Männer behandeln Frauen schlecht, die sie eigentlich lieben.

Das ist eine Interpretation, die nicht Ockhams Sparsamkeitsprinzip nahe kommt.
So einfach funktioniert die menschliche Psyche aber nicht.
Einfach schlecht erzogen, sie wissen, dass Mama und Papa es sich gefallen lassen und trotzdem für sie da sind.

Das sind die typischen Kinder, die daheim kein Nein kennen und keine Konsequenzen.
Die Kinder, die Zuhause kein Nein kennen, erkennt man auch in der Schule meist sehr gut 😉
Wie entwickelt sich soziales Verständnis? Indem man mitbekommt, dass man einen Nachteil erleidet, wenn man sich wie ein Arsch benimmt. In der Schule, bei den Verwandten, Freunden ...
Negatives Verhalten erzeugt negative Konsequenzen. Daraus resultiert dass sich das negative Verhalten verringert. Nur solch eine klassische Konditionierung funktioniert nur bedingt und noch lange nicht bei jedem/jeder. Es können auch ander Verhalten aus negativen Konsequenzen hervorgehen. ZB kann daa Individuum die negativen Konsequenzen auch einfach anders für sich interpretieren. zB die sind eh alle blöd, Schule ist Scheisse, die Gesellschaft ist doof, lernen ist nur für Streber, gesittetes Bürgertum ist nur was für Spieser etc... passiert oft aus Selbstschutz. Es ist nunmal nicht so einfach mit einer gestörten Impulskontrolle nicht gleich jedem Reiz zu erliegen. Prioritäten zu setzen, die einem in der Zukunft zwar Vorteile bringen aber im hier und jetzt gefühlt eben nicht. Solche Menschen brauchen mehr Training, mehr Begleitung, mehr Skills und Tricks für den Alltag und das am besten in jungen Jahren.
Du kannst Sozialverhalten aber gerne als "Maske" bezeichnen ...
Naja... zb Smaltalk zu führen ist für einige Leute extrem anstrengend aber sie haben es gelernt und können es einigermassen, wenn nötig, weil sie wissen es gehört dazu. Kostet aber Energie und zuhause werden diese dann kaum mehr die Lust dazu haben, auch noch das gefühlt oberflächliche Bla des Partners/ der Partnerin sich anzuhören und darauf passend zu reagieren. Irgendwann ist die Batterie aufgebraucht und die Maske fällt unweigerlich.
 
In dem Kontext ist aber auch das Phänomen beurteilenswert, dass heute plötzlich so extrem viel mehr ADHSler und Autisten existieren wie nie zuvor.
Falsch, heute kennt man den Namen dafür. Früher nannte man diese Leute einfach anders...

Grad ADHS Gehirne sind ja in Extremsituationen gegenüber neurotypischen Gehirnen meist im Vorteil und da wir Menschen (insbesondere in den hoch industrislisierten Nationen) erst relativ kurz in sehr geordneten Bahnen leben war früher somit ein ADHS Gehirn von Vorteil und es muss uns darum nicht wundern, das wir auch heute noch sehr viele sind.
Offenbar fördert eine integrative Gesellschaft die Existenz solcher Krankheiten.
Ist keine Krankheit. Ok in Extremform nahe davon.
Zum Teil sicher weil diese Krankheiten von manchen Menschen nicht mehr als Stigma gesehen werden. Zum Teil aber auch deshalb, weil so das Leben einfacher wird.
Ja es wird einfacher, weil man sich selbst besser versteht. Weil man selbst nicht an sich und seiner geglaubten Unfähigkeit verzeifelt, weil man gezielt Skills und Strategien für den Alltag entwickeln kann, weil man auch bewusster seine Berufswahl treffen kann wo man eben rein passt etc.... ist doch gut, kann das Leben für gewisse Menschen so einfacher gemacht werden, oder? Ein "ich hab halt ADHS und kanns drum nicht" gibts auch heute nicht. Man muss sich den Anforderungen des Leben immer noch stellen. Aber heute hat man dafür, dank der allgegenwärtigkeit des Themas, endlich mehr geeignete Werkzeuge dazu.
Fallen Menschen, die behaupten, ADHS oder Autismus zu haben, um sich das Leben leichter zu machen, in die Gruppe "Arschlöcher"?
ich hoffe der Trend Narzist zu sein kommt irgendwann auch mal hoch 😉
Wie immer, es ist der Gesellschaft intrinsisch, sich der Arschlöcher zu entledigen.
jo scheint ja wunderbar zu funktionieren wenn man sich so die aktuelle Weltpolitik anschaut...
 
Hi,

wobei, ich bin grad durch den Bahnhof gegangen, die schlimmste geistige Behinderung ist nicht ADHS oder Autismus, sondern der Drang permanent auf sein Mobiltelefon zu schauen, mitten im Gehen in einer Gruppe einfach stehen zu bleiben, weil man ja ganz dringend was tippen muss und auch sonst nicht mehr viel von seiner Umwelt wahrzunehmen. :D

LG Tom

Na ja.
So ein Bahnhof ist oft nicht gerade ein einladender Ort und besonders wenn man viel unterwegs ist, gibt es Momente von Langeweile und Erschöpfung, in denen man seine Umwelt auch gar nicht mehr wahrnehmen möchte, sondern sich einfach möglichst qualitativ ablenken, damit die Zeit vergeht. Handy kann sich diesbezüglich schon als wahrer Segen erweisen.
 
Na ja.
So ein Bahnhof ist oft nicht gerade ein einladender Ort und besonders wenn man viel unterwegs ist, gibt es Momente von Langeweile und Erschöpfung, in denen man seine Umwelt auch gar nicht mehr wahrnehmen möchte, sondern sich einfach möglichst qualitativ ablenken, damit die Zeit vergeht. Handy kann sich diesbezüglich schon als wahrer Segen erweisen.
Genau wie du sagst - Auf der Inntalautobahn, bei 102km/h laut Tempomat auf der Überholspur, nehm ich vor Langeweile auch immer das Handy zur Hand. Die Anderen werden schon aufpassen dass ich unbeschadet durchkomme. 🤦
 
Ich halte nichts vom Bekämpfen von Symptomen ohne an die Wurzel zu gehen.
Andererseits wenn da nichts mehr zu machen ist, quasi austherapiert, dann bleibt mitunter nur noch Symptombekämpfung und sei es durch Amputation.
Schön zu lesen, ich behaupte sogar, wir befinden uns mitten im "Amputationsprozess". Althergebrachtes scheint irgendwie nicht mehr so recht greifen zu wollen. Allein wenn mir mein Sohn die Deutscharbeiten von Oberstufenschülern! zeigt, kann einem schon mulmig werden.
Wohlgemerkt, er unterrichtet im städtischen Umfeld. Zur Zeit an einem Nachhilfeinstitut neben seinem Lehramtsstudium. In vielen Schulen ist Unterricht nicht mehr möglich. Muss einfach hingeschaut werden.
Radikale Selbstverantwortung ist nicht populär, aber sie ist existentiell notwendig.


(o.t.: Woran würde ein Schulsystem gemessen werden können, damit radikale Selbstverantwortung die natürliche Norm wäre?)
 
Schön zu lesen, ich behaupte sogar, wir befinden uns mitten im "Amputationsprozess". Althergebrachtes scheint irgendwie nicht mehr so recht greifen zu wollen. Allein wenn mir mein Sohn die Deutscharbeiten von Oberstufenschülern! zeigt, kann einem schon mulmig werden.
Wohlgemerkt, er unterrichtet im städtischen Umfeld. Zur Zeit an einem Nachhilfeinstitut neben seinem Lehramtsstudium. In vielen Schulen ist Unterricht nicht mehr möglich. Muss einfach hingeschaut werden.
Radikale Selbstverantwortung ist nicht populär, aber sie ist existentiell notwendig.


(o.t.: Woran würde ein Schulsystem gemessen werden können, damit radikale Selbstverantwortung die natürliche Norm wäre?)
Schlimm wirds erst wenn die Eltern draufkommen dass doch nicht die Lehrer schuld an den Leistungen sind.

Mini ist in der 3. MS, am Land. 50% der Schüler sind nicht in der Lage dem Unterricht in Deutsch zu folgen.
Grund? Migrationskinder und kein Interesse der Eltern diese Sprache zu erlernen (Ausnahmen bestätigen die Regel), somit wird Deutsch nur in der Schulzeit verwendet.
 
Ich finde es sehr gut, dass nun doch endlich über ein social Media Verbot für jüngere Kinder/Jugendliche nachgedacht wird.
Ich fände es wichtiger, dass die Betreiber von Social Media Plattformen streng kontrolliert und reguliert werden. Reine Verbote für Kinder wirken oft nur begrenzt und lassen sich leicht umgehen, während die Plattformen weiterhin ungefilterte Inhalte verbreiten. Strengere Regeln an der Quelle schützen Kinder und Jugendliche mMn deutlich besser.
 
Ich finde es sehr gut, dass nun doch endlich über ein social Media Verbot für jüngere Kinder/Jugendliche nachgedacht wird.

würde es tatsächlich darum gehen, wäre es diskutierbar. aber in wahrheit geht es darum gar nicht! de facto bedeutet es eine registrierungspflicht auf allen social media plattformen mit realdaten. damit werden sich viele in zukunft überlegen, was sie wo schreiben. und darum geht es: um eine einschränkung kritischer meinungsäußerung oder informationen zu bringen, die von den sonst kontrollierten oder bezahlten "qualitätsmedien" unterdrückt bzw. zurückgehalten werden.
 
würde es tatsächlich darum gehen, wäre es diskutierbar. aber in wahrheit geht es darum gar nicht! de facto bedeutet es eine registrierungspflicht auf allen social media plattformen mit realdaten. damit werden sich viele in zukunft überlegen, was sie wo schreiben. und darum geht es: um eine einschränkung kritischer meinungsäußerung oder informationen zu bringen, die von den sonst kontrollierten oder bezahlten "qualitätsmedien" unterdrückt bzw. zurückgehalten werden.
Social Media ist weder kritisch, noch Meinung, noch frei. Freie Meinungsäußerung verlangt nach der Person, die sie tätigt. Von daher: Realdaten, ja bitte.
sich hinter der Mauer zu verstecken und „Arschloch“ rüberzurufen hat nichts mit Meinung zu tun.
 
Hi,

Das heißt aber nicht, dass es automatisch nur noch "falsche" adhsler und Autisten gibt.

ja. Ich kenne Menschen mit ADHS. Die regen sich am meisten über diese Mode auf.


Ich bin sehr gespannt, wie sich zb tiktok und andere Apps gesamtgesellschaftlich auswirken werden (zb Verkürzung der Aufmerksamkeitsspanne). Gut jedenfalls nicht 🫣

Da gibt es Studien dazu. Merken die Betroffenen teilweise selbst.

Heute im Zug sehe ich, wie unmittelbar nachdem ich rein kam, jemand seine Füße von der Sitzbank vis a vis nahm. Ich hatte einen jungen Burschen erwartet, war aber ein alter Sack, mindestens so alt wie ich selbst ....


LG Tom
 
würde es tatsächlich darum gehen, wäre es diskutierbar. aber in wahrheit geht es darum gar nicht! de facto bedeutet es eine registrierungspflicht auf allen social media plattformen mit realdaten. damit werden sich viele in zukunft überlegen, was sie wo schreiben. und darum geht es: um eine einschränkung kritischer meinungsäußerung oder informationen zu bringen, die von den sonst kontrollierten oder bezahlten "qualitätsmedien" unterdrückt bzw. zurückgehalten werden.

Du bist jetzt nicht gerade jemand, der hier ein Geheimnis um seine Identität macht, insofern hätte ich nicht gedacht, dass Du das so kritisch siehst. Spannend.
 
Gibt's eine Zusammenfassung? 😅

In welchem Sinn - schlecht behandelt? 🤔

Wenn man es zulässt und keine Grenzen setzt, darf man sich nicht wundern wenn man nicht so behandelt wird wie man es möchte. 😊

Hatten letztens eine Diskussion da ging es auch darum und mich hat da ein anderer Aspekt mehr interessiert.

Lassen sich Frauen die als Kind ohne ihren Vater aufgewachsen sind mehr gefallen als die wo beide Eltern anwesend waren.

Für mich eindeutig ja, nach meinen Erfahrungen im Umfeld.🙂
 
ob die Menschheit ihre eigene Unbewusstheit überleben wird können, wissen wohl nur die Sterne... 😁
nach dem die Sterne schon so lange über unseren Köpfen thronen und diese noch immer geduldig auf uns blicken, besteht zumindest ein klitzekleiner Hoffnungsschimmer, dass im Bewusstwerdungsprozess Zeit keine primäre Rolle zu spielen scheint 🫣
Ich glaube es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Aber ich lasse mich gerne überraschen.

Das mit dem Leuchten kann trügerisch sein, wenn ein Stern zig Mrd km entfernt ist, kann er schon längst "gesupernovat" sein, und wir sehen sein Leuchten noch immer.
 
Schlimm wirds erst wenn die Eltern draufkommen dass doch nicht die Lehrer schuld an den Leistungen sind.
Und leider ist es schlicht und ergreifend komplexer. Schließlich erziehen Eltern ihre Kinder nicht in einem luftleeren Raum. Natürlich haben sie Einfluss und doch wirken viele Faktoren mit wie: Temperament des Kindes, Schule, Stress und Gesellschaft. Schuld hilft niemandem weiter.
Dieses momentane Bildungssystem hat fertig. Die Auswirkungen jahrzehntelangen Wegsehens und Verdrängens trifft uns alle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und leider ist es schlicht und ergreifend komplexer. Schließlich erziehen Eltern ihre Kinder nicht in einem luftleeren Raum. Natürlich haben sie Einfluss und doch wirken viele Faktoren mit wie: Temperament des Kindes, Schule, Stress und Gesellschaft. Schuld hilft niemandem weiter.
Dieses momentane Bildungssystem hat fertig. Die Auswirkungen jahrzehntelangen Wegsehens und Verdrängens trifft uns alle.
Dass das System an der Grenze angelangt ist geb ich dir absolut recht.
Wenn allerdings jemand absolut lernunwillig ist(gehört für mich zum Temperament/Lebenswillen der Familie, ...), könnte das beste System nix ausrichten.
Ich glaube wir denken so ziemlich in die gleiche Richtung.

Könnte aber in eine politische Diskussion münden = unerwünscht.
 
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