Religion und Sexualität

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...ich finde, dass dieser Gegensatz nur auf der Oberfläche Geltung hätte.

...Menschen die ihren eigenen Weg zum religiösen Erlebnis gefunden haben, die es gewagt haben Regeln und Dogmen zu hinterfragen, den Sprung ins Ungewisse gewagt haben und für sich diese inspirierende Glaubensform gefunden haben, die sie zu besseren, freieren, sich entwickelnden Persönlichkeiten vorantreibt, so mögen diese ihre Sexualität ausleben, ohne den göttlichen Funken in sich verlieren zu müssen, oder gar sich davor zu schämen!

...ein moderner, wissenschaftlich geprägter Mensch, der nicht an dem Guten glaubt und das Böse nicht versteht, der seine Handlungen nicht im Dienste der Liebe denkt ist nicht nur hoffnungslos, sondern auch gefährlich:l

Ja, mit einer eigenen Religion, die man sich selbst konstruiert hat (so sehe ich mich selber auch), geht das schon, doch mit den "herkömmlichen" nicht, wenn man sich anderen Gesetze hält und nur so ist man "ehrlich gläubig" würde ich sagen. So halbhalb "ich glaube zwar, aaaaber ich will dies und jenes nicht, das diese Religion verlangt" ist man eher ein Rosinenpicker, nicht ein wirklich Gläubiger.

Ich sehe mich selber auch als eine Frau, die ihre eigene Gläubigkeit lebt, ohne Gottwesen, aber doch mit der Sicherheit, dass es mehr gibt, als unsere Schulweisheit uns lehrt, denn der Mensch ist sicher nicht das Höchste aller Dinge, auch wenn viele - vor allem aus der Wissenschaft - uns das gern weismachen wollen.

Liebe Grüße :-)
 
Ja, mit einer eigenen Religion, die man sich selbst konstruiert hat (so sehe ich mich selber auch), geht das schon, doch mit den "herkömmlichen" nicht, wenn man sich anderen Gesetze hält und nur so ist man "ehrlich gläubig" würde ich sagen. So halbhalb "ich glaube zwar, aaaaber ich will dies und jenes nicht, das diese Religion verlangt" ist man eher ein Rosinenpicker, nicht ein wirklich Gläubiger.

... irgendwie verstehe ich deinen Ansatz schon. Falls du explizit die Dogmen der rkk meinst, wie keinen Sex vor der Ehe, keine Scheidung, keine Abtreibungen, keine Euthanasie, keine Verhütung, Zölibat für Priester, ohne jetzt auf andere gravierende Missstände einzugehen, so würde ich mich glücklich schätzen nicht ,,ehrlich gläubig,, zu sein. So sicher wie die Erde flach ist, oder war sie doch viereckig!?

...wenn ich aber das Gedankengut christlicher Denker wie Augustin oder Franzisk respektiere, die Standhaftigkeit, die Rituale wie Taufe oder Begräbnis und die Würde, die sie durch die Jahrhunderte transportieren verstehe, die vielen Missionen auf der ganzen Welt, die sich um Weisen, obdachlose, arme und kranke Menschen bemühen, admiriere, oder vor allem wenn es um die Liebe als grundlegende Botschaft geht- so ist es meine Wahl zu Glauben, dass das gut ist und auch seine Berechtigung für die Zukunft hat!

...also die Frage wäre für mich bin ich gezwungen etwas zu Glauben, oder habe ich die Wahl das zu Glauben, was mich zu einem besseren Menschen macht?

...und der scheinbare Paradox daran wäre, dass so ein ,,ungläubiger Rosinenpicker,, wahrscheinlich nicht mal dafür exkommuniziert werden würde;):)
 
Ich sehe mich selber auch als eine Frau, die ihre eigene Gläubigkeit lebt, ohne Gottwesen, aber doch mit der Sicherheit, dass es mehr gibt, als unsere Schulweisheit uns lehrt, denn der Mensch ist sicher nicht das Höchste aller Dinge, auch wenn viele - vor allem aus der Wissenschaft - uns das gern weismachen wollen.

...ich admiriere deine aufgeklärte Selbstwahrnehmung und vermute mal, dass der Weg dorthin nicht leicht gewesen ist:up::)

... nur das mit der Wissenschaft verstehe ich nicht ganz?:rolleyes:
 
Hmnn, habe ein wenig quergelesen .... das mit der Religion ... eigentlich is eh ois wursch'd!! Weil mit dem Tod wird einem jedem alles vergeben (so steht's zumindest in der Bibel!!). Wir auf Erden sind hier, um möglichst viele Erfahrungen zu sammeln, in jede Richtung, so mein Verständnis von Religion. Ich meine, das geht von absoluter Keuschheit bis zu wilden Sextreiben ... jeder so, wie er es für sich erfahren will. Wenn der Deckel drauf ist, ist ja alles wursch'd. ... Und ich bin der festen Überzeugung ... Jesus hatte ein erfülltes Sexleben ... nur die alten vergreisten machtbesessenen Kirchen-Apostel haben die Religion zu dem gemacht, was es heute ist (ich meine in erster Linie die katholische Kirche bei uns ... evangelisch ist ah ned vui besser).

Hier noch ein Zitat zum Nachdenken:
"Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben es sich selbst dazu gemacht (zu Eunuchen) - um des Himmelsreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es." (Matthäus 19,12).

Ich verstehe das so ... jeder ist sich seines Sexlebens sein eigener Schmid ... jeder so wie er will ... es gibt kein schlecht oder gut ... natürlich muss man/frau sich in Gesellschaft im Rahmen verhalten ... damit man/frau andere Leute nicht vor dem Kopf stößt ... jeder muß sich sein Himmelreich einrichten und auch das Himmelreich anderer Leute akzeptieren ... und sich dementsprechend verhalten ... dann könnte alles gut funktionieren ... das mit dem Sex bzw. ohne Sex.
 
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