Wenn Beziehung auf Augenhöhe sein soll und auf einer gemeinsamen Basis fußen, ist es schwierig sich Freiheiten zu nehmen, als wäre das unwichtig.
Eine Affäre in der die Lüge geboren wird, von der man weiß, dass sie den anderen verletzten würde oder zu Konsequenzen animieren würde, die einem in der Wohlfühlzone stören würden, ist meines Erachtens nicht gerade erstrebenswert.
Aber ich bin eine faule Sau, für so einen Schaß mag ich mir die Zeit und die Nerven nicht nehmen.
Den Partner im Glauben zu lassen eine gute auf gemeinsam abgesprochenen Werten basierende Beziehung zu haben und ihm hintenrum mit Fremdvögeln ins Gesicht zu spucken, empfinde ich nicht als partnerschaftlich erfreulich.
Wer will, der soll, das kratzt mich nicht.
Mit Gscichtln wie "langer glücklicher Ehe" etc. soll er sparsam sein.
Die hat er sich dann ernsthaft und brav erlogen und die lebt davon dass irgendwer ernsthaft die Gschichtln hat schlucken müssen.
Der/die Andere hätte einen Partner verdient, der das Bild das nach außen getragen wird auch tatsächlich lebt.
Selbst wenn ich frei bin, habe ich kein Interesse an irgendwem, der Alibis braucht, Lügen bastelt, Zeit mit mir stehlen muss, net die Stirn hat in der eigenen Partnerschaft gerade zu stehen. Beim b´scheissen einer mir unbekannten Person muss ich net dabei sein.
So man Kinder hat lebt man (auch zusehends mehr Männer) vor, was man für seine Kinder erhofft.
Zu Pubertieren sagt man, wenn sie weggehen: "Tu nix, was ich nicht auch tun würde."
Ja, das macht schon was mit einem.

Wer will schon Respekt für ein aufgebautes Lügengerüst haben.

Wenn man tagtäglich Werte vermittelt, gegen die man selbst verstößt - wer soll einen da ernst nehmen oder gar glauben?
Was das mit Moralapostel zu tun hat ist mir unklar.
Jeder, der eine monogame oder abgesprochene offene Beziehung lebt, darf sich Ehrlichkeit erwarten, sowie das Wissen darüber, ob außer Haus gevögelt wird oder nicht - sonst wäre das ganze Vertrauensbasis-Geschwafel für die Fisch und Loyalität net einmal für den Popo auswischen was wert.