Sex und Selbstbewusstsein

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Meine Lieben!

Ich habe eine Freundin deren Selbstwertgefühl sehr angeknackst ist. Ich finde die ist eine hübsche Frau, hat zwar auch bisschen mehr auf den Rippen aber ein wunderschönes Gesicht und Hirn.

Mein Tag an sie war, dass sie sich mal wieder einen Typen aufreissen soll und paar nette Stunden mit ihm verbringen soll.

Für mich ist das nämlich so: ich hab auch mehr auf meinen Rippen und manches Mal stehe ich mir kritisch gegenüber vor allem wenn der letzte Sex schon länger her ist.

Wenn ich jedoch Sex hatte, dann fühle ich mich wie die geilste Frau von da bis Texas und mag mich wieder um einiges mehr.

Es tut mir alleine schon gut wenn ich flirte und merke der Mann wird nervös, da klopfe ich mir dann innerlich auf die Schulter...

Wie seht ihr das, hat Sexualität wirklich so einen großen Einfluss auf das Selbstwertgefühl?
Und wie geht es euch selbst damit?

Danke schön im Vorfeld für die Antworten!:bussal:

LG, Rose

Ich halte es für einen gänzlich falschen Rat sich irgend welche Typen zu krallen um mit ihnen zu pennen um die Illusion des Begehrens zu haben. Es ist eine Lüge.

Dass man sich im Moment oder auch kurz danach gut fühlt, ist klar. Da schwirren auch verdammt viele Hormone herum. Aber nur mit Kerlen zu schlafen, um das eigene Ego aufzupolieren, hat mE nichts mit Genuss und Wohlbefinden zu tun. Es ist Selbstbetrug ... Wenn sie sich danach dann wieder mies fühlt, weil man sie schief anschaut oder tuschelt, dann ist sie wieder dort wo sie war und noch schlimmer.

Sie selbst so anzunehmen, ist der erste Schritt. Es ist schwer und bedarf vieler Tränen. Aber nur so wird sie - hoffentlich - glücklich mit sich werden. Ich hab mir gestern "Embrace" angeschaut und genau darum geht es. Sich selbst so anzunehmen, mit all seinen Hüftgold, Fältchen, Grübchen oder sonstige individuellen Äußerlichkeiten. Das bedeutet nicht, dass man nicht auf sich achten soll. Sich gesund ernährt, dass man genug Bewegung macht und vor allem den Geist fit hält.

Männer stehen auf gscheite, wiffe, intelligente Frauen. Frauen, die genau wissen, wie schön sie sind. Frauen, die sich ständig selbst optimieren um den Typen zu gefallen, sind Frauen, die ihr Leben lang einem Ideal nach hecheln, das nie zu erreichen ist. Wo bleibt der Spaß, wo bleibt die Lust, wo bleiben die kleinen Sünden, wo bleibt das Sein?

Was mir immer in sehr schweren Zeiten hilft ist, dass ich mich bewusst vor den Spiegel stelle und meine Liste durchlese, die zeigen, was ich an mir schön finde. Und warum ich es schön finde. Und jeden Tag gibt es einen Punkt, an dem ich sicher bin, dass all das wahr ist, was auf der Liste steht. Es immer wieder zu sagen, bis man es selbst glaubst.

Ich kenne und habe im Laufe meines Lebens wunderschöne Frauen allen Alters, Figur und Lebensgeschichten kennengelernt und ich würde mindestens 30 Sachen, wenn nicht mehr, finden, die ich an ihnen wunderschön, einzigartig, zauberhaft und beeindruckend finde.

Für mich war meine Oma immer die schönste Frau der Welt. Sie hatte Altersflecken auf ihren Händen und immer wenn ich darüber gestreichelt hab, sagt sie "Meine Haare hast ja schon, du wirst auch meine Hände bekommen!" ... ich hab mich sehr geschmeichelt gefühlt. Oder eine Arbeitskollegin, über 50 und sie sieht großartig aus. Lachfältchen ohne Ende und sie strahlt eine Erotik aus, die selbst mich immer wieder zum Staunen bringt. Eine Freundin von mir, die ebenfalls wunderbare Kurven hat, wenn sie eine Raum betritt, dann sind alle hingerissen. Sie stahlt eine Schönheit aus, die "Models" nie erreichen. Es gibt viele Beispiele von Frauen, die sich ihrer bewusst sind und das auch nach Außen tragen. Sie haben sicherlich oft Zweifel, aber sie bekriegen ihren Körper nicht mehr, sondern haben ihn als den angenommen wir er ist.

Und wenn ich Morgens vor dem Spiegel stehe: Du bist mein Körper, kein anderer Mensch ist vergleichbar mit mir. Ich bin genau so, wie ich sein sollte. Nichts an mir ist falsch, nichts muss optimiert werden. Ich liebe mich selbst und ich streite oft mit mir, aber letztendlich gewinnen wir gemeinsam.

Ich wünsche deiner Freundin die Kraft, sich nicht durch andere bestätigen zu lassen, sondern sich so anzunehmen, wie sie ist. Nur dann ist sie fähig das Geschenk anderer anzunehmen.
 
Ich finde nur durch Sex sei Selbstwertgefühl aufzubauen wird vielleicht für ein paar Tage was bringen aber sicher nicht auf dauer.
Denk das das der falsche Weg ist. Selbstwertgefühl muss von einen selbst kommen und es gibt da draussen genug Männer die so wie ich auf mollige,dicke Frauen stehen, die eine Frau so Respektieren wie sie ist und sie zu schätzen wissen.
Drastisch ausgesprochen denk ich sehen die meisten Männer sie dann auch nur als stück fleisch um ihre lust zu befriedigen das kann unmöglich das Selbstwertgefühl steigern denn begehren tun die meisten in diesen Fall nur denn Körper aber nicht denn Mensch dahinter und der brauch Zuneigung, liebe und will das Gefühl haben geschätzt zu werden.
 
Ich finde nur durch Sex sei Selbstwertgefühl aufzubauen wird vielleicht für ein paar Tage was bringen aber sicher nicht auf dauer.
Denk das das der falsche Weg ist. Selbstwertgefühl muss von einen selbst kommen und es gibt da draussen genug Männer die so wie ich auf mollige,dicke Frauen stehen, die eine Frau so Respektieren wie sie ist und sie zu schätzen wissen.
Drastisch ausgesprochen denk ich sehen die meisten Männer sie dann auch nur als stück fleisch um ihre lust zu befriedigen das kann unmöglich das Selbstwertgefühl steigern denn begehren tun die meisten in diesen Fall nur denn Körper aber nicht denn Mensch dahinter und der brauch Zuneigung, liebe und will das Gefühl haben geschätzt zu werden.
Sex ist ja auch nicht gleich Sex. Eine unpersönliche Nummer nur aus der momentanen Geilheit heraus (mit irgendwem ) ist nicht vergleichbar mit Sex, den man mit jemanden hat, der auch die Seele berührt.
 
Wie seht ihr das, hat Sexualität wirklich so einen großen Einfluss auf das Selbstwertgefühl?
Und wie geht es euch selbst damit?

Es ist viel mehr das Begehrt werden oder das Gefühl, am liebsten mit "Haut und Haaren verschlungen" zu werden. Gewisse Blicke und Mimiken, die einem genau verraten was der Andere gerade denkt. Das steigert für mich den Selbstwert, nicht der Sex.
 
Ich halte es für einen gänzlich falschen Rat sich irgend welche Typen zu krallen um mit ihnen zu pennen um die Illusion des Begehrens zu haben. Es ist eine Lüge.
Dass man sich im Moment oder auch kurz danach gut fühlt, ist klar. Da schwirren auch verdammt viele Hormone herum. Aber nur mit Kerlen zu schlafen, um das eigene Ego aufzupolieren, hat mE nichts mit Genuss und Wohlbefinden zu tun. Es ist Selbstbetrug ... Wenn sie sich danach dann wieder mies fühlt, weil man sie schief anschaut oder tuschelt, dann ist sie wieder dort wo sie war und noch schlimmer.
Sie selbst so anzunehmen, ist der erste Schritt. Es ist schwer, aber nur so wird sie - hoffentlich - glücklich mit sich werden.
Ich wünsche deiner Freundin die Kraft, sich nicht durch andere bestätigen zu lassen, sondern sich so anzunehmen, wie sie ist. Nur dann ist sie fähig das Geschenk anderer anzunehmen.

Sehe es auch so, sexuelle Abenteuer können nicht zur Hebung oder Stabilisierung des Selbstwertgefühles beitragen. (Viele) Frauen wollen begehrt werden, Männer suchen (meistens) lediglich ein Sexobjekt. Männer schmeicheln Frauen und versprechen ihnen alles, nur um rasch ans Ziel zu kommen - Sex mit der Frau. Wie leicht werden u a da die berühmten drei Wort beschwörerisch und inbrünstig der Frau ins Ohr geflüstert und sie schmilzt dahin - aber kaum hat er seinen Höhepunkt gehabt, hat er die Frau schon gedanklich abgehakt und eine Kerbe in seine Bettkante geschnitzt.
Trifft natürlich nicht zu, wenn Frau und Mann schon von Anfang erkennen lassen , dass es sich nur um Sex handelt - hier wird natürlich auch das körperliche Wohlbefinden gestärkt und auch für die Psyche ist guter Sex eine Wohltat.
sie soll - notfalls mit Fachhilfe - ihr gesundes, ausgeglichenes Selbstwertgefühl finden, dadurch nimmt ihre persönliche Sicherheit, ihre Ausstrahlung und ihr Selbstbewusstsein zu und sie wird in ihrer Umgebung allein deshalb schon positiv wahrgenommen werden. Dadurch wird sie auch für Männer vom Sexobjekt zu einer begehrenswerten, möglichen Partnerin.
 
Sex fördert und stützt erst dann das Selbstwertgefühl, wenn daraus eine dauerhafte Liebe erwachsen ist. Hüte Dich also vor Freiwildjägern!
 
mMn muss man da differenzieren... Sex ist etwas, das ich mit einem Menschen habe, der mir etwas bedeutet, da spielt für mich eigentlich eher Nähe, Begehren und Leidenschaft eine Rolle, dass mein Selbstbewusstsein dadurch gestärkt wird eigentlich gar nicht. Klar fühl ich mich danach glücklich und zufrieden, vor allem aber eben deshalb, weil ich der Person nah sein konnte. Und ja, keine Frage, natürlich gefällt es mir, wenn ich gewisse Blicke merke oder ich anhand Mimik/Gestik merke, was er jetzt am liebsten tun würde... das hat schon eher was mit Selbstwertgefühl zu tun. Wenn man weiß, dass der Partner einen attraktiv findet und begehrt, klar steigert das das Selbstwertgefühl.

Bei Anmachen in Clubs, Bars oder auch hier im Forum... da geb ich jetzt nicht sooo viel drauf. Irgendwie fühlt man sich geschmeichelt, aber allzu ernst nehm ich das halt auch nicht, v.A weil ich es schon unzählige Male erlebt habe, dass mich ein Typ angemacht hat und - nachdem ich gesagt habe, dass meinerseits kein Interesse da ist - danach gleich zur Nächsten gestapft ist. Selbstbewusstsein dadurch steigern - eigentlich nicht.
Das passiert eigentlich vor allem dadurch, wenn mir Menschen, die ich kenne oder gerade kennenlerne, wirklich gezielte, nette Komplimente machen, die auch tatsächlich auf meine Person passen.
 
Ich glaub auf die Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl ist hier schon genügend eingegangen worden...
Sie selbst so anzunehmen, ist der erste Schritt. Es ist schwer und bedarf vieler Tränen. Aber nur so wird sie - hoffentlich - glücklich mit sich werden. Ich hab mir gestern "Embrace" angeschaut und genau darum geht es. Sich selbst so anzunehmen, mit all seinen Hüftgold, Fältchen, Grübchen oder sonstige individuellen Äußerlichkeiten. Das bedeutet nicht, dass man nicht auf sich achten soll. Sich gesund ernährt, dass man genug Bewegung macht und vor allem den Geist fit hält.
Der ganze Beitrag... Hammer! Kann ich gar nicht genug liken!

Was hier aber noch nicht angesprochen wurde glaub ich sind die Biochemischen Veränderungen die Sex auslöst... und da muss man schon sagen dass ein Longtime-Single zb automatisch im Nachteil ist im Club oder beim Aufreißen als zB ein trainierter Casanova der in der Woche mit 3-4 unterschiedlichen Frauen schläft.
Was Sex, Intimität und all diese Dinge nämlich Bewirken ist verschiedene Hormone wie Oxytocin oder Testosteron auszuschütten. Und das wirkt sich auf CHEMISCHER Ebene auf die Selbstsicherheit aus, auf chemischer Ebene auf die Anziehungskraft die ein Mensch hat (Pheromonproduktion uÄ).

Ich hatte gerade wieder mal 2 gute Dates (sexfrei... gute Dates mit ner richtig tollen Frau reicht anscheinend!) und hab die Erfahrung gemacht dass obwohl ich seit etwa 2 Monaten ins Fitnesscenter pilger (aber eigentlich echt allein und auf mich fokkussiert)... das ich letztes Mal von 2 Typen blöd angemacht wurde (naja viel Spaß bei der Suche nach Streit bei einem Buddhisten) und mich 2 Frauen angesprochen haben. Mein Verhalten hat sich in keiner Weise geändert, meine Trainingsroutine auch nicht... das Zeug was ich ausgeschwitzt habe (und zwar heftig) allerdings schon. Es ist beunruhigend wenn man solche Veränderungen bemerkt und grob weiß worauf sie zurück zu führen sind...

Oxytocin – Wikipedia

ABER: Sex zum Ausgleich von einem schlechten Selbstwertgefühl... ist eine blöde Idee... führt in unschöne Abhängigkeiten... und bringt am Ende genau gar nichts (außer ein paar StD's uU). Daraus kann schnell eine sehr ungesunde, sehr schnell abwärts führende Form von Sucht werden. Selbstwert sollte man aus Quellen aufbauen die unabhängig von Sex (im Idealfall unabhängig von ALLEN äußeren Erscheinungen und Dualität mit der Umwelt... aber naja... das ist nicht jedermanns Sache) sind.
 
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