heute im gegensatz gar kein hihi-haha-thema! nein, ganz im gegenteil.
auslöser: ein lieber freund hat heute bekanntgegeben, dass die ärzte nach einer krebsdiagnose für ihn vor etwa einem jahr keine hoffnung mehr für ihn haben. wobei ich mit solchen situationen grundsätzlich ganz, ganz schlecht umgehen kann. es reißt mir das herz heraus, in solchen situationen nicht helfen, verbessern oder sonst irgendwie positiv beitragen zu können. das absehbar rasche ende, wohl auch das unabänderliche leid davor, die trauer der familie und engsten danach: alles steht längst fest.
und ist - unabänderlich - teil unserer existenz. auch unseres familienlebens und unserer beziehungen. also auch dem engsten kreis in unserer existenz.
ganz egal, ob wir aktiv als leidender und dann sterbender oder eben zurückgelassener daraus betroffen sind.
klar, mit 71 und auch dem leiden und sterben im eigenen familien- und freundeskreis wirst damit schon recht intensiv konfrontiert. aber leider kann es einem schon in jungen jahren so oder so (also als gehender oder bleibender) widerfahren. durch unfälle, frühzeitige erkrankung et cetera.
wir verdrängen das - und irgendwie erscheinen wir uns daraus unsterblich. sowohl wir selber, der partner und unsere engsten familienmitglieder. tod ist nur das, was den anderen passiert. aber wir sind es nicht, so ist es nicht.
die frage daher: wie geht ihr selber damit um?
meine eigene antwort: eben ganz schlecht. als meine süße vor jahren eine (damals zum glück falsche) leukämie-diagnose erhalten hat waren das die schlimmsten tage meines lebens. und auch der freund, der jetzt bald gehen muss: ich vermisse ihn - jetzt schon. so wie ich die mir "bekannten" hier vermissen würde. selbst wenn ich mit ihnen nicht immer "auf gleich" war.
Trauer ist leider nicht meine große Stärke, die Vergänglichkeit des Lebens ist eine der Tatsachen die ich zumindest teilweise gerne umstoßen möchte.
Ich betrachte daher in solchen Fällen gerne das große Ganze. Wenn die verstorbene Person z.B. Kinder hatte sehe ich es immer als pragmatische Lösung mir zu sagen, es bleibt etwas von ihm auf dieser Welt! Wenn er Kunst oder Literatur geschaffen hat ebenso, dann versuche ich auch oft ein Erbe zu bewahren.
Ich bin auch nicht einmal der Idee abgeneigt den Charakter einer Person mit KI nachzubilden. Ein sehr umfangreicher Fragebogen, Tagebücher, Schriftstücke und ähnliches sind da auch heutzutage schon sehr dienlich und könnten in Zukunft noch bessere Möglichkeiten bieten. Mein eigener KI Klon ist inzwischen bei den allermeisten Antworten zu 50% ident mit mir. So etwas gibt mir zumindest etwas Hoffnung.
Eine andere Sparte der ich mich intensiv widme ist Anti-Aging. Was natürlich die Früherkennung und effektive Behandlung von Krankheiten mit einschließt. Derzeit beschäftige ich mich mit dem Thema Magen und Darmkrebs und der Verbindung von Mykotoxinen im Getreide anhand der steigenden Zahl von Fällen die in Österreich bei Schweinen festgestellt wurden. Vor allem weil es ein Tabuthema ist das Bioprodukte hier wesentlich mehr belastet sind und natürlich Landwirtschaft und Mühlen Testungen ablehnen. Den Toten kann man nicht mehr helfen, aber mir gibt es jedenfalls Trost solche Fehler zu finden und zumindest den Versuch zu starten diese zu korrigieren.
Wenn nötig kann man sich auch überlegen ob man die Verbliebenen unterstützen kann. Gerade wenn eine zentrale Person von uns geht braucht es oft Kompensation. Finanzielle Zuwendungen oder Tat und Rat werden oft benötigt.
Je jünger eine Person von uns geht, desto mehr Emotionen weckt es in uns. Wenn uns eine Großmutter mit über hundert Jahren verlässt dann sind wir etwas verletzt, sehen es aber oft ein.
Geht aber einer der noch wesentlich jünger ist, empfinden wir oft keine echte Trauer, es ist der pure Hass und viel Wut! Weil es nicht fair ist, weil etwas nicht stimmt, wir etwas nicht unter Kontrolle haben!
Aber genau diese Tatsache hat oft einen Grund und soll uns von Natur aus dazu bringen uns der Prävention zu widmen.