Zum Marktplatz der Methoden: Ich glaube den muss es geben. Leute sind da zu unterschiedlich, als das eine bestimmte Art der Hilfe allen hilft.
In dem Sinne, dass es verschieden Methoden geben
muss (auch seriöse, therapeutische), weil es keine gibt, die allen hilft, schon.
Aber es war ja gemeint, dass dieses "Methode X wirkt ganz bestimmt
wenn man denn dafür bereit ist" unsinnig ist und, ich ergänze: auch gefährlich. Erstens, weil es dazu führt, dass durch die allgemeine Wirksamkeit suggeriert wird, dass die Schuld bei einem selbst liegt, was gerade bei Menschen, die wirklich Hilfe suchen und brauchen wenig förderlich ist.
Zweitens, weil diese Art der Propaganda dazu führt, dass Leute, die ganz fest daran glauben, andere Methoden ausschließen, weil sie eh überzeugt sind, dass ihnen z.B. die Homäopathie hilft. Und ich finde es grob fahrlässig, wenn eine behandelnde Person ihre Methode als allgemein gültig und wirksam darstellt und nicht auf die Idee kommt zu sagen: "Es kann sein, dass es funktioniert, es kann aber durchaus sein, dass nicht und dann versuchen sie (zusätzlich) noch etwas anderes." Natürlich machen das die meisten nicht, weil dann der Placeboeffekt, um den es sich da meistens dreht, an Wirkung verliert
Seit ich eine Freundin an Krebs verloren hab, den man schulmedizinisch behandeln hätte können, wär sie zum Arzt und nicht zur Homäopathie gegangen und sie dort nicht eingestanden haben, dass Homäopathie nicht bei allem helfen kann, stellen sich mir bei allgemeingültigen Aussagen einfach die Haare auf.
Wie das beim Tantra gehandhabt wird, weiß ich nicht, aber so wie das immer für mich klingt, hege ich die Vermutung, dass da die wenigsten ihren Klienten vorschlagen würden, eine andere therapeutische Methode in Betracht zu ziehen. Man muss einfach immer (auch als Arzt, Therapeut...) die Grenzen der eigenen Methode und Fähigkeiten kennen und eingestehen.