Bei mir geht ein Bach durch das Grundstück (leider). Bei starken Regenfällen kommt es sogar vor das es Kreuzottern aus höheren Gefilden anspült. Bin schon zweimal gebissen worden und so harmlos wie oft gemeint wird sind die Bisse nicht! Je nach Kaliber fällt da Joggen für eine Woche aus. Oft weniger das Gift, aber die Folgeinfektion. Darum halte ich auch den Rasen immer kurz, dazu eine jagdwütige Katze und diverses "Werkzeug" in der Nähe.
Bei den ganzen Auflagen und Gesetzen bräuchte ich langsam einen Beauftragten für Umsiedlung.
Aufgrund der Nähe zum Wasser kann ich auch bestätigen das 99% der vergrämenden oder schützenden Hausmittel Nonsens sind. In der Werkstatt laufen oft diverse sehr laute Geräte zur Holz und Stahlbearbeitung, dazu eine Stereoanlage mit Bassbox, aber die Abwärme, Zuflucht ist doch für die meisten Tiere interessanter.
Gegen Maulwürfe und andere subterranische Angriffe habe ich den Gemüse und Kräutergarten mit der höchsten vergrabenen Betonrasenkante geschützt den es im Baumarkt gab.
Gegen Nacktschnecken ziehe ich alle zwei Monate eine Linie mit Metaldehydgranulat über die komplette Grundstückgrenze.
Gegen Maulwürfe an sich hilft am besten eine Katze die Gefallen daran findet sie zu jagen. Sehr selten das ich einmal einen Hügel in den letzten Jahren gesehen habe.
Ratten, Mäuse die gleiche Geschichte.
Zusätzlich fressen die dem Marder auch noch zu viel weg womit sie meistens umziehen und die Vögel überlegen es sich zweimal bei den Beeren etc. zu landen.
Gegen Rehe hilft eigentlich nur ein Zaun oder eine ordentliche Hecke. Hund habe ich leider keinen mehr, aber die Katze kommt mir sowieso effektiver zum Gartenschutz vor.
Ein weiteres Problem das ich einmal hatte waren Holzameisen. Da ein Ameisenbär leider zu teuer war musste ich die Nester gezielt auslöschen. Ohne Gift sieht man da alt aus. Viel hat nicht gefehlt und der alte Apfelbaum und die Schaukel wären draufgegangen. Wobei das übliche Nestgift zumindest bei mir kaum eine Wirkung hatte. Nach ein paar Litern Insektizid sieht die Sache aber schon anders aus.
Fallobst immer gleich entfernen, lockt nie Gutes an, Obstbäume die man nicht nutzt für den Smoker verwenden.
Frauen im Garten auch etwas bremsen was die Blütenpracht betrifft.
Harmonisch lebe ich mit den Eichhörnchen, Igeln und ein paar Kröten. Einen kleinen Holzstoß habe ich den Hirschkäfern überlassen, den Nussbaum können die Eichhörnchen vollständig verwenden.
Ist eben immer auch relevant wo man lebt. Irgendwo am Stadtrand oder so kann man sich so manches einbilden. Aber wenn man neben der "Wildnis" lebt hat man schnell ein paar ernste Probleme wenn man sich nicht effektiv durchsetzt.
Das gefährlichste was ich je hatte waren Zecken auf breiter Front an einer Seite einer Hecke. Da gab es dann einmal "The Fog", ein paar Igelbäder und seither war Ruhe.
Wenn ich daran denke als wir unser Haus gekauft haben... . Da war es noch Dschungel. Inzwischen kann man von A-Z Barfuß laufen.
Trotzdem muss man immer dahinter bleiben.
Ein kleines nerviges Problem ist aber derzeit der gepflasterte Gehweg seit ich kein Roundup mehr bekomme. Flammen bringt gar nichts, Gas und Strom probiert. Salzwasser selbst in extremer Konzentration hat auch 0 Effekt. Damit tötet man immer nur die Blätter ab. Ein Monat später ist das Unkraut wieder da. Wirklich hilfreich ist bislang nur der Rasentrimmer mit extra starkem Faden angewinkelt drüber. Aber da lasse ich mir noch etwas besseres einfallen.
Wir haben 5000qm mit Wald, Ringelnattern, Schlingnattern (edit:wahrscheinlich Verwechslung mit Kreuzotter), nahem Wasser, Wespen im Holzstoß und Hornissen in einem hohlen Baum. Kein Nachbar unter 1,5k., auf der Einen Seitd kilometerweit naturnaher Wald, auf der anderen Seite kilometerweit Wald und Felder...ich verstehe Dein Problem nicht.
Blüten und Bienen überall, wir mähen nur Wege frei, ich laufe aus Prinzip barfuß, auch im Wald oder im hohen Gras.
Mein Onkel hat einen Hof auf 1000m Seehöhe, ich bin praktisch in den Bergen aufgewachsen und musste knapp 40 werden um jemals eine Kreuzottdr aufrecht zu sehen.
Habe selten Zecken und mich hat weder jemals eine Schlange gebissen, noch hat mich in den letzten Jahren irgendetwas gestochen.
Einzig meine Frau hatte mal Pech, weil sie sich einen Bademantel angezogen hat...im Herbst, im Haus. Darin hatte sich offenbar leider eine Hornisse zum Überwintern eingenistet. Die Hornisse hat es leider nicht überlebt.
Ein Freund hatte einen Hornissenkrug in der Gartenhütte, man konnte normal aus und ein gehen, im nächsten Jahr kommen sie nicht wieder und wo Hornissen sind, gibt es wenige Wespen. Bienen jagen sie halt auch, aber so ist nun mal die Natur.
Die gepflasterte (alte Straßenpflastersteine) Einfahrt wird mittlerweile normal gemäht...grün ist sowieso schöner und die Steine bleiben kühler.
Wenn man in die Wildnis zieht, sollte man mMn lernen mit ihr zu leben, anstatt sie zu bekämpfen.