Wie würdet ihr ein toxisches Verhalten in einer Beziehung umschreiben?

Edit:
Ein Verhalten oder Handlung kann für sich alleine gesehen noch nicht notwendigerweise toxisch sein. Es ist kommt immer auf die Intension dahinter an.
Darin stimme ich nicht überein. Jemand kann z.B. - um seinen geliebten Partner zu beschützen - ihn so bevormunden, dass der sich total unterdrückt fühlt und verkümmert. Dabei ist der "Übeltäter" aber voll der besten Absichten. Trotzdem geht der Partner zu Grunde.

Ob die Beziehung gut oder schlecht für jemanden ist, hängt davon ab, ob sie einem (tendenziell mehr) gut, oder schlecht tut.
 
Darin stimme ich nicht überein. Jemand kann z.B. - um seinen geliebten Partner zu beschützen - ihn so bevormunden, dass der sich total unterdrückt fühlt und verkümmert. Dabei ist der "Übeltäter" aber voll der besten Absichten. Trotzdem geht der Partner zu Grunde.

Ob die Beziehung gut oder schlecht für jemanden ist, hängt davon ab, ob sie einem (tendenziell mehr) gut, oder schlecht tut.
Ich habe extra das Wort notwendigerweise eingefügt um Deinem Argument zuvorzukommen.
Will im Grunde damit nur sagen, dass die Toxizität nicht am Verhalten alleine fest zu machen ist.
Der Threadtitel aber impliziert eben genau dieses.
 
was ist das eigentlich? nicht immer ist "Liebesentzug" als das gemeint, als das er ankommt. ich kann, wenn mich das Verhalten des Partners verletzt hat, nicht einfach so tun, als wäre alles feini.
Liebesentzug wäre beispielsweise Anschweigen, ignorieren, unkommentiert den Ort des Geschehens verlassen....
 
ich kenne zum Glück niemand, der/die sich vom Partner bewusst tracken lässt
und finde das krankhaft. sowohl von der Person die trackt, als auch von der
Person, die sich dadurch evtl sicher fühlen mag.

weiß auch nicht, ob "toxisch" wirklich so schwer zu definieren ist.
Fakt ist, dass viele Menschen gar nicht oder viel zu spät bemerken, dass sie in einer
toxischen Beziehung leben. das kann soweit gehen, dass man sich auch nach
der Trennung nicht lösen kann und emotional abhängig bleibt.

Das sehe ich nicht so. Für mich (und meinen Partner) möchte ich das auch nicht. Aber wer heute aufwächst, ist Tracking jeglicher Art gewohnt und nimmt das vermutlich zusehends nicht mehr als Eingriff oder Überwachung wahr. Im Grunde genommen ist man inzwischen in so vieler Hinsicht "auffindbar", dass es darauf wahrscheinlich auch nicht mehr ankommt.

Fitness-Tracker, Schlaf-Tracker, Lauf-Apps, Standortfreigaben für Suchen, Routen (Maps), Zeitachsen, Car-Sharing oder E-Scooter und Fahrradverleihsysteme, Apps für den ÖPNV, Bewegungsprofile, Zutrittskontrollsysteme ("Schlüssel" in jeder elektr. Form) usw. usf. Ich denke, das schafft auch ein neues Bewusstsein und eine neue Normalität. Für viele ist diese (für uns mehr oder weniger neue) Transparenz einfach gelebter Alltag. Sie kennen es nicht anders. Face-Time in der Straßenbahn, schnell eine Bewertung samt Foto vom Restaurant in dem man sitzt, ein Posting vom morgendlichen Workout auf Social Media. Die Zeiten ändern sich. Und mit ihnen halt auch die Menschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
was ist das eigentlich? nicht immer ist "Liebesentzug" als das gemeint, als das er ankommt. ich kann, wenn mich das Verhalten des Partners verletzt hat, nicht einfach so tun, als wäre alles feini.
Eine sehr gute Frage!
Klar sobald ein Partner den Anderen (wissentlich) verletzt hat , ist Beziehung bereits schon toxisch. Ein darauf folgender Liebesentzug bereits eine weitere Eskalationsstufe. Was dann denn anderen auch meist noch stärker verletzt. u.s.w.
Die Abtrennung schreitet voran.

Wenn großzügig die Fehler des Anderen toleriert jedoch nicht akzeptiert, kann darin bereits ein Ausweg aus dem Dilemma liegen. Also reden und versuchen die Differenz oder Disharmonie aufzulösen. Und wenn man dann nach der positiven Absicht fragt ist man bereits schon auf einem guten Weg.
Die bedeutet aber auch, dass man sich persönlich entwickelt und zwar Beide, hin zu Personen mit einer liebevollen Ausstrahlung.

Klar kann ich dies hier nur sehr sehr grob umreißen.

Liebesentzug ist in meinen Augen so gefährlich weil er eine Kommunikation erschwert oder blockiert.
 
Das sehe ich nicht so. Für mich (und meinen Partner) möchte ich das auch nicht. Aber wer heute aufwächst, ist Tracking jeglicher Art gewohnt und nimmt das vermutlich zusehends nicht mehr als Eingriff oder Überwachung wahr. Im Grunde genommen ist man inzwischen in so vieler Hinsicht "auffindbar", dass es darauf wahrscheinlich auch nicht mehr ankommt.

Fitness-Tracker, Schlaf-Tracker, Lauf-Apps, Standortfreigaben für Suchen, Routen (Maps), Car-Sharing oder E-Scooter und Fahrradverleihsysteme, Apps für den ÖPNV, Bewegungsprofile, Zutrittskontrollsysteme ("Schlüssel" in jeder elektr. Form) usw. usf. Ich denke, das schafft auch ein neues Bewusstsein und eine neue Normalität. Für viele ist diese (für uns mehr oder weniger neue) Transparenz einfach gelebter Alltag. Sie kennen es nicht anders. Face-Time in der Straßenbahn, schnell eine Bewertung samt Foto vom Restaurant in dem man sitzt, ein Posting vom morgendlichen Workout auf Social Media. Die Zeiten ändern sich. Und mit ihnen halt auch die Menschen.
Überwachung ist ein Mittel um Macht zu etablieren und gehört in die Schublade von autokratisch und totalitären Systemen.
Na klar kann man freiwillig Macht abgeben, dies sollte aber einvernehmlich sein.
Die Situation ist jedoch vielfach anders.
Ich werde zum Beispiel gegen meinen Willen getrackt so wie Andere auch , aber das ist ein anderes Thema.
In weiterer Folge kommen dann Kontrolle, Sanktionierung und Säuberung zum Einsatz.
Die augenblickliche Politische Situation zeigt uns das recht gut.
 
Die Wortwahl "toxische Beziehung" ansich ist schon ein Grund, diese "Beziehung" zu beenden. Wenn ich etwas als giftig empfinde, dann gehörts weg. Alles weitere ist Zeitverschwendung.
 
Dann sollte man sich selbst in den arsch treten und selbständig werden.
Ja am besten wäre es, es gäbe keine Kriege und toxischen Beziehungen. Und man könnte einfach frei sein Land und seinen Partner wechseln. Die Realität ist jedoch eine Andere.
Unterdrückung mit sehr fiesen Methoden ist Realität, die Frage ist nur wie befreit man sich davon. Ich trete gerne in den Arsch , wenn's nur helfen würde.
 
Das sehe ich nicht so. Für mich (und meinen Partner) möchte ich das auch nicht. Aber wer heute aufwächst, ist Tracking jeglicher Art gewohnt und nimmt das vermutlich zusehends nicht mehr als Eingriff oder Überwachung wahr. Im Grunde genommen ist man inzwischen in so vieler Hinsicht "auffindbar", dass es darauf wahrscheinlich auch nicht mehr ankommt.

Fitness-Tracker, Schlaf-Tracker, Lauf-Apps, Standortfreigaben für Suchen, Routen (Maps), Zeitachsen, Car-Sharing oder E-Scooter und Fahrradverleihsysteme, Apps für den ÖPNV, Bewegungsprofile, Zutrittskontrollsysteme ("Schlüssel" in jeder elektr. Form) usw. usf. Ich denke, das schafft auch ein neues Bewusstsein und eine neue Normalität. Für viele ist diese (für uns mehr oder weniger neue) Transparenz einfach gelebter Alltag. Sie kennen es nicht anders. Face-Time in der Straßenbahn, schnell eine Bewertung samt Foto vom Restaurant in dem man sitzt, ein Posting vom morgendlichen Workout auf Social Media. Die Zeiten ändern sich. Und mit ihnen halt auch die Menschen.
das stimmt schon alles. liegt aber auch am fehlenden Verständnis dafür, warum Überwachung im Grunde etwas negatives ist - selbst, wenn man sich selbst überwacht und sein Leben felißig mit der Öffentlichkeit teilt. ein bisserl der Orwellsche Traum
 
Zuletzt bearbeitet:
das stimmt schon alles. das liegt aber auch am fehlenden Verständnis dafür, warum Überwachung im Grunde etwas negatives ist - selbst, wenn man sich selbst überwacht und sein Leben felißig mit der Öffentlichkeit teilt. ein bisserl der Orwellsche Traum
Die Überwachung an sich ist nicht negativ. Sie ist weder positiv noch negativ oder gut noch böse.
Eine Selbstüberwachung wenn sie nicht erzwungen wird ist einvernehmlich und hilft einem.
 
Die Überwachung an sich ist nicht negativ. Sie ist weder positiv noch negativ oder gut noch böse.
Eine Selbstüberwachung wenn sie nicht erzwungen wird ist einvernehmlich und hilft einem.
das sehen wir offenbar sehr unterschiedlich.

und auch Selbstüberwachung sehe ich sehr kritisch - die meisten Menschen machen sich damit nur selbst Stress.
es ist sinnvoller zum Arzt zu gehen, wenn man dauerhaft schlecht schläft - der SchlafTracker wird da wenig helfen

und auch wenn wir heutzutage freizügig unsere Daten mit Google, Amazon&Co teilen, sollten wir uns zumindest
darüber im Klaren sein, warum das auch ein Problem werden kann.
 
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