Natürlich haben wir das getan.
Turnen ist etwas gänzlich anderes als zum Beispiel 10 Kampf...Eine der Frauen war z.B. mehrfache Staatsmeisterin im Speerwurf, die warf den Speer weiter als wir. Trotzdem warf ihn der beste Mann Òsterreichs weiter.
Es gibt nun mal Unterschiede was die Muskulatur betrifft, die kann man weder wegtrainieren, noch wegdiskutieren

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Ich bestreite in keinem Kommentar hier die Tatsache, dass es körperliche Unterschiede gibt. Ich sage/vermute aber, dass diese körperlichen Unterschiede nicht die tatsächlichen Leistungsunterschiede in praktisch allen Sportarten erklären kann.
Ja, turnen ist was anderes als Leichtathletik. Im Turnen ist Körperkoordination wichtiger als zB körperliche Stärke (naja im Kunstturnen gibt es eine Männerdisziplin, in der die Muskelkraft sehr entscheidend ist, die lasse ich aber mal aussen vor). Mir war es möglich innert kürzester Zeit einen unglaublichen Leistungssprung zu machen und nein, die Jungs mit denen ich trainierte, gehörten nicht zu den Schwächeren.
Ich habe mich der Konkurrenz gestellt, Dinge gewagt, die die Jungs auch wagten und konnte dadurch mithalten. Ich muss dazu sagen, ich war auch immer ein Mädchen, dass nicht an die Unterschiede von Mann und Frau glaubte. Ich meine, dass war mir damals nicht so bewusst. Ich wurde einfach so geprägt. Es war für mich normal, dass Mädchen das gleiche tun können wie die Jungs.
In dem von mir erwähntem Test gab es in der ersten Gruppe auch immer wieder wenige Frauen, die gegenüber der vorangehenden Ansage, dass ein Geschlecht in jenem Mathetest schlechter abschneide, deutlich resistent waren. Durch Fragebögen ermittelt, zeigte sich, dass diese Frauen es für selbstverständlich ansehen, dass Frauen in Mathe genauso gut sein können wie Männer.
Erwartungshaltungen sind für das Erbringen von Leistung, nebst tatsächlicher Begabung und Fähigkeiten, essentiell und diese spielt auch im Sport eine Rolle, die viel zu wenig beachtet wird.
Das mag auf viele zutreffen. Meine Liebste ist Naturwissenschaftlerin, die war klassenbeste in Mathe. Es gibt aus irgendeinem Grund auch weniger Mädchen die sich wirklich dafür interessieren und die ihren Spaß daran haben. Der Hintergrund mag hier gesellschaftlich bedingt sein,.dagegen kann man etwas tun.
Dagegen kann man nicht viel tun. Förderungsprogramme extra für Mädchen halte ich zB für falsch. (gibt es eigentlich auch Förderprogramme in Sprachen für Jungs? Oder ist das wirtschaftlich gesehen nicht so interessant?

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Wie schon erwähnt, ich bin gegen Brecheisenmethoden. Es sind Dinge, die sich von selber entwickeln müssen. So wie es früher kaum weibliche Busfahrerinnen gab, so gehören sie heute zum alltäglichem Bild im öffentlichem Personenverkehr. Das hat sich entwickelt und ich glaube genau so können sich auch andere Felder noch geschlechtsneutraler entwickeln. Wenn man was tun kann, so meine Meinung, dann ist es ein Bewusstsein für die anerzogenen Geschlechterrollen zu fördern ohne dabei gross zu fordern. Wenn Frauen in Filmen deutlich öfters nackt gezeigt werden als Männer, dann muss man das nicht unterbinden wollen. Es reicht, wenn man sich dessen bewusst ist und sich daraus seine Schlüsse zieht.
Und naja auch ich hab so meine Geschlechtervorstellungen. Ein Mann im Kleid wirkt auf mich immer noch eher komisch. Jedenfalls würde er mich nicht im Ansatz in dem Aufzug anmachen. Ich meine, das ist eine Prägung, die man mir auch nicht einfach so nehmen kann und soll. So respektiere ich grundsätzlich auch die anderen stärkeren Prägungen die von anderen gelebt werde, wie zB der deutliche gefühlte Rollenunterschied von Vater und Mutter wie man ihn hier auch in der Diskussion sieht.
So manche Frau scheinbar schon, sonst gäbe es nicht so viele davon.
Naja, die meisten Frauen, die man dazu befragt, sind der Meinung, dass es auch beim Mann schnell ein zu viel Muskel geben kann. Die wenigsten finden diese übertrieben aufgepumpten Muskelberge wirklich anziehend (oder Frauen?). Das kann also nicht die Erklärung sein für die vielen Muskelberge. Ich denke, auch da geht es wieder um die Konkurrenz. Man will mehr als der andere.