die ultimative beziehungs-herausforderung

Der Tod gehört zum Leben dazu. Jeder von uns hat schon Freunde oder Angehörige verloren. Sei es durch den natürlichen Alterungsprozess, durch Unfall, Krankheit, aber auch durch Mord.
Die Trauer hat seine Berechtigung, wie auch Wut, aber auch bei, speziell, sehr kranken Menschen, die Hoffnung, dass das Leben bald endet, um dem Betroffenen noch mehr Leid zu ersparen. Man kann abschließen, mit sich ins reine kommen und Frieden schließen, sich verabschieden, da man weiß, dass man in Ruhe gehen kann. Als Angehöriger kann man nur da sein, begleiten.
 
Hi,

Die Hinterlassenschaften zu regeln und Zeit mit den zukünftig Hinterbliebenen verbringen schließt sich per se nicht aus.

kommt drauf an, wie viel zu regeln ist und wie viele Hinterbliebenen Du hast und wie viel Zeit. Ich habe z.B. eine Sammlung von Instrumenten, Hifi Sachen, CD und Plattensammlung, ... willst Du dafür einen ordentlichen Preis, ist da viel Arbeit dahinter.

Meinen Hinterbliebenen mag es egal sein, ob sie dafür 5.000,-- oder 50.000,-- bekommen, mir ist es nicht egal.

Ich habe auch alte Computer, die ins TMW gehören, nicht zum Recycling.

Usw.

Dazu kommen die Erinnerungen, wann und wo und wie ich da rangekommen bin.

LG Tom
 
Hi,



kommt drauf an, wie viel zu regeln ist und wie viele Hinterbliebenen Du hast und wie viel Zeit. Ich habe z.B. eine Sammlung von Instrumenten, Hifi Sachen, CD und Plattensammlung, ... willst Du dafür einen ordentlichen Preis, ist da viel Arbeit dahinter.

Meinen Hinterbliebenen mag es egal sein, ob sie dafür 5.000,-- oder 50.000,-- bekommen, mir ist es nicht egal.

Ich habe auch alte Computer, die ins TMW gehören, nicht zum Recycling.

Usw.

Dazu kommen die Erinnerungen, wann und wo und wie ich da rangekommen bin.

LG Tom
Ich gebe Dir von diesem Standpunkt aus natürlich Recht. Wenn man etwas hat, das man vor der MA48 bewahren will, braucht man dafür schon viel mehr Zeit
 
Ich gebe Dir von diesem Standpunkt aus natürlich Recht. Wenn man etwas hat, das man vor der MA48 bewahren will, braucht man dafür schon viel mehr Zeit
Ich habe in den letzten Jahren etliche Verlassenschaften mit grossen und tw. wertvollen Sammlungen erlebt.

Absolut frustrierend, in praktisch jedem Fall. Mag gar nicht dran denken.
 
Ich habe in den letzten Jahren etliche Verlassenschaften mit grossen und tw. wertvollen Sammlungen erlebt.

Absolut frustrierend, in praktisch jedem Fall. Mag gar nicht dran denken.
Ich versuche auch gerade, diverse Sammlungen zu reduzieren. Es geht nur tröpferlweise.

Aber wir driften ab ....
 
Wenn Mensch bewusst wird, dass das Leben hier auf der Erde nicht das EINZIGE ist, dann nimmt das schon viel Druck raus. Die Schule des Lebens "Lernen durch Erfahrung". Die Agnostiker haben jetzt wieder was zu lachen...ich gönne es euch.

Selbst habe ich meinen Vater von der Krebsdiagnose bis zum Tod (passierte innerhalb von 6 Monaten) begleitet. Als Einziger in der Familie, der dazu in der Lage war. Dasselbe in grün bei meinem Opa. Macht nix. Ich habe keine Angst und hoffe, dass ich nach dem Tod dieses Spiel hier auf Erden nicht mehr mitspielen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Mutter auf der Palliativstation im KH mit Krebs im Endstadium. Die Ärztin kam ins Zimmer und sagte: Ich verabschiede mich von Ihnen und wünsche Ihnen alles Gute. Ich weiss nicht ob ich Sie noch einmal lebend wiedersehe. Die Ärztin hatte nur einen Tag frei und dann Nachtdienst... Meine Mutter hat dann noch gut 3 Wochen gelebt...

Und was ist daran jetzt falsch?
Das ist eigentlich eher pietätvoll als das Gegenteil. Ärzte und Pflegepersonal kennen die Zeichen des Sterbens, wahrscheinlich wird es an diesem Tag bei ihr so gewesen sein.
Es ist nicht selten, dass jemand doch nochmal von der Schippe springt und noch Wochenlang lebt, obwohl man zu 100% dachte, man sieht den Patienten im nächsten Dienst nicht wieder.

Dass Ärzte im Studium kein Kommunikationslehrfach haben stimmt übrigens auch nicht.
 
Und was ist daran jetzt falsch?
Das vor den Angehörigen und dem eventuell sterbenden zu äußern finde ich nicht angemessen. Ich habe mich schon Monate davor jedesmal so verabschiedet, als wenn es das letzte mal gewesen wäre. Man weiß ja nicht wirklich wie lange es dauert. Es gab mehrere Optionen mit riskanten Eingriffen. Z.B. WIRBELSÄULE
 
Das vor den Angehörigen und dem eventuell sterbenden zu äußern finde ich nicht angemessen. Ich habe mich schon Monate davor jedesmal so verabschiedet, als wenn es das letzte mal gewesen wäre. Man weiß ja nicht wirklich wie lange es dauert. Es gab mehrere Optionen mit riskanten Eingriffen. Z.B. WIRBELSÄULE

Junge, sie war auf der Palliativstation. Dort ist man nicht, weil man noch 30 Jahre leben wird. Ihr wusstet also vermutlich, dass sie bald sterben wird. Was ist da nicht angemessen, sich zu verabschieden?
 
wer weiß das schon... :rofl:

solange ich so mitspiele, dass ich beim Abpfiff sagen kann:

"Es war ein gutes Spiel!"

taugt mir das Mitspielen um so mehr 😁
Das entscheidet sich am Tag X wie hoch dann deine Frequenz schwingt und ob es eine Wiederholung geben wird. Wie halt da auch im Leben -> Kindergarten bis zum Uniabschluss (als Metapher sehen). Ein Überspringen oder Vorbeimogeln gibts nicht. Das Spiel kann jeder Mensch selbst bestimmen und tut das auch.
 
Jeden Tag bewusst leben. Wenn einem bewusst wird, dass die gemeinsame Zeit ein Ablaufdatum hat, verschwendet man sie nicht.
Schauen, was der Andere noch kann oder möchte. Vielleicht kleine Wünsche erfüllen, oder, wenn es geht, gemeinsam etwas unternehmen.

Ich kenne einige Paare, die innerhalb von 2,3 Wochen gegangen sind. Trauer kann wohl auch tödlich sein.
 
heute im gegensatz gar kein hihi-haha-thema! nein, ganz im gegenteil.

auslöser: ein lieber freund hat heute bekanntgegeben, dass die ärzte nach einer krebsdiagnose für ihn vor etwa einem jahr keine hoffnung mehr für ihn haben. wobei ich mit solchen situationen grundsätzlich ganz, ganz schlecht umgehen kann. es reißt mir das herz heraus, in solchen situationen nicht helfen, verbessern oder sonst irgendwie positiv beitragen zu können. das absehbar rasche ende, wohl auch das unabänderliche leid davor, die trauer der familie und engsten danach: alles steht längst fest.

und ist - unabänderlich - teil unserer existenz. auch unseres familienlebens und unserer beziehungen. also auch dem engsten kreis in unserer existenz.

ganz egal, ob wir aktiv als leidender und dann sterbender oder eben zurückgelassener daraus betroffen sind.

klar, mit 71 und auch dem leiden und sterben im eigenen familien- und freundeskreis wirst damit schon recht intensiv konfrontiert. aber leider kann es einem schon in jungen jahren so oder so (also als gehender oder bleibender) widerfahren. durch unfälle, frühzeitige erkrankung et cetera.

wir verdrängen das - und irgendwie erscheinen wir uns daraus unsterblich. sowohl wir selber, der partner und unsere engsten familienmitglieder. tod ist nur das, was den anderen passiert. aber wir sind es nicht, so ist es nicht.

die frage daher: wie geht ihr selber damit um?

meine eigene antwort: eben ganz schlecht. als meine süße vor jahren eine (damals zum glück falsche) leukämie-diagnose erhalten hat waren das die schlimmsten tage meines lebens. und auch der freund, der jetzt bald gehen muss: ich vermisse ihn - jetzt schon. so wie ich die mir "bekannten" hier vermissen würde. selbst wenn ich mit ihnen nicht immer "auf gleich" war.
Trauer ist leider nicht meine große Stärke, die Vergänglichkeit des Lebens ist eine der Tatsachen die ich zumindest teilweise gerne umstoßen möchte.

Ich betrachte daher in solchen Fällen gerne das große Ganze. Wenn die verstorbene Person z.B. Kinder hatte sehe ich es immer als pragmatische Lösung mir zu sagen, es bleibt etwas von ihm auf dieser Welt! Wenn er Kunst oder Literatur geschaffen hat ebenso, dann versuche ich auch oft ein Erbe zu bewahren.

Ich bin auch nicht einmal der Idee abgeneigt den Charakter einer Person mit KI nachzubilden. Ein sehr umfangreicher Fragebogen, Tagebücher, Schriftstücke und ähnliches sind da auch heutzutage schon sehr dienlich und könnten in Zukunft noch bessere Möglichkeiten bieten. Mein eigener KI Klon ist inzwischen bei den allermeisten Antworten zu 50% ident mit mir. So etwas gibt mir zumindest etwas Hoffnung.

Eine andere Sparte der ich mich intensiv widme ist Anti-Aging. Was natürlich die Früherkennung und effektive Behandlung von Krankheiten mit einschließt. Derzeit beschäftige ich mich mit dem Thema Magen und Darmkrebs und der Verbindung von Mykotoxinen im Getreide anhand der steigenden Zahl von Fällen die in Österreich bei Schweinen festgestellt wurden. Vor allem weil es ein Tabuthema ist das Bioprodukte hier wesentlich mehr belastet sind und natürlich Landwirtschaft und Mühlen Testungen ablehnen. Den Toten kann man nicht mehr helfen, aber mir gibt es jedenfalls Trost solche Fehler zu finden und zumindest den Versuch zu starten diese zu korrigieren.

Wenn nötig kann man sich auch überlegen ob man die Verbliebenen unterstützen kann. Gerade wenn eine zentrale Person von uns geht braucht es oft Kompensation. Finanzielle Zuwendungen oder Tat und Rat werden oft benötigt.

Je jünger eine Person von uns geht, desto mehr Emotionen weckt es in uns. Wenn uns eine Großmutter mit über hundert Jahren verlässt dann sind wir etwas verletzt, sehen es aber oft ein.
Geht aber einer der noch wesentlich jünger ist, empfinden wir oft keine echte Trauer, es ist der pure Hass und viel Wut! Weil es nicht fair ist, weil etwas nicht stimmt, wir etwas nicht unter Kontrolle haben!
Aber genau diese Tatsache hat oft einen Grund und soll uns von Natur aus dazu bringen uns der Prävention zu widmen.
 
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