die ultimative beziehungs-herausforderung

Ich bin auch nicht einmal der Idee abgeneigt den Charakter einer Person mit KI nachzubilden. Ein sehr umfangreicher Fragebogen, Tagebücher, Schriftstücke und ähnliches sind da auch heutzutage schon sehr dienlich und könnten in Zukunft noch bessere Möglichkeiten bieten. Mein eigener KI Klon ist inzwischen bei den allermeisten Antworten zu 50% ident mit mir. So etwas gibt mir zumindest etwas Hoffnung.

ich kenn inzwischen genügend leut, die einem halbwegs authentischen KI-klon von mir sofort den saft abdrehen täten ... :lol:
 
Trauer ist leider nicht meine große Stärke, die Vergänglichkeit des Lebens ist eine der Tatsachen die ich zumindest teilweise gerne umstoßen möchte.

Ich betrachte daher in solchen Fällen gerne das große Ganze. Wenn die verstorbene Person z.B. Kinder hatte sehe ich es immer als pragmatische Lösung mir zu sagen, es bleibt etwas von ihm auf dieser Welt! Wenn er Kunst oder Literatur geschaffen hat ebenso, dann versuche ich auch oft ein Erbe zu bewahren.

Ich bin auch nicht einmal der Idee abgeneigt den Charakter einer Person mit KI nachzubilden. Ein sehr umfangreicher Fragebogen, Tagebücher, Schriftstücke und ähnliches sind da auch heutzutage schon sehr dienlich und könnten in Zukunft noch bessere Möglichkeiten bieten. Mein eigener KI Klon ist inzwischen bei den allermeisten Antworten zu 50% ident mit mir. So etwas gibt mir zumindest etwas Hoffnung.

Eine andere Sparte der ich mich intensiv widme ist Anti-Aging. Was natürlich die Früherkennung und effektive Behandlung von Krankheiten mit einschließt. Derzeit beschäftige ich mich mit dem Thema Magen und Darmkrebs und der Verbindung von Mykotoxinen im Getreide anhand der steigenden Zahl von Fällen die in Österreich bei Schweinen festgestellt wurden. Vor allem weil es ein Tabuthema ist das Bioprodukte hier wesentlich mehr belastet sind und natürlich Landwirtschaft und Mühlen Testungen ablehnen. Den Toten kann man nicht mehr helfen, aber mir gibt es jedenfalls Trost solche Fehler zu finden und zumindest den Versuch zu starten diese zu korrigieren.

Wenn nötig kann man sich auch überlegen ob man die Verbliebenen unterstützen kann. Gerade wenn eine zentrale Person von uns geht braucht es oft Kompensation. Finanzielle Zuwendungen oder Tat und Rat werden oft benötigt.

Je jünger eine Person von uns geht, desto mehr Emotionen weckt es in uns. Wenn uns eine Großmutter mit über hundert Jahren verlässt dann sind wir etwas verletzt, sehen es aber oft ein.
Geht aber einer der noch wesentlich jünger ist, empfinden wir oft keine echte Trauer, es ist der pure Hass und viel Wut! Weil es nicht fair ist, weil etwas nicht stimmt, wir etwas nicht unter Kontrolle haben!
Aber genau diese Tatsache hat oft einen Grund und soll uns von Natur aus dazu bringen uns der Prävention zu widmen.
Auch eine gute Möglichkeit, sichtbar zu bleiben.
 
heute im gegensatz gar kein hihi-haha-thema! nein, ganz im gegenteil.

auslöser: ein lieber freund hat heute bekanntgegeben, dass die ärzte nach einer krebsdiagnose für ihn vor etwa einem jahr keine hoffnung mehr für ihn haben. wobei ich mit solchen situationen grundsätzlich ganz, ganz schlecht umgehen kann. es reißt mir das herz heraus, in solchen situationen nicht helfen, verbessern oder sonst irgendwie positiv beitragen zu können. das absehbar rasche ende, wohl auch das unabänderliche leid davor, die trauer der familie und engsten danach: alles steht längst fest.

und ist - unabänderlich - teil unserer existenz. auch unseres familienlebens und unserer beziehungen. also auch dem engsten kreis in unserer existenz.

ganz egal, ob wir aktiv als leidender und dann sterbender oder eben zurückgelassener daraus betroffen sind.

klar, mit 71 und auch dem leiden und sterben im eigenen familien- und freundeskreis wirst damit schon recht intensiv konfrontiert. aber leider kann es einem schon in jungen jahren so oder so (also als gehender oder bleibender) widerfahren. durch unfälle, frühzeitige erkrankung et cetera.

wir verdrängen das - und irgendwie erscheinen wir uns daraus unsterblich. sowohl wir selber, der partner und unsere engsten familienmitglieder. tod ist nur das, was den anderen passiert. aber wir sind es nicht, so ist es nicht.

die frage daher: wie geht ihr selber damit um?

meine eigene antwort: eben ganz schlecht. als meine süße vor jahren eine (damals zum glück falsche) leukämie-diagnose erhalten hat waren das die schlimmsten tage meines lebens. und auch der freund, der jetzt bald gehen muss: ich vermisse ihn - jetzt schon. so wie ich die mir "bekannten" hier vermissen würde. selbst wenn ich mit ihnen nicht immer "auf gleich" war.

Wir haben den Tod mehr oder weniger aus unserem Leben outgesourced. Einerseits hat die Medizin in den letzten 70 Jahren sehr große Fortschritte gemacht, andererseits hat sich durch den gewonnenen Wohlstand vieles, was früher zum Tod geführt hat, erübrigt. Das sind natürlich sehr gute Nachrichten für uns.

Ich selber hatte berufsbedingt schon recht viel mit Tod und Sterben zu tun. Da lernt man auch sehr vieles über sich und es führt unweigerlich zu einem recht pragmatischen Ansatz.

Eine kleine Übung dazu: Man kann das Wort Leben auf einen Zettel aufschreiben und sich passende Wörter dazu einfallen lassen und dazuschreiben. Genau das gleiche macht man mit dem Wort Sterben. Wenn man alles, was einem einfällt, aufgeschrieben hat, tauscht man einfach die Wörter Leben und Sterben aus. Man wird ganz verwundert sein, dass es ein und dasselbe ist.

Sterben ist Teil eines jeden Lebens. Der Tod ist dann das Ende davon. Menschen können unsterblich werden, solange sie in den Herzen und Gedanken ihrer Hinterbliebenen leben.

Somit, genieß die verbleibende Zeit mit deinem Freund, sagt euch was ihr an euch hasst, was ihr aneinander liebt und habt einfach noch eine gute Zeit miteinander. Mein Beileid!
 
Junge, sie war auf der Palliativstation. Dort ist man nicht, weil man noch 30 Jahre leben wird. Ihr wusstet also vermutlich, dass sie bald sterben wird. Was ist da nicht angemessen, sich zu verabschieden?
Das wie ist entscheidend und wer noch dabei ist. Kinder im Alter von 6 und 3 Jahren die bei ihrer Oma sind müssen das nicht unbedingt so mitbekommen. Der tot der Oma die eine zentrale Bezugsperson war, war klar absehbar. Und als Erwachsener kann man das auch anders einordnen. Kinder in dem Alter leben aber nochmal anders und viel mehr in dem Moment. Die Ärztin hätte sich klar verabschieden können aber den zusatz einfach nicht aussprechen müssen.
 
Hallo

Kleiner Auszug zu meinem privat leben

Meine Frau (38) hat ALS( bitte googeln wer's nicht kennt)

Ich kann dir nur meinen persönlichen Rat geben lebe mit ihm sie wie davor ja das Ergebniss ist scheisse nur glaub mir es ist für alle leichter wenn sich die Welt weiter dreht und ihr so weitermacht wie bis her das schafft viele schöne Momente als wenn du in der Ecke sitzt und ihn bedauert oder ihn sogar fallen lässt

Und glaub mir wir hatten einen grossen Freundes (Bekannte) Kreis die mittlerweile nicht mehr da sind


Also Kopf nicht hängen lassen und triff dich mit ihm und unternimmt noch was soweit es möglich ist sei ihm ein Freund

Und noch ein kleiner Spruch am Rande so handhaben es die Serben zumindest

Trauere nicht das er gestorben ist Feier das er gelebt hat

Der Spruch ist meiner Meinung nach richtig und man sollte ihn leben
 
Das wie ist entscheidend und wer noch dabei ist. Kinder im Alter von 6 und 3 Jahren die bei ihrer Oma sind müssen das nicht unbedingt so mitbekommen.
Wenn ich schon selber nicht damit klarkomme, dann nehme ich sie nicht auf eine Palliativstation mit.
Ich finde es weit besser wenn Menschen ehrlich sind. Und Verwandte wollen oft wissen wie lange es noch geht.
Da kann man eh nur da Falsche antworten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

Das wie ist entscheidend und wer noch dabei ist. Kinder im Alter von 6 und 3 Jahren die bei ihrer Oma sind müssen das nicht unbedingt so mitbekommen. Der tot der Oma die eine zentrale Bezugsperson war, war klar absehbar. Und als Erwachsener kann man das auch anders einordnen. Kinder in dem Alter leben aber nochmal anders und viel mehr in dem Moment. Die Ärztin hätte sich klar verabschieden können aber den zusatz einfach nicht aussprechen müssen.

also kreidest Du ihr an, dass ihr der Patient wichtiger war, als irgendwelche Besucher?

LG Tom
 
Hi,



kommt drauf an, wie viel zu regeln ist und wie viele Hinterbliebenen Du hast und wie viel Zeit. Ich habe z.B. eine Sammlung von Instrumenten, Hifi Sachen, CD und Plattensammlung, ... willst Du dafür einen ordentlichen Preis, ist da viel Arbeit dahinter.

Meinen Hinterbliebenen mag es egal sein, ob sie dafür 5.000,-- oder 50.000,-- bekommen, mir ist es nicht egal.

Ich habe auch alte Computer, die ins TMW gehören, nicht zum Recycling.

Usw.

Dazu kommen die Erinnerungen, wann und wo und wie ich da rangekommen bin.

LG Tom
Ich würde meinem nahen Umfeld nicht das Recht nehmen wollen, sich von mir zu Verabschieden. Ihren wie meinen Weg sanfter zu gestalten, als es der Watschn der Endlichkeit sowieso schon gelingt.

Hast du dich mal mit dem Konzept des Swedish Death Cleaning (oder Shukatsu, das ähnliche japanische Pendant) beschäftigt? Darin geht es eigentlich darum, sich vor seinem Tod mit all seinem Besitz auseinander zu setzen, Sammlungen an Kram selbst schon zu entsorgen und (das find ich ganz besonders schön) die Erbstücke zu Lebzeiten zu schenken und damit eine weitere schöne Erinnerung zu schaffen.
 
Hi,

Ich würde meinem nahen Umfeld nicht das Recht nehmen wollen, sich von mir zu Verabschieden. Ihren wie meinen Weg sanfter zu gestalten, als es der Watschn der Endlichkeit sowieso schon gelingt.

da bin ich egoistisch.


Hast du dich mal mit dem Konzept des Swedish Death Cleaning (oder Shukatsu, das ähnliche japanische Pendant) beschäftigt?

Nein, werde ich auch nicht. Ich bin ich, ich weiß, was ich will. In meinem Verwandtenkreis gibt es niemanden, der meine Interessen teilt, daher auch niemanden, der ein Erbstück wertschätzen könnte.

LG Tom
 
Hi,



da bin ich egoistisch.




Nein, werde ich auch nicht. Ich bin ich, ich weiß, was ich will. In meinem Verwandtenkreis gibt es niemanden, der meine Interessen teilt, daher auch niemanden, der ein Erbstück wertschätzen könnte.

LG Tom
Mir isses eh wurscht, was du mit deinem Zeug machst - es hätte eine Perspektivenerweiterung sein können, die dir sympathisch ist. Piss dir hald gleich selber ans Bein :haha:
 
Hi,

Piss dir hald gleich selber ans Bein :haha:

genau so! Wenn ich erfahre, dass ich in ein paar Monaten tot sein werde, ich weiß, dass das endgültig ist, ich bin Atheist, dann werde ich wohl genug mit mir selbst zu tun haben, mich final mit meiner eigenen Belanglosigkeit auseinandersetzen müssen. Da belaste ich mich nicht mit der Fürsorge für andere. Das hab ich eh mein Leben lang gemacht.

Dann ist Tom-Zeit.

LG Tom
 
wir verdrängen das - und irgendwie erscheinen wir uns daraus unsterblich. sowohl wir selber, der partner und unsere engsten familienmitglieder. tod ist nur das, was den anderen passiert. aber wir sind es nicht, so ist es nicht.

die frage daher: wie geht ihr selber damit um?
Ich hatte nicht viel Zeit dieses Thems zu verdrängen. Ein Opa hat sich das Leben genommen, da war ich in meinem fünften Lebensjahr. Seitdem sind andere Großeltern und ein Haufen Freunde gestorben. Die Großeltern älter aber bei weitem zu jung, die Freunde naturgemäß viel zu jung. Suizid, Unfälle, Substanzindiziert, krankheitsbedingt.
Gefühlsmäßig am bewusstesten bin ich sicher zw. 2019 und 2024 damit umgegangen. In dieser Zeit haben wir meinen Ziehvater, meinen Vater und meine Ziehmuttet direkt begleitet und gepflegt. Nebenher noch fünf Mitglieder aus meiner erweiterten Familie verabschiedet, ein guter Freund der Familie trotzt seit einigen Jahren dem Tod, ein Seggefährte aus früheren Tagdn starb vor wenigen Wochen bei einem Motorradunfall.
Der Tod ist ein Teil meines Lebens, er war es immer und er wird es auch immer sein. Es vergeht kein Tag an dem ich mir nicht vorstelle, wie es wäre wenn es meine Frau erwischen würde.
Vorbereiten kann man sich trotzdem nicht, es ist jedes Mal anders, ganz unabhängig davon, ob die verstorbene Person ein langes oder kurzes Leben gelebt hat. Es ist vom Menschen abhängig, von der Bindung zu ihm, davon, wie er selbst zum Thema gestanden ist.
Ich denke das wichtigste für Deinen Freund ist, dass Du ihm als Freund erhalten bleibst. Ich habe miterleben müssen, wie Menschen die in Richtung Schwelle marschiert sind, nach und nach allein gelassen wurden.
Nicht aus Böswilligkeit, sondern weil das Umfeld überfordert war. Die Angst etwas falsches zu sagen, nicht richtig zu reagieren, womöglich durch die eigene Stimmung das Befinden des anderen zu beeinflussen.
Nimm es an wie es ist, geh zu ihm und umarme ihn und dann lacht und weint ihr einfach gemeinsam. Sterben ist ein Prozess. Du hast das große Glück einen Teil Deiner Trauerarbeit zu überspringen indem Du weißt, dass es passieren wird.

Am schwersten waren immer die Tode, die nicht vorhersehbar waren. Der Onkel meiner damaligen Partnerin, ein herzensguter Mensch, ist mit 76 durch einen Unfall mitten aus dem Leben gerissen worden. Das war für mich nicht weniger schlimm als der Unfalltod meines besten Freundes mit Mitte 30 oder der (fast Zeitgleiche) Suizid eines Freunded mit Anfang 20.
Bleib bei ihm, Du musst nicht stark sein, Du musst niemandem Kraft geben.
Das sind Ansprüche die Du an Dich stellst, Deine Vorstellungen mit denen Du Dir das Ganze schwer machst.
Es reicht wenn Du einfach nur da bist und der bleibst der Du bist!
Alles Gute!
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin auch nie sicher, was für wen einfacher ist - ein plötzlicher Tod oder ein "täglich erwarteter".
Und das gilt wohl für die betroffene Person und auch die Freunde und Angehörigen im gleichen Maße.

Mein "Horrorwinter" war 2018/19. Kurz vor Weihachten starb meine Schwester an ALS.
Unbewusst war mir immer klar, dass es die letzten gemeinsamen Weihnachten gewesen wären -
aber man lässt es nicht an sich ran. Frustrierend ist auch die eigene Hilflosigkeit - man kann simpel nix tun.
Ich kümmerte mich halt so gut es ging um unseren betagten Vater.
Der starb dann gleich 5 Wochen später. Damit konnte ich aber "leichter" umgehen.
Er war im 88en Lebensjahr, hatte auch ein paar gesundheitliche Probleme und "ließ einfach los" - sicher auch
durch den Umstand bedingt, dass er eines seiner Kinder begraben musste - auch wenn meine Schwester schon 57 war als sie starb.
Klar tut es weh, einen geliebten Menschen beerdigen zu müssen, aber dass man irgendwann am Grab seiner Eltern stehen muss
ist der natürliche Weltenlauf - auch wenn der Zeitpunkt immer "zu früh" ist.
 
Wenn Mensch bewusst wird, dass das Leben hier auf der Erde nicht das EINZIGE ist, dann nimmt das schon viel Druck raus. Die Schule des Lebens "Lernen durch Erfahrung". Die Agnostiker haben jetzt wieder was zu lachen...ich gönne es euch.

Selbst habe ich meinen Vater von der Krebsdiagnose bis zum Tod (passierte innerhalb von 6 Monaten) begleitet. Als Einziger in der Familie, der dazu in der Lage war. Dasselbe in grün bei meinem Opa. Macht nix. Ich habe keine Angst und hoffe, dass ich nach dem Tod dieses Spiel hier auf Erden nicht mehr mitspielen muss.
Mir ist des wurscht ob ich als pluto nochmal auf diesem Planeten erscheine hauptsache a gscheites frauerl...
 
Mir hat es mit dem Tod meines Opa's die Füße Mal richtig weggerissen.
Eine Bezugsperson (mitsamt Oma) seit ich denken konnte.
Ich habe ihm soooooo viel zu verdanken. Einiges ist mir erst im Nachhinein bewusst geworden.
Bei ihm würde ich als "kleine Rebellin" in die richtigen Bahnen begleitet.
Mein Opa hat nie viel geredet, Er hat gemacht. Er war ein harter Fels, irgendwie hat er immer beschützt, ohne irgendwelche Fragen, aber auch nie um Lob zu heimsen.
Meine Oma ist jetzt 93, sie hat immer gesagt -"gehen musst selber, er kann dir nur den Weg zeigen".
Ich werde NIE den Tag vergessen als er sich von mir verabschiedet hat. Wir wussten beide dass wars jetzt. Wir haben trotzdem gelächelt.
Keine Ahnung warum,

Aber jetzt weine ich
 
Kommen wie Gehen ist so individuell, wie jeder Mensch selbst ist.
Wenn man sich auf das Gehen eines anderen einlässt, wird es sich nie gleichen, nie dasselbe sein, nichts mit dem man "richtig umgehen" kann, nicht ahnen kann wie es über einen kommt.

Was bleibt sind Momente und eine Melodie, die mal schwer und traurig, aber auch liebevoll über die Zeit verbindend, von irgendwo zugetragen wird. Ich fühle, dass mit jedem Tod eines der vielen geliebten Menschen, auf verschiedenste Arten aus dem Leben geschieden, etwas in einem zurückbleibt, das mitunter ohne Vorwarnung so präsent ist, als wäre es gerade geschehen.

Damit zu leben macht etwas mit uns, wie alle starken Ereignisse in unserem Leben.

Alternativ zum Annehmen und Zulassen, kann man verdrängen auch.
Aber Achtung, manche Tode haben das Zeug dazu, die Seelen der Hinterbliebenen fressen zu wollen - auf die sollte man achten, wenn sie sich zurückziehen, oder wie noch nie überlustig sind. - Dem Tod an einem instabilen Punkt zu begegnen und ihm die Liebsten zu überlassen, kann Welten zusammenbrechen lassen und Hinterbliebene verlocken zu folgen.

Soviele Tote in meinem Leben, in Fotoalben, unzähligen Erinnerungen und Geschichten - grad in meiner Hand das Kaffeehäferl meiner Urgroßmutter.
Ich selbst bin nur ein unbedeutender Teil und rutsche erbarmungslos immer weiter nach oben, über mir ist nimmer viel, tja und spätestens dann (mit Glück) werde auch ich gehen und in den Herzen derer, die mich liebten eine Melodie hinterlassen, die ihnen von irgendwo unerwartet zugeweht wird.

o.t. Ich kann nicht damit umgehen. Ich kann nur der Mensch sein, der ich bin, tun was als liebevoll und unterstützend angenommen wird, tja und fühlen wie Wangen feucht werden, bevor man merkt, dass man weint.
 
Kommen wie Gehen ist so individuell, wie jeder Mensch selbst ist.
Wenn man sich auf das Gehen eines anderen einlässt, wird es sich nie gleichen, nie dasselbe sein, nichts mit dem man "richtig umgehen" kann, nicht ahnen kann wie es über einen kommt.

Wie wahr und poetisch beschrieben 🙏🤗
Was bleibt sind Momente und eine Melodie, die mal schwer und traurig, aber auch liebevoll über die Zeit verbindend, von irgendwo zugetragen wird. Ich fühle, dass mit jedem Tod eines der vielen geliebten Menschen, auf verschiedenste Arten aus dem Leben geschieden, etwas in einem zurückbleibt, das mitunter ohne Vorwarnung so präsent ist, als wäre es gerade geschehen.

❤️
 
Für mich gehört der Tod zum Leben dazu. Es verstarben auch schon Verwandte.

Am meisten hat mich der Tod meines Schwiegervaters berührt, da er in seinem handwerklichen Geschick sehr unterstützend für mich und meine Familie war. Es gab so viel Bezug und gemeinsame Momente, die ich in dieser Intensität und Häufigkeit nicht mit der Verwandtschaft hatte.

Er wird mir mit seinen Wortwitz, Anpackerqualitäten immer in positiver Erinnerung bleiben. Manche Wortspielereien habe ich übernommen und so wird er weiterhin an unserem Leben teilhaben ❤️☀️🙏
 
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