Lust oder Sachzwang ?

Offensichtlich habe ich nun das Alter erreicht wo einem desöfteren der Gedanke kommt " früher war alles besser. " ( Vielleicht war es auch nur anders. )
Wenn ich hier die zahllosen Threads sehe und verfolge bei denen es fast zwanghaft um Erwartungen und Forderungen geht, sei es squirten, Analverkehr, 3er oder mehr, da stellt sich mir die Frage ob es noch Menschen gibt die einfach der Lust folgen können.
Ich habe sicherlich garnichts gegen solche Praktiken, allerdings komme ich zu dem Eindruck das eine Frau die nicht literweise abspritzt, die sich nicht unendlich in den Arsch ficken läßt und ständig bereit für einen GangBang ist für einige Zeitgenossen schon als frigide angesehen wird.
Männer ohne 20cm Schwanz und 3 Std. stehvermögen sind wohl auch nicht lebensfähig.
Es wäre sicherlich förderlich etwas weniger Pornos zu konsumieren und mehr Lust und Empathie in die Partner zu investieren um einfach lustvoll miteinander umzugehen.
Mit einer "must do Liste" geht da viel verloren.
Ich finde mich abartig, weil ich einfach nur auf normalen Sex stehe.
Jep, bei so manchem Thread denke ich mir das auch.
Ab und an ist mir dieser Gedanke auch schon gekommen.
Den Eindruck kann man natürlich bekommen, liest man hier doch wirklich allzu oft von diversen Themen...
Andererseits, wo, wenn nicht hier, kann man denn über diese Themen diskutieren und schreiben...?
Und nur weil man Erfahrungen mit der einen oder anderen Praxis hat und seine Erfahrungen in den Diskussionen mitteilt, heißt das noch lange nicht, dass man "normalen" Sex als minderen Sex ansieht... Nicht alles, worin man Erfahrung hat, muss
  1. als gut empfunden werden...
  2. als Standard oder regelmäßige Praktik auch tatsächlich ausgelebt werden...
  3. zwangsweise als der ultimative Sex angesehen werden.
Sex ist immer das, was man GEMEINSAM daraus macht und BEIDEN gefällt.
In vielen Profilen lese ich,"offen für alles oder tabulos"...heißt für mich verkorkst und Finger weg.
Das sehe ich (Mr. Salt) ein bisschen anders...
Natürlich gibt es persönlich einige Tabus, aber "offen sein für Vieles - NICHT Alles!" sehe ich für mich als Grundvoraussetzung für erfüllenden Sex in einer Beziehung.
Menschen entwickeln sich weiter, der Sex entwickelt sich weiter, dazu kommt, jeder Mensch ist anders und ist die "Entwicklungsstufe" (blödes Wort, aber mir fällt gerade kein Anderes ein) ist auch selten auf dem selben Level.

Ich denke, offen sein für Vieles, probieren, was für "nicht gut befunden" wurde, verwirft man, was gefällt, nimmt man zu gerne in sein "Repertoir" auf...
Wohlgemerkt nicht als Standardrepertoir, nichts ist langweiliger beim Sex als die immer und immer wieder kehrende 08/15-Nummer.
Und damit meine ich nicht nur das schnöde rein/raus, sondern einfach das Abspulen der immer gleichen Praktiken... Seien diese noch so ausgefallen, wenn sie zum Standard werden, dann werden auch diese irgendwann einmal als öde und fad empfunden werden...

Mr. Salt
 
Den Eindruck kann man natürlich bekommen, liest man hier doch wirklich allzu oft von diversen Themen...
Andererseits, wo, wenn nicht hier, kann man denn über diese Themen diskutieren und schreiben...?

Gegen eine gepflegte Konversation im Forum wird niemand etwas einwenden, ganz im Gegenteil, ich habe hier einige Inspirationen gewonnen und die eine oder andere Frage, die ich in meinem realen Umfeld nicht stellen kann (oder will) wurde hier ausführlichst beantwortet.

ABER ich verwehre mich dagegen, wenn aus meinen Postings und Fotos User Rückschlüsse ziehen, ich wäre für "alles " zu haben, oder viel besser noch, ich muss für "alles" zu haben sein. Und wenn ich dann als guterzogenes Mädel ;) ablehne, mich auf tiefste beschimpfen und mir das Gefühl geben der letzte Dreck zu sein...oder halt ne underfucked bitch.
 
Und wenn ich dann als guterzogenes Mädel ;) ablehne, mich auf tiefste beschimpfen und mir das Gefühl geben der letzte Dreck zu sein...oder halt ne underfucked bitch.
Diese Art von Usern hast wie im realen Leben auch hier ebenso... und wahrscheinlich auch noch in einer höheren Konzentration als "draußen" aufgrund der vermeintlichen Anonymität... Sich seinen Teil denken, User auf Ignore und weiter am EF seinen Spaß haben... So handhaben wir das... :-)
 
Mir kommt manchmal vor, es geht um Listenficken -> was und wen hab ich noch nicht erlebt und brauch ich noch zum Abhaken - höher/mehr/weiter...das Gegenüber austauschbar...
Falls das wem nicht aufgefallen sein sollte, das geht ziemlich analog zu der Erkenntnis, dass Frauen, die in Frauen"magazinen" blättern/lesen, danach unzufrieden(er) mit sich selbst sind! Sowohl hier als auch dort wird ein Trommelfeuer an Sehnsüchten, Träumen, (vermeintlichen) Zwängen, Unzulänglichkeiten, Vergleichen uswusf losgelassen, die einen unzufrieden(er) zurücklassen.
Deswegen schau ich mir hier manche Unterforen erst gar nicht (mehr) an bzw. bestimmte Threads in Foren. Weil das in einem Vergleich und Wettbewerb ausartet, den ich mich nicht aussetzen möchte.
 
Wenn ich hier die zahllosen Threads sehe und verfolge bei denen es fast zwanghaft um Erwartungen und Forderungen geht, sei es squirten, Analverkehr, 3er oder mehr, da stellt sich mir die Frage ob es noch Menschen gibt die einfach der Lust folgen können.

Wenn Sex zum Leistungssport wird, bin ich raus.

Für mich ist und war Sex immer etwas, das man teilt und nicht, dass einem bestimmten Ziel (Orgasmus) dient. Ich denke, ich bin da nicht alleine, denn wenn ich mit männlichen Mitgliedern hier schreibe, wird fast immer nach Vorlieben gefragt und warum ich diese nicht angebe (oder halt wenige). Ich kann und will diese Frage gar nicht beantworten, weil jede Vorliebe entweder vom passenden Partner abhängt oder sich einfach noch nicht entwickelt hat. Und jeder hat Tabus und Grenzen.

Ich finde es oft deprimierend, wenn mein Sexpartner mir unbedingt einen Orgasmus verschaffen will und das unter allen Umständen. Natürlich freut es mich, dass er sich um meine Lust kümmert, aber es ist kein Sport. Er bekommt weder eine Medaille noch einen Pokal und es gibt auch kein Publikum, das ihm zujubelt oder ihn anfeuert.

Viele Vorlieben entstehen im besten Fall im Spiel, also beim tun und wenn beide spüren, was beiden gut tut, dann ist es genau so, wie es sein soll. Diese permanente Erwartungshaltung ist einfach sehr anstrengend und nimmt einfach die Lust.

Ich befürchte ja, dass viele junge Herren eine Liste an Praktiken angelegt haben und die sie dann "abarbeiten", aber nicht verstanden haben, dass es beim Sex nicht zwingend um Praktiken, sondern um Lust, Hingabe und Zuwendung geht. Und die Praktik entscheidet nicht über die Qualität des Sex sondern die beiden Menschen, die den Moment miteinander teilen.

Ich finde mich abartig, weil ich einfach nur auf normalen Sex stehe.

Hallo Schwester, ich gehöre auch zu diesen Abartigen ...
 
Falls das wem nicht aufgefallen sein sollte, das geht ziemlich analog zu der Erkenntnis, dass Frauen, die in Frauen"magazinen" blättern/lesen, danach unzufrieden(er) mit sich selbst sind! Sowohl hier als auch dort wird ein Trommelfeuer an Sehnsüchten, Träumen, (vermeintlichen) Zwängen, Unzulänglichkeiten, Vergleichen uswusf losgelassen, die einen unzufrieden(er) zurücklassen.
Deswegen schau ich mir hier manche Unterforen erst gar nicht (mehr) an bzw. bestimmte Threads in Foren. Weil das in einem Vergleich und Wettbewerb ausartet, den ich mich nicht aussetzen möchte.

Stell Dir vor, es steht im Internet und keiner sieht hin... :up:
 
Gegen eine gepflegte Konversation im Forum wird niemand etwas einwenden, ganz im Gegenteil, ich habe hier einige Inspirationen gewonnen und die eine oder andere Frage, die ich in meinem realen Umfeld nicht stellen kann (oder will) wurde hier ausführlichst beantwortet.

ABER ich verwehre mich dagegen, wenn aus meinen Postings und Fotos User Rückschlüsse ziehen, ich wäre für "alles " zu haben, oder viel besser noch, ich muss für "alles" zu haben sein. Und wenn ich dann als guterzogenes Mädel ;) ablehne, mich auf tiefste beschimpfen und mir das Gefühl geben der letzte Dreck zu sein...oder halt ne underfucked bitch.

Naja, wenn man nur hinschaut und nicht hinhört
Übrigens Top Fotos :D
 
Stell Dir vor, es steht im Internet und keiner sieht hin... :up:
Liest und hört sich banal an...ist es aber nicht.

Ich kann mich noch erinnern (jaja, lang ists her ^^), wo man sich im Inet in Communities bzw. Foren traf und es damals zu einem überwiegenden Teil (noch) gleichgesinnte waren. Das Level aller war noch irgendwie auf einem gleichen/ähnlichen Nivea.
Man mag es "Demokratisierungsprozess" nennen (schimpfen), aber durch die Masse an Leuten ist halt alles vertreten, alles zersplittert sich. Ich finde, dass es inzwischen mehr Disharmonien gibt... Und zwar in so großer Zahl, dass sich viele zurückziehen - nämlich in ihre Blasen... Halte ich für legitim und nachvollziehbar. Auf der anderen Seite überlässt man das Feld den..."anderen".
 
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