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Gast
(Gelöschter Account)
Hallo,
meine Partnerin und ich sind beide 32 Jahre alt, seit 14 Jahren zusammen und seit 5 Jahren verheiratet. Wer jetzt die Grundrechnungsarten ein wenig beherrscht stellt schnell fest, dass vorher keine ernsthafte andere Beziehung stattgefunden haben kann. Bei mir sogar gar keine. Ich habe somit die erste Freundin geheiratet. Kinder haben wir keine.
Nun macht sich seit einiger Zeit die biologische Uhr bei meiner Frau massiv bemerkbar. Sprich es geht nur mehr um ein Thema. Nachwuchs! Irgendwie sind fast alle ihrer Freundinnen entweder schwanger oder bereits junge Mütter und somit spricht sie von nichts anderem mehr. Kinder hier, Kinder da und dass sie unbedingt auch eines möchte. Inzwischen geht es sogar soweit, dass ich ein Ultimatum angesagt bekommen habe das wie folgt lautete: Entweder ich habe mit 34 ein Kind von dir oder ich verlasse dich. Diese Aussage wurde während eines Streits getätigt und wahrscheinlich absichtlich derart hart formuliert, später von ihr relativiert aber ich bin mir sicher die Grundaussage dahinter entspricht ihrer Meinung.
Das Problem dabei: Ich will keine Kinder. Zumindest jetzt noch nicht. Vielleicht in 10 Jahren. Ja ich gebe es zu: Ich gehöre zu den egoistischen halbwegs jungen Menschen, die lieber an ihrer Berufslaufbahn arbeiten anstatt sich für Kinder zurückzunehmen. Da will ich nichts vorlügen. Ich will lieber das angenehme Leben mit 2 guten Einkommen weiterleben, anstatt mich der Erziehung eines Kindes zu widmen. Ich will meine Hobbies nicht aufgeben. Ja mir ist klar, da sind verdammt viele "Ich will" dabei aber so bin ich nun mal. Ich bin mir bewusst, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt ein schlechter Vater wäre. Außerdem bin ich der Ansicht, dass es schon genug Menschen auf dieser Welt gibt und dass obwohl Österreich wohl der beste Ort global gesehen ist um Kinder zu bekommen, die Welt sich in eine Richtung verändert in der ich nicht unbedingt ein Kind erziehen möchte. Den Generationenvertrag habe ich übrigens nie unterschrieben und dafür, dass ich geboren wurde kann ich auch nichts.
Natürlich haben wir auch zum Zeitpunkt der Hochzeit (=ja u.a. das Versprechen gemeinsam Kinder zu bekommen) darüber geredet und beschlossen erst in den frühen 30igern ein Kind zu bekommen. Damals dachte ich mir, bis dahin trifft wirklich das ein was mir immer alle gesagt haben: Wart nur bis du 30 bist, dann kommt der Kinderwunsch von ganz allein. Ist doch das schönste auf der Welt und das einzig wahre Lebensziel. Tja wird schon so sein, ich habe mich aber nicht in diese Richtung entwickelt und will nach wie vor kein Kind, könnte mir es absolut nicht vorstellen. Vielleicht in 10 Jahren frühestens nur dann kann meine Frau keines mehr bekommen, zumindest nicht ohne erhebliche Risiken. Außerdem will sie ja nicht so der O-Ton in der Volksschule mit der Oma verwechselt werden. Ja verstehe ich eh im Prinzip.
Sehr lange Rede, kurzer Sinn ist es wohl nicht zuletzt auch aufgrund anderer massiver Probleme in der Partnerschaft (der Statistikfreund in mir stellte erschreckend fest, dass wir 2012 nur 21 mal Sex hatten - die Umrechnung auf die so beliebte wöchentliche Anzahl erspar ich mir) besser wenn ich die Reißleine ziehe und das ganze beende. Sprich die Scheidung einreiche. Ich will sie nicht noch mal 5 Jahre hinhalten, denn wenn ich bis dahin immer noch kein Kind will, (was mehr als wahrscheinlich ist) ist es für sie wirklich zu spät einen anderen Mann zu finden und eine Familie zu gründen.
Nur habe ich noch nie in meinem Leben eine Beziehung beendet. Geschweige denn eine diesen Ausmaßes. Wir haben immerhin fast unser halbes Leben miteinander verbracht. Alle wesentlichen Stationen unseres jugendlichen und erwachsenen Lebens geteilt. Vom Führerschein über Matura über Studium, erster Job, erster Autokauf, erster Wohnungskauf, gemeinsam Haus gebaut usw. Wir haben nicht mal mehr alleinige Freunde uns gibt es quasi seit Jahren nur mehr im Doppelpack.
Auch kann ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass so etwas wie eine Freundschaft bleibt da sie im Unterschied zu mir Kopfmensch sehr emotional veranlagt ist und diese Scheidung wohl nur schwer verkraften wird können. Wahrscheinlich wird sie sich komplett von mir abwenden und einen Rosenkrieg um die gemeinsam erwirtschafteten Aktivposten anzetteln. Ich würde sie aber nur sehr ungern als Freund verlieren, denn das ist es, da bin ich mir sicher was unsere Beziehung über all die Jahre trotz Probleme gut gemacht hat.
Klar kann nur ich wirklich entscheiden ob ein Fortführen der Beziehung Sinn macht oder nicht, würde aber trotzdem gern die Meinung anderer hören ob mein Vorhaben mich scheiden zu lassen ihnen zumindest nachvollziehbar erscheint.
Gutheißen muss es ja niemand. Ich denke aber wir sind an einem Punkt angelangt an dem wir im Prinzip nur mehr beste Freunde sind. Uns gegenseitig im Alltag helfen, sehr viele gemeinsame Aktivitäten unternehmen - die Zeit mit ihr macht mir immer noch sehr viel Spass - aber ein Verliebtsein ist wenn ich ehrlich zu mir selber bin nach so langer Zeit nicht mehr feststellbar. Liebe? Ja vielleicht, keine Ahnung der Kopfmensch in mir verlangt eine Definition was das überhaupt ist um sagen zu können ja die ist im Spiel. Es fehlt allerdings an Vergleichsmöglichkeiten. Auf jeden Fall mag ich sie immer noch unglaublich gern obwohl immer noch im Hinterkopf herumspukt was könnte das Leben sonst noch bieten und muss man mit 32 Jahren und 21 mal Sex pro Jahr wirklich zufrieden sein?
Diese 21 mal sind so bin ich mir sicher übrigens keine direkte Auswirkungen des Streites über den Nachwuchs, es waren auch die anderen letzten 7 bis 8 Jahre nicht unbedingt von ausschweifendem Sexleben geprägt trotz diverser Versuche wieder mehr Leidenschaft in unseren perfekt organisierten Alltag zu bringen. Aus meiner Sicht im Bewusstsein selber ein Scheidungskind zu sein, keine perfekte Grundlage ein Kind aufzuziehen nur um sich dann in 10 Jahren vielleicht doch scheiden zu lassen und ein weiteres verstörtes Scheidungskind ins Rennen zu schicken.
Vielleicht hätte jemand mit mehr Erfahrung im zwischenmenschlichen Bereich und mit weniger Verlustangst (u.v.a. Angst vor dem Alleinsein) diese Beziehung schon viel früher beendet und ja die Vorstellung allein in einer Wohnung zu sitzen zollt mir einiges an Respekt ab immerhin war ich noch nie allein in meinem Leben.
Aus ihrer Sicht ist die Sache übrigens ganz einfach: Sie will eine Familie mit mir und ist dann angeblich total glücklich und zufrieden und kann sich dieses Leben bis zum gemeinsamen Einchecken im Altersheim vorstellen. Tja was will ein Mann mehr? Das ist doch genau das was die meisten wollen: Eine Familie, Stabilität und Sicherheit oder etwa doch nicht?
Irgendwelche Vorschläge?
meine Partnerin und ich sind beide 32 Jahre alt, seit 14 Jahren zusammen und seit 5 Jahren verheiratet. Wer jetzt die Grundrechnungsarten ein wenig beherrscht stellt schnell fest, dass vorher keine ernsthafte andere Beziehung stattgefunden haben kann. Bei mir sogar gar keine. Ich habe somit die erste Freundin geheiratet. Kinder haben wir keine.
Nun macht sich seit einiger Zeit die biologische Uhr bei meiner Frau massiv bemerkbar. Sprich es geht nur mehr um ein Thema. Nachwuchs! Irgendwie sind fast alle ihrer Freundinnen entweder schwanger oder bereits junge Mütter und somit spricht sie von nichts anderem mehr. Kinder hier, Kinder da und dass sie unbedingt auch eines möchte. Inzwischen geht es sogar soweit, dass ich ein Ultimatum angesagt bekommen habe das wie folgt lautete: Entweder ich habe mit 34 ein Kind von dir oder ich verlasse dich. Diese Aussage wurde während eines Streits getätigt und wahrscheinlich absichtlich derart hart formuliert, später von ihr relativiert aber ich bin mir sicher die Grundaussage dahinter entspricht ihrer Meinung.
Das Problem dabei: Ich will keine Kinder. Zumindest jetzt noch nicht. Vielleicht in 10 Jahren. Ja ich gebe es zu: Ich gehöre zu den egoistischen halbwegs jungen Menschen, die lieber an ihrer Berufslaufbahn arbeiten anstatt sich für Kinder zurückzunehmen. Da will ich nichts vorlügen. Ich will lieber das angenehme Leben mit 2 guten Einkommen weiterleben, anstatt mich der Erziehung eines Kindes zu widmen. Ich will meine Hobbies nicht aufgeben. Ja mir ist klar, da sind verdammt viele "Ich will" dabei aber so bin ich nun mal. Ich bin mir bewusst, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt ein schlechter Vater wäre. Außerdem bin ich der Ansicht, dass es schon genug Menschen auf dieser Welt gibt und dass obwohl Österreich wohl der beste Ort global gesehen ist um Kinder zu bekommen, die Welt sich in eine Richtung verändert in der ich nicht unbedingt ein Kind erziehen möchte. Den Generationenvertrag habe ich übrigens nie unterschrieben und dafür, dass ich geboren wurde kann ich auch nichts.
Natürlich haben wir auch zum Zeitpunkt der Hochzeit (=ja u.a. das Versprechen gemeinsam Kinder zu bekommen) darüber geredet und beschlossen erst in den frühen 30igern ein Kind zu bekommen. Damals dachte ich mir, bis dahin trifft wirklich das ein was mir immer alle gesagt haben: Wart nur bis du 30 bist, dann kommt der Kinderwunsch von ganz allein. Ist doch das schönste auf der Welt und das einzig wahre Lebensziel. Tja wird schon so sein, ich habe mich aber nicht in diese Richtung entwickelt und will nach wie vor kein Kind, könnte mir es absolut nicht vorstellen. Vielleicht in 10 Jahren frühestens nur dann kann meine Frau keines mehr bekommen, zumindest nicht ohne erhebliche Risiken. Außerdem will sie ja nicht so der O-Ton in der Volksschule mit der Oma verwechselt werden. Ja verstehe ich eh im Prinzip.
Sehr lange Rede, kurzer Sinn ist es wohl nicht zuletzt auch aufgrund anderer massiver Probleme in der Partnerschaft (der Statistikfreund in mir stellte erschreckend fest, dass wir 2012 nur 21 mal Sex hatten - die Umrechnung auf die so beliebte wöchentliche Anzahl erspar ich mir) besser wenn ich die Reißleine ziehe und das ganze beende. Sprich die Scheidung einreiche. Ich will sie nicht noch mal 5 Jahre hinhalten, denn wenn ich bis dahin immer noch kein Kind will, (was mehr als wahrscheinlich ist) ist es für sie wirklich zu spät einen anderen Mann zu finden und eine Familie zu gründen.
Nur habe ich noch nie in meinem Leben eine Beziehung beendet. Geschweige denn eine diesen Ausmaßes. Wir haben immerhin fast unser halbes Leben miteinander verbracht. Alle wesentlichen Stationen unseres jugendlichen und erwachsenen Lebens geteilt. Vom Führerschein über Matura über Studium, erster Job, erster Autokauf, erster Wohnungskauf, gemeinsam Haus gebaut usw. Wir haben nicht mal mehr alleinige Freunde uns gibt es quasi seit Jahren nur mehr im Doppelpack.
Auch kann ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass so etwas wie eine Freundschaft bleibt da sie im Unterschied zu mir Kopfmensch sehr emotional veranlagt ist und diese Scheidung wohl nur schwer verkraften wird können. Wahrscheinlich wird sie sich komplett von mir abwenden und einen Rosenkrieg um die gemeinsam erwirtschafteten Aktivposten anzetteln. Ich würde sie aber nur sehr ungern als Freund verlieren, denn das ist es, da bin ich mir sicher was unsere Beziehung über all die Jahre trotz Probleme gut gemacht hat.
Klar kann nur ich wirklich entscheiden ob ein Fortführen der Beziehung Sinn macht oder nicht, würde aber trotzdem gern die Meinung anderer hören ob mein Vorhaben mich scheiden zu lassen ihnen zumindest nachvollziehbar erscheint.
Gutheißen muss es ja niemand. Ich denke aber wir sind an einem Punkt angelangt an dem wir im Prinzip nur mehr beste Freunde sind. Uns gegenseitig im Alltag helfen, sehr viele gemeinsame Aktivitäten unternehmen - die Zeit mit ihr macht mir immer noch sehr viel Spass - aber ein Verliebtsein ist wenn ich ehrlich zu mir selber bin nach so langer Zeit nicht mehr feststellbar. Liebe? Ja vielleicht, keine Ahnung der Kopfmensch in mir verlangt eine Definition was das überhaupt ist um sagen zu können ja die ist im Spiel. Es fehlt allerdings an Vergleichsmöglichkeiten. Auf jeden Fall mag ich sie immer noch unglaublich gern obwohl immer noch im Hinterkopf herumspukt was könnte das Leben sonst noch bieten und muss man mit 32 Jahren und 21 mal Sex pro Jahr wirklich zufrieden sein?
Diese 21 mal sind so bin ich mir sicher übrigens keine direkte Auswirkungen des Streites über den Nachwuchs, es waren auch die anderen letzten 7 bis 8 Jahre nicht unbedingt von ausschweifendem Sexleben geprägt trotz diverser Versuche wieder mehr Leidenschaft in unseren perfekt organisierten Alltag zu bringen. Aus meiner Sicht im Bewusstsein selber ein Scheidungskind zu sein, keine perfekte Grundlage ein Kind aufzuziehen nur um sich dann in 10 Jahren vielleicht doch scheiden zu lassen und ein weiteres verstörtes Scheidungskind ins Rennen zu schicken.
Vielleicht hätte jemand mit mehr Erfahrung im zwischenmenschlichen Bereich und mit weniger Verlustangst (u.v.a. Angst vor dem Alleinsein) diese Beziehung schon viel früher beendet und ja die Vorstellung allein in einer Wohnung zu sitzen zollt mir einiges an Respekt ab immerhin war ich noch nie allein in meinem Leben.
Aus ihrer Sicht ist die Sache übrigens ganz einfach: Sie will eine Familie mit mir und ist dann angeblich total glücklich und zufrieden und kann sich dieses Leben bis zum gemeinsamen Einchecken im Altersheim vorstellen. Tja was will ein Mann mehr? Das ist doch genau das was die meisten wollen: Eine Familie, Stabilität und Sicherheit oder etwa doch nicht?
Irgendwelche Vorschläge?
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