... ab wann gilt für Dich eine Frau in dem Zusammenhang als nicht mehr „biologisch normal“ oder „gesund“.
...
Ich formuliere es mal andersrum.
Biologisch gesund heisst für mich, keine körperlichen od. geistigen Einschränkungen. Dazu zählen auch die "Durchschnittsnormwerte" der Nervenleitbahnen (Intesivität & Geschwindigkeit)
Ich denke wir sind uns einig, dass Sex, Erotik und Orgasmus ohne entsprechende Reizweiterleitung an Muskeln und Hirn ziemlich öde bis unmöglich wäre.
Und dazu zählt auch eine stabile Psyche, die es erlaubt, sexuelle Empfindungen wahrzunehmen und zuzulassen.
Also rein therotisch gibts das, dass es biologisch ein Problem gibt. In der Praxis hängt dies jedoch sehr sehr oft mit Erlebnissen in der Kindheit zusammen und einen psychologischen Hintergrund. Diese Sperren können aber oft gelöst werden. Nur muss man es auch wollen.
Keine Frau kann Lust empfinden wenn ihr Sexualchakra komplett blockiert ist.
Ohne jetzt in's Detail gehen zu wollen ...
Ich stimme dir da 100 %ig zu.
Natürlich ist es verständlich und auch abgrundtief traurig, wenn z. Bsp. Kindesmisshandlung od. andere Straftaten gg. die sexuelle Selbstbestimmung ein Trauma verursachen. Wer sich durch eine (wie auch immer geartete) Misshandlung schmutzig, wertlos, gedemütigt und in den meisten Fällen sogar (unschuldig)
schuldig fühlt, wird auf lange Zeit genau diese Handlungen und alles, was auch nur entfernt damit zu tun hat, nicht als lustvoll empfinden. Viele Opfer finden leider nie aus ihrer Opferrolle in ein genussvolles Leben (in allen Facetten). Viele kommen irgendwann an den Punkt, wo sie sich selbst aufgeben, sei es, weil ihnen die nötige Unterstützung von aussen fehlt (als letzter Schubs in eine Therapie), sei es, weil gesellschaftliche Tabus im Umfeld (vermeintlich) zu Stillschweigen zwingen.
Einige leben ihr Trauma auch völlig anders und rutschen in Richtung Promiskuität, ohne auch nur ansatzweise Spass zu haben, auf der "Suche" nach dem ultimativen seelischen Schmerz, der das Trauma überdeckt oder dem "Retter & Heiler".
Viele finden aber auch einen Weg für sich, das Trauma zu verarbeiten, weil sie an der Weggabelung stehen:
a) aufgeben und vor den nächsten ICE
b) (und wenn auch nur aus Trotz) "Ihr könnt mich doch alle mal ... ich WILL LEBEN und nicht vegetieren!"
Die Letzteren (und da bin ich mir sehr sicher, wenn sie sich auf Therapien o.a. Wege tatsächlich einlassen) werden nach einem langen, qualvollen Weg der Aufarbeitung wieder zu sich selber finden, sich neu entdecken und – wenn sie dazu noch das Glück haben, einen verständnisvollen Partner zu finden – auch ihre Sexualität neu definieren und geniessen können.
Ich habe das jetzt bewusst geschlechtsneutral formuliert, denn ich bin mir sehr sicher, dass dieses genau so auch für das vermeintlich starke Männergeschlecht gilt!
Nachtrag: Hier geht es allerdings immer noch um Frauen, die gern Sex haben. Sex/Erotik kann auch Spass machen, ohne zwingend einen Orgasmus zu haben. Der Weg ist das Ziel.
Traumatisierte od. Frauen, die ihre eigene Sexualität nicht leben können, werden sich eher weniger auf einer solchen Plattform bewegen, es sei denn, sie sind selbszerstörerisch und ziehen EF dem ICE vor. Desinteressierte Frauen, die a.G. biologischer (unverschuldeter) Defizite keine Lust an Sex/Erotik haben, werden sich auch eher nicht hier aufhalten.
Also Austausch unter Gleichgesinnten ... Affen

und Bananen
