Beziehung und Corona

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Ich kann mich nicht erinnern, dass es in den letzten Jahrzehnten ein Thema gegeben hätte, das weltweit so viele Menschen persönlich betroffen hätte.
Da is es klar, dass sich polarisierte Standpunkte herauskristallisieren.

Gewisse Einstellungen sollten für mich schon halbwegs übereinstimmen.

Viel Reiberei darf gern beim ficken entstehen. Sex fängt bei mir im Kopf an, und zu viele Grundsatzdiskussionen nähmen für mich die Leichtigkeit des Miteinander..
 
Ich hatte dieses Jahr eine kurze intensivere Phase mit nem tief eingesessenen Aluhut der wirklich extremen Sorte. Nach meiner letzten Beziehung ging ich davon aus, dass politische Meinungen und Weltansichten durchaus recht unterschiedlich sein können und ich das gut tragen kann, aber das war mir dann echt zuviel, obwohl der Mann sonst in etlichen Punkte absolut mein Mann gewesen wäre. Aber sein Wahn färbte auf jedes Treffen ab. Z.T. zitierte er mir irgendwelchen Schwachsinn von Telegramm nach dem Sex! Ständig negativ, alles in Frage gestellt, unsere Gesellschaft, unsere Welt (ja er hat auch nicht ausgeschlossen, dass die Welt eine Scheibe ist). Immer waren wir in der Diskussion. Es gab auch interessante Diskussionen, aber auf die Dauer wars nur ermüdend. Nach knapp 2 Monaten hatte ich einfach keine Lust mehr mich mit diesem Menschen zu umgeben. Wohlverstanden, ich bin auch ungeimpft.

Mein aktueller Lieblismann ist geimpft, hat aber die gleiche Meinung wie ich: Wir sind gegen den Impfzwang und nicht mehr oder weniger. Generell ist die ganze Thematik nicht ein ständiges Thema und ich denke das ist der springende Punkt. Solange der andere seine andere Meinung nicht irgendwie im Wahn auslebt und dich irgendwie unbedingt von seiner Meinung ständig bekehren will, ists kein Problem. Eine normale unaufgeregte Diskussion zu führen, bei unterschiedlichen Standpunkten, kann sogar sehr erfrischend und spannend sein. 🙂
Ja die Nina, weltoffen, neugierig, tolerant - aber nicht um jeden Preis - echt erfrischend, ich mag Deine Lebenseinstellung und Deinen Stil.
 
Sich wegen so etwas so sehr zu zerstreiten oder andere Menschen zu meiden ist in meinen Augen einfach nur hysterisch.
Dann war es eben kein Freundschaft.
Ich hab bei meinen yogastunden alle geimpften gebeten, sich trotzdem regelmäßig zu testen, hat super funktioniert, war nie Kontaktperson.
Obwohl der Ort kurz durchseucht war.
Es gibt für alles eine Lösung und ich muss für mich klären, wie wichtig mir andere Menschen sind.
Es gibt da ganz andere Dinge die mich triggern, wo ich mich abwende... und da kommt es auch nie zu einer" Freundschaft ".
Jeder sollte das Recht haben über den eigenen Körper zu entscheiden in meinen Augen.
Ob die Person sich totfrisst, säuft usw... interessiert ja in Wirklichkeit auch wenige
Die Grenze ist da, wo es mich betrifft.
Herz Kreislauf, Krebs und Co. Noch nie hat sich jemand für die Gesundheit anderer so sehr interessiert wie jetzt... lächerlich deswegen sich zu entzweien...
 
Genauso ansteckend ganz sicher nicht, ansteckend schon. Da gibt es inzwischen jede Menge Daten.
Es gab dazu eine größere Studie in GB und das Ergebnis war, daß Geimpfte im Durchschnitt 4 Tage ansteckend sind und Ungeimpfte 6-7 Tage aber während dieser Zeit etwa gleich viele Viren ausscheiden.

Darauf beruht die ganze Theorie der geringeren Gefahr, also genauso ansteckend nur weniger lange.

Das Problem dabei:
1. 4 Tage reichen völlig um alle engen Kontaktpersonen anzustecken
2. Ein Ungeimpfter, der sich regelmäßig testen muß wäre spätestens nach 3 Tagen schon in Absonderung und damit de facto weniger gefährlich für Andere als der Geimpfte
 
Es gab dazu eine größere Studie in GB und das Ergebnis war, daß Geimpfte im Durchschnitt 4 Tage ansteckend sind und Ungeimpfte 6-7 Tage aber während dieser Zeit etwa gleich viele Viren ausscheiden.

Darauf beruht die ganze Theorie der geringeren Gefahr, also genauso ansteckend nur weniger lange.

Das Problem dabei:
1. 4 Tage reichen völlig um alle engen Kontaktpersonen anzustecken
2. Ein Ungeimpfter, der sich regelmäßig testen muß wäre spätestens nach 3 Tagen schon in Absonderung und damit de facto weniger gefährlich für Andere als der Geimpfte
Es wurde dabei nicht nur die Dauer der Infektiosität festgestellt, auch dass Geimpfte weit weniger Viren in der Rachenschleimhaut haben - und daher auch die Chance der Übertragung deutlich geringer ist.
 
Ich sehe das aus einer anderen Perspektive, es ist zwar schwer mit jemandem zu leben der Fakten ignoriert.
Auch wenn sich die Datenlage ständig etwas verändert, alles spricht fürs impfen, offenbar ist es auch alternativlos. Für mich ergibt sich daraus eine ehtische Verantwortung meinen Mitmenschen gegenüber, ob ich mit jemanden wirklich klar komme der das negiert, :schulterzuck: .
:roll:Die ganze Pandemie hat die Schwäche der Kommunikation offengelegt, irgendwie ist es auch paradox , da schreien unzählige Menschen nach Freiheit die sich selber vollkommen unbedacht in die Hände von Google und Co. geben, oft keinen Gebrauch vom Wahlrecht machen, Hauptsache man ist gegen etwas. Es ist wohl mehr Trotzreaktion. Aber was weiß ich.
 
ich hab keine Ahnung, was genau dieser Post bedeuten soll. 😬

mit der impfung ist man um etwa 70 % weniger ansteckend.
Heißt so viel, Augen selbst aufmachen, nicht alles glauben was so verbreitet wird und mal lieber eigene Rückschlüsse aus dem persönlichen Umfeld ziehen.

Die mediale Pro und Kontra Flut, wöllig unbewertet gelassen, haben ich von der Familie über Freunde/Bekannte bis zur Arbeit, habe ich festgestellt, das Geimpfte genauso anstrengend sind wie die Ungeimpften. Das Leute die geimpft sind genauso auf der Intensivstation landen und das man auch mit 2 oder 3 mal gespritzt einen schweren Verlauf haben kann.

Was ich persönlich noch nicht erlebt habe ist eine Reinfektion eines Genesenen.
Was ich interessant fände, wäre eine Studie zu T und B Zellen.

Ein normaler Organismus, braucht nicht ständig Antikörper Gewehr bei Fuß, es reicht völlig wenn die T und B Zellen richtig reagieren bei einer Infektion.
Daher frag ich mich, ob die Impfung diese Zellen überhaupt anspricht.

Impfen tut man ja für sich selbst und nicht für wem anderen oder um irgendwelche Dinge/Rechte zu bekommen. Wenn man glaubt, das diese oder jene Impfung für einen gut ist, dann bitte impfen.
 
gegenseitiger Wertschätzung,
ups - pups - Du schätzt ihren Drang nach Esoterik, oder ihre Speckis - klingt nicht ganz so.
Wie unbelastet bleiben eure Beziehungen bei konträren Standpunkten zu dem Thema, funkt das dazwischen oder bleibts weitgehend ohne Einfluss?
....und hopplahopp
jetzt mit Corona und Impfpflicht scheint sich ein Keil zu finden der sich zwischen uns reindrängt.
Da reden Geschwister nimmer miteinander, Nachbarn feinden sich an - ja und Paare trennen sich.

Ja und so manches fällt einem wie Schuppen in den Augen. Alte und längst gewesene Situationen werden anders bewertet, wenn so offen Denkart und Entscheidung transportiert werden. Ohja es ist eine gute Zeit, die durch die Offenheit, auch den Stress, an die Oberfläche kommt, was vorher niedergeschunkelt wurde.

Staatsbürgerdenken. Inwieweit kann ich Demokratie leben habe dieses Konzept verstanden und verinnerlicht.
Wie kann ich wirken, wo ist mein Platz, wo meine Möglichkeit und was ist gemeinschaftliches Denken zum Wohle anderer.
Demokratie: ist mal was los schreit man nach der Politik, entscheidet die Politik muss man aufbegehren.
Vergessen: Demokratie ist nicht selbstverständlich, hat Opfer gekostet sie zu haben und kostet ebenso etwas um sie zu erhalten.
Wer Basiswissen demokratischen Denkens nicht in sich trägt, ist meines Erachtens und in meinem Umfeld, dass aus mehreren sich immer wieder berührenden sozialen Gefügen besteht nicht tragbar. So jemand passt nicht rein - egal ob geimpft oder ungeimpft.

Ichdenken. Was bin ich mir wert, wo und wie mag ich auf mich achten und meinen Körper schützen und gravierend wovor.
Zu guter Letzt: Was bin ich bereit zu tun? Für mich, mein Land, unsere Gesellschaft, unsere Infrastruktur, unser Sozialsystem, die Wirtschaft, meine Familie, meine Liebsten oder sehe ich mich im Fokus und rundherum nix..
Das können beide Parteien, wenn es solche überhaupt gibt, beide für sich beanspruchen.
Das kann jede Gruppierung mit sehr unterschiedlichen Antworten für sich beantworten.

Ohne pro/contra zu beachten.

Wer so unterschiedlich im Denken, im Fühlen und im Hadeln ist, wenn ein Herausforderung von außen kommt.
Wie soll das Paar eine Herausforderung von innen schaffen - seufz?

Du, wir sind gleich alt, in vielen Bereichen ist mein Partner und ich fast deckungsgleich, wir sind jetzt drei Jahre zusammen und Du kannst Dir nicht vorstellen was für Bocksprünge, emotionale Achterbahnfahrten ich habe, ganz langsam zu beginnen diese Sache unter dem gemeinsamen Dach zu versuchen zu denken. Irgendwie ist die Sehnsucht immer da und dennoch das Gefühl, dass wir uns nicht gut genug kennen - es noch viel zu früh ist.


Für mich dürfen Interessen und Vorlieben gerne völlig unterschiedlich sein. Das kann eine Partnerschaft durchaus bunter, spannender und abwechslungsreicher machen - vor allem, wenn man sich gegenseitig befruchtet. Ein Mensch mit vielen gegensätzlichen, grundlegenden Standpunkten wäre für eine Beziehung allerdings nichts für mich. Ich möchte mich auch geistig mit ihm zu Hause fühlen können.


Zu diesem Thema explizit ohne Stellungnahme: Ich könnte mit keinem Partner leben, der sich in dieser Ausnahmesituation nicht an meiner Seite wiederfindet, der seine Familie und sein Schiff auf die ähnliche Art und Weise führt wie ich. Für uns ist es ganz, ganz wichtig, dass wir hier gleich ticken, mit dem gleichen Verständnis, ja und auch Elan um diese Kriese, wenn sie denn je enden wird, mit möglichst wenig an Einschlägen, Treffern und Kollateralschäden zu überstehen.

(bitteschön ich hab nix in eine Richtung gesagt - nur, dass es als Paar wichtig ist, in die gleiche Richtung zu gehen)

Die ganze Pandemie hat die Schwäche der Kommunikation offengelegt
Bussi.

Kleiner Fakt am Rande, der hoffentlich übergreifend respektiert wird:
Nicht jeder, der eine Impfpflicht nicht will, ist selbst Impfverweigerer o.ä.
Für eine Durchimpfung zu sein aber gegen eine Impfpflicht muss sich nicht beißen.

Vieles das ich durchsetzen konnte, hätte ich nicht mit der Verpflichtung anderer durchsetzen wollen.
Erst wenn alle Wege gegangen sind, kann das angedacht werden.
Dass die Zeit in der es gut möglich gewesen wäre, sinnlos verstrichen ist, bedauere ich außerordentlich.
Aber ist es schon zu spät?
 
Ich hab seit knapp 5 Jahren eine Beziehung/Affäre/Freundin die getragen ist von gegenseitiger Wertschätzung, mit gemeinsamen fantastischem Sexualleben.
Unser beider Lebensweg ist komplett konträr: ich steh fest auf naturwissenschaftlichen Boden, Sport ist ein integrierender Bestandteil meines Seins, ohne Planung kaufe ich mir nicht einmal eine Zahnbürste. Sie hingegen lebt die Esoterik, ist viel zu übergewichtig um überhaupt an Sport denken zu können, ist so impulsiv dass für Planung garkeine Zeit ist.
Bis zuletzt haben wir das „den anderen anders sein lassen“ gelebt ohne überhaupt darüber nachdenken zu müssen, jetzt mit Corona und Impfpflicht scheint sich ein Keil zu finden der sich zwischen uns reindrängt.
Wie gehts euch in euren Beziehung mit dem Thema? Wie unbelastet bleiben eure Beziehungen bei konträren Standpunkten zu dem Thema, funkt das dazwischen oder bleibts weitgehend ohne Einfluss?
Ich führe so ein simple life, daß es nicht viel Unterschied macht.
Sexleben ist gleich, Beziehung ist gleich, Arbeit ist gleich, Kinder sind nach wie vor toll.
Bin zufrieden wenn es so weiter geht!
 
Aber ist es schon zu spät?
Ich bin ja auch gegen jede Art von Zwang, oft bin ich sogar der Meinung das bürgerlicher Ungehorsam zu selten erfolgt, aber es gibt eben Grenzen da geht es um das Allgemeinwohl. Hier geht es ja nicht um alternative Fakten a la Trump sondern um wissenschaftliche Fakten.
Der Diskussionsbedarf in einer Partnerschaft endet beim negieren von Tatsachen zwangsläufig in einer Sackgasse. Gegen Ignoranz ist kein Kraut gewachsen.
 
Meiner Meinung nach kann man in einer Partnerschaft ohne gemeinsame Wohnung, getrennten Finanzen und letztendlich ohne festen gemeinsamen Alltag viel "toleranter" in allen Lebensbereichen sein, als wenn man fest zusammenlebt und auch eine Fürsorge- und Versorgungspflicht hat. Stark konträre politische Meinungen, Weltbilder und Werte klappen im gemeinsamen wirtschaften und Handeln schwer und führen zu Streitereien.
 
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