Das sehe ich nicht so. Für mich (und meinen Partner) möchte ich das auch nicht. Aber wer heute aufwächst, ist Tracking jeglicher Art gewohnt und nimmt das vermutlich zusehends nicht mehr als Eingriff oder Überwachung wahr. Im Grunde genommen ist man inzwischen in so vieler Hinsicht "auffindbar", dass es darauf wahrscheinlich auch nicht mehr ankommt.
Fitness-Tracker, Schlaf-Tracker, Lauf-Apps, Standortfreigaben für Suchen, Routen (Maps), Zeitachsen, Car-Sharing oder E-Scooter und Fahrradverleihsysteme, Apps für den ÖPNV, Bewegungsprofile, Zutrittskontrollsysteme ("Schlüssel" in jeder elektr. Form) usw. usf. Ich denke, das schafft auch ein neues Bewusstsein und eine neue Normalität. Für viele ist diese (für uns mehr oder weniger neue) Transparenz einfach gelebter Alltag. Sie kennen es nicht anders. Face-Time in der Straßenbahn, schnell eine Bewertung samt Foto vom Restaurant in dem man sitzt, ein Posting vom morgendlichen Workout auf Social Media. Die Zeiten ändern sich. Und mit ihnen halt auch die Menschen.