Herz gegen Verstand

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... und plötzlich entscheidet das Herz Dinge, welche sich der Kopf niemals vorgestellt hat...

Ich denke in jedem von uns steckt sowohl ein Kopf- als auch ein Gefühlsmensch, wenn es darum geht Entscheidungen (im Allgemeinen, oder in puncto zwischenmenschlichen Beziehungen) zu treffen. Welche Seite die Entscheidung trifft wird (meines Erachtens) wohl in Abhängigkeit des zugrundeliegenden Sachverhalts, der bisher gemachten Erfahrungen etc. variieren. Ich bin jedoch der Meinung, dass jeder eine dominierende Seite hat.

Folgt ihr lieber sachlich logischen Argumenten oder hört ihr trotz aller Irrationalität auf euer Herz, wenn es um Beziehungsfragen geht?
Und ich spreche hier von Fällen, in denen (subjektiv gefühlt) beide Seiten in die entgegengesetzte Richtung argumentieren.

Fühlt ihr euch zu einer der beiden "Kategorien" besonders zugehörig und fallen euch Entscheidungen, die ihr in die entgegengesetzte Richtung (zB Herzmensch trifft eine Verstandesentscheidung) treffen müsst daher besonders schwer?

Positive und negative Beispiele gibt es wohl für beide Seiten... wie sind eure Erfahrungen?

Ich würde mich über einen regen Meinungsaustausch freuen.
 
ich halte es nach langen Lehrjahren so. Privat bin ich ein Herzmensch (wobei auch hier eine Portion Rationalität Einzug gehalten hat), beruflich schalte ich mein Herz großteils weg und gehe nach Argumentation, Fakten und Belegen.
 
wie in meinem Profil steht: Die Phantasie erfindet, das Herz entdeckt - es ist nicht immer falsch sich von seinen Gefühlen leiten zu lassen. Aber Bauch und Kopf sollten auch mitentscheiden dürfen.

Ich bin eher der Bauchmensch. Fühle in mich hinein, versuche dann die Argumente im Kopf zu ordnen...... und schlussendlich entscheidet der Bauch wer von den beiden eher im Recht ist.
 
ich halte es nach langen Lehrjahren so. Privat bin ich ein Herzmensch (wobei auch hier eine Portion Rationalität Einzug gehalten hat)
Wenn du dich auf Basis deiner Erfahrungen in privaten Angelegenheiten nun auf dein Herz verlässt, würdest du sagen, dass die auf Basis von Vernunft getroffenen Entscheidungen in der Vergangenheit (für dich) eher falsch waren?
 
Wenn du dich auf Basis deiner Erfahrungen in privaten Angelegenheiten nun auf dein Herz verlässt, würdest du sagen, dass die auf Basis von Vernunft getroffenen Entscheidungen in der Vergangenheit (für dich) eher falsch waren?
Definitiv. Wenn ich mich nicht dazu entschlossen hätte in privaten Dingen auf mein Herz zu hören und danach zu handeln, wäre ich emotional verkümmert.
Ich bin eigentlich ein totaler Herzmensch...nur gab es in meinem Leben schon sehr früh Ereignisse, die mir das emotionale Handeln abgewöhnt haben.
Es war harte Arbeit sich wieder auf den eigenen Instinkt zu verlassen....nur im Berufsleben halte ich mich weiter lieber an meinen Verstand.
 
wie in meinem Profil steht: Die Phantasie erfindet, das Herz entdeckt - es ist nicht immer falsch sich von seinen Gefühlen leiten zu lassen. Aber Bauch und Kopf sollten auch mitentscheiden dürfen.

Ich bin eher der Bauchmensch. Fühle in mich hinein, versuche dann die Argumente im Kopf zu ordnen...... und schlussendlich entscheidet der Bauch wer von den beiden eher im Recht ist.
Das gedanklich alle verschiedenen Argumentationen miteinbezogen werden, sehe ich auch so.
Wem hat denn dein Bauchgefühl bisher öfter Recht gegeben (wird wohl situationsabhängig und nicht leicht zu beantworten sein)?
Wenn du dich gerne von deinen Gefühlen leiten lässt, waren dann manche Entscheidungen (wenn das Bauchgefühl sagt der Kopf hat Recht, das Herz aber etwas anderes möchte) besonders schwierig für dich?
 
Eigentlich würde ich sagen das ich ein Bauchmensch bin...
Ist aber Mmn kein wirklicher Unterschied zum Herzmenschen.;)

Privat....1.000 % Herzmensch
Beruflich....Kopf- sprich Vernunftsmensch.
 
Definitiv. Wenn ich mich nicht dazu entschlossen hätte in privaten Dingen auf mein Herz zu hören und danach zu handeln, wäre ich emotional verkümmert.
Ich bin eigentlich ein totaler Herzmensch...nur gab es in meinem Leben schon sehr früh Ereignisse, die mir das emotionale Handeln abgewöhnt haben.
Es war harte Arbeit sich wieder auf den eigenen Instinkt zu verlassen....nur im Berufsleben halte ich mich weiter lieber an meinen Verstand.
Beruflich bin ich ganz bei dir und da handhabe ich es nicht anders.

Ich weiß, jede Entscheidung erfordert bis zu einem gewissen Grad Mut, aber persönlich habe ich immer das Gefühl, dass Herzensentscheidungen einem noch mehr Mut abfordern, da sie wesentlich verletzbarer machen.
 
Folgt ihr lieber sachlich logischen Argumenten oder hört ihr trotz aller Irrationalität auf euer Herz, wenn es um Beziehungsfragen geht?
Ersteres.

Fühlt ihr euch zu einer der beiden "Kategorien" besonders zugehörig und fallen euch Entscheidungen, die ihr in die entgegengesetzte Richtung (zB Herzmensch trifft eine Verstandesentscheidung) treffen müsst daher besonders schwer?
Die Option funktioniert auch eigentlich nur in diese eine Richtung, denn Situationen, in denen nach Gefühl entschieden wird, werden bei sehr logisch denkenden Menschen auch überwiegend durch den Verstand geprüft und somit kein Bauchgefühl mehr sein.

Das einzige was mir da einfallen würde, sind Situationen, die einfach net abschätzbar sind und nein, da ists kein Problem nach Bauchgefühl zu entscheiden, da die logische Vorraussetzung meist ist, dass eine Entscheidung besser ist als keine Entscheidung.
 
Interessant ist auch, dass mein Mann und ich uns diesbezüglich viel gelehrt haben. Er war immer der kalte Fisch, der Pokerspieler, derjenige, der die heftigsten Entscheidungen ohne mit der Wimper zu zucken getroffen hat....und dann kam ich....im Herzen eine fürchterliche Chaotin und nach außen eben so trocken und kalt.
Um ihn aus der Reserve zu locken, hab ich mich aus meinem Schneckenhaus wagen müssen und das Risiko in Kauf genommen, angreifbar und verletzlich zu werden - ich hatte eine Scheißangst....
Aber - es war jeden Schritt wert.
 
schwer zu sagen wer öfter recht bekommt, das Herz hat die letzten Jahre oft zurückgesteckt
meine Scheidung war ein gutes Beispiel.....mein Kopf hat schon lange gewusst, dass das nix mehr wird.....mein Herz hat daran festgehalten.... schwere Entscheidung....aber schlussendlich hat Bauch und Kopf das Herz überstimmt :lalala:

ich tu mich seitdem allerdings in Herzensangelegenheiten schwer..........wobei mein Herz wieder mehr Überwasser gewinnt seit kurzem :herzen:

und nein, schwer war es nicht. ich lass mir bei solchen Entscheidungen immer Zeit. Um mich an Umstellungen, Trennungen oder neue Lieben zu gewöhnen....... dann ist die Entscheidung ob Kopf oder Herz um einiges leichter, weil sie sich einer gemeinsamen Lösung näher kommen :)
 
Die Option funktioniert auch eigentlich nur in diese eine Richtung, denn Situationen, in denen nach Gefühl entschieden wird, werden bei sehr logisch denkenden Menschen auch überwiegend durch den Verstand geprüft und somit kein Bauchgefühl mehr sein.

Das einzige was mir da einfallen würde, sind Situationen, die einfach net abschätzbar sind und nein, da ists kein Problem nach Bauchgefühl zu entscheiden, da die logische Vorraussetzung meist ist, dass eine Entscheidung besser ist als keine Entscheidung.
Hm... würde aber implizieren, dass Vernunftmenschen keinerlei Gefühle in ihre Entscheidungen miteinbeziehen. Ob das so einfach ist...

Würde ich in etwa mit Situationen gleichsetzen, in denen versucht wird eine Entscheidung zu umgehen/hinauszuzögern... Ab einem gewissen Punkt muss es eine ausgesprochene Entscheidung geben - und diese herbeizuführen (egal in welche Richtung sie geht) verlangt dann die Vernunft.
 
... und plötzlich entscheidet das Herz Dinge, welche sich der Kopf niemals vorgestellt hat...

Ich denke in jedem von uns steckt sowohl ein Kopf- als auch ein Gefühlsmensch, wenn es darum geht Entscheidungen (im Allgemeinen, oder in puncto zwischenmenschlichen Beziehungen) zu treffen. Welche Seite die Entscheidung trifft wird (meines Erachtens) wohl in Abhängigkeit des zugrundeliegenden Sachverhalts, der bisher gemachten Erfahrungen etc. variieren. Ich bin jedoch der Meinung, dass jeder eine dominierende Seite hat.

Folgt ihr lieber sachlich logischen Argumenten oder hört ihr trotz aller Irrationalität auf euer Herz, wenn es um Beziehungsfragen geht?
Und ich spreche hier von Fällen, in denen (subjektiv gefühlt) beide Seiten in die entgegengesetzte Richtung argumentieren.

Fühlt ihr euch zu einer der beiden "Kategorien" besonders zugehörig und fallen euch Entscheidungen, die ihr in die entgegengesetzte Richtung (zB Herzmensch trifft eine Verstandesentscheidung) treffen müsst daher besonders schwer?

Positive und negative Beispiele gibt es wohl für beide Seiten... wie sind eure Erfahrungen?

Ich würde mich über einen regen Meinungsaustausch freuen.
also für mich sind so dinge wie herz, bauch oder verstandsentscheidungen irgendwie nicht verwendbar. je nach situation wird jeder mensch die für einen selbst passende entscheidung treffen, was auch immer dass sein mag, wobei dabei auch ein gewisser egoismus zum tragen kommen wird. ob eine entscheidung richtig oder falsch war entscheidet sich eigentlich erst danach, wobei ich für meinen teil keine entscheidung beziehungstechnisch bis dato bereut habe, sonst wäre ich ja nicht mit meiner jetzigen frau zusammen gekommen. jeder wird in seinem leben entscheidungen treffen müßen, die in späterer folge richtungsweisend sein werden, nur: in die zukunft kann niemand sehen, von daher wird jeder eigene überlegungen anstellen, um dass optimale für sich herauszuholen. die psyche ist oft kompliziert, irrrational und abwägig, sonst könnte man ja auch dass gefühl der liebe erklären :D
 
Interessant ist auch, dass mein Mann und ich uns diesbezüglich viel gelehrt haben. Er war immer der kalte Fisch, der Pokerspieler, derjenige, der die heftigsten Entscheidungen ohne mit der Wimper zu zucken getroffen hat....und dann kam ich....im Herzen eine fürchterliche Chaotin und nach außen eben so trocken und kalt.
Um ihn aus der Reserve zu locken, hab ich mich aus meinem Schneckenhaus wagen müssen und das Risiko in Kauf genommen, angreifbar und verletzlich zu werden - ich hatte eine Scheißangst....
Aber - es war jeden Schritt wert.
Ich freue mich sehr, dass du das heute so sagen kannst.

Es ist wie du sagst auch ein gegenseitiges ergänzen und voneinander lernen.

Aber wenn nun ein Teil der vernunftgetriebene ist und der andere der gefühlsbezogene, ist es manchmal sehr sehr schwierig hier in Diskussionen die richtigen Argumente zu finden, die dem anderen wirklich zugänglich sind.
 
Ich freue mich sehr, dass du das heute so sagen kannst.

Es ist wie du sagst auch ein gegenseitiges ergänzen und voneinander lernen.

Aber wenn nun ein Teil der vernunftgetriebene ist und der andere der gefühlsbezogene, ist es manchmal sehr sehr schwierig hier in Diskussionen die richtigen Argumente zu finden, die dem anderen wirklich zugänglich sind.
also vernunft und gefühl sind für mich uneingeschränkt zu verbinden. das eine geht ohne dem anderen niemals, da wäre in einer beziehung ja dass komplette chaos, wenn einer nur zu dem einen tendieren würde und der andere zum anderen o_O
 
In Beziehungsangelegenheiten eindeutig Herz/Bauch. Bin generell sehr "herzgeleitet" (wenns das Wort noch nicht gibt bin ich stolz auf die Erfindung. :p) und oft auch in großen, lebensverändernden Entscheidungen sehr spontan. Bereut hab ich grad diese noch nie. Auch wenn jeder "vernunftbegabte" Mensch nur den Kopf geschüttelt hätte. Mein Leben ist bunt, oft chaotisch, immer interessant und herausfordernd. Ich möchts nicht anders haben.
 
Ich weiß, daß ich oft den Eindruck vermittle, ein Kopfmensch zu sein. Bin aber das Gegenteil davon, ich bin ein sehr impulsgesteuerter Mensch. Den Kopf nutze ich vor allem, um mich immer wieder aus der Scheiße zu holen, in die mich meine impulsiven Aktionen vorher reingeritten haben. :D


Mit dem Älterwerden gelingt es mir immer besser, für gemäßigteres Handeln zu sorgen. Aber ich bin immer noch mehr "Bauchmensch" als mir manchmal lieb ist. Allerdings: Dieses "Bauchgefühl" trügt mich selten. Wenn ich "vernunftmäßig" Leute an mich rangelassen habe, wo das Gefühl von vornherein Alarm signalisiert hat, ist's immer schiefgegangen.

"Kopfentscheidungen" treffe ich oft, das gelingt mir aber nur aus der Distanz, deshalb setze ich mich näheren Kontakten nur sehr sparsam aus.
 
also vernunft und gefühl sind für mich uneingeschränkt zu verbinden. das eine geht ohne dem anderen niemals, da wäre in einer beziehung ja dass komplette chaos, wenn einer nur zu dem einen tendieren würde und der andere zum anderen o_O
ich kenne es leider von vielen beziehungen, dass Frau oft total gefühlsbetont ist und Mann der absolute Logiker und dafür gefühlskalt....... wie man damit umgehen kann, weiß ich persönlich nicht, mich würde es verrückt machen, wenn man dem Gegenüber sein Herz ausschüttet und derjenige dann ned mal mit der Wimper zuckt
 
also vernunft und gefühl sind für mich uneingeschränkt zu verbinden. das eine geht ohne dem anderen niemals, da wäre in einer beziehung ja dass komplette chaos, wenn einer nur zu dem einen tendieren würde und der andere zum anderen o_O
Da hast du natürlich Recht was die Beziehung an sich angeht.
Wie eingangs erwähnt, dann denke ich nicht das sich diese Seiten voneinander trennen lassen.
Aber wenn nun ein Teil "beschließt" der Vernunft Vorrang zu geben, bist mit deinen "Gefühlsargumenten" schnell mal am Ende. :)
 
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