Sex mit einer Behinderten?

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Was ist mit Sex und Behinderung - jemand die hinkt, oder eine Brustoperation hatte? Was macht das aus?
 
Mein Gott, hast Du keine anderen Sorgen?

Na wie solls wohl sein? Wie ist denn Sex mit einem dicken/dünnen/dummen/weiß-der-geier-was.

Eben individuell. Körperliche Behinderung wäre zum Beispiel auch ein kleiner Sprachfehler. Und, störts? Wohl kaum. Und wenn dann eben, aus welchen Gründen auch immer, ein (wie von Dir genannt) Körperteil fehlt, dann tuts das eben. Aber ich glaube nicht, dass wenn man mit jemanden wirklich gut kann (zwischenmenschlich!), dass es eine Rolle spielt. Not macht erfinderisch ;)
 
es gibt viele menschen mit kleineren oder größeren behinderungen, ich kenne ein paar frauen die eine brust op hinter sich haben und den sprung zurück in ein normales leben geschafft haben, auch männer kenne ich mit bein oder arm amputationen für sie gilt dasselbe, wichtig ist dass man solchen menschen ganz normal begegnet, sie einfach behandelt als wären sie das normalste auf der welt, ein bekannter von mir erklärte mir das so, seiner frau wurde eine brust weggenommen, früher waren für mich die brüste meiner frau sehr wichtig beim sex, durch die op mußten wir beide anders denken, fühlen und handeln lernen was den sex betrifft, die beiden haben es gemeinsam geschafft und ich kann ihnen nur gratulieren,
 
Was ist mit Sex und Behinderung - jemand die hinkt, oder eine Brustoperation hatte? Was macht das aus?

So manchmal kann ich so einige Fragen nicht mehr nachvollziehen :hmm:

In erster Linie ist das ein „Mensch“ und eine „Behinderung“ sagt nichts über den Charakter des oder derjenigen aus.
Und wenn ich einen Menschen liebe!!! Dann liebe ich ihn auch mit oder ohne Behinderung.

Und nur ein kleiner Denkanstoß – man lernt jemanden kennen – man trifft sich – man verliebt sich –
man möchte miteinander ins Bett ………. Er/sie hat eine Beinprothese……….. was dann?
 
ich meine - dass die Frage mit "behinderung" eher auf Personen die eine geistige Beeinträchtigung haben - zutrifft.
Wenn ein Mensch körperlich benachteilt ist - jedoch geistig gesund ist und mit seiner/ihrer körperlichen Einschränkung gut umgehen kann - denke ich - ist das kein Problem gemeinsame Sachen zu unternehnen, solange es beide wollen ;)

Bei einer geistigen Beeinträchtigung ist diese Frage sehrwohl berechtigt, weil man kann ja nie ganz genau wissen, ob er/sie das auch wirklich will und ob er/sie die Konsequenzen richtig einschätzen kann und auch bei vollem Bewusstsein seine/ihre Entscheidung trifft.

lg Markus
 
So ganz kann ich eure Reaktionen nicht nachvollziehen. Natürlich kann Behinderung zum Problem werden, das sollte doch nicht schwer nachvollziehbar sein, wenn man beispielsweise sieht, wie "Omas", dicke Körper, Schwangere usw. zum Fetisch erklärt werden. Ähnliches passiert auch gegenüber Behinderten, mir sind schon Anzeigen untergekommen, wo gezielt nach Beinamputierten, Gelähmten usw. gesucht wird.

Für diejenigen, die einfach mit ihrem Handicap leben müssen und sich nach einer ganz normalen Beziehung sehnen kann's äußerst verletzend sein, auf das reduziert wahrgenommen zu werden, was die eigene Lebensqualität einschränkt.

Und es ist ja immer sehr schön und nett, wenn behauptet wird, Behinderung sei doch gar kein Thema. Natürlich ist es das!
 
Und es ist ja immer sehr schön und nett, wenn behauptet wird, Behinderung sei doch gar kein Thema. Natürlich ist es das!
- Finde ich im Moment schon auch.
- Und ich glaube das auch nicht - Freunde, ja die gibt's; die helfen und kümmern sich.
- Und na, klar: man trägt das mit sich im Kopf herum. Ich glaube keine ist mal so einfach z.B. schief. Da ist man doch … mmh … nachdenklicher.
- Auch genau in dem Moment, wenn's dann mal dazu kommt. Das kann man doch dann nicht verbergen.

"Jenseits der Schönheit" (steht auf meiner Einladungskarte zu einem Krimidinner)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und es ist ja immer sehr schön und nett, wenn behauptet wird, Behinderung sei doch gar kein Thema. Natürlich ist es das!

ja...aber das sind doch unterschiedlich zugangsweisen...
wenn ich mit jemanden liiert war und die liebe, und sie hat einen unfall mit andauernder behinderung, so wird das problem ned wirklich groß sein...also kopfmässig.
neu wem kennenlernen, mit behinderung, dass ist sich ganz was anderes
 
Ja. Ist glaub ich auch schwierig von beiden Seiten. Ich bin in gewisser Weise behindert, relevant für's "Äußerliche" nicht so sehr. Als ich meinen Mann kennenlernte, konnte ich gerade mal 10 - 15 min. gehen, ich hab stark gehumpelt, das war sichtbar. Nicht's "Großes", aber Leute gehen anders mit einem um, oft nicht mal, daß sie's merken. Man fällt aus diesem "Raster" sexuelles Wesen irgendwie raus.

Und als ich noch in der Behindertenarbeit aktiv war war's so offenkundig, daß Leute im Rollstuhl, mit sichtbaren Handicaps und wie auch immer einfach anders wahrgenommen werden, sei's durch übertriebene Freundlichkeit (so in dieser Art, wie manche auch laut und akzentuiert sprechen, wenn ein Ausländer oder ein alter Mensch ihnen gegenübersteht) oder Ablehnung.

Es fehlt eine gewisse Unbefangenheit im Umgang miteinander, das wirkt wie eine Barriere, die überwunden werden muß. Darin sehe ich oft das eigentliche Handicap, mehr als das, was den Betreffenden als "behindert" ausmacht.
 
.. das meine ich ja ..
- oder wenn man wen kennt, und sich das Verhältnis dann auch ändert und Sex vielleicht (mal) mit ins Spiel kommt..


Eine gute Freundin von mir ist durch einen schweren Unfall schwerbehindert. Sie ist halbseitig spastisch gelähmt, sie kann auch nicht mehr so gut sprechen, gehen kann sie am Stock, wenn man sie auf der anderen Seite stützt.

Wir waren früher oft in München unterwegs zum Einkaufen. Ihre Marotte: die wollte immer im dichtesten Verkehr die Leopoldstraße (sehr breit und stark befahren) überqueren, und zwar immer dort, wo keine Ampeln sind. Hab oft geflucht und Blut und Wasser geschwitzt und ihr Vorhaltungen gemacht deswegen. Ihre typische Antwort war dann: "Entspann dich, es wird keiner auf sein Gewissen laden, ausgerechnet mich armen Krüppel über den Haufen zu fahren, die bremsen alle!" Dabei hat sie dann ihren poppig-bunten Gehstock so rumgeschwenkt, daß alles in Reichweite sich in Sicherheit bringen mußten. :lol:

Sie hatte einige Liebschaften, die hat sich einfach nix g'schissen auf gut Deutsch. Wenn man Ablehnung erwartet, erfährt man sie auch. Und wenn man abgewiesen wird, neigt man vielleicht auch zu schnell dazu, das auf offenkundige "Mängel" zu schieben, dabei paßt's halt manchmal einfach nicht, das geht auch jedem Gesunden so.
 
Kennen lernen gelingt nur, wenn der Funke überspringt (hinken).

Eine fehlende Brust wäre für mich kein Hindernis, eine Frau kennen zu lernen.

Eine gute Beziehung bleibt bei eintretender Behinderung bestehen.
 
Ja. Ist glaub ich auch schwierig von beiden Seiten.

Ich sehe es anderes. Ok, ich habe keine Behinderung, hatte aber mal nen Freund, der mit einen kurzeren Bein durchs Leben gestolpert war;) Ich habe ihn so kennengelernt und es fiel mir gar nicht sonderlich auf. Ich ging laufen, er fuhr sein Rad, bei Skifahren gab es wenige, die gleich gut waren, im Wasser sowieso und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wieso hätte es im Sexleben relevant sein sollen.
Es hängt vielleicht auch davon ab, wie man mit dem eigenem Handicap umgehen kann, so wird man auch von Umfeld wahrgenommen.
 
Die Erfahrung hab ich auch gemacht, yucca. Auf einen anderen Bereich übersetzt fiel mir das so oft auf, wenn Leute meinen, sie würden niemanden finden, weil sie sich häßlich finden (fast alle objektiv wesentlich attraktiver als ich). Die standen sich selbst im Weg, denke ich. Zumindest in dieser Hinsicht hatte ich nie Schwierigkeiten, ich tu einfach so als wär ich attraktiv, dann glauben das genug Leute und fallen drauf rein. 8-)

So ähnlich ist das mit Handicaps auch, das ist reine Trainingssache.
 
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