ONS, Casual, F+, Polyamor & Co

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Was favorisiert bzw. lebt Ihr gerade?

  • ONS (einmalig)

    Stimmen: 2 4,4%
  • Casual Sex (gelegentlich und unregelmäßig)

    Stimmen: 14 31,1%
  • Freundschaft plus (regelmäßig und Aktivitäten außerhalb des Bettes)

    Stimmen: 12 26,7%
  • Polyamorie (Beziehung zu mehr als einer Person)

    Stimmen: 8 17,8%
  • Monogamie

    Stimmen: 21 46,7%
  • Anderes ...

    Stimmen: 7 15,6%

  • Umfrageteilnehmer
    45
  • Umfrage geschlossen .
1) Ich habe einen Vergleich mit den 70-er Jahren gezogen, obwohl ich sie selbst nicht erlebt habe. Aber diese "sexuelle Revolution" der 70-er war wirklich ein Riesenschritt aus der prüden Nachkriegszeit.

2) Heute sehe ich eben einen Trend zurück in die Prüderie. Die Menschen sind ängstlicher geworden.

3) Mehr Toleranz gibt es der Homosexualität und speziellen Vorlieben ( Fetisch/ Bdsm/ Swingen, u.ä.) gegenüber ...

4) aber Polyamorie oder gar Polygamie als etablierte gesellschaftliche Beziehungsform, gleichwertig der Mono-Ehe, ist eine Utopie geblieben. Das Vielehe-Verbot ist Konsens.

Ich könnte nicht einmal für mich sagen, ob ich dafür oder dagegen wäre, das Verbot aufzuheben. Da gäbe es viel zu überdenken. Vor allem aus materieller Sicht, weniger wegen der Polyamorie. Diese kann ja auch ohne Heirat funktionieren.

5) Eigentlich könnte man mich eher für ein generelles Ehe-Verbot begeistern. Aber das ist auch wieder utopisch.

1) da gings nicht nur um Prüderie, sondern um den wirtschaftlichen Aspekt. Wirtschaftswunder und gefestigte Rollenbilder. Wirtschaftlich gins bergauf. Gerade die 50er hatten ja die klare Teilung der Aufgaben zwischen Mann (der Macher und Ernährer) und die Frau (Gattin, Mutter, Erzieherin). Monogamie war insbesondere in den frühen Nachkriegsjahren Usus um wieder Kinder zu zeugen. Es ging den Meisten immer besser. Die sogenannte sexuelle Revolution wurde als Trotzreaktion der konservativen Eltern gesehen. Kinder, die nicht diesem streng alten und konservativen Lebensstil folgen wollten. Nicht zu vergessen, es gab immer mehr Student*innen, die begonnen hatten in WGs zu leben, dadurch entstanden die bekannten Kommunen - einerseits aus der finanziellen Notwendigkeit, aber eben auch aus der prüden und konservativen Erziehung auszubrechen. Die Pille wurde frei verfügbar. Was für ein Fortschritt. In den 80er wurde HIV bekannt und die Angst ging umher. Monogamie schien für die Meisten der einzige Schutz gegen HIV zu sein, denn man ging davon aus, HIV würden nur lasterhafte Personen und Schwule bekommen. Jetzt weiß man mehr, dass es mehrere Arten der Übertragung gibt und das HIV keinen Unterschied macht, welche sexuelle Orientierung man hat oder welche Beziehungsform man pflegt.

2) Ja, diese Beobachtung habe ich auch. Aber was macht Angst oder besser gefragt: Wer schürt Angst? Jeder weiß, wie man sich vor sexuell übertragbare Krankheiten schützt und diese Ängstlichkeit wird von konservativen und rechtsgerichteten Parteien geschürt. Es werden alte Rollenbilder und Familienkonstrukte propagiert um vermeintliche Sicherheit vor dem Fremden zu suggerieren. Hier spielen viele Faktoren mit. Einerseits Ehe-für-alle und andererseits Vater-Mutter-Kind. Das ist nicht grad leicht.

3) Da ich viele schwule Freunde habe und auch einige Zeit in der SM-Szene unterwegs bin, kann ich das nicht bestätigen. Toleranz oder Intoleranz ist keine Frage der sexuellen Orientierung.

4) Wir entscheiden doch als Gesellschaft, was utopisch ist und bleibt und wir können auch unsere Haltung dazu ändern. Eine Gesellschaft ändert sich. Durch Globalisierung und die Möglichkeit, fundierte Informationen zu allen möglichen Themen zu recherchieren, sollte es kein Problem sein, auch diese Form von Beziehungen zu legalisieren - also der Ehe gleich zu stellen - wenn man denn unbedingt heiraten will.

5) Wäre einer Überlegung wert ... ;)
 
Naja zwischen den Hippie-Zeiten und heute ist das HIV-VIrus und Aids auf den Plan getreten.
Früher war mal ein Tripper (der mit einer Antibiotikakur schnell behoben war) oder Filzläuse das
weniger tragische Risiko als eine ungeplante Schwangerschaft.

Wozu eigentlich ein genrelles Ehe-Verbot ???
Zwingt Dich ja niemand zu heiraten. Die Entscheidung bleibt doch alleine Dir und Deinem Partner überlassen.

Vielleicht meint sie nicht die Ehe als religiöse Verbindung ... Die meisten Paare heiraten eher nicht der Liebe wegen, sondern wegen der steuerlichen und rechtlichen Vorteile.
 
Eine Frage hätte ich, wieso "Entfernen wird uns ..." -Kontext von einer liberalen Gesellschaft aus deiner Sicht?

bG Bär

weil sich eigene Fehleinschätzungen damit scheinbar zumindest untermauern lassen.Und es im allgemeinen leichter erscheint eine These in den Raum zu stellen als sie zu belegen.Wie meistens bin ich hier gegenteiliger Meinung.
Offener liberaler klingt gut.Aber steckt in dieser Schublade versteckt nicht schon wieder das Kernproblem?
wie definiere ich liberal und offen.
liberal ist offen sein gegenüber anderen
liberal ist wenn meine Vorstellung respektiert wird
liberal ist wenn reegeln sehr strikt umrissen sind
liberal ist wenn es keine Regeln gibt
und und und.
Die Schublade liberal wird ausgelegt wie man es gerade für seine Argumentation für nötig erachtet.
eine nicht zielführende Einteilung.
Meine subjektive Einteilung(die man nicht teilen muss so liberal bin ich schon)
Dinge die mir oder meinem Gegenüber aufgezwungen sind oder nicht.
Darin seh ich den Liberalismus.Mache ich etwas weil ich dazu gezwungen bin oder entspricht es meinen Überzeugungen

wobei ich des Pudels kern nicht unerwähnt lassen sollte.Liberal ist es auf keinem Fall jemandem vorzuschreiben ob seine Beziehung Ehe,Parntnerschaft oder hausnummer huibui zu heissen hat.Das ist eher die Prüderie.Solange man in Schubladen unterteilt wird es nicht liberaler.Im gegenteil die Gedankendiktatur um es überspitzt zu formulieren nimmt dadurch eher zu als durch nicht der "Norm" entsprechende Beziehungsformen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe einen Vergleich mit den 70-er Jahren gezogen ....
Ja, aber das sind Aufhänger - Begriffe ohne globale Allgemeingültigkeit .... Es gab und gibt einfach viele Variationen von Lebensformen parallel zu selben und unterschiedlichen Zeiten.
Es waren auch nicht Alle in den 70ern aktive Teilnehmer einer "sexuellen Revolution"
Die Pille brachte die "Selbstbestimmung", Einflussmöglichkeit der Frau über Schwangerschaft - die zu der zeit bekannten STD recht einfach heilbar.
Wie Quantensprung bemerkt hat, war dann AIDS als tödliche Krankheit wieder ein Hemmschuh für eine offenere, promiske Sexualität.
Ein zukünftig allgemein verfügbarer, schneller und günstiger Multi STD Test wäre dann wohl wieder ein eher förderlicher Faktor
Ebenso eine kostengünstige und nebenwirkungsfreie Heilung/Prävention von AIDS etc.

Ehe wird aus meiner Sicht häufig "verklärt" als Liebesentscheid gesehen - Ehe war und ist im Ursprung ein sozial, organisatorischer, wirtschaftlicher "Pakt" und je schwerwiegender die Konsequenzen (siehe Königshäuser, Wirtschaftsimperien, Clan's etc.) desto unwichtiger waren emotionale Komponenten. Dafür wurden emotional-sexuelle Beziehungen mit anderen Partnern geduldet (waren üblich) ... den Frauen wurden (in gewohnter Doppelmoral) auch oftmals Liebhaber zugestanden, insofern sie sich nicht erwischen ließen und diskret vorgingen.

LG Bär
 
Zuletzt bearbeitet:
Wozu eigentlich ein genrelles Ehe-Verbot ???
Zwingt Dich ja niemand zu heiraten. Die Entscheidung bleibt doch alleine Dir und Deinem Partner überlassen.

Ehe wird aus meiner Sicht häufig "verklärt" als Liebesentscheid gesehen - Ehe war und ist im Ursprung ein sozial, organisatorischer, wirtschaftlicher "Pakt"....

Klar ist Heiraten eine freiwillige Angelegenheit. Aber sowohl staatlicherseits als auch gesellschaftlich werden Verheiratete und solche, die es nicht sind, unterschiedlich behandelt und angesehen. Um da eine Gleichstellung zu ereichen, kann man aber nimanden zwingen zu heiraten.

Und richtig gesehen: Eine Verklärung, quasi als "Liebesgarantie" für alle Zeiten. Solch ein Versprechen könnte ich niemals abgeben.

"Verbot" vielleicht der falsche Ausdruck. Besser wäre wohl "Abschaffung". Was Paare dann privatrechtlich vereinbaren, bleibt deren Sache. Vielleicht entwickelt sich dann eine Liberalität zugunsten polyformer Beziehungen. Ansätze sind ja z.B. bei den Swingern und "Offenen" schon zu erkennen. Aber wie gesagt, utopisch.
 
Klar ist Heiraten eine freiwillige Angelegenheit. Aber sowohl staatlicherseits als auch gesellschaftlich werden Verheiratete und solche, die es nicht sind, unterschiedlich behandelt und angesehen. Um da eine Gleichstellung zu ereichen, kann man aber nimanden zwingen zu heiraten.

Eine Ehe hat nun mal auch ihre rechtlichen Aspekte - im positiven wie im negativen Sinne.
Daher gibt's ja diese Möglichkeit, wechselseitige Verpflichtungen einzugehen und zu beurkunden.
Durch die eingetragene Partnerschaft mittlerweile auch für gleichgeschlechtliche Verbindungen. Und es gibt den dringenden Wunsch die völlige GLeichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe umzusetzen - also scheint ein großer Bedarf zu bestehen.

Und richtig gesehen: Eine Verklärung, quasi als "Liebesgarantie" für alle Zeiten. Solch ein Versprechen könnte ich niemals abgeben.
Du halt ich nicht, viele andere - inklusive mir selbst - auch nicht.
Aber ich bin gerade auf sehr vielen Feiern von "silbernen Hochzeiten" - also es gibt sichtlich einige
Menschen für die das sehr wohl passt.

"Verbot" vielleicht der falsche Ausdruck. Besser wäre wohl "Abschaffung". Was Paare dann privatrechtlich vereinbaren, bleibt deren Sache. Vielleicht entwickelt sich dann eine Liberalität zugunsten polyformer Beziehungen. Ansätze sind ja z.B. bei den Swingern und "Offenen" schon zu erkennen. Aber wie gesagt, utopisch.
Ich kann nicht erkennen, wo gesetzliche Barrieren bestehen die polyforme Beziehungen verhindern.
Gesellschaftliche Akzeptanz kann nur wachsen, sich entwickeln. Die kann man nicht per Gesetz verordnen.
Auch die Vielehe im Islam ist in weiten Teilen auch ein "Versorgungsvertrag" - deshalb ist sie zumindest in der Theorie auch eher vermögenden Männern vorbehalten.

Ein bissl Egozentrierung erkenne ich hier schon.
DU hättest es gerne - also muss es für alle anderen auch gelten.
DEIN Umfeld scheint DEINE Lebensweise für nicht so prickelnd zu erachten -
daher gehört's abgeschafft, damit DU DIR leichter tust ;)

Eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung sieht anders aus. Und auch für die müssen die Gesetze passen. Wie schon an anderer Stelle mal vorgerechnet: Hier im Forum wirst Du mehr Verständnis finden - aber hier sind nur rd. 400.000 Menschen von rd. 100 Millionen im Deutsch sprechenden Raum registriert - also nicht mal 1% ;)

Das hat was von den GrünInnen - die diktieren mit 10% Stimmen auch den 90% die sie nicht gewählt haben ihre Verkehrspolitik in Wien ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Die meisten Paare heiraten eher nicht der Liebe wegen, sondern wegen der steuerlichen und rechtlichen Vorteile.
Das mag für viele zutreffen, da geb ich Dir recht, trotzdem kenne ich aber noch ein paar unverbesserliche altmodische Romantiker (gehör ich auch dazu :) ), die rein der Liebe wegen geheiratet haben und das sind dann die "Goodies", die einfach dazukommen.
Klar ist Heiraten eine freiwillige Angelegenheit. Aber sowohl staatlicherseits als auch gesellschaftlich werden Verheiratete und solche, die es nicht sind, unterschiedlich behandelt und angesehen. Um da eine Gleichstellung zu ereichen, kann man aber nimanden zwingen zu heiraten.
Die Gleichstellung wird und kann es nie geben... Verheiratete Männer zahlen z.B. keine Alimente, weil schlicht angenommen wird, dass das Einkommen in die gemeinsame Haushaltskassa kommt. Das würde bei Gleichstellung im Umkehrschluss bedeuten, dass entweder die verheirateten Männer alimentepflichtig wären, was bei einem gemeinsamen Bankkonto das Gesetz ad absurdum führen würde, oder aber Väter ohne Ehe wären alimentebefreit. Die dadurch entstehenden Probleme kann sich wohl jeder selbst ausmalen...
Das nächste Problem, warum es da keine Gleichstellung geben kann ist: Nehmen wir mal an, der Meldezettel reicht dem Gesetzgeber um eine Partnerschaft als legitim anzuerkennen:
  1. Wäre Sozialbetrug Tür und Tor geöffnet, auf dem Papier zusammenziehen geht sehr einfach, "richtig heiraten" ist dann doch nochmal etwas Anderes
  2. Unser System sieht eine Witwenpension vor, angenommen (um den Schwenk auf Polygamie/Polyamorie zuschaffen) ein Mann lebt mit 3 Frauen zusammen respektive (wenn das Verbot der Vielehe aufgehoben werden würde) ist mit 3 Männern verheiratet. Entweder würde das gesamte Sozialsystem kollabieren oder - wenn man die ohnehin schon karge Witwenpension aufteilt - die Anzahl der armutsgefährdeten Personen würde steigen und erst wieder das Sozialsystem belasten...
  3. Die restlichen gesetzlichen Regelungen (Gütertrennung, Pflegeurlaub und was es noch alles gibt...) wären nur aufgrund eines Meldezettels wohl auch "verkompliziert".
Und richtig gesehen: Eine Verklärung, quasi als "Liebesgarantie" für alle Zeiten. Solch ein Versprechen könnte ich niemals abgeben.
Eine Liebesgarantie für alle Zeiten wird es nie geben, das zeigen die Zahlen der Scheidungsrate, so realistisch muss man schon sein (auch ich)... Den Vorsatz für die ewige Liebe aber kann man schon haben, wenn es zu dem Zeitpunkt die eigene Überzeugung ist und es sich richtig anfühlt... Und wenn es der richtige Partner ist, wo man sich das "bis zum Lebensende" vorstellen kann, warum dann nicht?

Mr. Salt
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Eine Ehe hat nun mal auch ihre rechtlichen Aspekte - im positiven wie im negativen Sinne.
Daher gibt's ja diese Möglichkeit, wechselseitige Verpflichtungen einzugehen und zu beurkunden.
Durch die eingetragene Partnerschaft mittlerweile auch für gleichgeschlechtliche Verbindungen. Und es gibt den dringenden Wunsch die völlige GLeichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe umzusetzen - also scheint ein großer Bedarf zu bestehen.


Du halt ich nicht, viele andere - inklusive mir selbst - auch nicht.
Aber ich bin gerade auf sehr vielen Feiern von "silbernen Hochzeiten" - also es gibt sichtlich einige
Menschen für die das sehr wohl passt.


Ich kann nicht erkennen, wo gesetzliche Barrieren bestehen die polyforme Beziehungen verhindern.
Gesellschaftliche Akzeptanz kann nur wachsen, sich entwickeln. Die kann man nicht per Gesetz verordnen.
Auch die Vielehe im Islam ist in weiten Teilen auch ein "Versorgungsvertrag" - deshalb ist sie in der Theorie auch eher vermögenden Männern vorbehalten ist.

Ein bissl Egozentrierung erkenne ich hier schon.
DU hättest es gerne - also muss es für alle anderen auch gelten.
DEIN Umfeld scheint DEINE Lebensweise für nicht so prickelnd zu erachten -
daher gehört's abgeschafft, damit DU DIR leichter tust ;)

Eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung sieht anders aus. Und auch für die müssen die Gesetze passen. Wie schon an anderer Stelle mal vorgerechnet: Hier im Forum wirst Du mehr Verständnis finden - aber hier sind nur rd. 400.000 Menschen von rd. 100 Millionen im Deutsch sprechenden Raum registriert - also nicht mal 1% ;)

Das hat was von den GrünInnen - die diktieren mit 10% Stimmen auch den 90% die sie nicht gewählt haben ihre Verkehrspolitik in Wien ;)
Wie eigentlich immer die perfekten Worte gefunden :up:
 
.. Gesellschaftliche Akzeptanz kann nur wachsen, sich entwickeln. Die kann man nicht per Gesetz verordnen.
Auch die Vielehe im Islam ist in weiten Teilen auch ein "Versorgungsvertrag" - deshalb ist sie zumindest in der Theorie auch eher vermögenden Männern vorbehalten. ..
Korrekt ... Voraussetzung war, dass der Mann das wirtschaftlich gut gewährleisten konnte. Es gibt auch Regelungen für die Hierarchie (Hauptfrau, Nebenfrauen) ...
und es ist keine männliche Domäne, da in bestimmten Kulturen die Frauen mehrere Männer parallele Beziehungen haben konnten/können.
Die Betrachtung der vielfältigen Variationen die bereits gelebt wurden und auch heute noch in anderen Teilen der Welt gelebt werden, relativiert die Diskussionen die wir hier in unserem Kulturkreis führen dann doch etwas, nicht wahr. Das Problem ist, die Wenigsten setzen sich intensiver damit auseinander was es weltweit schon gab und gibt und gelebt wird, wie es scheint.


.. "Verbot" vielleicht der falsche Ausdruck. Besser wäre wohl "Abschaffung".
Was Paare dann privatrechtlich vereinbaren, bleibt deren Sache. Vielleicht entwickelt sich dann eine Liberalität zugunsten polyformer Beziehungen.
Ansätze sind ja z.B. bei den Swingern und "Offenen" schon zu erkennen. Aber wie gesagt, utopisch.
Du vermischt hier den sozial-wirtschaftlichen Aspekt einer Beziehung mit der sexuell-emotionalen Ebene:

Die Ehe ist ein sozial-wirtschaftlicher Pakt/Zusammenschluss mit der Zielsetzung der Schaffung einer Ordnungsstruktur und Rahmenbedingungen als stabile Basis für eine gemeinsame Familie/Nachwuchs.

Ich weiß nicht ob die entsprechenden Regelungen mittlerweile noch in den Gesetzestexten zu finden sind - allerdings waren eine Verweigerung des Vollzugs, sowie eine biologisch bedingte, oder vorsätzliche Kinderlosigkeit valide rechtsgültige Gründe zur Auflösung einer Ehe.


Swinger(pärchen) haben die emotionale Beziehung mit einem (ihrem) Partner, aber auch Sex mit Anderen.
Polyamore haben parallele Emotionale und Sexuelle Beziehungen mit Anderen.
Uns mangelt es hier halt oft an klaren Begrifflichkeiten ... für mich/uns persönlich läuft die "scharfe" Trennlinie über den Begriff des/der "Spielpartner"



Zu den Gesetzen ... das von Dir Beschriebene ist aktuell aus meiner Sicht Utopie .... die Gesetze dienen zur Absicherung Alleinerziehender, respektive zum Wohl der Kinder.

Hier müsste noch ein großes Umdenken einsetzen und eine Rückkehr zu einer Haltung von Kindern als wichtigem "Allgemeingut" und einer gesellschaftlichen Verantwortung ... wesentlich Größer, Allgemeiner und Universeller als bis dato .... dann können viele Dinge diskutiert werden.

Aus unserem Bekanntenkreis heraus könnte ich nicht sagen, dass Alleinerziehende und deren Kinder in einer überaus "guten" Position wären.

bG Bär
 
Eine Ehe hat nun mal auch ihre rechtlichen Aspekte - im positiven wie im negativen Sinne.

Ich meinte auch nicht ausschließlich die rechtlichen Aspekte, sondern ausdrücklich auch die gesellschaftlichen ( Ansehen / Moral usw. ).

Und es gibt den dringenden Wunsch die völlige GLeichstellung der gleichgeschlechtlichen Ehe umzusetzen - also scheint ein großer Bedarf zu bestehen.

Hier war Gleichstellung mit ""solchen, die es nicht sind"" geschrieben, also Ledige und auch nicht die Gleichstellung mit eheähnlichen Partnerschaften gemeint.

Ich kann nicht erkennen, wo gesetzliche Barrieren bestehen die polyforme Beziehungen verhindern.
Gesellschaftliche Akzeptanz kann nur wachsen, sich entwickeln. Die kann man nicht per Gesetz verordnen.

Aber Gesetzte können da Hindernisse sein. ( vgl. § 175 Deutschland bis in die 70-er / heute Polygamieverbot ( nebst Ächtung )).
Ein bissl Egozentrierung erkenne ich hier schon.

DU hättest es gerne - also muss es für alle anderen auch gelten.
DEIN Umfeld scheint DEINE Lebensweise für nicht so prickelnd zu erachten -
daher gehört's abgeschafft, damit DU DIR leichter tust ;)

Aber nein, keine konkrete Forderung. Wie bereits gesagt, nur "utopische" Gedanken zur Akzeptanz polyformer Beziehungsmodelle in weit entfernter Zukunft. Bitte richtig lesen.

Wie du siehst gibt es selbst dagegen ( deinen ) Widerstand.:D
 
Du vermischt hier den sozial-wirtschaftlichen Aspekt einer Beziehung mit der sexuell-emotionalen Ebene:

Vermischt nicht. Aber dass der soziale/ wirtschaftliche Aspekt den sexuell-emotionalen Bereich dominiert ist augenscheinlich. Monogamie versus Polyform. Auch moralisch.

Zu den Gesetzen ... das von Dir Beschriebene ist aktuell aus meiner Sicht Utopie ....

Sagte ich bereits. Da sind wir uns ja mal einig. :)

Hier müsste noch ein großes Umdenken einsetzen und eine Rückkehr zu einer Haltung von Kindern als wichtigem "Allgemeingut" und einer gesellschaftlichen Verantwortung ... wesentlich Größer, Allgemeiner und Universeller als bis dato .... dann können viele Dinge diskutiert werden.

Sehe ich aus so.
 
die rein der Leibe wegen geheiratet haben und das sind dann die "Goodies", die einfach dazukommen.

Welche steuerlichen und rechtlichen Vorteile?!

Scheisse. Ich hab echt aus Liebe geheiratet. Und derweil gibt's da noch mehr?! :shock::D

Zum Thema muss ich mich leider enthalten...
Da wäre zuviel Egozentrierung (schön gesagt Herr Quantensprung) mit drinnen. ;)
 
Ich finde sobald kinder im spiel sind wird es schwierig mit polygamie und dergleichen.
Man will ja als Elternteil einen sicheren Hafen bilden. Man versucht es zumindest.
Alles was extrem aus der Norm fällt ist schwierig für kinder zu akzeptieren. Kinder wollen "normal " sein und zu erklären das ich halt zb 3 Papas und 2 Mamas habe, wobei die eine Mama früher ein Mann war und der andere Papa gerne Mamas Röcke anzieht oder dergleichen etc ist in der Regel schwierig...war jetzt natürlich ein etwas überspitztes Beispiel wobei ich ja grundsätzlich für leben und leben lassen bin
 
Alles was extrem aus der Norm fällt ist schwierig für kinder zu akzeptieren. Kinder wollen "normal " sein und zu erklären das ich halt zb 3 Papas und 2 Mamas habe, wobei die eine Mama früher ein Mann war und der andere Papa gerne Mamas Röcke anzieht oder dergleichen etc ist in der Regel schwierig...war jetzt natürlich ein etwas überspitztes Beispiel wobei ich ja grundsätzlich für leben und leben lassen bin

Alles eine Frage der Kommunikation.

Eine Freundin von mir hat die selbe Behinderung, wie ich und eine Tochter. Man würde sie bestimmt nicht als Normal sehen, was aber ihrer Tochter egal ist, weil sie damit aufgewachsen ist. Sie kennt es nicht anders. Wenn ein Kind natürlich und ungehemmt mit unterschiedlichen Beziehungsformen aufwächst, ist es völlig normal. Wenn gleichgeschlechtliche Paare Kinder haben, ist auch das normal. Was nicht normal ist, ist das vorgaukeln einer Illusion ... Zumal es Kindern völlig egal ist, wie viele Mamas und Papas sie haben, solange sie geliebt, respektiert und beschützt werden.
 
Alles eine Frage der Kommunikation.

Eine Freundin von mir hat die selbe Behinderung, wie ich und eine Tochter. Man würde sie bestimmt nicht als Normal sehen, was aber ihrer Tochter egal ist, weil sie damit aufgewachsen ist. Sie kennt es nicht anders. Wenn ein Kind natürlich und ungehemmt mit unterschiedlichen Beziehungsformen aufwächst, ist es völlig normal. Wenn gleichgeschlechtliche Paare Kinder haben, ist auch das normal. Was nicht normal ist, ist das vorgaukeln einer Illusion ... Zumal es Kindern völlig egal ist, wie viele Mamas und Papas sie haben, solange sie geliebt, respektiert und beschützt werden.

Ich weiß nicht, ich glaube nicht das man eine Behinderung mit Sexualität vergleichen kann.
Die Kinder kriegen ja mit das gesellschaftlich gesehen eine Behinderung nichts "schlimmes" ist und das die meisten Mitmenschen (hoffentlich!) nicht abfällig darüber werten. Zumindest wird von klein auf versucht Kindern zu vermitteln das dies eben so ist. Polygamie allerdings ist ein Tabu Thema. Die meisten Eltern werten abfällig darüber. Ich weiß nicht wie das ist bei kindergeburstagen, Freundschaften schließen etc. Ob das Kind da nicht ausgeschlossen wird weil andere Eltern da Bedenken/Ängste haben...
Ich weiß auch nicht ob das Sicherheit vermittelt wenn ich als Kind mehrere Mamas und Papas habe. Vielleicht ist es ok wenn ich es von klein auf gewöhnt bin, aber einfach wird es das Kind spätestens im schulalter nicht haben.
Ich kenne zb 3 kinder die in einer Kommune aufgewachsen sind mit freier liebe und Co. Die haben extrem darunter gelitten....
 
Es ist in Wahrheit sogar noch komplizierter, denn polyamore und -game Konstrukte sind nicht selten hierarchisch aufgebaut.
Ich kenne eine Vierer-Konstelation, (Ein Mann, drei Frauen) wo jeder jeden von ganzem Herzen liebt, und jede/r ein gleichberechtigter Partner ist. Aber es ist zu zweit schon oft kompliziert eine Beziehung zu führen- mit vier Menschen potenzieren sich auch die Probleme...
 
Zumal es Kindern völlig egal ist, wie viele Mamas und Papas sie haben, solange sie geliebt, respektiert und beschützt werden.

Auch in sog. Großfamilien ( Wohngemeinschaften) haben Kinder jeweils nur eine Mutter und einen Vater. Alle anderen sind dann Onkel und Tanten oder einfach nur Freunde. Ich sehe da für Kinder auch keine großen Probleme, solange die Mitglieder der "Kommune" nicht ihre Sexualität zum Aushängeschild machen. Aber das werden sie in aller Regel wohl schon wegen der Kinder nicht machen.

Und nicht jede polymoröse Verbindung wird in Wohngemeinschaften gelebt. Man muss nicht unbedingt zusammen wohnen. Da stellt sich das Problem bezüglich eventueller Kinder überhaupt nicht.
 
Persönlich kann ich mein Beziehungs-Modell schwer klassifizieren/benennen... "Monogam-eiversuchtsfreie-BDSM-Swinger-Partnerschaft, mit mehreren fixen gelegentlichen F+ und Fick-oder Spiel-Gefährten" o_O???
 
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