Das ist etwas, das ich mir - zwar nicht in meiner derzeitigen Lebenssituation, aber grundsätzlich - gut vorstellen kann. Ganzheitlich erfüllend empfinde ich Sex nur mit der Person, die ich liebe. Und es käme mir nicht in den Sinn, wenn ich das habe, als "Zusatz" oder sogar im Austausch damit, Sex zu konsumieren (und ich verwende diesen Begriff bewusst), der nur einen Bruchteil meiner Bedürfnisse befriedigen kann. Sex hat für mich das Potenzial zu mehr, als zu körperlicher Befriedigung. In einer Beziehung ist Sex für mich Ausdruck von Gefühl, von Intimität, von Sehnsucht und Begehren, von Liebe und dem Wunsch, ganz mit dem anderen zu sein, ihm Lust zu geben und Lust durch ihn zu erleben.
Sollte aber der Fall eintreten, dass diese Beziehung (warum auch immer) ein Ende findet, so denke ich nicht, dass ich nochmals eine Beziehung eingehen möchte. Schwer vorstellbar, dass es mir ein weiteres Mal beschieden wäre, einen Menschen zu finden, der so perfekt zu mir passt. Da bin ich realistisch. Und weniger will ich nicht und nehm ich nicht. Auch alleine fühl ich mich ausgeglichen und zufrieden, ja glücklich. So gesehen muss das auch gar nicht sein.
Allerdings würde ich für meine sexuelle Befriedigung - also auf einer sehr basalen, körperlichen Ebene - durchaus Sorge tragen. Vermutlich würde ich mir - wie man sich auch Wellness und Massagen gönnt - den einen und anderen Orgasmus bereiten lassen. Den Mann dazu würd ich mir dennoch gut aussuchen und für Sex zahlen, um jegliche Erwartungshaltung zu vermeiden. Keine Verpflichtungen, reines bedienen lassen und bedient werden. Persönliche Verbindung braucht es für mich dazu keine.