Safeword - sinnvoll oder abtörnend

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Safeword - sinnvoll oder abtörnend


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Also, ich denke mir, dass der/die Dom eigentlich dafür da ist, um dem/der Sub die geheimen Wünsche zu erfüllen. Dafür ist es nun auch einmal erforderlich diese Wünsche und Neigungen sehr gut zu kennen.
Grundsätzlich glaube ich, dass Grenzen fliessend sind und natürlich sich auch langsam verschieben können. Trotzdem kann ich mir nur vorstellen, dass das Ausloten dieser Grenzen seriöserweise erst dann erfolgt, wenn Dom und Sub sich bereits sehr gut kennen und schon einige gemeinsame Spiele erlebt haben. In einem solchen Fall sollte die verbale und nonverbale Kommunkikation eigentlich ausreichen, um Grenzen zu erkennen und auch zu respektieren.
Aber das ist vermutlich nur der Idealfall. ;)

Natürlich kann ich auch die psychologische Wirkung eines SW erkennen und denke, dass es sehr wohl als eine sinnvolle Art der Absicherung für beide Seiten angesehen werden kann.

Komm her, Du frecher Schlingel, denn jetzt setzt es was... :zweisam:
:mrgreen:
...ich bin aber ziemlich aufmüpfig. :mrgreen::bussal:
 
Also, ich denke mir, dass der/die Dom eigentlich dafür da ist, um dem/der Sub die geheimen Wünsche zu erfüllen.

Oha. Das werden die Vertreter der "reinen Lehre" aber nicht gerne hören... Im Ernst: in der Profiszene, natürlich, man geht in ein Studio oder zu einer Domina weil man seine Wünsche umsetzten möchte, und zahlt dafür -- ein mehr oder weniger normales Geschäft. Privat gilt das mE so aber nicht mehr, da möchte ich als Dom doch mehr sein als Erfüllungsgehilfe der "geheimen" Phantasien meiner Sub (und vice versa).

Formulieren wir es ein bisschen anders: Der oder die Dom(me) ist dafür da, um, in Ergänzung mit seinem Partner, deren geteilten sexuellen Vorlieben hoffentlich lustvoll umzusetzen. Dass man den Partner dazu gut kennen sollte ist natürlich richtig, aber nicht unbedingt zwingend. Und auch in gut eingespielten Partnerschaften kann mal "etwas" passieren, gut, wenn dann wenigstens die Kommunikation eindeutig ist; gerade wenn man zB das Gesicht nicht sieht (dunkel), oder die Körpersprache durch zB Fesseln & Co eingeschränkt ist, etc.
 
Heute überschneidet sich wirklich alles hier ;)

@ Seducer:

Also ich denke, dass Dom nicht NUR dafür da ist, Subies Fantasien und Wünsche zu erfüllen. Dies mag vielleicht! vielleicht im Pro-Dom-Verhältnis so sein, aber in einer (Spiel)Beziehung ist es doch ein stetiges Geben und Nehmen. Eine Beziehung muss immer Komprosmiss sein!

Dafür ist es nun auch einmal erforderlich diese Wünsche und Neigungen sehr gut zu kennen.

Wenn wir jetzt das Pro-Dom SPiel oder den ONS hernehmen, so muss man sich da eben langsam rantasten bzw. eben vorher darüber reden.
Da ich aber oft z.B. im SMart privat mit mir völlig unbekannten Leuten gespielt habe, war dafür eigentlich keine Zeit. Und das waren oft die geilsten Spiele überhaupt!

Grundsätzlich glaube ich, dass Grenzen fliessend sind und natürlich sich auch langsam verschieben können. Trotzdem kann ich mir nur vorstellen, dass das Ausloten dieser Grenzen seriöserweise erst dann erfolgt, wenn Dom und Sub sich bereits sehr gut kennen und schon einige gemeinsame Spiele erlebt haben. In einem solchen Fall sollte die verbale und nonverbale Kommunkikation eigentlich ausreichen, um Grenzen zu erkennen und auch zu respektieren.
Aber das ist vermutlich nur der Idealfall.

Grundsätzlich sind Grenzen natürlich fließend. Wobei es Leute gibt, die ihre Tabus haben, da fährt die Eisenbahn drüber.
Natürlich gibt es aber viele Menschen, die ihre Grenzen/Tabus haben und bereit sind, mit dem passenden Partner diese auch langsam zu übersteigen.
Dies kann durchaus schon in einem ersten Spiel passieren. Idealfall - also ich habe wie gesagt oft mit mir völlig unbekannten Menschen gespielt und das waren genau solche wie Du es nennst, Idealfälle ;)

Es sollte nicht nur in längeren Beziehungen ausreichen, nonverbal zu reagieren. Für mich gehört das prinzipiell zum Spiel dazu. Schon alleine, weil ich ein Mensch bin, der sehr wenig redet in Sessions.
Grenzen muss man aber immer respektieren - egal wie sie an einen herangetragen werden. Aber ich denke, das wolltest Du damit sagen!

Natürlich kann ich auch die psychologische Wirkung eines SW erkennen und denke, dass es sehr wohl als eine sinnvolle Art der Absicherung für beide Seiten angesehen werden kann.

Wie gesagt, es soll jeder so handhaben, wie er sich sicher fühlt. Aber darauf möchte ich gleich nochmal auf das Post von Andra eingehen!

@ Andra:

da sieht man, wie unterschiedlich doch die Erfahrungen sind.

Zitat von Silver-Moon
[...]Ist für mich so ein bisschen wie der Sicherheitsgurt beim Auto: hoffentlich brauche ich ihn nicht, aber ich würde trotzdem nicht ohne fahren.

Guter Vergleich.

So würde ich das z.B. nicht sagen.
Sicherheitsgurt retten Leben - meistens zumindest. Aber auch nur, wenn man mit dem nötigen Hausverstand Auto fährt und nicht bei Wind und Wetter rast wie ein Verrückter.

Jedoch kann man das nur schlecht vergleichen.
Einen Sicherheitsgurt kann ich nicht durch Reden wett machen. In einem SM-Spiel kann ich aber sehrwohl durch ein Gespräch/ein NEIN die Wogen glätten. Bzw. es als Dom gar nicht so weit kommen lassen, weil man vorher schon defensiv gefahren ist und gar nicht so weit geht!
Und sollte man wirklich mal die nasse Fahrbahn zu spät gesehen haben, reicht es sehrwohl aus, wenn Sub sagt "Nein".

Und aus meiner Erfahrung kann ein kleiner Anker auch Freiheiten geben, eigen gesetzte Grenzen behutsam zu überschreiten.

Dazu brauche ich z.B. aber kein Codewort. Wenn andre sich damit wohler fühlen, ist es auch ok.

Zitat von Seducer
Allerdings kann ich mir vorstellen, dass viele, die vielleicht schon einmal eine schlechte Erfahrung gemacht haben, sich mit einem Safeword, oder was auch immer, absichern möchten.
Dabei sollten sie eigentlich eher das Vertrauensverhältnis hinterfragen, das meiner Meinung nach, sowieso die wichtigste Vorraussetzung für gute Spiele darstellt.


Eben genau diese Leute sind es in der Hauptsache, die sich mit Safeword noch sicherer fühlen. Und auch genau deshalb bezeichne ich es als Safeword; ich biete es für die psychologische Sicherheit meines (Spiel)partners an. In diesem Zusammenhang habe ich es in der Form erlebt, dass das Sich-Fallen-Lassen wesentlich einfacher war - auch bei Anfängern.
Und im Hinblick darauf, dass jemand seine Vorlieben erst kennenlernen möchte und einen kleinen Rundum-Einblick haben will, befinde ich es für mein Wirken als selbstverständlich. Ob es eine Beurteilung bzgl. der Qualität des dominanten Parts aussagt, wage ich hier zu verneinen.

Wie gesagt, ich habe diese Erfahrungen eigentlich so gut wie nie gemacht.
Egal ob das Spiel nach solch schlechten Erfahrungen privat oder im "Studio" passierte.

Ich bin der Meinung, dass BDSM ein stetiges Geben und Nehmen ist. In Pro-Dom-Spielen vielleicht mehr Geben als Nehmen.
Es soll beiden gefallen und Spaß machen. Meinen Willen setze ich durch, aber ich gehe nicht über Leichen. Und wenn ich merke, dass eine Situation nicht passt (zuviel egal ob körperlich oder geistig), dann steht mein Wille hinten an. Die Unversehrtheit ist das Wichtigste.

Es gibt nichts Schöneres, als jemanden sanft über seine Grenzen zu führen und dann den Stolz in den Augen brennen zu sehen. Jemanden fliegen zu sehen in einer Session. Mit ein wenig Gefühl im Blut erkennt man aber sehrwohl, an den Reaktionen des andren, ob das was man tut, das Richtige ist oder nicht.
Es gibt soviele Reaktionen die nonverbal schon lange vorher passieren, bevor jemand ein Codewort einsetzt. Oft wird lange überlegt dieses zu verwenden. Die Gedanken kreisen darum, "Soll ich oder soll ich nicht". Soweit kommt es gar nicht, wenn ich diese nonverbalen Reaktionen beachte und aufhöre oder anders weitermache bzw. denjenigen auffange, bevor er abstürzt.

...weil es bei vielen eine Verankerung mit dem Unterbewusstsein ist und am ehesten ins Gedächtnis zurück kommt, als z. B. Wackelpudding oder Nudelholz.

Meinst jetzt die Ampelcodes?

LG,
Katarina


 
Oha. Das werden die Vertreter der "reinen Lehre" aber nicht gerne hören... Im Ernst: in der Profiszene, natürlich, man geht in ein Studio oder zu einer Domina weil man seine Wünsche umsetzten möchte, und zahlt dafür -- ein mehr oder weniger normales Geschäft. Privat gilt das mE so aber nicht mehr, da möchte ich als Dom doch mehr sein als Erfüllungsgehilfe der "geheimen" Phantasien meiner Sub (und vice versa).

Formulieren wir es ein bisschen anders: Der oder die Dom(me) ist dafür da, um, in Ergänzung mit seinem Partner, deren geteilten sexuellen Vorlieben hoffentlich lustvoll umzusetzen. Dass man den Partner dazu gut kennen sollte ist natürlich richtig, aber nicht unbedingt zwingend. Und auch in gut eingespielten Partnerschaften kann mal "etwas" passieren, gut, wenn dann wenigstens die Kommunikation eindeutig ist; gerade wenn man zB das Gesicht nicht sieht (dunkel), oder die Körpersprache durch zB Fesseln & Co eingeschränkt ist, etc.

Also, meiner bescheidenen Meinung nach, sollte Dom die eigene Lust daraus ziehen, das Spiel für den/die Sub so erregend wie möglich zu gestalten.
Ich glaube auch, dass SM nicht wirklich die passende Bezeichnung für diese Art der Spiele ist, aber das ist eine andere Geschichte. ;)
 
@ Silvermoon,

Oha. Das werden die Vertreter der "reinen Lehre" aber nicht gerne hören... Im Ernst: in der Profiszene, natürlich, man geht in ein Studio oder zu einer Domina weil man seine Wünsche umsetzten möchte, und zahlt dafür -- ein mehr oder weniger normales Geschäft. Privat gilt das mE so aber nicht mehr, da möchte ich als Dom doch mehr sein als Erfüllungsgehilfe der "geheimen" Phantasien meiner Sub (und vice versa).

Da brauch ich kein Anhänger irgendeiner Lehre sein - ob rein oder schmutzig.
Wie Du richtig sagst, SM und Sex (gehören ja zsamm) ist ein stetiges Geben und Nehmen.
Wie ich schon sagte - in einer Pro-Dom-Session mag es vielleicht ein wenig anders sein. Aber auch hier kommt es darauf an, was man sich vorher ausmacht.

Wenn nur Dom Subbies Wünsche erfüllt, wäre das wohl eine sehr einseitige Sache und schnell dem Scheitern verurteilt.
Schließlich will Dom ja auch seine/ihre sexuellen Lüste/Fantasien/Wünsche erleben. Mag vielleicht bei der einen oder andren Domina nicht so sein, aber in priv. Beziehungen kenne ich niemanden, der nicht auch auf seine eigenen Wünsche schaut.

@ Seducer:

Also, meiner bescheidenen Meinung nach, sollte Dom die eigene Lust daraus ziehen, das Spiel für den/die Sub so erregend wie möglich zu gestalten.
Ich glaube auch, dass SM nicht wirklich die passende Bezeichnung für diese Art der Spiele ist, aber das ist eine andere Geschichte.

(Er)lebst Du BDSM auch oder glaubst Du das nur?
Entschuldige, SM/BDSM/FETISCH oder wie immer Du/wir es nun bezeichnen, ist doch sexuell motiviert. Oder glaubst wirklich, dass ein(e) Dom alleine vom Peitschen sexuell befriedigt ist?
Natürlich erregt es den sad. veranlagten in dem Moment. Aber auch Dom möchte seine Lust erleben. Oder lässt Du dich in einer Blümchenbeziehung nur befriedigen oder befriedigst Du nur ohne selber was davon zu haben?

LG,
Katarina
 
Hehe, wie war das nochmal mit dem Sich-Überschneiden?

Sicherheitsgurt retten Leben - meistens zumindest. Aber auch nur, wenn man mit dem nötigen Hausverstand Auto fährt und nicht bei Wind und Wetter rast wie ein Verrückter.

Na klar. Auch das Safeword ist kein Ersatz für gesunden Hausverstand, da waren wir uns ja einig.

Einen Sicherheitsgurt kann ich nicht durch Reden wett machen.

Aber durch, was weiß ich, defensives Fahren, langsames Fahren... Ein Restrisiko bleibt immer, aber man kann das in allen Fällen minimieren. Noch einmal: Ich bin seit knapp 10 Jahren SMler, und ich oder eine meiner Partnerinnen haben das Safeword noch nie gebraucht.

Dazu brauche ich z.B. aber kein Codewort. Wenn andre sich damit wohler fühlen, ist es auch ok.

Wie man es jetzt nennt, ist ja nun wirklich nicht so wichtig. "Nein" kann halt, abhängig vom Szenaro, durchaus auch gespielt sein, "Mayday" (oder was auch immer) aber nicht.

Ich bin der Meinung, dass BDSM ein stetiges Geben und Nehmen ist.

Ja, klar wie das halt so ist beim Sex :-)
 
Silvermoon, wenn ich absolut null Risiko will, bleibe ich zu Hause und geh nicht mehr vor die Türe.

SM wird immer ein gewisses Risiko in sich haben. Ob dies nun körperlich oder geistig ist, ist unbedeutend.
Wenn ich SM (er)lebe, dann muss ich mir im Klaren sein, dass immer mal was passieren kann. Dies kann weder ein Codewort noch ein Nein verhindern. Dann kann es nämlich schon zu spät sein.

Ich bin halt der Meinung, dass man so spielen sollte, dass ein Codewort gar nicht erforderlich ist, weil man jede Regung deuten kann.
Klar, wenn mir Sub nichts an Feedbacks liefert (egal ob non- oder verbal), dann wird daraus nichts. Aber diese Menschen sind auch mit Codewort nicht vor ihrem Unglück sicher.

Wie gesagt, das sind nur meine Empfindungen. Die sind auf keinen Fall für alle gültig.

Lieben Gruß,
Katarina
 
Also, ich denke mir, dass der/die Dom eigentlich dafür da ist, um dem/der Sub die geheimen Wünsche zu erfüllen. Dafür ist es nun auch einmal erforderlich diese Wünsche und Neigungen sehr gut zu kennen.
Also das Gute-Fee-Spiel verbunden mit Rate mal mit Rosental und einer Portion Uneigennützigkeit verziert?:mrgreen:

Ok *grins*, und jetzt mein Gedankengang:
Ein perfektes Zusammenspiel aus Dominanz und Devotanz (als Beispielträger), ein Miteinander und das Verschmelzung zu einem Ganzen. Lust und Qual, gepaart mit der richtigen Portion Erotik, Nehmen und Geben im Gleichgewicht mit Belastbarkeit und Erbarmen und als krönender Abschluss die gemeinsame Erfüllung beider Neigung und Gesinnung.

Grundsätzlich glaube ich, dass Grenzen fliessend sind und natürlich sich auch langsam verschieben können. Trotzdem kann ich mir nur vorstellen, dass das Ausloten dieser Grenzen seriöserweise erst dann erfolgt, wenn Dom und Sub sich bereits sehr gut kennen und schon einige gemeinsame Spiele erlebt haben.
Einige Grenzen werden schneller überwunden als andere, Neigungen verlagern, verringern oder intensivieren sich und je nach Gegenüber, verspürt man Gelüste, die von Fall zu Fall (bzw. von Dom zu Dom) variieren können.
Es ist halt wie im Leben: Mit einigen Menschen magst Du nur eine Freundschaft pflegen, mit anderen nur eine Bekanntschaft und andere bringen Dich auf sexuelle Gedanken.
Oder anders:
Mit Deiner vorletzten Ex hat Dir der Analverkehr mehr Spaß gemacht, mit der letzten waren es die Oralvergnügungen und mit Deiner jetzigen möchtest Du am liebsten den variablen GV.

In einem solchen Fall sollte die verbale und nonverbale Kommunkikation eigentlich ausreichen, um Grenzen zu erkennen und auch zu respektieren.
Aber das ist vermutlich nur der Idealfall. ;)
Das ist auch der gewünschte Idealfall innerhalb einer Ehe, zwischen Geschwistern oder Freunden.
Und auch wenn das funktioniert, dann sind da noch die Praktiken, wo Knebel, Augenbinde, Maske oder Latexsack ins Spiel kommen. Und mal ganz ehrlich, da wird es doch schon schwierig, mit der nonverbalen Konversation. ;)

Natürlich kann ich auch die psychologische Wirkung eines SW erkennen und denke, dass es sehr wohl als eine sinnvolle Art der Absicherung für beide Seiten angesehen werden kann.
Ein interessantes Statement, welches intern sowohl das Pro, als auch das Contro beinhaltet.
:daumen:

...ich bin aber ziemlich aufmüpfig. :mrgreen::bussal:
Damit kann ich umgehen...:lol:
 
Silvermoon, wenn ich absolut null Risiko will, bleibe ich zu Hause und geh nicht mehr vor die Türe.

Einverstanden, das gilt sowohl für's Autofahren wie für SM. Da wir das aber erklärtermaßen nicht wollen, stellt sich für mich die Frage nach dem, sagen wir, Restrisikomanagement. Und dagehören für mich Sicherheitsgur ind Safeword dazu, aber ich erhebe keinen Anspruch darauf die alleinseeligmachende Lösung zu besitzen.

Ich bin halt der Meinung, dass man so spielen sollte, dass ein Codewort gar nicht erforderlich ist, weil man jede Regung deuten kann.

Bis hierher sind wir uns eh soweit einig. Und ich bin halt der Meinung, man sollte trotzdem eins haben, und Du, das sei nicht notwendig. Ich kann mit dieser Differenz leben :-)
 
Hello,

Silvermoon, wir sind uns zwar einig, aber trotzdem hast mich da ein wenig - ein klitzeklein wenig mißverstanden!

Zum Risiko.
Es ging mir lediglich ums Restrisiko.
Das soll aber auf keinen Fall heißen, dass ich das Risiko liebe. Weder beim SM noch weniger beim Autofahren. Diese beiden Beispiele waren sowieso nicht wirklich zielführend.

Ich meinte nur, wenn ich gar kein Risiko will, darf ich zu Hause bleiben und selbst da könnte ich über meinen Hund stolpern.
Denke Du weißt, worauf ich raus will.

Bis hierher sind wir uns eh soweit einig. Und ich bin halt der Meinung, man sollte trotzdem eins haben, und Du, das sei nicht notwendig. Ich kann mit dieser Differenz leben :-)

Schön, ist ja auch völlig in Ordnung, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind - wäre ja fad.
Freut mich aber, dass man mit Dir darüber so schön wertfrei diskutieren kann. Aber wie gesagt, wenn sich jemand in einer Session mit mir mit Codewort sicherer fühlt und mich danach fragt, darf er natürlich eines nennen. Aber so gut wie immer kam es nie dazu.

@ Andra:

Das ist auch der gewünschte Idealfall innerhalb einer Ehe, zwischen Geschwistern oder Freunden.
Und auch wenn das funktioniert, dann sind da noch die Praktiken, wo Knebel, Augenbinde, Maske oder Latexsack ins Spiel kommen. Und mal ganz ehrlich, da wird es doch schon schwierig, mit der nonverbalen Konversation.

Und jetzt sagst mir bitte, wie man mit dem Knebel das Codewort "Sonnenschein" sagt. :mrgreen:

Spaß beiseite!
Diesen Idealfall gibt es meist außerhalb einer Ehe viel öfter. Warum bedarf es einer so innigen Beziehung um nonverbale Reaktionen zu deuten?
Das tät mich interessieren.

LG,
Katarina
 
So würde ich das z.B. nicht sagen.
Sicherheitsgurt retten Leben - meistens zumindest. Aber auch nur, wenn man mit dem nötigen Hausverstand Auto fährt und nicht bei Wind und Wetter rast wie ein Verrückter.
Naja, wenn Du es wörtlich nimmst, hast Du schon Recht. Siehst Du es jedoch als Metapher, dann kommt es wieder hin.

In einem SM-Spiel kann ich aber sehrwohl durch ein Gespräch/ein NEIN die Wogen glätten. Bzw. es als Dom gar nicht so weit kommen lassen, weil man vorher schon defensiv gefahren ist und gar nicht so weit geht!
Wobei ein 'nein' in einigen Spielen absolutes Must ist (z. B. Verhöre) und dann aufzuhören liegt auch nicht im Sinn des/der Beteiligten.
Defensivität in allen Ehren, doch ein masochistisch veranlagten Mensch will gefordert werden.

Meinst jetzt die Ampelcodes?
Jepp.

LG
 
Silvermoon, wir sind uns zwar einig, aber trotzdem hast mich da ein wenig - ein klitzeklein wenig mißverstanden!

Wirklich? Mal schauen :-)

Es ging mir lediglich ums Restrisiko. Das soll aber auf keinen Fall heißen, dass ich das Risiko liebe. Weder beim SM noch weniger beim Autofahren. Diese beiden Beispiele waren sowieso nicht wirklich zielführend.

Kein Widerspruch bis hierher.

Ich meinte nur, wenn ich gar kein Risiko will, darf ich zu Hause bleiben und selbst da könnte ich über meinen Hund stolpern. Denke Du weißt, worauf ich raus will.

Ja. Ich sehe auch nicht, wo ich Dich hier missverstanden haben soll, das sehe ich nämlich ganz genauso.
 
Und jetzt sagst mir bitte, wie man mit dem Knebel das Codewort "Sonnenschein" sagt. :mrgreen:
Ich probiere es beim nächsten Mal mit meinem Sub aus und erzähle es Dir. ;)

Diesen Idealfall gibt es meist außerhalb einer Ehe viel öfter. Warum bedarf es einer so innigen Beziehung um nonverbale Reaktionen zu deuten?
Das tät mich interessieren.
Ich denke, dass das Bestreben eines jeden Paares, egal ob Freundschaft, Partnerschaft oder Liebe eben das ist, die verwandte Seele, den Gleichdenker oder sogar die Dualseele zu finden bzw. gefunden zu haben.
Nonverbaler Konversation im allgemeinen Maß ist wohl in jeglicher Konstellation möglich, wie auch des öfteren in feucht-fröhlichen Werbespots zu sehen ist.
Ich empfand das Posting von Seducer jedoch auf höherer emotionaler Basis und in diesem Sinn habe ich geantwortet.

LG
 
Hello,

Naja, wenn Du es wörtlich nimmst, hast Du schon Recht. Siehst Du es jedoch als Metapher, dann kommt es wieder hin.

Wohin? Dass wenn man mit dem nötigen Hausverstand spielt, schon lange vorher erkennen kann, dass was zuviel ist/wird?!
Genauso wie beim Autofahren, wenn ich vorne eine Nebelfront sehe - dann werde ich schon vorher langsamer, nicht erst wenn ich drin bin. Wie beim Glatteis. Wenn ich erst bremse, wenn ich drauf bin, ist es schon zu spät - meistens zumindest!
Beim Auto heisst es devensiv fahren - beim SM halt Rücksicht und Sachverstand. Oder nenn es wie Du willst.

Wobei ein 'nein' in einigen Spielen absolutes Must ist (z. B. Verhöre) und dann aufzuhören liegt auch nicht im Sinn des/der Beteiligten.
Defensivität in allen Ehren, doch ein masochistisch veranlagten Mensch will gefordert werden.

Jetzt nimmst Du aber alles sehr wörtlich.
Wie Silvermoon oder war es Barfly richtig sagte - es kommt auf den Ton an.
Natürlich werde ich nicht aufhören, wenn Sub nein in einem Verhör sagt, wenn ich sowas machen würde. Aber ich würde sehrwohl aufhöhren, wenn Sub sagt "Stopp, mir ist schlecht geworden oder mir wird schlecht" oder was auch immer!
Thats the different!

Mein Lieblingssubbie z.B. zappelt wie ein Verrückter in seinen Seilen. Jammert und verneint alles. Provoziert mich, dass es eine Freude ist. Aber wenn was nicht passt, haben wir uns noch vom ersten Tag an bestens verstanden und richtig erkannt.

...weil es bei vielen eine Verankerung mit dem Unterbewusstsein ist und am ehesten ins Gedächtnis zurück kommt, als z. B. Wackelpudding oder Nudelholz.

Also ich zumindest habe die Erfahrung gemacht, dass wenn wirklich mal was eng wurde - (aber nicht, weil ich nicht aufgepasst habe), dass da alles nur kein Codewort rausgekommen wäre.
In dieser Situation haben die Menschen, sowas von nüchtern reagiert, da konnte man gar nichts mißverstehen - es sei denn, man hat überhaupt kein Gefühl.
Und ich rede jetzt nicht davon, wenn man mal ein wenig zu fest hinhaut.

Aber wie gesagt, jeder soll so spielen, wie er sich am besten fühlt.
Mit einem Codewort kann ich leben. Ampelcodes z.B. würde ich nicht akzeptieren. Wenn man sich mit mir einlässt, weiß man das und akzeptiert es. Wenn nicht - es bleibt jedem frei, nicht mit mir zu spielen.

LG,
Katarina
 
@ Andra:

Ich denke, dass das Bestreben eines jeden Paares, egal ob Freundschaft, Partnerschaft oder Liebe eben das ist, die verwandte Seele, den Gleichdenker oder sogar die Dualseele zu finden bzw. gefunden zu haben.
Nonverbaler Konversation im allgemeinen Maß ist wohl in jeglicher Konstellation möglich, wie auch des öfteren in feucht-fröhlichen Werbespots zu sehen ist.
Ich empfand das Posting von Seducer jedoch auf höherer emotionaler Basis und in diesem Sinn habe ich geantwortet.

Und ich habe auf höherer Ebene zurück geantwortet ;)

Ich tät sagen, das kommt aufs Paar an. Sicher wäre ich mir nicht, ob jedes Paar das genauso möchte!
Und ich kann trotzdem nonverbal kommunizieren, auch wenn ich nicht seelenverwandt bin.

Es hat sich aber so angehört, als ob das nur dann möglich ist.
Darauf hab halt ich geantwortet!

Ich probiere es beim nächsten Mal mit meinem Sub aus und erzähle es Dir.

Ok, nur sag mir, warum ich dafür extra ein ausgemachtes Wort benötige, wenn eh nicht sicher ist, ob Du es überhaupt verstehen wirst... ;)


@ Silvermoon:

Ja. Ich sehe auch nicht, wo ich Dich hier missverstanden haben soll, das sehe ich nämlich ganz genauso.

Gut, missverstanden war vielleicht das falsche Wort. Du hast es offensichtlich richtig verstanden.
Ich meinte vielleicht eher, dass ich es so nicht stehen lassen möchte.
Denn so wie Du es zitiert hattest, konnte es leicht falsch verstanden werden. Alles klar ;)

Lieben Gruß,
Katarina
 
Ich hatte mit dem Ex mit dem ich angefangen habe mit BDSM und den ich auch heute noch manchmal zum Spielen treffe nie ein Safewort. Es war auch nie nötig da er immer zweimal so vorsichtig war wie mir lieb war, immer geschaut hat und im Zweifel auch nachgefragt hat. Auch hatte er nie ein Problem damit zu unterscheiden, wann er mich zappeln lassen kann und wann ein Fuchteln mit der Hand ein ernster Einspruch war. Wir konnten da auch über Safeworte unbeschwert juxen ( "au AU AUUU!!" "Au ist kein Safewort..." "Wasserboiler!" *patsch* "Auuuhuuhuuuuuu" doch ich hab dann auch gelacht ;) )

Der einzige Fall wo es je zu einem Missverständnis gekommen ist, war völlig unzugänglich für die Sicherungsmethode "Safewort", da es ein rein psychologisches Ding war und ich da auch ein Safewort nicht benutzt hätte.

Sollte ich aber mal mit jemandem zum Spielen kommen, dem Vorsicht und Feingefühl fehlen oder der mich dies zumindest annehmen lässt (was die Sache eh schon recht unwahrscheinlich macht ;) ), dann, ja dannnnn, werde auch ich mal ernsthaft zum "Wasserboiler" greifen ^^
 
Wohin? Dass wenn man mit dem nötigen Hausverstand spielt, schon lange vorher erkennen kann, dass was zuviel ist/wird?!
Genauso wie beim Autofahren, wenn ich vorne eine Nebelfront sehe - dann werde ich schon vorher langsamer, nicht erst wenn ich drin bin. Wie beim Glatteis. Wenn ich erst bremse, wenn ich drauf bin, ist es schon zu spät - meistens zumindest!
Beim Auto heisst es devensiv fahren - beim SM halt Rücksicht und Sachverstand. Oder nenn es wie Du willst.
Bin ich beim Hausverstand, dann nehme ich ihn mit zum Einkaufen;
lebe ich mich im BDSM aus, benutze ich meinen Menschenverstand und meine Menschenkenntnis. Mag sein, dass ich in diesem Punkt die österreichische Mentalität noch nicht verstanden habe, jedoch sehe ich in diesem Punkt - für mich gesehen - sehr relevante Unterschiede. Auch ist es für mich kein Widerspruch in sich, wenn ich doppelt abgesichert bin.

Jetzt nimmst Du aber alles sehr wörtlich.
Sorry, hab Dein Schild übersehen... :mrgreen:
Nein ernsthaft: Es sind ja hier auch Leute unterwegs, die BDSM derzeit nur im Kopf haben und da kann es schon einmal aufgeschnappt werden, das "Nein" als Safeword ebenfalls im Gebrauch ist.

Wie Silvermoon oder war es Barfly richtig sagte - es kommt auf den Ton an.
Natürlich werde ich nicht aufhören, wenn Sub nein in einem Verhör sagt, wenn ich sowas machen würde. Aber ich würde sehrwohl aufhöhren, wenn Sub sagt "Stopp, mir ist schlecht geworden oder mir wird schlecht" oder was auch immer!
Thats the different!
The difference generally!
'Stopp, mir ist schlecht geworden' - klarer formuliert kann es nicht sein. Wer da nicht hin- bzw. aufhört, sollte dringend ein Hörgerät einsetzen und die Finger von sämtlichen Aktivitäten jeglicher Art lassen.
Unsere Ansichten sind eben contrapolarer Art, was auch den Reiz ausmacht, mit Dir zu diskutieren. Wobei weder das eine richtig, noch das andere falsch ist. Verschiedene Menschen, verschiedene Ansichten, verschiedene Meinungen - und dafür habe ich mich ja hier registriert. Ansonsten würde ich mich nur noch mit mir unterhalten. ;)
 
@ Haikuli:

Du hast genau das richtige gesagt.
Wenn das Gefühl, der Verstand, vorallem aber der Draht zueinander nicht da ist, würde ich auch nicht spielen. AUch nicht im Studio. Und es kam durchaus schon vor, dass ich jemanden heimgeschickt habe, weil genau das gefehlt hat.

Lieber einmal vorsichtig und weniger - als zweimal zuviel.
Steigern kann man immer noch - rückgängig machen nimmer!

@ Andra:

Bin ich beim Hausverstand, dann nehme ich ihn mit zum Einkaufen;
lebe ich mich im BDSM aus, benutze ich meinen Menschenverstand und meine Menschenkenntnis.

Nenne es wie Du willst.
Ob Hausverstand oder Menschenverstand. Wie man es auch nennt, ich denke, wir brauchen hier nicht faule Erdäpfel klauben.
Den Menschenverstand brauche ich, wenn ich mit unterschiedlichen Menschen spiele. Den Hausverstand, um mit diesen gesund zum Ende zu kommen. Die Menschenkenntnis um die Situation zu deuten.
Ich hätte es auch noch ausführlicher schreiben können, jedoch wäre mein Post dann noch länger geworden.
Gemeint hab genau das.

Zum Einkaufen verwende ich meinen Einkaufszettel, da brauch ich weniger den Verstand. Wobei der nicht so schlecht ist, um sich nicht von irgendwelchen Angeboten einlullen zu lassen. Also, hier sind wir schon wieder beim SM - die Kreise schließen sich! ;)

Unsere Ansichten sind eben contrapolarer Art, was auch den Reiz ausmacht, mit Dir zu diskutieren. Wobei weder das eine richtig, noch das andere falsch ist. Verschiedene Menschen, verschiedene Ansichten, verschiedene Meinungen - und dafür habe ich mich ja hier registriert. Ansonsten würde ich mich nur noch mit mir unterhalten.

Bingo - und ich habe jauch gesagt, wenn man Lust hatte, meine langen Posts heute zu lesen, dass dies auf keinen Fall für alle Gültigkeit haben kann und vorallem muss.
Jeder soll sein Leben so leben, wie er möchte. Genauso soll er beim SM das tun, was er für sich am besten findet.

Und trotzdem nehme ich mir jetzt heraus zu sagen, dass ich deswegen auf keinen Fall unvorsichtiger, schlechter, besser oder gefährlicher spiele als Du. Anders eben und das ist auch gut so.

Lieben Gruß,
Katarina

 
Zum Einkaufen verwende ich meinen Einkaufszettel, da brauch ich weniger den Verstand. Wobei der nicht so schlecht ist, um sich nicht von irgendwelchen Angeboten einlullen zu lassen. Also, hier sind wir schon wieder beim SM - die Kreise schließen sich! ;)
Wobei manche puppige Angebote, wenn ich mir das Smart so ansehe, durchaus ihren Reiz haben. Für mich jedoch weniger zum Einlullen, als zum Lachen. :mrgreen:

Und trotzdem nehme ich mir jetzt heraus zu sagen, dass ich deswegen auf keinen Fall unvorsichtiger, schlechter, besser oder gefährlicher spiele als Du. Anders eben und das ist auch gut so.
Dich schlecht geschrieben, habe ich nicht, liebe Katarina. Aber naja... dichten ist ja auch mal ganz nett, gelle... :mrgreen:
 
Hi Leute

Wenn ich mir daß so durchlese und einigermaßen mitbekommen hab ist ein safeword nicht sehr verbreitet oder wird nicht wirklich gerne verwendet.

Bei Amateuren die einfach nur mal etwas heftiger hineinschnuppern wollen (zuhause) glaube ich zumindest es gibt beiden mehr Sicherheit und man hat immer noch eine Tür offen um indirekt zu sagen "daß" ist nicht was ich mir vorgestellt hab.
 
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