Männer, die fremdgehen

  • Ersteller Ersteller Gast #6AA816
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Wie groß kann die Liebe sein wenn man den Partner dazu nötigt auf eines der Grundbedürfnisse schlechthin, zu verzichten und dabei noch abzuverlangen mit Verständnis darauf zu reagieren.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Ich erzähl dir was: Meine Frau hatte absolut keine Lust, sie wusste das und deshalb war sie eifersüchtig bis zum geht nicht mehr (zurecht, aber das weiß sie nicht). Da haben weder Gespräche noch irgendwas anderes geholfen, sie wollte einfach keinen Sex - keine Chance. Naja, vielleicht konnte sie alle 2-3 Monate mal über ihren Schatten springen aber ganz ehrlich, das brauchte dann auch niemand. Tja... das wäre dann wohl er exakt von dir skizzierte Fall, oder? Und unweigerlich kommt man zu der Frage: Spinnt die, was will die? Die Antwort ist so simpel wie schockierend: Sie konnte nichts dafür, denn nachweislich (vom Frauenarzt!) wurde ihre Libido von der Pille gekillt. Jetzt war's für sie natürlich eine blöde Situation, auf der einen Seite war alles normal nur im Bett konnte sie nicht aus ihrer Haut.

Und das Fremdgehen? Hätte ich nicht, bei Gelegenheit, hin und wieder mal Spaß gehabt wären wir heute geschieden... die rote Linie bei mir ist allerdings eine Affäre bzw. Gefühle im Spiel sind.
 
Letztendlich ist es doch eigentlich so, dass wir hier über ein Thema diskutieren, bei welchem sich niemand anmaßen sollte, ein “Urteil“ jedweder Art über das Verhalten anderer zu verlautbaren - denn jede dieser Situationen ist recht diffizil und von Fall zu Fall verschieden. Und eben für Außenstehende nicht wirklich nachvollziehbar.

Wie damit umgehen, wenn der Partner - aus welchem Grund auch immer - plötzlich keine Lust mehr auf Sex oder Zärtlichkeiten hat?
Die einen raten zur Trennung, andere sagen, dass man da dann eben “durch müsse“...
...dritte empfehlen Gespräche oder Paar-Therapien...vierte befürworten, dass man wegen der Kinder zusammen bliebe, während fünfte wiederum davon abraten.

Ich denke, dass nur derjenige, der in diesen, seinen eigenen Stiefeln steckt, am besten beurteilen kann, wie das Problem zu lösen sei - und ich persönlich würde mir niemals anmaßen, es als Außenstehender besser zu wissen oder gar zu be- oder zu verurteilen.

Allen hier, die lautstark proklamieren, dass heimliche Fremdgänger Charakterschweine wären, sei gesagt, dass ich ihnen NICHT wünsche, selbst einmal in diese Situation zu kommen.
Es könnte schließlich sein, dass sie eines Morgens eben dieses Charakterschwein vor sich im Badezimmerspiegel sähen. :D

Ich find' Deine Zusammenfassung gut,
ein Aspekt fehlt mir doch - v.a. um meine Aussage in #343 nochmals etwas anders zu beleuchten:

Wie damit umgehen, wenn der Partner - aus welchem Grund auch immer - plötzlich keine Lust mehr auf Sex oder Zärtlichkeiten hat?
...und wie, wenn das nicht so plötzlich passiert, sondern sich einschleicht, Voranzeichen hatte, die man halt nicht wahrgenommen hat, oder falsch gedeutet?
 
Recht ähnlich, wie betrügerisches Fremdgehen: Etwas, das eine Partnerschaft essentiell betrifft, im Alleingang entscheiden, den Partner auszuschließen.
Dass man in der Beziehung nicht heimlich auf Sex verzichtet, machts um einen Tick besser. Wobei, wenn man sich über die Beweggründe ausschweigt....
Aus dem Posting könnte man jetzt auch schlussfolgern dass wenn man sich schon entschliesst den die partnerin vom gemeinsamen sexleben auszuschliessen und fremdzugehen man den auswärtigen Sex dann zusätzlich zum quasi Pflichtprogramm daheim absolvieren müsste weil das ja nur anständig dem der Partnerin gegenüber ist dass man trotzdem auch weiter daheim Sex hat...naja abhängig von der libido der des Partnerin würde das dann einerseits auf dauer nicht nur mit psychischer sondern auch physischer Belastung für den die fremdgeherin verbunden sein sondern auch emotional sehe ich da die besserstellung für den die betrogene nicht.

Klar er Sie kriegt Sex aber was für einen ich denke nämlich schon dass in einer Beziehung wo beide einander kennen man merkt ob da Lust dabei ist oder ob das nur eine lästige Pflichtübung ist und man bevor man anfängt nur dem der Partnerin zu Liebe Sex zu haben besser daran tut ganz drauf zu verzichten. Ich gebe dir allerdings recht in dem Punkt dass wenn jemand dem der Partnerin längerfristig jegliche Zuneigung verweigert das schon auch problematisch sein kann und derjenige Partnerin der die das tut dann sollte es zum fremdgehen kommen sicher auch nicht ganz unschuldig an der Sache ist.

LG sakura
 
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Ich erzähl dir was: Meine Frau hatte absolut keine Lust, sie wusste das und deshalb war sie eifersüchtig bis zum geht nicht mehr (zurecht, aber das weiß sie nicht). Da haben weder Gespräche noch irgendwas anderes geholfen, sie wollte einfach keinen Sex - keine Chance. Naja, vielleicht konnte sie alle 2-3 Monate mal über ihren Schatten springen aber ganz ehrlich, das brauchte dann auch niemand. Tja... das wäre dann wohl er exakt von dir skizzierte Fall, oder? Und unweigerlich kommt man zu der Frage: Spinnt die, was will die? Die Antwort ist so simpel wie schockierend: Sie konnte nichts dafür, denn nachweislich (vom Frauenarzt!) wurde ihre Libido von der Pille gekillt. Jetzt war's für sie natürlich eine blöde Situation, auf der einen Seite war alles normal nur im Bett konnte sie nicht aus ihrer Haut.

Und das Fremdgehen? Hätte ich nicht, bei Gelegenheit, hin und wieder mal Spaß gehabt wären wir heute geschieden... die rote Linie bei mir ist allerdings eine Affäre bzw. Gefühle im Spiel sind.

Ich komm nicht drumrum dich zu fragen, ob sich das mit der zu geringen Libido bei deiner Frau wieder gegeben hat?

Wenn nicht, verzichtest du jetzt auf deine Grundbedürfnisse oder holst dir all das weiterhin ausser Haus?
 
Ich komm nicht drumrum dich zu fragen, ob sich das mit der zu geringen Libido bei deiner Frau wieder gegeben hat?
Ja... 1-2 Monate nachdem sie die Pille abgesetzt hat, hat's angefangen sich zu normalisieren. Und erstaunlicher Weise ist nicht nur die Quantität gestiegen sonder auch die Qualität, sprich weg vom "Brett im Bett" wieder hin zu leidenschaftlich / abenteuerlustig.
Wenn nicht, verzichtest du jetzt auf deine Grundbedürfnisse oder holst dir all das weiterhin ausser Haus?
Die Grundbedürfnisse hab ich mir so direkt eigentlich nie außer Haus geholt, ich hab halt nix ausgelassen ;)
 
Ja... 1-2 Monate nachdem sie die Pille abgesetzt hat, hat's angefangen sich zu normalisieren. Und erstaunlicher Weise ist nicht nur die Quantität gestiegen sonder auch die Qualität, sprich weg vom "Brett im Bett" wieder hin zu leidenschaftlich / abenteuerlustig.
Die Grundbedürfnisse hab ich mir so direkt eigentlich nie außer Haus geholt, ich hab halt nix ausgelassen ;)

Ich sprach nicht von Liebe.
Aber Sex deckt Grundbedürfnisse ab wie körperliche Nähe....und Sex
 
Ihr tut ja grad so, als ob Fremdgehen nur dann vorkommt, wenn der Partner weniger Lust hat oder keinen/kaum Sex will. Das stimmt ja nicht...es gibt so viele, die einfach nur jede Gelegenheit, die sich ihnen bietet beim Schopf packen, fremdficken und danach dann zhaus der Partnerin sagen wie wundervoll sie ist. Rücksichtslos, unehrlich und ohne Gspür für das was ein Miteinander eigentlich ausmacht,...

Nun...diese Klientel hatte zumindest ich schon in meinem vorhergehenden Post ausgeklammert. Es ging hier wohl kaum um Trophäenjäger/innen, die lediglich die Kerbenliste am Bettpfosten erweitern wollen, um damit ihr Ego zu pushen.

Von denen hat hier ja auch niemand geantwortet.
 
Aus dem Posting könnte man jetzt auch schlussfolgern dass wenn man sich schon entschliesst den die partnerin vom gemeinsamen sexleben auszuschliessen und fremdzugehen man den auswärtigen Sex dann zusätzlich zum quasi Pflichtprogramm daheim absolvieren müsste weil das ja nur anständig dem der Partnerin gegenüber ist dass man trotzdem auch weiter daheim Sex hat...naja abhängig von der libido der des Partnerin würde das dann einerseits auf dauer nicht nur mit psychischer sondern auch physischer Belastung für den die fremdgeherin verbunden sein sondern auch emotional sehe ich da die besserstellung für den die betrogene nicht.

Klar er Sie kriegt Sex aber was für einen ich denke nämlich schon dass in einer Beziehung wo beide einander kennen man merkt ob da Lust dabei ist oder ob das nur eine lästige Pflichtübung ist und man bevor man anfängt nur dem der Partnerin zu Liebe Sex zu haben besser daran tut ganz drauf zu verzichten. Ich gebe dir allerdings recht in dem Punkt dass wenn jemand dem der Partnerin längerfristig jegliche Zuneigung verweigert das schon auch problematisch sein kann und derjenige Partnerin der die das tut dann sollte es zum fremdgehen kommen sicher auch nicht ganz unschuldig an der Sache ist.

LG sakura
Dein Szenario, dass ein Partner sich beim Fremdgehen einfach anderen Praktiken und Spielarten oder häufigerem Sex, als innerhalb der Beziehung gelebt (aus welchen Gründen auch immer), hingeben mag, ist sicher noch weiter verbreitet, macht's aber nicht weniger kompliziert.
Ganz im Gegenteil, wenn - bei aller Liebe und Offenheit - ein sexuelles Bedürfnis des einen auf ein Nogo des anderen prallt, werden beide Partner menschlich und emotional sehr gefordert sein, ein gemeinsame Lösung zu finden.
Von Gutemine-Sex halte ich auch nichts, das wird wohl wenig befriedigend für die beteiligten sein.
 
Ich find' Deine Zusammenfassung gut,
ein Aspekt fehlt mir doch - v.a. um meine Aussage in #343 nochmals etwas anders zu beleuchten:


...und wie, wenn das nicht so plötzlich passiert, sondern sich einschleicht, Voranzeichen hatte, die man halt nicht wahrgenommen hat, oder falsch gedeutet?

Ob nun “plötzlich“...oder langsam einschleichend - letztendlich ist das Ergebnis doch gleich.
Einer der beiden mag nicht mehr geben und empfangen, was der andere gern geben würde...und auch braucht.

Ein Ungleichgewicht entsteht, unter welchem letztendlich beide leiden.
Aber anstatt eine praktikable Lösung zu suchen, wird sich weiterhin an Begriffe wie Monogamie & Treue geklammert...

...bis letztendlich die Beziehung in Scherben liegt, was im Grunde genommen eigentlich keiner wollte.
 
Ich sprach nicht von Liebe.
Aber Sex deckt Grundbedürfnisse ab wie körperliche Nähe....und Sex
Also Sex als Grundbedürfnis zu statuieren geht dann doch ein bissi zu weit denke ich aber selbst wenn man das bejaht dann ist das wie bei den anderen Grundbedürfnissen auch man darf sie eben nicht nach eigenem Gutdünken befriedigen sondern muss sich dabei an gewisse Spielregeln halten wenn andere Personen beteiligt sind.

Da hab ich ehrlich gesagt noch mehr Verständnis für jemand der sich aus Hunger was zu essen klaut als für jemand der fremdgeht weil er es so unbedingt braucht denn das Grundbedürfnis nach Sex kann ich auch alleine oder besser gesagt selbst befriedigen ohne andere Menschen da reinziehen zu müssen. Klar ist die Qualität der Befriedigung nicht optimal aber a Schnitzerl wird den meisten auch lieber sein als a trockenes Brot nur grundsätzlich zur bedürfnisbefriedigung des grundbedürfnisses ist beides geeignet und das darf man nicht vergessen. Nur so wie ich halt verhältnismäßig mehr Aufwand betreiben muss das Schnitzel zu kochen als das Brot abzuschneiden so ist das auch wenn ich Sex nicht nur mit mir selbst sondern auch mit anderen Menschen haben will. Ich muss selbst was investieren sonst klappt es nicht auf Dauer.

Man muss daher auch bei den fremdgeherninnen zwischen jenen unterscheiden die sich nur aus Bequemlichkeit oder weil grade Appetit auf was anderes besteht auswärts kurz mal einen Snack reinziehen und jenen die daheim vorm beziehungstechnisch leeren Kühlschrank stehen und jenen die sich entschlossen haben grundsätzlich lieber auswärts zu essen weil das was sie daheim bekommen ungeniessbar ist. Letztere müssen sich aber denke ich schon den Vorwurf gefallen lassen warum sie nicht auch mal selber kochen.

LG sakura
 
@ sakura:

Bevor ich ein Schnitzel KOCHEN muss,
esse ich lieber außerhäusig ein gebratenes.
:D;)
 
Ganz im Gegenteil, wenn - bei aller Liebe und Offenheit - ein sexuelles Bedürfnis des einen auf ein Nogo des anderen prallt, werden beide Partner menschlich und emotional sehr gefordert sein, ein gemeinsame Lösung zu finden.
Ich würde sogar sagen wenn die beiden Menschen zu verschieden sind in sexueller Hinsicht dann bin ich nicht immer sicher ob sich eine Lösung finden lässt mit der beide Leben können. Ich kenn Fälle die haben Lösungswege gefunden aber ich bin auch der Meinung dass es auch viele gibt denen eine Trennung in dem Fall lieber ist als eine Lösung egal wie die Lösung jetzt ausschaut.

LG sakura
 
Ein Ungleichgewicht entsteht, unter welchem letztendlich beide leiden.
Aber anstatt eine praktikable Lösung zu suchen, wird sich weiterhin an Begriffe wie Monogamie & Treue geklammert...
Nicht weiterhin, um so mehr wird dann Monogamie und Treue gefordert, weil der Partner der das Ungleichgewicht verursacht schlicht Angst bekommt alles zu verlieren.
 
@Mitglied #160479

Körperliche Nähe....Zärtlichkeit und Sex sind deiner Meinung nach keine Grundbedürfnisse. ... interessant.

Ich sehe es anders, aber macht nichts.

Und als Dauerlösung sich selbst zu befriedigen anstatt erfüllenden Sex zu leben...
Hmmmm.....tu nur, viel Spass.
 
Nicht weiterhin, um so mehr wird dann Monogamie und Treue gefordert, weil der Partner der das Ungleichgewicht verursacht schlicht Angst bekommt alles zu verlieren.

Und wie weit ist es denn mit meiner Liebe zum Partner bestellt, wenn ich von ihm/ihr Verzicht erwarte, nur weil ich selbst grad keine Lust darauf habe?
Heiratest du eine Veganerin, wenn sie erwartet, dass dann auch du jeglichen fleischlichen Genüssen abschwörst? ;)
 
Und wie weit ist es denn mit meiner Liebe zum Partner bestellt, wenn ich von ihm/ihr Verzicht erwarte, nur weil ich selbst grad keine Lust darauf habe? Heiratest du eine Veganerin, wenn sie erwartet, dass dann auch du jeglichen fleischlichen Genüssen abschwörst? ;)
Wie oben beschrieben, das eine muss nicht zwangsläufig was mit dem anderen zu tun haben. Und man darf dabei auch nicht vergessen, dass viele deren Libido eben im Keller ist das selbst ganz anders wahrnehmen. Jemanden da wirklich böswillige Absicht zu unterstellen halte ich für falsch, es ist eher ein Gefühl welches da aufkommt.
 
@ sakura:

Bevor ich ein Schnitzel KOCHEN muss,
esse ich lieber außerhäusig ein gebratenes.
:D;)
Nachdem die Geschmäcker beim Schnitzel verschieden sind und nicht jeder immer Lust auf a Panier hat...für manche ist ja zb auch eher des schnitzelklopfen wichtig muss es nicht immer ein gebratenes sein aber ich glaub dir schon dass bei außerhäusigen Schnitzel braten ned verkehrt ist
LG sakura
 
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