Herz gegen Verstand

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.... Es geht darum, dass wenn jemand erkennt irgendwelche "Defizite" (und die haben wir alle irgendwo) zu haben, ist es seine ganz persönliche Verantwortung daran zu arbeiten und nicht vom Partner verlangen kann sich daran zu gewöhnen oder anzupassen. ....
Ich bin sehr geneigt, einfach "definitiv NEIN" zu meinen und (nun auch indirekt antwortend) zu schreiben....
Ich schränke es aber ein - denn "Verantwortung" wird heute recht unterschiedlich und in verschiedenen Kontexten verwendet. Wenn du mit "Verantwortung" "Verpflichtung" ausdrücken willst, bleibe ich beim ersten Satz. Wenn du jedoch "deine eigene Möglichkeit" sagen willst, stimme ich dir gerne zu.

.... Da bürdest diesem etwas auf, was nicht ihm gehört. ....
Die Möglichkeit besteht, dass du der "defizitären" Person umgekehrt etwas aufbürdest, was nicht 'ihres' ist. Menschen können, müssen aber nicht "mit ihren Defiziten" etwas machen. Und überhaupt - was heißt "Defizit"? Alles was einer und einem zum Super-Alpha fehlt?
Ja ok, provokant formuliert.... bitte, beziehe es auf den Inhalt und nicht auf dich persönlich.

.... Und natürlich stimme ich dir zu mit "take it or leave it", wenn die Karten von Anfang an offen auf den Tisch kommen. Nur wie oft ist das nicht der Fall, ob jetzt bewusst oder unbewusst.
Ich möchte es etwas erweitern - denn, in einer Beziehung sind zwar einzelne Menschen eingebunden, trotzdem ist es aber "mehr" als Einzelwesen (zwei meistens, ;) ).
Wenn dieses "mehr" von einer/m der Beteiligten nicht mehr getragen oder ertragen werden kann.... beziehungsweise, wenn die "Beziehung" die Beteiligten nicht mehr tragen kann...

then better leave it.

Übrigens - danke für die zahlreichen interessanten postings. Endlich wieder einmal ein anspruchsvollerer thread..... :winke:
 
Ich bin sehr geneigt, einfach "definitiv NEIN" zu meinen und (nun auch indirekt antwortend) zu schreiben....
Ich schränke es aber ein - denn "Verantwortung" wird heute recht unterschiedlich und in verschiedenen Kontexten verwendet. Wenn du mit "Verantwortung" "Verpflichtung" ausdrücken willst, bleibe ich beim ersten Satz. Wenn du jedoch "deine eigene Möglichkeit" sagen willst, stimme ich dir gerne zu.

Die Möglichkeit besteht, dass du der "defizitären" Person umgekehrt etwas aufbürdest, was nicht 'ihres' ist. Menschen können, müssen aber nicht "mit ihren Defiziten" etwas machen. Und überhaupt - was heißt "Defizit"? Alles was einer und einem zum Super-Alpha fehlt?
Ja ok, provokant formuliert.... bitte, beziehe es auf den Inhalt und nicht auf dich persönlich.

Ich möchte es etwas erweitern - denn, in einer Beziehung sind zwar einzelne Menschen eingebunden, trotzdem ist es aber "mehr" als Einzelwesen (zwei meistens, ;) ).
Wenn dieses "mehr" von einer/m der Beteiligten nicht mehr getragen oder ertragen werden kann.... beziehungsweise, wenn die "Beziehung" die Beteiligten nicht mehr tragen kann...

then better leave it.

Übrigens - danke für die zahlreichen interessanten postings. Endlich wieder einmal ein anspruchsvollerer thread..... :winke:
Verantwortung für sich selbst übernehmen, bedeutet sich selbst ein Stück besser kennenzulernen. Zu reflektieren, Einkehr halten um zu entdecken wer bin ich, was brauch ich? Ok das wäre der Optimalzustand. Abweichungen sind zulässig. :D

Geh ich meine ganz sicher keine Arier oder dergleichen.:down: Das mit dem "Aufbürden" ist vielleicht ein bissl hart formuliert. Als harmloses Beispiel: Der klassische gerade Michl, der frei heraus sagt, was er denkt immer und überall ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie könnte seine Wahrheit beim Gegenüber ankommen. Aber weil es ja so ehrbar ist, ehrlich zu sein und zu sagen was man denkt, denkt er gar nicht daran an seinem Verhalten etwas zu verändern. Auch dass er damit die Partnerin ständig tief verletzt und sie es "erträgt", ist ihm egal. Und das meine ich mit "aufbürden". "So bin ich halt", wird oft dazu geäußert, ein Änderungsbedarf aber nicht gesehen. Bei der Partnerin liegt die Verantwortung sich zu entscheiden, "will ich so weiter oder nicht..."

Beziehungen sehe ich trotzdem als einzelne Menschen, die sich entschieden haben eine Zeit von einander zu lernen und gemeinsam zu gehen. Was aber nicht bedeutet, dass die Wege gleich sein müssen bzw. sind. Die Challenge ist in den "vermeindlichen Fehlern" der Partnerin zu erkennen, was wird mir damit gespiegelt, was davon ist meins und was ist es in mir, dass mich XY so auf die Palme bringt?
 
Der klassische gerade Michl, der frei heraus sagt, was er denkt immer und überall ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie könnte seine Wahrheit beim Gegenüber ankommen. Aber weil es ja so ehrbar ist, ehrlich zu sein und zu sagen was man denkt, denkt er gar nicht daran an seinem Verhalten etwas zu verändern. Auch dass er damit die Partnerin ständig tief verletzt und sie es "erträgt", ist ihm egal. Und das meine ich mit "aufbürden". "So bin ich halt", wird oft dazu geäußert, ein Änderungsbedarf aber nicht gesehen. Bei der Partnerin liegt die Verantwortung sich zu entscheiden, "will ich so weiter oder nicht..."
und was is dann bessser..........wenn ich jetzt nicht ehrlich bin und zu einer notlüge greife.........die irgendwann eventuell auch auffliegt und der partner dann wieder enttäuscht ist........

ich glaub das beispiel ist ein schlechtes.....weil du hättest da und da die arschkarte........also warum dann verbiegen?? manchmal ist halt dann die frage.........kann ich meinen partner so akzeptieren wie er eben ist und kann damit leben oder nicht...........das hat für mich genau nix mit aufbürden zu tun....
 
das "ich bin halt so - und wenns dir nicht passt, ändere an dir etwas oder geh" hat aber nix mit schwäche, sondern in wirklichkeit mit purer egozentrik zu tun. in den allerallermeisten fällen, glaube ich. wenn zwei so "schwache" zusammenkommen, ist es meistens eine innullkommanixvorbei-gschicht. aber meistens geraten die "ich bin halt so" genau an die guten latsch, die es sich gefallen lassen bis sie selber kaputt sind.
 
Geh ich meine ganz sicher keine Arier oder dergleichen.:down: Das mit dem "Aufbürden" ist vielleicht ein bissl hart formuliert. Als harmloses Beispiel: Der klassische gerade Michl, der frei heraus sagt, was er denkt immer und überall ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie könnte seine Wahrheit beim Gegenüber ankommen. Aber weil es ja so ehrbar ist, ehrlich zu sein und zu sagen was man denkt, denkt er gar nicht daran an seinem Verhalten etwas zu verändern. Auch dass er damit die Partnerin ständig tief verletzt und sie es "erträgt", ist ihm egal. Und das meine ich mit "aufbürden". "So bin ich halt", wird oft dazu geäußert, ein Änderungsbedarf aber nicht gesehen. Bei der Partnerin liegt die Verantwortung sich zu entscheiden, "will ich so weiter oder nicht..."
Sie lernt ihn ja so kennen also weiß sie auf was sie sich einlässt.
 
Leute. Am Anfang ist alles eitle Wonne und irgendwann kommen die Fehler bzw Reibungspunkte zum Vorschein. Ein Vorhang nach dem anderen fällt, die Sicht wird immer klarer.
 
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