Wenn ich deine Antworten auf die Postings meinenes Mannes durchlese, so ist aber von Akzeptanz ebenfalls nicht sehr viel zu spüren.....
Dazu stehe ich - einige der getätigten Aussagen sind schlicht falsch. Und ausschließlich aus diesem Grund akzeptiere ich sie nicht.
Liebe-Sexualität-Sex sind im Wesentlichen Eines. Jedoch nicht in jedem Lebensalter dasselbe, nicht in jeder Lebenssituation alle drei lebbar (ich zB liebe und lebe in einer long-distance-relationship - da ist eine ungeheure Liebe, aber naturgemäß viel weniger Sex, aber eine intensive Sexualität).
Ich kann mir schon vorstellen, dass manches anders gemeint war/ist, als geschrieben - aber, es zählt das, was hier erscheint. Nicht das, was sein könnte. Und es zählt, völlig d'accord mit der Kommunikationswissenschaft, die Rezeption mehr als die Sendung.
Ich als sehr gläubiger Mensch, hatte sehr wohl Sex vor der Ehe und fand es richtig und normal (ist bei mir noch immer so). Es war für mich nie ein Thema, keusch bis zur Ehe zu leben. Aber im Handumdrehen, finde ich nichts Befremdliches dabei, wenn manche es für sich vorziehen, eben jene Keuschheit zu leben.
Ich bin froh, dass mein Mann in erster Ehe nicht kirchlich verheiratet war, sonst wäre mir dieses verwehrt geblieben.
Letzteres stimmt. Leider. Das ist aber ein innerkirchliches Problem und nicht jeder Priester exekutiert es dermaßen drastisch.
Ich stehe dafür ein und gerade, dass Menschen ihre individuelle Wahl treffen können. Unsere Gesellschaft bietet dazu eine Vielzahl, jedoch noch immer zuwenig, Möglichkeiten (unter anderem wegen des Widerstands aus dem Lager der 'Gläubigen').
(Ein Einschub -
Faktum ist - der laizistische Staat schützt die Freiheit der Religion(en) (bei den nicht katholischen war es schon nicht mehr so leicht durchsetzbar - da besteht noch immer ein unübersehbarer Absolutheitsanspruch). Umgekehrt - in einem christlichen Gottesstaat würden Menschen wie ich vermutlich am Scheiterhaufen brennen. Mir ist kein Fall weltweit und durch die Geschichte bekannt, in dem eine religiös begründete Staatsmacht die Freiheit des Individuums respektieren konnte.)
Was dies mit Keuschheit zu tun hat? Nun, und ich erinnere mich noch sehr gut daran, war es ein MUSS für die Frau, 'unbefleckt' in die Ehe zu gehen (für Männer übrigens nie).
Das war eine quasi-religiöse Vorschrift. Und viele Frauen und deren Kinder sind elend an ihr und vor einer selbstgerechten Gesellschaft zu Grunde gegangen. Die nicht mal ihre Verantwortung wahrgenommen hat, sondern sich auf 'Gottes Willen' ausgeredet hat...
Das soll jedoch nur eines sagen - es gibt die individuelle Wahl und Entscheidung. Aber es gibt einen gesellschaftlichen Rahmen - und manche finden den eng, und manche machen ihn eng.
Alleine wenn ich heute die hanebüchenen Argumente gegen die heiratswilligen Paare (Homopaare) höre und lese.....
Rufe werden laut nach Akzeptanz und Toleranz, doch ist es mir leider aufgefallen, dass die wenigsten danach handeln....(nicht alle natürlich, aber doch sehr viele)
Genauso finde ich es traurig, wenn man belächelt oder quasi durch den Kakao gezogen wird (ich empfinde es so) wenn man seine Bekennung zu Gott, öffentlich macht

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Liebe Grüße
Amore
Zu meinen besten Freundinnen und Freunden zählen tiefgläubige Menschen - auch wenn ich ihre Wege teilweise nur akzeptieren kann. Sie tun es mit mir umgekehrt auch.
Für mich persönlich ist Religiösität Unfreiheit. Die Freiheit zur Religiösität vertrete ich jedoch unbedingt. Wer immer es für erforderlich hält, sich über Religiösität lustig zu machen, stellt sich doch selbst ein schlechtes Zeugnis aus, oder?
Akzeptanz und Toleranz sind sehr schwierige Begriffe - denn im Prinzip sind sie nicht durch Bedeutungen belegt. Das macht den Umgang mit ihnen sehr schwierig.
Ansonsten - schließe ich mich dem Wunsch nach einem getrennten Auftreten an.,