicht mal an strohhalmen
ich habe auch in der ehe nur sex um kinder zu zeugen
ich habe keine schmutzigen gedanken
ich habe keine feuchten träume
ich zeige mich nie nackt
ich sehe mir keine anderen nackten menschen an
ich dusche auch nur mit ganzkörper kutte und erwarte das auch von anderen
ich habe nur sex mit meinem ehemann
ich benutze keine verhütungsmittel
ich denke, schreibe, lese und spreche das wort sex nur dann aus wenn es unbedingt erforderlich ist
ich denke, schreibe, lese und spreche auch die zahl sechs nur ungern aus
ich lasse mir von meinem frauenarzt vor der untersuchung eine vollnarkose geben

so gehört sich das. alles andere schickt sich nicht, ist unanständig, pervers und abartig. :lehrer:

ach ja und ich finde der slogan der wiener städtischen passt hier... ihre sorgen, möchten wir haben :mrgreen:
 
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Ich bleibe dabei, bezüglich Sexualität stellen die Religionen sehr hohe Anforderungen.
Ich picke das mal heraus... ich kenne viele Glaubensformen, deren einzige Bedingungen Freiwilligkeit an der Sache (sprich keine Vergewaltigung und im Einverständnis beider) und Respekt vor dem Partner ist. Nachdem das irgendwie moralische Grundvoraussetzungen sein sollten... sehe ich die Sache eher locker.
 
wow!!!! mit so vielen antworten hab ich gar nicht gerechnet!!!! dank euch! sehr interessant! alles liebe
 
ich bin römisch-katholisch (nicht nur getauft, sondern auch wirklich ziemlich gläubig ^^) und ich leb mich sexuell voll und ganz aus. also für mich stellt das keinen widerspruch dar
 
war ebenfalls röm.kath. bis die kirchensteuer unverschämt wurde, bin jetzt o.B. (den Glauben kann mir keiner nehmen) hatte aber mit und ohne Glauben keine sexuellen Einschränkungen.
 
Ob mit religion oder ohne, mit Glauben oder ohne, jeder sollte für sich selbst entscheiden was , wann und wie gemacht wird. Jeder muss es doch selbst mit seinem gewissen Vereinbaren können. Meiner meinung ist alles erlaubt was beiden gefällt, solange es noch dem Gesetz entspricht. Sexualität ist etwas natürliches und sollte natürlich auch ausgelebt werden. Würden sich alle daran halten, dann hätten wir viel weniger Frust.

Meine Meinung eben, bin mitlerweile OB aber glaube an das was ich will!!
 
ich bin römisch-katholisch (nicht nur getauft, sondern auch wirklich ziemlich gläubig ^^) und ich leb mich sexuell voll und ganz aus. also für mich stellt das keinen widerspruch dar
du glaubst also an den papst u zeigst uns trotzdem deinen muschisaft, schlimm, schlimm... :nono:
 
Interessante Diskussion hier, das Thema Religion reizt offenbar selbst in einem solchen Forum. Ich stelle fest, besonders jene, die offenbar nix mit Religion zu tun haben wollen, führen hier eine ziemlich scharfe Klinge und manchmal kommt da fast ein bisschen Missionarsgeist durch ;-)

Ich persönlich bin römisch-katholisch und sehe in der Institution der Kirche durchaus eine sinnvolle Einrichtung für jene Menschen, die das Angebot in Anspruch nehmen wollen - auf welcher spirituellen oder sozialen Ebene auch immer.

Ich sehe mich in meiner sexuellen Entfaltung in keiner Weise irgendwelchen religiösen Zwängen unterworfen, soll heißen es ist alles das erlaubt, was mir und meinen Partnerinnen gefällt. Relevant sind für mich ausschließlich meine persönlichen moralischen Grenzen.
 
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