Wie würdet ihr ein toxisches Verhalten in einer Beziehung umschreiben?

Die Wortwahl "toxische Beziehung" ansich ist schon ein Grund, diese "Beziehung" zu beenden. Wenn ich etwas als giftig empfinde, dann gehörts weg. Alles weitere ist Zeitverschwendung.

oft liegt halt das problem in der natur des menschen.

wie oft steht doch so ein kleinen trutscherl mit gebrochener nase und etlichen anderen blessuren vor dem richter und widerruft ihre vorhergehende aussage, während sie ihren gewalttätigen partner mit schmachtendem blick anhimmelt.

und in manch anderen kulturen kannst du deinen angetrauten, egal ob toxisch oder nicht, überhaupt nur im sarg verlassen. wobei man muslimische ehen z.b. wohl generell als toxisch einstufen wird können. aber auch der wackere balkanese goutiert es nicht unbedingt, wenn sein weib ein zuviel an eigener meinung und selbstbestimmung hervorbringt.
 
Hi,

das stimmt schon alles. liegt aber auch am fehlenden Verständnis dafür, warum Überwachung im Grunde etwas negatives ist - selbst, wenn man sich selbst überwacht und sein Leben felißig mit der Öffentlichkeit teilt. ein bisserl der Orwellsche Traum

als eine Generation der Xbox die Mikros permanent eingeschaltet hatte, um auf Sprachbefehle reagieren zu können, war das noch ein diskutiertes Problem.

Dann kamen Siri, Alexa, Echo, &Co. und keiner hat mehr ein Problem damit. Oder wenige.

Dass man mit diesen Geräten theoretisch perfekt überwacht werden könnte, interessiert offenbar niemanden mehr.

Da kenne ich Leute, die die Kamera ihres Notebooks abgeklebt haben, könnte ja ein Hacker einbrechen und mitfilmen, aber Echo & Co. laufen permanent ....

LG Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja am besten wäre es, es gäbe keine Kriege und toxischen Beziehungen. Und man könnte einfach frei sein Land und seinen Partner wechseln. Die Realität ist jedoch eine Andere.
Unterdrückung mit sehr fiesen Methoden ist Realität, die Frage ist nur wie befreit man sich davon. Ich trete gerne in den Arsch , wenn's nur helfen würde.
Hier is ja wohl nit von "kriegen und Ländern" die rede, sondern von einer zwischenmenschlichen Beziehung, die einem von zweien nicht gut tut.
Beenden. Fertig. Ganz einfach.
 
Hi,

Die Überwachung an sich ist nicht negativ. Sie ist weder positiv noch negativ oder gut noch böse.
Eine Selbstüberwachung wenn sie nicht erzwungen wird ist einvernehmlich und hilft einem.

doch, sie ist negativ. In Ausnahmefällen kann sie einen positiven Zweck/Sinn haben. Aber dass sie für sich genommen bereits negativ ist, ist die Grundlage der Datensparsamkeit.

Jeder Mensch hat das Recht auf Privatsphäre, Artikel 8 der EMRK, und Überwachung ist immer eine Verletzung der Menschenrechte. Nur unter bestimmten Voraussetzungen ist sie überhaupt zulässig.

LG Tom
 
Da ich auch einmal im Verein „Gegen familiäre Gewalt“ gearbeitet habe, weiß ich aus Erfahrung, dass es nicht alle Menschen schaffen, sich so einfach aus toxischen Beziehungen zu lösen und dass es verschiedene Verhaltensformen sind, die als toxisch bezeichnet werden können. Das fehlende Einvernehmen ist einer der eindeutigsten Erkennungsmerkmale. Danke jedenfalls für die vielen persönlichen Stellungnahmen bisher.
 
Hi,



doch, sie ist negativ. In Ausnahmefällen kann sie einen positiven Zweck/Sinn haben. Aber dass sie für sich genommen bereits negativ ist, ist die Grundlage der Datensparsamkeit.

Jeder Mensch hat das Recht auf Privatsphäre, Artikel 8 der EMRK, und Überwachung ist immer eine Verletzung der Menschenrechte. Nur unter bestimmten Voraussetzungen ist sie überhaupt zulässig.

LG Tom
Das böse Messer hat schon wieder jemanden umgebracht.
 
Da ich auch einmal im Verein „Gegen familiäre Gewalt“ gearbeitet habe, weiß ich aus Erfahrung, dass es nicht alle Menschen schaffen, sich so einfach aus toxischen Beziehungen zu lösen und dass es verschiedene Verhaltensformen sind, die als toxisch bezeichnet werden können. Das fehlende Einvernehmen ist einer der eindeutigsten Erkennungsmerkmale. Danke jedenfalls für die vielen persönlichen Stellungnahmen bisher.
Der Narzisst trifft mitunter auf den Echoisten.
Beides ist wenn man so will "toxisch".

Zweites ist weder auffällig noch eine Diagnose, nährt aber mitunter das Ego von Narzissten & Co und macht den Betroffenen kaputt.

Was kann man tatsächlich in einer Diskussion sagen, ohne zu urteilen oder zu unterstellen?

Gebt Euren Kinder Selbstvertrauen, lehrt sie andere wahrzunehmen in ihren Bedürfnissen ohne die eigenen zu vernachlässigen. Lehrt sie Grenzen zu setzten, und zeigt ihnen welche auf. Macht sie stark fürs Leben!
 
Hi,
....
Da kenne ich Leute, die die Kamera ihres Notebooks abgeklebt haben....
LG Tom
Haha hab ich auch schon eine gefühlte Ewigkeit. Besitze aber keine Alexa oder ähnliches. Weil Spotify daschalte ich noch ein...soviel Bewegung geht noch.... :rofl:

Sonst werden hier klassische Schubladen bedient. Es tangiert Mensch sowieso nur als PartnerIn oder als Familienmitglied. Die Mutter meiner Mädels könnte man in so eine Schublade stecken, naja gibt sogar psychiatrische Diagnosen. Kinderjausn is so eine Beziehung keine, vor allem mit 2 kleinen Kinder. Habs total unterschätzt. Würde ich die Zeit zurückdrehen können....ich würde es nochmal machen. Nicht weil ich lernresistent bin, sondern weil ich die 2 besten und liebsten Mädels damit bekommen habe. :herzen:
 
meine Kinder werden, seit sie ein Handy haben, auch getrackt. besonders beim fortgehen praktisch, nicht, weil ich ihnen nicht vertraue (die dürfen quasi eh alles 😅), sondern aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus.
Das finde ich seltsam, sorry wenn ich das so sage. Betrifft es das Sicherheitsbedürfnis Deiner Kinder oder Deines?
Mein Älterer war in seiner argen Zeit manchmal ein oder zwei Tage einfach verschwunden, ich hab mir furchtbare Sorgen gemacht, aber ihn zu Tracken hätte ich mit mir selbst nicht vereinbaren können.
Hätte ich Dir garnicht zugetraut.
 
meine Kinder werden, seit sie ein Handy haben, auch getrackt. besonders beim fortgehen praktisch, nicht, weil ich ihnen nicht vertraue (die dürfen quasi eh alles 😅), sondern aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus.

Und deinen Kids ist das egal? Also da hätte es bei mir einen Aufstand gegeben. Sorry, mit Freiraum lassen und "Vertrauen" hat das irgendwie doch nicht viel zu tun …

Edit: Und inwiefern hat das etwas mit Sicherheit zu tun? Du weißt zwar, wo sie sind, aber sollte etwas passieren, merkst du es trotzdem nicht. (Oder verstehe ich das Tracken falsch?)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das finde ich seltsam, sorry wenn ich das so sage. Betrifft es das Sicherheitsbedürfnis Deiner Kinder oder Deines?
Mein Älterer war in seiner argen Zeit manchmal ein oder zwei Tage einfach verschwunden, ich hab mir furchtbare Sorgen gemacht, aber ihn zu Tracken hätte ich mit mir selbst nicht vereinbaren können.
Hätte ich Dir garnicht zugetraut.
beides - die große fühlt sich wohl damit, der kleine ist eh noch nicht so weit, dass er großartig wo allein unterwegs ist.

tracken heißt in dem Fall ja nicht, dass ich jeden Schritt überwache - das interessiert mich einfach gar nicht und würde mich komplett überfordern. aber wenn sie unterwegs ist und ich bekomme eine Nachricht, dass sie sicher angekommen ist, finde ich das gut.

wie gesagt, es gibt nicht wirklich das Bedürfnis, irgendwo heimlich unterwegs zu sein. das war bei mir selbst anders. meine Mutter wusste nie genau, wo ich bin (das war ihr aber nicht klar).
 
beides - die große fühlt sich wohl damit, der kleine ist eh noch nicht so weit, dass er großartig wo allein unterwegs ist.

tracken heißt in dem Fall ja nicht, dass ich jeden Schritt überwache - das interessiert mich einfach gar nicht und würde mich komplett überfordern. aber wenn sie unterwegs ist und ich bekomme eine Nachricht, dass sie sicher angekommen ist, finde ich das gut.

wie gesagt, es gibt nicht wirklich das Bedürfnis, irgendwo heimlich unterwegs zu sein. das war bei mir selbst anders. meine Mutter wusste nie genau, wo ich bin (das war ihr aber nicht klar).
Ich dachte Du trackst den Standort, da hab ich wohl was falsch verstanden.
Mein Großer hat immer gesagt wo er ist, ob es stimmt wusste ich aber nie. Hätte icb einen Tracker installiert, wäre sein Handy garantiert absichtlich irgendwo liegengeblieben, mMn auch berechtigt. So wusste ich zumindest, dass er es im Notfall dabei hat.
 
Da ich auch einmal im Verein „Gegen familiäre Gewalt“ gearbeitet habe, weiß ich aus Erfahrung, dass es nicht alle Menschen schaffen, sich so einfach aus toxischen Beziehungen zu lösen

Drum prüfe, wer sich ewig bindet... ob sie auch `ne Wohnung findet?

und dass es verschiedene Verhaltensformen sind, die als toxisch bezeichnet werden können.

Aso?
Na gaunz wos neichs.
I reg` mi eh net auf.
De Andern regn` mi auf!


Das fehlende Einvernehmen ist einer der eindeutigsten Erkennungsmerkmale.

Net nur.
Es gabert do a no` de nahestehenden Co-Abhängigen in solchen Beziehungen.
Braucht jo schließlich zwa.
"Weu ana allan kann doch net so deppert sein, Hupf in Gatsch und grob di ein!"
Danke Schurli!
Des san de, de si` gern selbst geißeln und glauben, se miassn` auf Verständnis machen.
De neigen dazu, de tollen Schwankungen der "Erkrankten" aufzufangen und glauben, se können`s dann managen.
Jo eh.
Bis hoit ana liegt und überbleibt.
Überspitzt gsogt.
Ob diagnostizierter Narzissmus, Borderlinesyndrom undsoweida oder a net is` dabei - gelinde gesagt - schlussendlich komplett Tuttel.


Danke jedenfalls für die vielen persönlichen Stellungnahmen bisher.

Sicher doch.
 
Hi,



doch, sie ist negativ. In Ausnahmefällen kann sie einen positiven Zweck/Sinn haben. Aber dass sie für sich genommen bereits negativ ist, ist die Grundlage der Datensparsamkeit.

Jeder Mensch hat das Recht auf Privatsphäre, Artikel 8 der EMRK, und Überwachung ist immer eine Verletzung der Menschenrechte. Nur unter bestimmten Voraussetzungen ist sie überhaupt zulässig.

LG Tom

Ich verstehe. Oder nein, eigentlich nicht. Inwiefern schließen sich „Datensparsamkeit“ und eine Überwachung aus? Als Beispiel: Eine App, die Gangverhalten und Stürze monitort und im Bedarfsfall Notrufe absetzt, selbstverständlich und wie vorgeschrieben, unter Einhaltung des Prinzips der Datenminimierung.

Mit meinem Hausfrauenwissen in dem Bereich kann ich mir darauf einfach keinen Reim machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

Ich verstehe. Oder nein, eigentlich nicht. Inwiefern schließen sich „Datensparsamkeit“ und eine Überwachung aus? Als Beispiel: Eine App, die Gangverhalten und Stürze monitort und im Bedarfsfall Notrufe absetzt, selbstverständlich und wie vorgeschrieben, unter Einhaltung des Prinzips der Datenminimierung.

Nicht überwacht zu werden ist ein Menschenrecht.

Mit meinem Hausfrauenwissen in dem Bereich kann ich mir darauf einfach keinen Reim machen.

Es ist wie das Recht auf Freiheit. Trotzdem musst Du ins Spital oder Pflegeheim, auch gegen Deinen Willen.


Vergleiche es mit Abtreibung. Abtreibung ist in Österreich strafbar. Verboten. Unter bestimmten Voraussetzungen wird sie nicht bestraft.

LG Tom
 
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