Viele werden nicht wissen, was es oft bedeutet als Kind eines Bauern aufzuwachsen. Wenn sich im Sommer die Klassenkollegen im Bad treffen, Bauernkinder aber freiwillig daheim helfen, weil sie wissen, dass sie gebraucht werden. Um Freunde zu treffen, in die Musikstunde zu kommen oder bei Sportvereinen aktiv mitzumachen muss oft ein Weg von mehreren Kilometern überwunden werden. Schon klar dafür gibts auch Vorteile: Daheim vergessenes Schulmaterial kann von einem zuhause arbeitenden Elternteil leichter nachgebracht werden, lernen für Tests lässt sich auch manchmal eher im Arbeitsalltag der Eltern unterbringen, etc.
Uuund nicht zu vergessen der tolle Bezug zur Natur.
Meine Kinder konnte ich noch ohne Bedenken (selbst als wir Bärenspuren im Wald entdeckten) Schwammerl suchen, den Kilometer zum Bus durch ein Waldstück gehen oder einfach nur spazieren gehen lassen. Jz da der Wolf, erwiesen in nur 20 km Entfernung, einige Schafe gerissen hat, würde ich ihnen diese Freiheit nicht mehr erlauben.
Ich denke, dass dem Wolf durch ein paar Schreckschüsse oder Gummigeschosse seine verlierende Scheu vor dem Menschen, ihren Behausungen und Tieren nicht wieder "angelernt" werden kann. Dazu sind die Verlockungen der leichten Beute von Nutztieren und die nunmehrige Sicherheit die er derzeit im Umfeld der Menschen vorfindet ein zu großer Vorteil für den Wolf, den er auch sichtlich ausnutzt. Ich hoffe, dass die Gesetzgeber wirklich rasch handeln und zwar bevor ein Mensch durch ein Wildtier zu Schaden kommt.