Eure Sexualität - heute vs. gestern

Mitglied #559823

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In welchem Modus befindet eure Sexualität? Ist alles gleich geblieben oder hat sich tatsächlich im Laufe der Zeit was geändert?
Bei mir hat sich schon viel verändert. Und wenn ich genau darüber nachdenke, Ende 30 ging es damit auch schleichend los.

Früher war ich stark reizgetriggert:
Optik - Kopfkino - Verlangen

Heute ist das eher:
Wahrnehmung - Wertschätzung - Ruhe.
Ich sehe Schönheit, Attraktivität, Erotik. Jedoch aber ohne den inneren Zug, etwas daraus machen zu müssen. Also kein Verlust, sondern anderes Nervensystemsetting.
Bin empfindlicher geworden für Authentizität und allergisch gegen Inszenierung.

Was mich heute anspricht: Natürlichkeit; Reife Körper, die gelebt wirken; Ausstrahlung; Augen; Lächeln; Frauen, die nichts „wollen“ - nichts ausstellen

Was mich dafür abstößt: Provokation; sich mit Absucht Zeigen; Sexualität als Performance;

Zuerst dachte ich, irgendwas passt gewaltig nicht, weil ich den Drang einfach nicht mehr habe, mich um Sex zu bemühen wie früher. Sex war für mich selbstverständlich. Frau war müde - aber mit Vitamin B und Geduld lief trotzdem immer was. Das ist mir mittlerweile einfach zu anstrengend. Wenn es zum Sex kommt, ist es nach vier vor überragend, geil, intensiv. Und optische/spürbare Reize (Fetischwäsche) im Bett sind nach wie vor extrem geil. Es funktioniert auch alles, wie es soll. Spätestens dann, wenn sie mir unverhofft in den Schritt fasst und anfängt ihn sanft zu massieren. SB - nach wie vor um Druck oder Stress abzubauen läuft. "Sex sells" Taktik ist mittlerweile zum Störfaktor geworden.

Unzufrieden bin ich nicht. Jedoch kann ich mir auch vorstellen, dass das gleichzeitig für die Frau bzw. Frauen keine schöne Situation ist, wenn man versucht, sich in ihre Lage zu versetzen. Wobei es früher auch für sie nicht toll gewesen wäre, hätte ich jeder Sexbombe offensichtlich hinterher gegafert 🤔

Wie ist es bei euch?
 
Natürlich verschiebt es sich. Mit 13 wollte ich alles ficken, was einen Rock getragen hat (OK, mit dem Monsignore wollt ich nix anfangen). Ich war einfach so überspannt, dass es wurscht war.

Jetzt möchte ich schon weit mehr von den Frauen. Da geht's mir so, wie Dir. Ich kann auch ein paar Tage ohne pempern klarkommen. Lieber, als mit einer, die mir zu blöd oder unsympathisch ist.
 
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In welchem Modus befindet eure Sexualität? Ist alles gleich geblieben oder hat sich tatsächlich im Laufe der Zeit was geändert?
Bei mir hat sich schon viel verändert. Und wenn ich genau darüber nachdenke, Ende 30 ging es damit auch schleichend los.

Früher war ich stark reizgetriggert:
Optik - Kopfkino - Verlangen

Heute ist das eher:
Wahrnehmung - Wertschätzung - Ruhe.
Ich sehe Schönheit, Attraktivität, Erotik. Jedoch aber ohne den inneren Zug, etwas daraus machen zu müssen. Also kein Verlust, sondern anderes Nervensystemsetting.
Bin empfindlicher geworden für Authentizität und allergisch gegen Inszenierung.

Was mich heute anspricht: Natürlichkeit; Reife Körper, die gelebt wirken; Ausstrahlung; Augen; Lächeln; Frauen, die nichts „wollen“ - nichts ausstellen

Was mich dafür abstößt: Provokation; sich mit Absucht Zeigen; Sexualität als Performance;

Zuerst dachte ich, irgendwas passt gewaltig nicht, weil ich den Drang einfach nicht mehr habe, mich um Sex zu bemühen wie früher. Sex war für mich selbstverständlich. Frau war müde - aber mit Vitamin B und Geduld lief trotzdem immer was. Das ist mir mittlerweile einfach zu anstrengend. Wenn es zum Sex kommt, ist es nach vier vor überragend, geil, intensiv. Und optische/spürbare Reize (Fetischwäsche) im Bett sind nach wie vor extrem geil. Es funktioniert auch alles, wie es soll. Spätestens dann, wenn sie mir unverhofft in den Schritt fasst und anfängt ihn sanft zu massieren. SB - nach wie vor um Druck oder Stress abzubauen läuft. "Sex sells" Taktik ist mittlerweile zum Störfaktor geworden.

Unzufrieden bin ich nicht. Jedoch kann ich mir auch vorstellen, dass das gleichzeitig für die Frau bzw. Frauen keine schöne Situation ist, wenn man versucht, sich in ihre Lage zu versetzen. Wobei es früher auch für sie nicht toll gewesen wäre, hätte ich jeder Sexbombe offensichtlich hinterher gegafert 🤔

Wie ist es bei euch?
Schön, dass es Männer gibt, die erwachsen werden - nicht nur dem Alter nach.

Ja, auch meine Sexualität hat sich geändert. In jungen Jahren war mir wichtig, was die anderen von mir denken. Ich habe Anerkennung gesucht, versucht dem zu entsprechen, was der Partner von mir will. Als ich nach Jahren meinen ersten Orgasmus hatte, erschütterte es mein Weltbild.
Sex hat erst nach meinem 30er angefangen Spaß zu machen.
Erst nach meinem 40er habe ich langsam zu mir und meinem Körper gefunden.
Jetzt bin ich soweit, dass ich Sex genieße, wenn er sich ergibt. Ich dem aber weder hinterherjage, noch ihn einsetze um irgendwas zu bekommen (Zuneigung, Anerkennung,..).
 
Grundsätzlich hat sich bei mir nicht wirklich etwas verändert, außer dass ich jetzt endlich einen Partner habe wo (nicht nur) sexuell alles passt und beide wunschlos glücklich sind.
 
Jetzt bin ich soweit, dass ich Sex genieße, wenn er sich ergibt. Ich dem aber weder hinterherjage, noch ihn einsetze um irgendwas zu bekommen (Zuneigung, Anerkennung,..).

Das wäre der Idealzustand. Und für mich war Erotik/Sexualität immer ein Lustfaktor. Nie ein persönliches Stellungs-Merkmal. Bei gewissen Dingen ist es ja sogar schon unangenehm, wenn es zu Viele erfahren. Oder halt die "Falschen". :oops:

Was bei mir selber Änderungen in diesen Bereichen betrifft: Reizgetriggert bin ich heute wie zu meinen frühesten Tagen, seit so etwas für mich fühlbar ist. Veränderungen? Sagen wir einmal, seit den Beginn des Erwachsenen-Alters? Wenn es um die direkt definierbaren Sachen geht, die Fetische und Vorgänge, die man leicht beim Namen nennen kann? Hat es praktisch überhaupt keine gegeben.

Wenn es aber um das Abstrakte geht, die sinnlichen Wahrnehmungs-Punkte, die irgendwo zwischen dem rational Begreiflichen und dem unbewußt/unterbewußt Erfaßbaren liegen, dann haben sich bei mir schon Wechsel-Erscheinungen eingestellt. :watching: Die aus meiner Sicht erfreulich sind. :) Erfreulich deswegen, weil die von mir bekannten, typischerweise von Reiz erfüllten Themengebiete ihre Wirkung nicht verloren haben. Aber es sind neue dazugekommen, die die Lustgefühle bei den altbekannten Scharfmachern noch verstärken. Die ich ja unverändert genieße, wenn die präsent sind. An erster Stelle würde ich hier die weibliche Dominanz einreihen. Die habe ich davor nicht so bewußt genossen. Irgendwie gibt es dann aber auch Dinge, die kann man gar nicht so eindeutig benennen, daß man sich darunter etwas vorstellen kann. So finde ich in einer gewissen Weise auch den Gedanken an Frauen interessant, die versteckt mit mir spielen. Die optisch und in ihrem Umgang auf mich süß wirken, aber unter der Oberfläche führen sie mich, und nicht ich sie. Aber ich genieße es, weil mich ihre ganze Ausstrahlung, alles, was sie einsetzen, so in Besitz nimmt.

Wir reden hier nicht von wirklich brutalen, rücksichtslosen Handlungen. Aber so eine gewisse von Provokation durchzogene Turtelei, ein bißchen ein Experiment, wie weit man gehen kann bei verschiedenen Sachen, sich auch ein wenig herantasten, was man dem Anderen an Demütigung zumuten kann: Da könnte eine Frau, wenn sie es geschickt anstellt, mir ein starkes Erlebnis verschaffen, wie ich es mir schon lange herbeigesehnt habe. :p

Bei mir waren erotische Gefühle immer sehr stark an Fetische geknüpft. Gar nicht so sehr an das, was üblicherweise das Zentrum der Sexualität bildet. Wenn dann auch das Umfeld dazu gut paßt, kann es mindestens doppelt so geil sein. Auch mit begünstigt durch eine Mitspielerin, die manche aufregende, peinliche, penetrante Umstände gezielt herbeiführt. Manchmal auch ein wenig begleitet von dem Geruch, daß sie meinen Lustdrang unverschämt ausnützt. :sneaky:

Ein wenig hat das bei mir früher sicher auch mitgespielt. Daß ich berechnende Intelligenz von Damen als gute Würze, als gutes Begleitelement sehe. Aber weniger stark als jetzt. Insofern hat sich da in meinem Kopfkino (das es immer schon gegeben hat und das schon in meinen ganz jungen Tagen oft sehr abenteuerlich war) schon ein bißchen was umgebildet.

Gleich geblieben ist, daß ich Frauen, die sehr anständig wirken und dabei für meinen Geschmack sexy gestylt sind, sehr geil finde. Ich hatte immer schon den Hang, daß ich dabei oft Damen erotisch fand, die deutlich älter waren als ich. Waren es im Teenager-Alter und mit Anfang 20 Frauen mit Anfang bis Mitte 30, die ich ansprechend fand, so sind es heute oft welche mit über 60 Jahren, die ich reizend finde. Das hätte ich mir früher wohl nicht gedacht, aber da geht das Empfinden wohl mit der Zeit mit. In meinem Fall halt. :cool:
 
Man entwickelt sich weiter. Von Zeit zu Zeit wird man mit Praktiken konfrontiert, welche man vorher mglw. nur von Erzählungen o.Ä. kannte. Ob man das Eine oder Andere wiederholen möchte, liegt ganz an einem selbst. So entsteht mit zunehmendem Alter ein Spektrum an Wissen und Erfahrung. Wie weit man das ausbauen möchte, ist wiederum jedem Menschen selbst überlassen.
 
Mein Sex wurde mit zunehmendem Alter immer ausgefallener... :mrgreen:

Und Du weißt das zu genießen, nehme ich an. :cool:

Mein "Sex" war immer schon sehr ausgefallen. Der existierte schon, bevor ich noch wußte, was Sex ist. Zumindest in meinem Kopf. :hss:

Um das herum wurden meine Fantasien im Lauf der Zeit immer wieder ausgebaut. Mal mehr, mal weniger auffällig. Weil vieles davon wird sich nicht verwirklichen. Aber jedes gezielt genossene Real-Erlebnis lohnt sich, auch wenn es ein Bruchteil davon ist. Und beruht wiederum teilweise auf die Fantasie, die man davor schon hatte. Außerdem lebt stets die Hoffnung, daß sich eine andere Person, eventuell auch eine Frau, die EF guckt, motiviert fühlt, Gedanken von mir aufzugreifen. :cool:

Irgendwie finde ich es schon toll, daß es heute Internet gibt. Da kann man so schön Kopfkino und Ähnliches weitergeben. :sneaky:
 
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