1000 Mal geredet, keine gemeinsame Lösung gefunden...aber des öfteren kam die patzige Antwort:"such Dir halt eine zum Ficken, aber Deine Sachen kannst Du dann auch gleich packen".
Angenommen Du verdienst als Mann/Frau in Österreich so um die 20000 Euro im Jahr, also so ganz grob rübergerechnet 1400 pro Monat, dann kosten Dich die Alimente bei zwei Kindern im Schulalter rund 630 Euro monatlich, wird oft aber noch mehr. Eine Wohnung in der Stadt, mit zumindest einem Kinderzimmer für die Besuchswochenenden kostet mindestens 600 Euro kalt. Den Rest darfst Du Dir selbst durchrechnen.
Ich habe die teure Variante gewählt und bin gegangen, aber das hätte ich mir ohne eine günstige Wohnmöglichkeit einfach nicht leisten können.
Und tatsächlich war zu meiner Ex-Partnerin immer noch ein funken Liebe vorhanden, der bei jedem erfolgreichen Anbahnungsversuch (auf beiden Seiten) neu entflammt ist, da kommen ganz schnell die Hormone ins Spiel und die gegenseitige Bindung festigt sich wieder. das muss dann aber schon wieder für die nächsten Monate reichen.
Ansonsten haben wir uns eigentlich meistens bestens ergänzt.
Du hast die Wahl, die Menschen die Du liebst, den Partner, der womöglich sowieso schon eine Krankheit hat samt den geliebten Kindern zu verlassen.
Und in diesem Fall, war die (psychische) Krankheit von der
@Mitglied #472742 vermutlich ausgeht nicht temporär, sondern es bleibt so, für den Rest Deines Lebens.
Wie gesagt, verlässt Du (als Mann automatisch) auch Deine Kinder? Setzt sie der Krankheit der Mutter schutzlos aus, ohne als Puffer fungieren zu können. verlässt Du den Menschen, den Du liebst, obwohl er Dich eigentlich fertigmacht?
In meinem Fall ja, aber glaube mir, sooo einfach wie Du es Dir vorstellst ist das nicht, Du hast nichteinmal ansatzweise eine Ahnung wie sehr ich unter dieser Trennung gelitten habe.
Aber wäre ich geblieben, hätte ich weiterhin für alle dasein können, wäre das Haus dem Expartner aufgrund der Arbeiten die ich nun nicht mehr erledige nicht auf den Kopf gefallen, hätten die Kinder weiterhin jeden Tag ihren Papa gesehen, und er sie sie.
Und ich hätte dieses eine Bedürfniss, das letzte, das ich keinesfalls auch noch unbefriedigt bleiben lassen wollte, vielleicht mit einem Menschen gestillt dem es genauso ergeht.
Zwei Familien die nicht zerbrochen wären, zwei oder mehr Kinder, die noch Vater und Mutter im Haus wohnen haben.
Wie gesagt, ich bin eine ehrliche Haut und bin gegangen, emotional bezahlen müssen dafür aber auch meine Kinder und die Expartnerin.
Es gibt nicht den Funken eines Vorwurfs für Menschen denen es so, oder so ähnlich ergeht und die bleiben.
Welcher Weg gerader ist, darüber möchte ich nicht richten müssen.