
Nur mal so, für Euch von einem der "älteren" (bald 40) Semester hier.
Karrierefrau, Karrieremann... alles OK und alles wunderbar. Ich wünsche Euch viel Erfolg damit aus ganzem Herzen. Es lässt sich auch vereinbaren, dass man zusammen lebt und sich am Tag ein wenig sieht. Traurigerweise vielleicht etwas weniger als die Geschäftspartner oder die Kollegen.
Nur, wenn es soweit kommt und es gemeinsames gibt, wer kümmert sich dann darum? Wer erledigt die Verpflichtungen des gemeinsamen Alltags und wann? Wer opfert seine Karriere?
Ich finde es inzwischen verständlich, dass Frauen und Männer von reinen Karrieremenschen zurückschrecken, denn wie setzen diese ihre Prioritäten? Erst die Arbeit, dann das Ich und dann vielleicht das Du? Also ich würde nicht freiwillig die dritte Geige spielen. Mir hat meine Parterin recht bald die Wahl gelassen. Ich habe die Arbeit an den, ihr meiner Meinung nach zustehenden, Platz zurückgesteckt und für uns entschieden. Was nicht heißen soll, dass ich oft längere Tage habe und inzwischen auch keinen Flughafen mehr sehen kann.
Und ironischerweise komme ich dennoch immer weiter voran. Vielleicht manchmal sogar noch einfacher als früher. Ich finde ich habe in mancher Hinsicht die gesunde Distanz gewonnen und treffe Entscheidungen besser. Aber das bin ich und es trifft auf viele sicher nicht zu.
In Kurzform: Was meiner Meinung nach Karrieretypen für Beziehungen eher abschreckend macht ist die meist offen sichtbare Egozentrik.