Wölfe in Österreich

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Ich denke eher, der springende Punkt ist die Differenzierung zwischen Wild- und Nutztier. Und wenn es der Mensch, als Nutzer seiner Nutztiere nicht schafft, sie ausreichend zu beschützen - tja, Pech gehabt.

Damit machst du es dir einfach. Ich kann die Sorge der Viehzüchter schon verstehen, immerhin gehts da ums Einkommen. Nicht überall besteht die Möglichkeit das Weidegebiet einzuzäunen und selbst die viel gepriesenen Hirtenhunde bietet bei einer weit zerstreuten Herde wenig Schutz.
Auch wenn das ein oder andere gerissene Tier nicht gleich das Ende der wirtschaftlichen Existenzgrundlage bedeutet, ein ärgerlicher Schaden bleibt es dennoch. Wichtig wäre es einheitliche rechtlichen Rahmenbedingungen zur Entschädigung zu schaffen. Bisher ist das österreichweit sehr unterschiedlich geregelt.
 
oftmals ist es ja nicht der Fall, dass Wölfe nicht nur töten, um den Hunger zu stillen, sondern die richten ein regelrechtes Blutbad an in einer Schafherde, und lassen die Kadaver dann einfach liegen

So einen Fall gab es in Sachsen und es wäre sicherlich interessant, warum es hier zum Overkill gekommen ist.
Aber auch bei Menschen passieren immer wieder diese Overkills (Todesopfer bei Massenveranstaltungen)

Du sprichst wahrscheinlich diesen Vorfall an. Es gab sichtlich auch schon Verwechslungen mit Wolfshunden?
Sachsen: Wölfe reißen 19 Schafe auf gesicherter Weide - SPIEGEL ONLINE
Interessant auch die Kommentare zum Artikel, nicht anders als hier!
 
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Was der Mensch darf, darf das Tier auch, aber sobald es einen mehr oder weniger wirtschaftlichen Aspekt berührt darfs das Tier natürlich nimmer.
Und ja, das ist meine Sicht der Dinge. Ich habe keine Schafe, ich hab höchstens einen Mitanteil an 182 Rindviechern, die sich im Falle des Falles gegen einen Wolf wehren könnten.
 
und grundsätzlich hab ich nix gegen Wölfe, sie haben die gleiche Daseinsberechtigung wie jedes andre Lebewesen auf unserm Planeten...so
 
immerhin gehts da ums Einkommen
weit mehr noch, früher ging es auch ums überleben

man stelle sich vor, man wäre Schäfer (anno 1850) und Besitzer einer Schafherde von 100 Stück
ein Wolfsrudel bricht ein und tötet 30 Stk davon, vorwiegend Mutertiere und Lämmer
wäre das existenzbedrohend gewesen?

wohl schon

was hat der Schäfer gemacht, und die Bürgerschaft auch? man hat logischerweise diesen Fressfeind ausgerottet
 
weit mehr noch, früher ging es auch ums überleben

man stelle sich vor, man wäre Schäfer (anno 1850) und Besitzer einer Schafherde von 100 Stück
ein Wolfsrudel bricht ein und tötet 30 Stk davon, vorwiegend Mutertiere und Lämmer
wäre das existenzbedrohend gewesen?

Wir haben jetzt aber 2016, was vor fast 200 Jahren mal wichtig war ist jetzt nimmer ganz so von Interesse...

man beachte...lesen UND verstehen...
 
Möchte nur mal so anmerken das in der Schweiz seit einiger Zeit schon wieder Wölfe gibt und unter anderem auch in einem Hochtal , wo im Sommer Unmengen von Schafe gehalten werden , erstes Jahr einige Verluste durch Wölfe . Im darauf folgenden Jahr hat eine Organisation Hüte und Herden Schutz Hunde bezahlt und danach nur geringe oder keine Verluste mehr , welche voll bezahlt wurden ! Aber wenn mal wieder die braven Bellos , Rehe , Schafe und andere Tiere todhetzen ,da darf man dann nichts sagen bzw man findet sich schnell vor Richter oder in der Zeitung wieder, wenn man in Ausübung seiner Rechte (Jagdrecht) wildernde Hunde erlegt , oder Hunde Halter auf die Leinen Pflicht hinweist .
 
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@Mitglied #410508

Wie sieht die aktuelle Lage bei deinem Zweitwohsitz aus?
Gibt es noch Hinweise auf Wölfe?
Handelt(e) es sich nur um ein Individuum oder um ein Rudel?
 
Aber wenn mal wieder die braven Bellos , Rehe , Schafe und andere Tiere todhetzen

vernachlässigbare grösse die sich in den phantastereien mancher jäger zu einem exorbitanten problem aufschaukeln!
in meiner unmittelbaren umgebung ist es usus dass die hunde auf den umliegenden bauernhöfen weitestgehend freilaufen. lt. auskunft eines bekannten jägers kam es seit er sich erinnern kann zu keinem getöteten wild dadurch.
 
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Wildernde Hunde sind schon länger eine Gefahr für das Wild
Ein wildernder Hund fraß in Schaumboden bei St. Veit einen Rehbock bei lebendigem Leib an. Immer wieder sichten die Jäger vier bis fünf verschiedene Hunde freilaufend im Revier. Hundehalter droht Strafe.

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Leinenpflicht: Immer wieder von Hundehaltern ignoriert Foto © Markus Traussnig
Trotz Verordnung lassen immer wieder Hundehalter ihre Hunde in Wäldern ohne Leine laufen. Die Folgen können verheerend sein. Ende Februar fiel ein Wildtier einem wildernden Hund in Schaumboden bei St. Veit zum Opfer. Ein unbekannter Hund riss einen achtjährigen Rehbock.

Ein Wanderer entdeckte das Tier und verständigte die Jägerschaft. Obwohl das Tier noch am Leben war, wurde es von dem Hund angefressen. etwa zwei Stunden dauerte das Martyrium für das noch lebende Wild, bis Aufsichtsjäger Josef Pemberger den Rehbock mit einem Fangschuss von seinen Qualen erlöste.

Hundehalter nachlässig
Für Pemberger ist die mangelhafte Hundeverwahrung einiger Hundehalter im Gemeindejagdgebiet äußerst besorgniserregend. Er beobachtete in der Vergangenheit fünf verschiedene frei laufende Hunde in seinem Revier. Der aktuelle Fall ist der dritte Wildriss innerhalb von zwei Jahren in diesem Gebiet.


Bernhard Wadl vom Kärntner Jagdaufseher-Verband ringt schon lange um eine Lösung: „Trotz mittlerweile über 800 angebrachten Hundehalterinformationstafeln kann dieses Problem scheinbar nicht gelöst werden.“ In den letzten beiden Jahren gab es 47 entdeckte Wildrisse. Die Dunkelziffer dürfte höher sein, nach Wadls Schätzung werden jährlich 100 bis 150 Wildtiere von Hunden gerissen.
 
Ich hab so ein bissl das Gefühl, dass hier nur gehetzt werden soll. Aus welchem Grund auch immer...

Ist net anders als in den diversen politischen Threads, oder bei den Radfahrern (was ja auch ins politische geht) - nur die Leute mit den krass entgegengesetzten Ansichten schreiben was, und haun sich auf kurz oder lang die Köpfe blutig. Die mit den gemässigten Ansichten halten sich mangels Interesse grossteils raus.
 
nur die Leute mit den krass entgegengesetzten Ansichten schreiben was, und haun sich auf kurz oder lang die Köpfe blutig. Die mit den gemässigten Ansichten halten sich mangels Interesse grossteils raus.

Na ja zu 100% möchte ich dir da nicht recht geben, es kommt immer darauf an in welcher Form zwei verschieden Meinungen aufeinander treffen. Wenn die Meinungen argumentativ auch dem Thema entsprechen ist es nur gut für eine ordentliche Diskussion. Ich bin eher auf der Seite der Wolfsansiedelung probiere aber auch die Meinung des Contra zu verstehen. Zb ist es nicht schön die Bilder 30 gerissener Schafe zu sehen (auch verstehe ich den Besitzer), nur höre ich zb niemanden schreien wenn der Besitzer diese 30 Schafe an einen Gemeinschaft verkauft, die sie unter dem Deckmantel der Religion schächtet, was einen sehr langen und qualvollen Todeskampf für diese Tiere bedeutet. Da stellt sich dann schon die Frage der Relation. (Bevor Fragen kommen, passiert zb im Raum Neustadt, wobei dort noch kein Wolf ein Schaf gerissen hat).
 
Um da einzuhaken - ich mach mir nicht so sehr um die Schafzüchter Sorgen das seh ich bis zu einem gewissen Gradals unternehmerisches Risiko; in dem Zusammenhang tun mir mehr die Schafe leid, und wenn sie rituell geschlachtet werden, find ich ja auch nicht so toll.
Mein Ansatz zur Kritik ist eher, da lebt jemand jahrzehntelang friedlich irgendwo am Land - ohne Wölfe - , und dann wird ihm gesagt, das ist ja ganz natürlich, die sind ja da zuhause, obwohl net mal seine Urgrosseltern je einem Wolf begegnet sind.
Wie gross das Risiko dann tatsächlich ist, ist wieder ein anderes Thema. Ich würd mich jedenfalls in der Situation auch nicht wohl fühlen, ob das jetzt irrational ist oder nicht.
 
Die jäger von heute jagen meistens nur aus Spaß und nicht weil's Hunger haben und das ist das Problem die Natur würde sich selbst regenerieren und es würde so gut wie keinen wild schaden mehr geben was. Der Wolf würde niemals eine leid bache reißen der Mensch schon und ohne leid bache entstehen rissige schäden an Flora und Fauna. Der Wolf ist ein wichtiger Bestandteil unsere Tierwelt
 
Mein Ansatz zur Kritik ist eher, da lebt jemand jahrzehntelang friedlich irgendwo am Land - ohne Wölfe - , und dann wird ihm gesagt, das ist ja ganz natürlich, die sind ja da zuhause, obwohl net mal seine Urgrosseltern je einem Wolf begegnet sind.
Wie gross das Risiko dann tatsächlich ist, ist wieder ein anderes Thema. Ich würd mich jedenfalls in der Situation auch nicht wohl fühlen, ob das jetzt irrational ist oder nicht.

Manche Leute haben friedlich am Waldrand gelebt und dann waren da plötzlich eine Autobahn oder Schnellstraße und Autorudel ziehen tagtäglich vorbei.
Die Menschen werden nun mit Lärmschutzwänden geschützt und die Schafe kann man mit Weidezäunen schützen.
Trotzdem ist für Mensch und Schaf ein Restrisiko nicht auszuschließen, denn Gefahren lauern überall.
 
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Manche Leute haben friedlich am Waldrand gelebt und dann waren da plötzlich eine Autobahn oder Schnellstraße und Autorudel ziehen tagtäglich vorbei.

da gibts ja auch sofort eine Bürgerinitiative (google NIMBYs) , und dann darf das Autorudel auf der vierspurigen Autobahn nur noch 80 fahren.

und die, die am lautesten schreien, fahren auch mitn Auto jedn Tag leere Kilometer.

Aber egal, das hilft weder den Wölfen noch den Schafen.
 
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