Die heterosexuelle "Geschlechterrolle"

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
es gibt nun mal Unterschiede die man nicht verleugnen kann.
willst du deinen Sohn wie eine Tochter erziehen oder umgekehrt?
die wollen das gar nicht so.

Es gibt biologische Unterschiede, aber ich sage, die sind niemals in dem Mass da, wie die Unterschiede auch in unserer Gesellschaft gelebt werden. Ein grösserer Teil unserer Persönlichkeit wird von der Umwelt beeinflusst. Somit auch geschlechtliche Rollennormen.

Ich bin keine, die mit der Brechstange dies ändern möchte. Ich möchte nur etwas Bewusstsein für diese Umstände fördern. Mehr kann ich nicht tun. Alles andere wird Entwicklung und Geduld sein.

Zur Erziehung. Als Mutter habe ich da nur geringen Einfluss. Ich mag mich zB an eine Szene erinnern, als meine Tochter mit ihren lieb gewonnenen Autoschuhen nach Hause kam und meinte, sie dürfe die nicht mehr tragen. Die Kinder haben ihr gesagt, das seien Jungenschuhe... Was will man da machen? Oder die ersten Geschenke von Freunde und Verwandschaft für meine Tochter. Man schenkte ihr Puppensachen, Köcherlisachen ect... Der Rest war einfach in rosa gefärbt... Das prägt einen Menschen.

Warum ich so gegen Geschlechterrollen bin? Weil ich eine nicht ganz so typische Frau bin (Mädchen war). Ich damit immer wieder an Hürden kam. Jemand, der mit seiner Geschlechterrolle gut zurecht kommt, wird das Problem, das ich sehe und mit dem ich immer wieder konfrontiert wurde, nicht verstehen können. Das heisst aber nicht, dass es nicht vorhanden wäre.
 
ja Frauen bekommen nun mal Kinder und das lässt sich für manche mit der Karriere nicht vereinbaren.
die pflanzen sich dann eben nicht weiter und werden von anderen ersetzt über kurz oder lang.

so sieht das aus. ich verstehe schon aber die Welt ist allgemein ungerecht wohin man schaut.
 
Der Unterschiede zwischen Mann und Frau ist so viel geringer als der Unterschied zwischen Mensch und Mensch...
Ich bin da ganz deiner Meinung ;) neuste psychologische Studien haben das auch gezeigt! Der größte Unterschied ist die körperliche Kraft :) ansonsten liegt viel in der Erziehung!!! Wir werden von klein auf erzogen was typisch Frau/Mann ist!
 
ja Frauen bekommen nun mal Kinder und das lässt sich für manche mit der Karriere nicht vereinbaren.
die pflanzen sich dann eben nicht weiter und werden von anderen ersetzt über kurz oder lang.

so sieht das aus. ich verstehe schon aber die Welt ist allgemein ungerecht wohin man schaut.
Ich kann bis kurz vor der Geburt arbeiten. Nach der Geburt kann ich relativ schnell wieder arbeiten gehen. Stillen kann man ganz sein lassen, oder durch Pumpen ersetzen. Die wenigen Wochen (ich sage mal drei Wochen), die eine Frau durch eine normale Schwangerschaft tatsächlich ausfällt, kann nicht für die beruflichen Unterschiede zwischen Mann und Frau verantwortlich sein... Es ist ein gesellschaftlicher indizierter Unterschied.
 
Ich kann bis kurz vor der Geburt arbeiten. Nach der Geburt kann ich relativ schnell wieder arbeiten gehen. Stillen kann man ganz sein lassen, oder durch Pumpen ersetzen. Die wenigen Wochen (ich sage mal drei Wochen), die eine Frau durch eine normale Schwangerschaft tatsächlich ausfällt, kann nicht für die beruflichen Unterschiede zwischen Mann und Frau verantwortlich sein... Es ist ein gesellschaftlicher indizierter Unterschied.

man kann Firmen auch nicht zwingen, bestimmte Personen einzustellen, aus welchem Grund auch immer.
das ist die freie Marktwirtschaft und hat mit Politik eher weniger zu tun.

nur darauf kommt es an; wenn man sich selbständig machen will, dann hat man als Frau genau die gleichen Chancen.
 
Ich kann bis kurz vor der Geburt arbeiten. Nach der Geburt kann ich relativ schnell wieder arbeiten gehen. Stillen kann man ganz sein lassen, oder durch Pumpen ersetzen. Die wenigen Wochen (ich sage mal drei Wochen), die eine Frau durch eine normale Schwangerschaft tatsächlich ausfällt, kann nicht für die beruflichen Unterschiede zwischen Mann und Frau verantwortlich sein... Es ist ein gesellschaftlicher indizierter Unterschied.
Es hat sich aber eh in den letzten 50 Jahren alles rasant verändert zu gunsten der Frauen ;) und es soll ja auch nicht sein dass die Frau nicht die Möglichkeit hat in Karenz zu gehen! Ich bin zwar wirklich für komplette Gleichberechtigung aber Tatsache ist das ein Mann nicht schwanger werden kann und somit für den Arbeitgeber wahrscheinlich mehr Wert hat :) klingt jetzt vielleicht hart! Aber dafür seid ihr das schöne Geschlecht ;)
 
Ich glaube nicht, dass es viele Frauen gibt die zwischen zwei Meetings mal schnell ein Kind zur Welt bringen wollen.
Genau, weil die Häufigkeit von Kinder zu bekommen so oft ist, wie Meetings abzuhalten?! o_O

man kann Firmen auch nicht zwingen, bestimmte Personen einzustellen, aus welchem Grund auch immer.
das ist die freie Marktwirtschaft und hat mit Politik eher weniger zu tun.

Das sage ich auch nicht. Von Quoten bin ich übrigens auch kein Fan.
Ich rede weder von der Marktwirtschaft, noch von der Politik sondern von unseren Köpfen und von der gesellschaftlichen allgegenwärtigen Prägung. Sie ist da, sie bestimmt gewisse Vorurteile, sie prägt auch unser Verhalten in unserer Rolle. Dich, mich, uns alle. Die grössten Unterschiede liegen im Kopf und da kommt auch die Politik nicht hin im Gegenteil, wenn zu grossspurig mit irgendwelchen „Geschlechtangleichungen“ wie Quoten, geschlechterneutrale Sprache ect. rumhantiert wird, erreicht man nicht selten genau das Gegenteil. Aber das ist ein anderes Thema.

Es hat sich aber eh in den letzten 50 Jahren alles rasant verändert zu gunsten der Frauen ;) und es soll ja auch nicht sein dass die Frau nicht die Möglichkeit hat in Karenz zu gehen! Ich bin zwar wirklich für komplette Gleichberechtigung aber Tatsache ist das ein Mann nicht schwanger werden kann und somit für den Arbeitgeber wahrscheinlich mehr Wert hat :) klingt jetzt vielleicht hart! Aber dafür seid ihr das schöne Geschlecht ;)

Super, mir wäre lieber, der Mann wäre das schönere Geschlecht. Will schliesslich auch was zum schauen haben...

Ich bin dafür, dass es für ein Paar frei einteilbare Elternzeit gibt die sie individuell auf Mann und Frau verteilen können. Ich mein, es ist auch nicht fair zu sagen, dass es für den Mann so gar kein Problem darstellt, einen Tag nach der Geburt seines Kindes gleich wieder arbeiten zu müssen. Hier seid auch ihr Männer doch auch klar benachteiligt!

Gleichzeitig ist eine Mutter schon fast gezwungen nach der Geburt für ein paar Wochen zu Hause zu bleiben. Will das wirklich jede Frau? Und vor allem, will ich als Frau für einen Arbeitgeber definitiv nicht weniger Wert sein, nur weil ich die Möglichkeit habe Kinder zu bekommen. Aber genau solche Überlegungen macht sich das HR. Eine Katastrophe ist das!

Das was du hier so salopp und schon fast lustig formulierst, ist alles andere als lustig für mein Empfinden. Mich/uns Frauen mit dem Zusatz noch beschwichtigen zu wollen, wir sein dafür das hübschere Geschlecht, ist eine unglaubliche Frechheit, auch wenn ich mich sonst bemühe ruhig zu bleiben... Es ist das typische Frau muss nur schön sein Gehabe. Mit Schönheit kann man sich nichts kaufen und nein sich für Geld bumsen lassen zu können macht die Tatsache nicht besser!
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau, weil die Häufigkeit von Kinder zu bekommen so oft ist, wie Meetings abzuhalten?! o_O
Dabei geht es nicht um die Häufigkeit, sondern um die Dreistheit eine Schwangerschaft mit 3 Wochen Krankenstand abzutun.
Ist ja schön, wenn du keine anstrengende Arbeit hast und die SS prima gelungen ist. Meiner Frau würde ich es nicht zumuten bis zur Geburt auf der Baustelle zu stehen, damit sie 3 Wochen danach ihre Pausen mit Milch abzapfen verbringen kann.
 
Dabei geht es nicht um die Häufigkeit, sondern um die Dreistheit eine Schwangerschaft mit 3 Wochen Krankenstand abzutun.
Ist ja schön, wenn du keine anstrengende Arbeit hast und die SS prima gelungen ist. Meiner Frau würde ich es nicht zumuten bis zur Geburt auf der Baustelle zu stehen, damit sie 3 Wochen danach ihre Pausen mit Milch abzapfen verbringen kann.

Wieviele Frauen arbeiten auf dem Bau? Und wenn sie körperlich anstrengende Arbeit machen, dann sind es vor allem Pflegeberufe, in denen so oder so hauptsächlich Frauen arbeiten.

In Berufen in denen Frauen mit Männer um den Job heute konkurrieren, ist die körperliche Belastung mit einer gewöhnlichen Schwangerschaft vereinbar.

Ich sage nicht, dass Frauen nur noch drei Wochen haben sollen. Ich sage, es braucht eine individuell einteilbare Elternzeit.

Im übrigen, als schwangere Frau ist man nicht krank. Drum finde ich es in dem Zusammenhang schwierig von einem Krankenstand zu reden...
 
Ich habe eine Frage... wer von euch finde die männliche "heterosexuelle" Geschlechterrolle auch total unsympatisch, wenn nicht sogar widerlich? Ich rede jetzt nicht von biologischer Heterosexualität an sich, sondern von dem, was heterosexuelles Verhalten bzw. was Mann-sein bedeuten soll... Geld verdienen, Frauen "bezahlen", damit sie zu Hause rumlungern kann, usw.

Ich selbst sehe mich als biologisch heterosexuellen Mann, aber kann mich absolut nicht mit einer Matscho-Heteronormativen-Rolle identifizieren, sondern sehe mich als rein heterosexuellen biologischen Mann, der Frauen (speziell lesbische) attraktiv findet! ;)

Also männlich-heterosexuell auf "MACHO"-Rollen zu reduzieren find ich jetzt schon etwas sehr heftig. :down: Als ob das bei allen zwingend so vorkäme....

Zum hetero sein gehört WESENTLICH mehr als nur (fallweises) Macho-Gehabe (-> wie es bei manchen bedauerlicherweise in Erscheinung tritt..)
 
Wieviele Frauen arbeiten auf dem Bau?
Ich kenne viele Frauen in typischen Männerberufen, nur hört die keiner, weil sie sich nicht mehr über ihr Einkommen beklagen, als ihre männlichen Kollegen auch.
Ich sage nicht, dass Frauen nur noch drei Wochen haben sollen.
Nein, aber dass 3 Wochen doch eigentlich reichen sollten:
Die wenigen Wochen (ich sage mal drei Wochen), die eine Frau durch eine normale Schwangerschaft tatsächlich ausfällt, kann nicht für die beruflichen Unterschiede zwischen Mann und Frau verantwortlich sein...

Im übrigen, als schwangere Frau ist man nicht krank. Drum finde ich es in dem Zusammenhang schwierig von einem Krankenstand zu reden...
Man kann es auch Sonderurlaub nennen, nur macht es unterm Strich keinen Unterschied. Wenn ein MA ausfällt, dann steht er dem Betrieb nicht zur Verfügung, auch wenn man ein I-Tüpftl-Rodeo veranstaltet.
 
Ich kenne viele Frauen in typischen Männerberufen, nur hört die keiner, weil sie sich nicht mehr über ihr Einkommen beklagen, als ihre männlichen Kollegen auch.
Du sprachst vom Bau und nicht von typischen Männerberufen. Auf dem Bau siehst wenn dann Malerinnen und mal ne Elektrikerin, dann wars das aber.

Nein, aber dass 3 Wochen doch eigentlich reichen sollten:
Theoretisch reicht heute bei einer normalen Schwangerschaft und normalen Geburt sogar eine Woche... Die drei Wochen sind sogar grosszügig gewählt.

Es spricht nichts dagegen, dass die Frau innert einer Woche wieder in den Beruf zurück geht, dafür der Mann länger zuhause bleibt. Es spricht auch nichts dagegen, dass Männer mehr Teilzeit und Frauen mehr Vollzeit arbeiten könnten. Alles was dagegen spricht ist der Kopf und die gesellschaftliche Prägung von Mutter und Vater sein und diese Prägung ist bei Männern wie Frauen gegeben. Es sind nicht die bösen Männer, das will ich hier noch deutlich hervorheben, die uns Frauen zurück halten. Es ist auch die Prägung bei uns Frauen die uns zurückhält und uns in engeren Bahnen leben lässt...


Man kann es auch Sonderurlaub nennen, nur macht es unterm Strich keinen Unterschied. Wenn ein MA ausfällt, dann steht er dem Betrieb nicht zur Verfügung, auch wenn man ein I-Tüpftl-Rodeo veranstaltet.

Tja, Kinder bekommen und Kinder haben kostet Zeit und da ist es egal wer die Hauptbetreuung übernimmt. Am besten man bekommt gar keine Kinder mehr, das wäre für die Firmen wohl das beste, wie?
Nenene, dieses Denken ist falsch. Kinder haben und sie zu betreuen gehört zu unserer Gesellschaft dazu. Da müssen Firmen flexibel sein und zwar bei Männern und Frauen.
 
@Mitglied #500462 ja und was is mitm stillen?
Die einstellung dass eine frau nach einer woche wieder arbeiten gehen soll find ich schockierend. die meisten frauen brauchen locker 1 monat um sich von der geburt zu erholen und bis das stillen klappt brauchsts auch meistens 1-2 wochen
 
Zurück
Oben