Das Tier in uns

Grisu hat mit seiner Einschätzung meines Erachtens in vielen Punkten recht. Im Zusammenhang mit dem triebgeteuerten Mann, würde ich sagen, dass diese Erstbewertung mit dem Ergebnis "Sex ja" eher Männern zuzuschreiben ist.

Ist diese Entscheidung nur für die "schnelle Nummer" ausschlaggebend, oder auch für eine funktionierende Beziehung?
Finde ich mein Gegenüber nicht anziehend, neige ich eher dazu, auch keinen Sex zu wollen.
Will ich keinen Sex, gerät die Beziehung in Schieflage.

Aber was macht die Partnerin/den Partner in der Beziehung attraktiv? Das kann doch nicht ausschließlich darauf beruhen, wie diese "high-speed-Erstbewertung" aussieht...

Weiter oben wurde irgendwo u.a. erwähnt, dass es Menschengruppen gibt, mit der man quasi von Haus aus eher keinen Sex haben will -> diese Erstbewertung negativ ausfällt. (zb. Menschen mit Behinderung). Dem widerspreche ich entschieden. Es gibt genug Männer/Frauen, deren Partner/in z.B. im Rollstuhl sitzt. Dennoch funktioniert die Beziehung.
Wäre ein wenig arg oberflächlich, oder?

Rein vom Thema das Grisu aufgeworfen hat, könnte man meinen:

Der Mensch ist ein Tier, bewertet bei Erstkontakt IMMER nur oberflächlich. Hierbei ist es völlig egal, wie der Mensch ist, es zählt rein nur das Aussehen. Davon hat man jedoch oft genau gar nix. Ein als attraktiv wahrgenommener Mensch, muss nicht unbedingt auch vom Charakter her attraktiv sein.


Naja aber da passt ja der Spruch,

„ Das Auge entscheidet wer zusammen kommt (od mit wen man Sex hat) , das Herz wer zusammen bleibt“

Betreffend den Menschen mit Behinderung: Klar gibt es solche Ausnahmeregeln, aber sind wir ehrlich, wie oft kommt das vor...
 
Die Damenwelt denkt nicht bei jedem Kontakt mit anderen Menschen sofort an Sex. Vielleicht im Gegenteil zur Männerwelt ? :D

aber was denkt die Damenwelt in Bezug auf Menschen mit einer Behinderung (das meinte ich). Der Mensch müsste ja bei der Erstbewertung sofort durchfallen? (Wenn dieser unterbewusste Mechanismus wirklich so agiert, wie angenommen).
 
Da spielen dann mehrere Faktoren eine Rolle...

Aber ich hätte jetzt bedauerlicherweise nie gesehen
...kommt auch sehr darauf an, wie sich der Mensch gibt (leidend, oder lebensfroh, lustig, selbstbewusst...)

Was sagt die Damenwelt dazu?


Nicht nur, glaube das wir hierbei eine endlose Diskussion führen könnten,...aber sollten wir zurück zum Tier, hätten Menschen mit Beeinträchtigung eher schlechte Karten ...
 
aber was denkt die Damenwelt in Bezug auf Menschen mit einer Behinderung (das meinte ich). Der Mensch müsste ja bei der Erstbewertung sofort durchfallen? (Wenn dieser unterbewusste Mechanismus wirklich so agiert, wie angenommen).

Warum sollte das bei Menschen mit Behinderung anders sein? Für die angebliche spontane "Erstbewertung" kämen nur solche in Frage, die auch spontan dem "Beuteschema" entsprächen, also nur sehr wenige.
 
Die Damenwelt denkt nicht bei jedem Kontakt mit anderen Menschen sofort an Sex. Vielleicht im Gegenteil zur Männerwelt ? :D
Sogar hier würde ich wiedersprechen. Bin natürlich keine Frau, aber das Unterbewustsein ist Sächlich.
Will damit sagen, Männlein und Weiblein reagieren in den ersten Sekundenbruchteilen gleich.
Immer nach dem Muster Flucht, Kampf, Paarung
 
Warum sollte das bei Menschen mit Behinderung anders sein? Für die angebliche spontane "Erstbewertung" kämen nur solche in Frage, die auch spontan dem "Beuteschema" entsprächen, also nur sehr wenige.
Bin voll bei dir.
Dass wir mit einem Grosshirn gesegnet sind, welches unsere Erstbewertung überdenkt und in vielen Fällen über den Haufen wirft ist dabei natürlich sehr erfreulich;)
 
Sogar hier würde ich wiedersprechen. Bin natürlich keine Frau, aber das Unterbewustsein ist Sächlich.
Will damit sagen, Männlein und Weiblein reagieren in den ersten Sekundenbruchteilen gleich.
Immer nach dem Muster Flucht, Kampf, Paarung

Das ist klar. Mein Einwand richtet sich auch nur gegen die Annahme, dass bei jedem Kontakt die Möglichkeit einer Paarung gecheckt wird.

Ich denke, der Mensch ist unbewusst für Signale empfänglich, die von jemandem oder Situationen ausgehen und kann sekundenschnell reagieren. Sendet jemand keine Signale, hier gemeint sexuelle Signale, reagiert das Gehirn auch nicht. Und ein "check" findet erst gar nicht statt.
 
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Ich sehe in ""das Tier in uns"" eher eine Anspielung auf ein primitives Sexualverhalten als denn eine wissenschaftliche Fragestellung nach unbewussten biologischen Automatismen.

Also quasi "animalischer Sex", der hier ja von nicht wenigen als das non plus ultra propagiert wird, meist deckungsgleich mit den dazugehörigen Verbalien. :D
 
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Ich sehe in ""das Tier in uns"" eher eine Anspielung auf ein primitives Sexualverhalten als denn eine wissenschaftliche Fragestellung nach unbewussten biologischen Automatismen. :D

Ich verstehe unter "dem Tier in uns" (ich zitiere weil so schön hätte ich es nicht hingebracht): eine Fragestellung nach unbewussten biologischen Automatismen.
 
Ich verstehe unter "dem Tier in uns" (ich zitiere weil so schön hätte ich es nicht hingebracht): eine Fragestellung nach unbewussten biologischen Automatismen.

Die Automatismen sind ja unbestritten. Aber ohne moralische Wertung bezogen auf das bewusste Sexualverhalten des Menschen im Vergleich zum Tier gibts da eigentlich nichts zu diskutieren.
 
Offensichtlich erkennbare, oder im Verhalten erkennbare werden vom Tier als nicht erstrebenswert zur Fortpflanzung ausgesiebt.
Unbestritten ist das Tier in uns ziemlich ekelhaft/unmenschlich (mir fällt kein besserer Begriff ein:unsicher:)

"Unmenschlich" wäre es, entgegen alle Vernunft Kinder in die Welt zu setzen, wenn erblich bedingte Schäden zu befürchten wären. Hier hat der Mensch die Fähigkeit zur Vorausschau, das Tier nicht.
 
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