Lust auf ...., aber Angst vor ....

  • Ersteller Ersteller Gast
  • Erstellt am Erstellt am
Und tauscht man "Schicksal" gegen "Gott", dann passt das Schema auch wieder für alle, die inzwischen vom Glauben abgefallen sind.

nicht wirklich. weil höchstwahrscheinlich (!!!) sind WIR hier und jetzt schon das fegefeuer - und können sogar die hölle sein. "danach" ist es höchstwahrscheinlich (!!!) ziemlich wurscht, ob du gewichst, nasengebohrt, heimlich die nachbarin oder gar den nachbarn gevögelt hast. und für dieses fegefeuer bzw. die hölle passen wir laufend die spielregeln an (zum glück!).
 
nicht wirklich. weil höchstwahrscheinlich (!!!) sind WIR hier und jetzt schon das fegefeuer - und können sogar die hölle sein. "danach" ist es höchstwahrscheinlich (!!!) ziemlich wurscht, ob du gewichst, nasengebohrt, heimlich die nachbarin oder gar den nachbarn gevögelt hast. und für dieses fegefeuer bzw. die hölle passen wir laufend die spielregeln an (zum glück!).

Tut mir leid, mit solchen Worthülsen kann ich nichts anfangen. Die Fegefeuer-Metapher passt jedoch genau in die erwähnte katholische Prägung…
 
Unabhängig davon, ob hier einzelne Post inhaltlich als religiös interpretiert werden, kann selbstverständlich Angst, Hemmung und Scheu völlig legitim auch in religiöser Überzeugung begründet sein.

Meine Beiträge sind nicht religiös motiviert, auch wenn sie für manche möglicherweise so klingen.
 
mein wissen über die macht von sex entspringt eben nicht den lehren einer gruppe von homosexuellen kinderschändern, die einer äusserst dubiosen sekte angehörten :smug:
Sondern? :hmm:

Und bitte "Stop!" an dieser Stelle. Das ist eine Verallgemeinerung, mit der Du gleich alle Christen und Gottesgläubigen gegen Dich aufbringst. Mich eingeschlossen. Das kannst hinkünftig bitte lassen, zumal Du aus Worten über Himmel und Hölle nicht unbedingt auf eine religiöse Bildung, Ausbildung oder Erziehung schließen kannst. ;)

1. nicht jeder gläubige Christ ist katholisch. Ich zB nicht.
2. nicht jeder katholische Christ ist Priester.
3. nicht jeder Priester ist schwul, wie wohl er es eigentlich sein müsste, da er Jesus lieben sollte.
4. nicht jeder schwule Priester vergeht sich ob seiner Sexualität an Kindern.
5. Die katholische Kirche wird offiziell nicht zu den Sekten gezählt.

Genügend Gründe mit dem Ausdruck des Bedauerns diese Aussage zurück zu nehmen. Nur weil es in der katholischen Kirche einige schwarze Schafe gibt, sind nicht alle per se zu verurteilen. Es ist nämlich eigentlich scheißegal, woher jemand sein Wissen über Sex bezieht. Die Bravo ist auch ned besser/schlechter als die Kirche. Und wenn Du Dir die Bibel etwas genauer durchliest, würdest ned glauben, wieviel tolle Dinge über Sex man dort lernen könnte, die zur Anwendung gebracht, Deine heute gelebte Sexualität womöglich ordentlich bereichern täten. ;)
 
Genügend Gründe mit dem Ausdruck des Bedauerns diese Aussage zurück zu nehmen
ich bin italienisch erzogen ... mein verhältnis zur religion ist in etwa auf dem level (überspitzt formuliert, selbstverständlich) eines opfers zum vergewaltiger ...

wenn du mich dazu bringen willst, irgendeinen seitenhieb der kirche gegenüber zurückzunehmen, dann brauchst du einen verdammt langen atem ;)
 
wenn du mich dazu bringen willst, irgendeinen seitenhieb der kirche gegenüber zurückzunehmen, dann brauchst du einen verdammt langen atem ;)
Es reicht mir schon, wenn Du zugibst, dass Du verallgemeinert hast und nicht Christen per se als Arschlöcher bezeichnest. Und sei getrost: ich hab früher Jugendliche für Jesus über den Tisch gezogen. Mit meiner Art, christlich zu leben. Dazu brauch ich allerdings keinen unfehlbaren Mittler in Rom. Wenn ich was von Gott oder Jesus will, rede ich immer direkt. Die 2 prüfen mich zwar immer wieder mal, aber das halte ich locker aus.

Ich lass auch jedem seinen Glauben. Das ist voll okay. Ich mach aber eben ned den Glauben des Anderen schlecht und sag ihm, wie er richtig zu glauben hat. Steht mir ned zu. Das ist aber das, was grad heute sehr große Probleme aufwirft. Wenn da die Lust auf Krieg und die Angst vor Frieden ein wenig anders wären, könnten viele Menschen um einiges friedlicher nebeneinander leben und man könnte gemeinsam die wirklichen Probleme aller Menschen angehen. Das geht beim Klimawandel los, bei reines Wasser für alle weiter und über genügend Mampf für alle kommen wir dann zum Frieden für alle. Ein weiter Weg - mit allen möglichen Hindernissen. Klitzekleinen (wie Marlenes ewige Rechthaberei) und etwas größere (wie Glaubenskriege des IS - um mal beispielhaft etwas zu nennen, was leichter bewältigbar ist und was, das fast unmöglich scheint, bewältigen zu können). Beginnen wir mal bei den kleineren vor unserer Hütte. ;)
 
Irgendwie schon. Christoph Waltz ließ in einem Interview mal "Austria is a catholic Country – it works through traumatization." fallen. Es ging zwar um den Krampus und er hat das mit einem Augenzwinkern gesagt, doch steckt darin schon ein Funken Wahrheit.

Auch wenn in 20 Jahren die Kirchen leer sein werden, glaube ich, dass katholisch geprägte Gesellschaften ängstlicher sind als z.B. protestantische oder buddhistische.
Das Böse ist immer und überall, der Moment der Bestrafung vermeintlich nur einen sündigen Steinwurf entfernt…

Und tauscht man "Schicksal" gegen "Gott", dann passt das Schema auch wieder für alle, die inzwischen vom Glauben abgefallen sind.


Erstmal sorry für‘s Vollzitat, am Handy ist‘s etwas mühsam.
Ich bin in evangelisch-pietistisch geprägtem Umfeld groß geworden, die stehen den Katholiken in der Sündenfixierung nicht nach - nur farb- und humorloser. :D

Ist vielleicht auch generationsabhängig, als ich Anfang der 80er aus der Kirche austrat glaubte man auch schon, daß sich diese überholten Institutionen nicht mehr lange halten würden.

Es mag stimmen, daß Schuld, der Glaube an strafende Gottheiten und dergleichen besonders günstige Bedingungen für Ängste und Hemmungen bieten - wie auch nicht? Wer auf‘nem schwäbischen Dorf mit frömmelnden Bewohnern aufgewachsen ist, kann Lieder davon singen (und findet mit etwas Glück in der nächsten Kreisstadt ne Domina im Nonnenfummel, die ihm netterweise für seine unanständigen Gedanken gehörig den Arsch versohlt).

Ich denk halt, daß bestimmte gesellschaftliche Strukturenganz schlicht Verhalten prägen. Und dazu braucht‘s nicht unbedingt einen religiösen Überbau, das kann die mobbende Schulklasse sein, übergriffige Erzieher im Sportverein oder eine besonders „männlich“ geprägte Gesellschaft ebenso sein.
 
äh, nein ;)
ich hab nämlich deinen glauben keine sekunde angegriffen, ich hab lediglich meine meinung zur bibel kundgetan, und religion ≠ glauben (das ist ganz wichtig, sich das zu merken) :)
Hast Du. Womöglich unbeabsichtigt, aber Du tatest. Dass Religion und Glauben nicht eins sind, weiß ich. Auch Kirche und Glaube und Kirche und Religion sind nicht eins.
Weiß ich aber eh alles.

Und wo dies hier in der Bibel zu finden wäre, würde ich nu gerne wissen? :hmm:
den lehren einer gruppe von homosexuellen kinderschändern, die einer äusserst dubiosen sekte angehörten :smug:
Die Lehren sind im Übrigen schon sehr stark an den Glauben gebunden. Die Bibel ist ja nu Auslegungssache. Das es da Unterschiede gibt, weiß man hierzulande spätestens seit Martin Luther. ;)
 
Zurück
Oben