Habt Ihr auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass euer Sexpartner sich vor seinen eigenen oder Euren Körperflüssigkeiten ekelt?
Ich finde, dass zu gutem Sex einfach auch dazugehört, seine und die Säfte des Partners zu schmecken. Richtige Körperhygiene natürlich vorausgesetzt. Das fängt bei intensiven Zungenküssen an und sollte bei oralen Spielchen nicht aufhören.
Leider mag meine Frau das so ganz und gar nicht. Küssen nur auf die Lippen (wobei sie mir versichert, dass es nicht an mir liegt, sie wollte das noch mit keinem Partner so wirklich). Und wenn ich sie geleckt habe, soll ich mit meiner Zunge gar nicht mehr in die Nähe ihres Gesichtes kommen. Dabei gibt es kein besseres Vorspiel für eine zweite Runde als sich innig zu küssen und zu schmecken. Ist meine Frau da eher ein Einzelfall oder habt ihr auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht?
Grundsätzlich sollte man gut schmecken und riechen. Auch was "unten rum" betrifft.
Bei Ekel sollte man unterscheiden ob es eine anerzogene Reaktion ist oder natürlich begründet.
Oft haben Frauen Pilze, zum Beispiel wenn sie Antibiotika genommen haben oder krank waren.
Das riecht und schmeckt dann nicht und soll uns aus gutem Grund abschrecken!
Da sollte man sich dann aber nicht zurückziehen, sondern einen Termin beim Frauenarzt nehmen.
In der Regel machen diese in Österreich einen Abstrich, verschreiben dann ein zu schwaches Mittel und wiederholen die Prozedur danach mit einem stärkeren Mittel. Leider verzichten viele Frauen auf eine Nachkontrolle, vertrauen dem ersten Mittel und leben dann mit dem Pilz bis es ernstere Auswirkungen gibt.
Daher immer gleich mit Kanonen auf Spatzen und danach eine Kontrolle. Dann riecht und schmeckt auch wieder alles.
Leider gibt es inzwischen viele Frauen die an Hippiedünschiss glauben und sogar meinen sie müssen sich intim nicht intensiv waschen weil es die Scheidenflora gefährdet und ernste Probleme mit wirkungslosen Stuss wie Homöopathie bekämpfen. Da kann man dann nur fröhliches Stinken wünschen und den Rest erledigt Darwin.
Bei Männern kann es auch oft mal ein Pilz sein, meistens Hefepilz, entweder auch nach Krankheiten und Antibiotika oder von der Frau bekommen.
Eigentlich keine große Sache wenn man zum Arzt geht, aber da kommt wieder der Männerfaktor in das Spiel. Da zieren sich die meisten als müssten sie zu einer Kastration. Wenn es beim Hausarzt unangenehm ist empfehle ich eine hübsche Urologin weiter weg und nichts muss einem dann noch peinlich sein. Aber so als Tipp, mit einer guten Beschreibung verteilt auch der Hausarzt passende Arznei ohne das ihr dort die Hose runterlassen müsst.
Bei unbeschnittenen Männern ist oft auch noch das Smegma ein Thema. Man hat dazu zwar gerne die Haltung das wir nicht in einem 3. Welt Wüstenland leben, aber ehrlich betrachtet kann man sich auch bei uns im Sommer nicht immer vier mal am Tag duschen.
Ich bin jedenfalls seit der Beschneidung immer ohne Bedenken spontan Blowjobbereit und muss nicht immer vorher in das Badezimmer huschen.
Ein anderes Thema sind anerzogene Abneigungen gegen Körperflüssigkeiten. Da wird dann vieles als ekelhaft empfunden was eigentlich interessant sein sollte.
Grundsätzlich kann man aber seinen Sinnen trauen. Schmeckt der Partner nicht gut, riecht nicht angenehm, gibt es ein Problem.