Weil mir diese Frage nun schon länger im Kopfe umhergeistert und ich durch einen anderen Thread wieder einmal darauf gestossen wurde, möchte ich die Meinungen der werten User hier erfahren.....Es würde mich wirklich interessiere, welche Beweggründe dahinter stecken.....und jetzt - harre ich der Erhellung....
Also, an "die" Erhellung glaube ich ja prinzipiell nicht, ein paar Ideen habe ich aber schon:
Ich sehe keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen missglückten, wenig geglückten, "unästhetischen", oder wunderbar komponierten Fotos nackter Menschen oder deren intimen Körperregionen (um die scheint's ja in der Frage zu gehen) und der "Zufriedenheit" oder "Unzufriedenheit" der Poster mit ihrem Körper. Gerade in einem sehr explizit erotischen, sexuellen, von mir aus pornografischen Forum ist ausgelebter Exhibtionismus weder ein Wunder noch zu kritisieren. Das heißt aber keineswegs, dass Menschen, die anderen ihren Körper oder ihr Gesicht zeigen, nicht durchaus kritisch sich selbst gegenüber sind: "Da sind ein paar Kilo zu viel", "Der Schwanz ist zu kurz", "Die Brüste hängen" ... na und? Ich sehe das eher als einen bewussten oder unbewussten Akt des Widerstands gegen von Außen bestimmte "Schönheitsideale" (von denen es ja gerade in der Pornoindustrie nur so strotzt).
Seien wir doch ehrlich - nur wenige Menschen, die hier Fotos hinaufladen, erwarten sich, damit in der Galerie Westlicht (für die Nichtwiener: Eine der wichtigsten Fotogalieren der Bundeshauptstadt) zu landen und dort Furore zu machen.
Was dieser Thread hingegen durchaus anst0ßen kann ist die Frage: Was motiviert die notorischen "Spaßvögel" im EF (übrigens meistens männlich, soweit ich das mitbekommen habe), hämische Kommentare zu Fotos abzugeben, die ihnen nicht zu Gesicht stehen? Klar, es ist verlockend, zu spotten, wenn das hundertste Foto "Schwanz vor Badezimmerkacheln" gepostet wird, und dazu vielleicht noch ein Text, in dem sich der stolze Besitzer (von Schwanz und Kacheln) wie der neue Adonis selbst anpreist.
Um einen großen der Fotografie zu zitieren: Henri Cartier-Bresson hat gemeint, jedes Foto sei gut, das man länger als eine Sekunde betrachte. Liegt also beim Betrachter, wie er mit den eingangs beschriebenen Bildern umgeht.