Der Aktien (Börsen) Thread

Das ist aber meines Erachtens eine Spekulation, und keine Anlage.
Wahrscheinlich haben andere Investoren die gleiche Idee gehabt, deswegen musstest zweimal das Limit erhöhen.

Erinnert mich ein wenig an 3sat Börse vor vielen Jahren, alles was dort empfohlen wurde, haben die Leute am Montag (die Sendung war Freitag abends) gekauft.
Das war am Höhepunkt des Neuen Marktes.

Was ich damit sagen will: Man sollte sich schon selber auch Gedanken zum Unternehmen machen, Kennzahlen studieren, andere Meinungen einholen etc. bevor man
eine Aktie kauft.
Ich bekomme öfters "Hinweise" und heiße Tipps von Bekannten, welche wissen dass ich an der Börse investiere, wo ich am besten jetzt investieren sollte.
Nur sind das jene, die selber noch nie eine Aktie besessen haben, und meist "Neger" sind.

Danke für deinen Beitrag. Ich hab aber nicht vor, das schnelle Geld zu machen sondern bin durchaus an längerfristiger Anlage interessiert.
Und ich hab auch keinen Riesenbetrag investiert.
Ich hab nur Jahrelang meinem Vermögensberater über die Schulter geschaut und lese mit Interesse auch den Wirtschaftsteil einer Zeitung. (dafür lass ich den Sport aus)
Inzwischen denk ich mir, was der Vermögensberater kann, kann ich vermutlich auch und hab mir bei bankdirekt.at ein Musterdepot eingerichtet. Dort beobachte ich die Entwicklung mir interessant erscheinender Papiere und gelegentlich investiere ich dann ein wenig. Bisher durchaus mit Erfolg...
 
Das schlimmste wäre eine Deflation (das Gegenteil der Inflation), dann schieben die Menschen ihre Käufe auf, in der Hoffnung dass die Waren billiger werden, und dann kommt, so wie in Japan, eine Wirtschaftskrise.
Durch die Aufblähung der Geldmenge (deflare) bist du faktisch gezwungen dein Geld arbeiten zu lassen, wenn du nicht ärmer werden willst. Das ist durchaus politisch
gewollt, da dadurch Arbeitsplätze entstehen.
 
Aber die Inflation, so lese ich, ist ja etwas Gutes, wenn sie so um die 2 % liegt.

Ja, weil man einerseits Preisniveaustabilität anstrebt und andererseits panische Angst vor einer Deflation hat. Ob überhaupt zu Recht, sei mal dahin gestellt.
Letztendlich sind die 2% ein Kompromiss zweier gegenläufiger Faktoren. Einerseits hilft eine Inflationsrate möglichst nahe 0 die gesamtwirtschaftlichen Kosten einer Inflation zu verringern, andererseits bietet eine höhere Inflationsrate einen Sicherheitsabstand zur Nullzinsgrenze und gibt den Notenbanken mehr Handlungsspielraum.

Durch die Aufblähung der Geldmenge (deflare)

Eine Ausweitung der Geldmenge erfolgt eigentlich in der Inflation, während einer Deflation schrumpft die Geldmenge.
 
eine Aufblähung der Geldmenge haben wir nicht zuletzt aufgrund der Anleihenkaufprogramme der EZB doch eh schon längere Zeit.

und unsere Banken schöpfen durch die Kreditvergaben etc. ja auch ständig neues Geld...
in dem Zusammenhang hab ich die Realgeldinitiative in der Schweiz interessant gefunden.
 
eine Aufblähung der Geldmenge haben wir nicht zuletzt aufgrund der Anleihenkaufprogramme der EZB doch eh schon längere Zeit.

Die Ausweitung der Geldmenge geschieht fast ausschließlich über die Giralgeldschöpfung, die Notenbanken schaffen lediglich das Umfeld dafür.

Realgeldinitiative

Realgeld- oder Vollgeld ist nichts anderes als Monetarismus im neuen, hippen Gewand. Hat damals nicht funktioniert und funktioniert heute erst recht nicht.
 
die Vollgeldinitiative ist eh gescheitert..

aber erklär mir, warum die Idee nicht gut ist....
 
In aller Einfachheit und Kürze.....eine reine Geldmengensteuerung, wie es die Vollgeldinitiative vorsieht, ist in der Realität schwer realisierbar, zu ungenau ist die zeitnahe Ermittlung der Zielgröße. Desweiteren ist eine Geldmengensteuerung durch Geldschöpfung der Notenbank, wie es sich die Befürworter der Vollgeldinitiative vorstellen, viel zu unflexibel und reagiert zu träge auf die Anforderungen der Wirtschaft. Und es verleitet die Politik dazu, die Notenbank zu ihrem Goldesel zu machen.
 
Letztendlich sind die 2% ein Kompromiss zweier gegenläufiger Faktoren. Einerseits hilft eine Inflationsrate möglichst nahe 0 die gesamtwirtschaftlichen Kosten einer Inflation zu verringern, andererseits bietet eine höhere Inflationsrate einen Sicherheitsabstand zur Nullzinsgrenze und gibt den Notenbanken mehr Handlungsspielraum.
Ich habe das Buch vom Reinhold Brichta (macht auf N-TV die Börsennachrichten) gelesen. Dort hieß es z.B. dass es die Inflation braucht, da der Staat seine Anleihen sonst nie bezahlen kann. Bei der Geldschöpfung fehlt der Zins.

Kurzes Beispiel was ich meine: Der Staat gibt Anleihen im Wert von 1 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 1 Jahr aus. Im Gegenzug bekommt er vom Investor 1Millionen Euro.

Da eine Staatsanleihe als Ausfallsicher gilt, darf eine Bank diese Millionen Euro "aus dem Nichts" schöpfen d.h. es entsteht neues Geld. So, nun ist das Jahr vorbei und der Staat muss dem Investor die Millionen wieder zurück zahlen und die Anleihe wird damit eingelöst. Bis hier hin ist es ein Nulldummenspiel. Staat tauscht eine Millionen gegen eine Anleihe und nach einem Jahr wird alles wieder zurück abgewickelt.

Was allerdings fehlt ist der Zins! Der Investor bekommt zu seiner Millionen auch noch einen Zins ausbezahlt, welche aber nicht mit entstanden ist bei der Geldschöpfung. Woher soll nun der Staat dieses Geld nehmen? Er macht das, in dem er neue Staatsanleihen mit etwas mehr als 1 Millionen an Wert ausgibt. Mit diesem "mehr" zählt er dann die Zinsen an den vorherigen Investor und das Spiel geht von vorne los.

Kurzum: In einem Schuldgeldsystem muss sich die Geldmenge kontinuierlich ausweiten, da die Geldmenge zwar über Schulden (Kredite) ansteigt, aber der Zins nicht mit entsteht.

Hier ist dann natürlich die Frage der Höhe. 2% scheinen gering genug als dass sich jemand aufregt und reicht bei robusten Staaten aus, um seine Geldmenge und die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes im Griff zu behalten. Die Geldmenge darf z.b. nicht schneller wachsen als die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes.

Wächst die Geldmenge schneller als die Menge an Gütern die ich kaufen kann, verliert das Geld an Wert. Beispiel: Sitzt Du mit einer Millionen Euro auf einer einsamen Insel, hast Du die maximal mögliche Inflation, da dein Geld wertlos geworden ist weil es keine Güter zu kaufen gibt.
 
Ich habe das Buch vom Reinhold Brichta (macht auf N-TV die Börsennachrichten) gelesen. Dort hieß es z.B. dass es die Inflation braucht, da der Staat seine Anleihen sonst nie bezahlen kann. Bei der Geldschöpfung fehlt der Zins.

Kurzes Beispiel was ich meine: Der Staat gibt Anleihen im Wert von 1 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 1 Jahr aus. Im Gegenzug bekommt er vom Investor 1Millionen Euro.

Da eine Staatsanleihe als Ausfallsicher gilt, darf eine Bank diese Millionen Euro "aus dem Nichts" schöpfen d.h. es entsteht neues Geld. So, nun ist das Jahr vorbei und der Staat muss dem Investor die Millionen wieder zurück zahlen und die Anleihe wird damit eingelöst. Bis hier hin ist es ein Nulldummenspiel. Staat tauscht eine Millionen gegen eine Anleihe und nach einem Jahr wird alles wieder zurück abgewickelt.

Was allerdings fehlt ist der Zins! Der Investor bekommt zu seiner Millionen auch noch einen Zins ausbezahlt, welche aber nicht mit entstanden ist bei der Geldschöpfung. Woher soll nun der Staat dieses Geld nehmen? Er macht das, in dem er neue Staatsanleihen mit etwas mehr als 1 Millionen an Wert ausgibt. Mit diesem "mehr" zählt er dann die Zinsen an den vorherigen Investor und das Spiel geht von vorne los.

Kurzum: In einem Schuldgeldsystem muss sich die Geldmenge kontinuierlich ausweiten, da die Geldmenge zwar über Schulden (Kredite) ansteigt, aber der Zins nicht mit entsteht.

Hier ist dann natürlich die Frage der Höhe. 2% scheinen gering genug als dass sich jemand aufregt und reicht bei robusten Staaten aus, um seine Geldmenge und die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes im Griff zu behalten. Die Geldmenge darf z.b. nicht schneller wachsen als die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes.

Wächst die Geldmenge schneller als die Menge an Gütern die ich kaufen kann, verliert das Geld an Wert. Beispiel: Sitzt Du mit einer Millionen Euro auf einer einsamen Insel, hast Du die maximal mögliche Inflation, da dein Geld wertlos geworden ist weil es keine Güter zu kaufen gibt.
Am Schlimmsten finde ich die kalte Inflation ... von der hörst meist sehr wenig :unsicher:
Hilft dem Staat auch brav, die Schulden abzubauen.
 
Ich moechte meine Geldmenge verkleinern und gleichzeitig die niedrigen Wechselkurse von tuerkischer Lira und russischem Rubel ausnutzen.
Empfehlungen? (ausser Turkish Airways und Gazprom)
 
Nun in der Zeitschrift "der Aktionär" empfehlen sie eine Anleihe auf die Türkische Lira.
"Die Türkische Lira wird in den kommenden Wochen und Monaten noch kräftig schwanken. Mittelfristig dürfte sich die Währung jedoch stabilisieren.
Eine abgestürzte Fremdwährungsanleihe von einem erstklassigen Schuldner könnte nun lohnen - etwa von der Europ. Investitionsbank (EIB)."
WKN: A1ZKHL Kupon: 8,75 % Fälligkeit: 18 09 2021 Kurs: 69.30 Rendite auf Fälligkeit p. a. : 24,83% Rating: AAA

oder einen Euro/Türk. Lira Long von der Societe Generale WKN: ST0LHP

Beides nichts für mich.
 
Der Schuldenschnitt ist keine einseitige Erklärung des Schuldners, sondern ein gegenseitiges Übereinkommen. Wenn es zu einem Schuldenschnitt denn überhaupt käme, dann ist der mit Auflagen verbunden. Und was das für die Türken (die Menschen) bedeuten würde, das kannst du am Fall Argentinien nachlesen.


Genauso, wie die Griechen ganz zu recht durch ein Tal der Tränen taumeln.
 
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